Daniel 5 vo 12
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 5 vo 12
5:1 König Belsạzar het es grosses Festli für 1000 vo sinere Edle geh. Er het vor ihne gholt und trank Wy.
2 Underem Iifluss vom Wy befahl Belsạzar, d Gfäss us Gold und Silber iezbringe, wo si Vater Nebukadnẹzar usem Tempel in Jerusalem mitgnoh het. De König hät zäme mit sine Edle, siine Näbedfraue und sine Konkubine druus wele trinke.
3 Ma het also de Gfäss üs Gold gholt, de ma üs däm Tempel vum Hus Gottes in Jerusalem mitgnumme het, un dr Kenig, sini Edel, sini Näbäfraue un sini Konkubine trinke drus.
4 Si trunke Wii und präsed d Götter us Gold und Silber, us Chupfer, Iise, Holz und Stei.
5 Im gliiche Augeblick erschiene d Finger von ere Menschhand und schriibe uf de Putz vo de Wand vom Chönigspalast gegenüber em Lüüchter. De König het de Rugge vo de schriibende Hand chönne gseh.
6 Da isch de König ganz blass worde, sini Gedanke hend ihn verschreckt, sini Hüfte zämme ghocket und ihm d Chnü gschlateret.
7 De König het lut gruefe, mer söll d Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe hole. Er het zu de wisse Manne Babylons gseit: "Wer die Schrift lesen und mir deuten kann, wird in Purpur gekleidet, bekommt eine goldene Chette um den Hals und wird als Dritter im Königreich herrschen."
8 druf sind alli wiise Manne vom König inecho, aber sie hend d Schrift weder chöne läse no em König deute.
9 Da het de König Belsạzar grossi Angst übercho und ihm sich d'Farb us em Gsicht. Sini Edle sind verwirrt gsi.
10 Wo de Königin de Wort vom König und sinere Edel mitbecho isch, isch si in Feschtsaal inegange und het gsäit: "Der König läbt ewig! Lah dich vo dine Gedanke nöd verschrecke und wirde nöd blass.
11 Es git da en Manna i dim Königrich wo de Geist heiliger Götter hät. Zur Zyt vo dim Vater het sich in ihm Erlüchtig gfunde und Isicht sowie Wiisheit, wie sie d Götter hänn. Din Vater, de König Nebukadnẹzar, het ihn als Oberste vo de Zauberpriester, Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe iigstellt. Ja, das het din Vater gmacht, o König.
12 Daniel, wo de König Beltschạzzar gnennt het, het en usergwöhnliche Geischt gha und s'Wüsse gha, Träum z'düte, Rätsel z' entschlüssle und verzwickti Problem z'löse. Lah de Daniel jetzt rüefe und er wird dir die Dütig mitteile."
13 Daniel isch vor de Kenig brocht worde und vo ihm gfrögt worde: "Bisch Du Daniel, wo zu de Verschleppte us Juda ghört, wo min Vater, de Kenig, us Juda herbracht het?
14 Ich han über dich ghört, dass de Geist vo de Götter in dir rueht und dass sich i dir Erlüchtig und Iisicht und ussergwöhnlichi Wisheit findet.
15 Die wisse Manne und Beschwörer sind gholt worde zum die Schrift lese und z dütsche, aber sie chönd mir die Botschaft nöd düte.
16 Über dich hani jedoch ghört, dass du Dütige mitteile und verzwickti Problem chasch löse. Wenn also d Schrift lese und dete chasch, wirsch in Purpur kleidet, bechunsch e goldigi Chetti um de Hals und wirsch als Dritter im Königrich herrsche."
17 Druf het Daniel em König gantwortet: "Bhalt dini Gabe und gib dini Gschänk andere. Doch die Schrift wird ich am König vorläse und em d Dütig mitteile.
18 O König, de höchst Gott het dim Vater Nebukadnẹzar s'Königtum, Grösse, Ehre und Majestät ge.
19 Wäge dem verliehende Grössi händ alli Völker, Natione und Sprachgruppene us Angst vor ihm zitteret. Er het umbrocht, wen er het wölle, und het am Läbe glo, wer er het wölle – er het wölle erhöht und er er erniedrigt.
20 Wo si Herz jedoch iberheblich worde isch und si Geischt sich verhärt het, sodass er amassend handlet het, isch er vom Thron vu sinem Kenigrich gschtosse worde und sini Würd ihm gnoh worde isch.
21 Er isch vertribe worde, weg vode Mensche. Sis Härz isch dem eis Tier gliichgmacht worde und er het bi de Wildesle glebt. Er hät Pflanze übercho, so wie d'Stier, und de Tau vom Himmel hät sin Körper bnetzt – so lang, bis er hät gmerkt, dass de höchscht Gott de Herrscher über d'Königrichi vo de Mänsche isch und das er drüber regiere loht, wen er will.
22 Du degäge, sin Sohn Belsạzar, du hesch dis Herz nöd gdemüetetet obwohl das alles gwüsst hesch.
23 Stattdesse hesch dich gege de Herr vom Himmel erhobe und dir d Gfäss vo sim Huus bringe loh. Dänn häsch zämme mit dine Edel, dine Näbedfraue und dine Konkubine Wy drus trunke und Götter us Silber und Gold, us Chupfer, Iise, Holz und Stei gpriesed – Götter, wo nüt gsehnd und nüt wüssed. Doch de Gott wo di Atem und din ganze Läbenswäg i de Hand hebt de hesch nöd verherrlicht.
24 Deswege hät er d'Hand gschickt und die Wort la schriibe.
25 Die Schrift lutet: MENẸ, MENẸ, TEKẸL und PARSỊN.
26 Das isch die Dütig vo de Wörter:
MENẸ: Gott het die Täg vo dim Chönigrich zellt und ihm es End gmacht.
27 TEKẸL: Du bisch uf de Waag gworde und als zu liecht befunde worde.
28 PERẸS: Dis Königrich isch teilt worde und de Meder und de Perser geh."
29 Drufhin befahl Belsạzar, Daniel in Purpur z'chleidä und ihm ä goldigi Chetti um dä Hals z'lege. Usserdem isch verkündet worde, dass er de dritt Herrscher im Königrich si wür.
30 In derselben Nacht ist Belsạzar, der chaldạ̈ische König, tötet.
31 De Meder Darịus het s Königrich übercho. Er isch öppe 62 Jahr alt gsi.