Hiob 17 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 17 vo 42
17:1 Mis Geist isch broche, mini Täg sind usglöscht.
De Friedhof wartet uf mich.
2 Ich bi vo Spöttere umgäh,
mis aug muess uf ihres rebellische Verhalte starre.
3 Bitte nimm die Bürgschaft für mich aa und bhalt sie bi dir.
Wer suscht wird für mich istoh und mir d'Hand druff geh?
4 Denn ihres Herz hesch em Unterscheidigsvermöge verschlosse.
Drum erhöhsch sie nöd.
5 Männgi büüted irne Fründe aa, mit ene z teile,
während d Auge vo ihrne eigete Chind vor Sehnsucht vergönd.
6 Er het mich zum Gspött gmacht under de Völcher.
So bini zu öpperem wo mer is Gsicht spuckt worde isch.
7 Mini Auge sind trüb vor luter Chummer
und ich bin nur na en Schatte vo mine selber.
8 Uf all das starre ufrichtige Mensche voll Entsetze
und de Unschuldig isch usser Fassig über de Gottlosen.
9 Der Gerecht bliebt unbeirrt auf sim Weg
und de mit reine Händ wird immer stärcher.
10 Ihr chönd jedoch alli cho und wiiter argumentiere,
Denn i ha kei Wiese unda äich entdeckt.
11 Mini Täg sind abgloffe.
Mini Plän, d Wünsch vo mim Härz, händ sich zerschlaa.
12 Ständig git mer d Nacht als Tag us
und seit: 'Es isch dunkel, drum muen s'Liecht na si.'
13 Weni warte wird das Grab mis dihei.
In de Finsternis werd ich mis Nachtlager usbreite.
14 Dem Grab werd ich zrüefe: 'Du bisch min Vater!',
und de Made: 'Mini Mueter und mini Schwöschter!'
15 Wo isch also mini Hoffnig?
Wer gseht Hoffnig für mich?
16 Zu de verrieglete Tore vom Grab wird si hinabfahre,
wänn mer alli zemme in Staub annebinked."