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Hiob 30 vo 42

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 30 vo 42

30:1 Jetzt lache sie über mich

Manne wo jünger sind als ich,

dene ihre Väter ich nöd mal zu de Wachhunde vo minere Herde glah hetti.

 2 Vo welem Nutze isch mer d Chraft vo ihrere Händ gsi?

Ihri Energie isch gschwunde.

 3 Mangel und Hunger het sie usglaugt.

Sie nämmed a dem dürre Land,

das scho verwüschtet und verödet gsi isch.

 4 Sie sammled s Salzchrut vo de Stüücher.

Ihri Nahrig sind Ginsterwurzle.

 5 Us de Gmeinschaft werded si vertriebe.

Mer schreit ene nach wie eme Dieb.

 6 A de Abhäng vo Schluchte wohneds,

in Erdlöcher und Felsehöhle.

 7 Inmitten der Strücher schreie sie

und under de Nessle drängeds sich zäme.

 8 Als Söhn vo de Unverständige und Namelose

het mer sie usem Land verjagt.

 9 Aber jetzt macheds sich sogar i ihrne Lieder über mich lustig.

Ich bi für sie zum Gspött worde.

10 Sie verabschieded mich und halted Abstand zu mir.

Sie zögere nöd mir is Gsicht z spucke.

11 Da Gott mich entwaffnet und gdemüetet hät,

lönds i minere Gegewart jedi zrugghaltig gheie.

12 Rechts vo mir erhebed sie sich wie en Mob.

Si triibed mi id Flucht

und errichte tödlichi Barriere uf mim Pfad.

13 Si reissed mini Wäg uf

und mached mis Elend na schlimmer,

und da isch niemert wo sie ufhaltet.

14 Sie chömed wie dur e breiti Bräsch i de Muur.

Zmitzt i de Verwüschtig wälzeds ane.

15 Schrecke überwältigt mich.

Mini Würd isch wie vom Wind verweht

und miini Rettig löst sich uf wie e Wolke.

16 Jetz flüsst mis Lebe da ane.

Täg vom Chummer erfassed mich.

17 Nachts durebohren Schmerze mini Chnoche,

de nägendi Schmerz hört niemals uf.

18 Mit aller Gwalt isch mis Gwand verunstaltet worde.

Es schnürt mer d Luft ab wie de Chräge vo minere Chleidig.

19 Gott het mi in Schlamm gworfe.

Ich bin nur na Staub und Asche.

20 Ich schreie zu dir um Hilf, aber du antwortisch mir nöd.

Ich stah uf, aber du luegsch mich eifach nur ah.

21 Grausig hesch dich gege mich gwandt.

Mit de ganze Macht dinere Hand gosch uf mich los.

22 Du hebsch mi uf und treisch mi mitem Wind dervo.

Dänn schleuderisch mi im Sturm hin und her.

23 Denn ich weiss dass du mich in Tod schicksch,

in das Huus wo sich alli Lebende versammle werded.

24 Aber es würd doch niemert en brochne Manna schlah,

wän er i sinere Not um Hilf schreit.

25 Hani nöd um die brüelet, wo härti ziite dureläbed?

Hani nöd um de Arme trout?

26 Obwohl ich uf guets ghofft han isch schlechts cho.

Ich erwartet Liecht, aber Finsternis isch cho.

27 De Ufruhr i mim Innere hät keis End gno.

Täg vom Chummer händ mir begegnet.

28 In döster Stimmig gang ich umenand – es git keis Sunneliecht.

I de versammlete Mängi stahni uuf und schreie um Hilf.

29 En Brüeder bini de Schakal worde

und en Fründ de Töchter vom Struss.

30 Mini huut isch schwarz worde und abgfalle.

Mini chnoche lüht vor Hitz.

31 Mini Harfe isch nur no für Truur da

und miini Flöte für de Klang vom Brüele.