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Lukas 11 vo 24

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 11 vo 24

11:1 Mal het Jesus amene bestimmte Platz inne ghebet und bätte. Won er fertig gsii isch, hät eine vo sine Jünger zue ihm gseit: "Herr, bring eus bi, wie mer bätet, so wies au Johạnes sini Jünger biibrocht hät."

2 Do hät er zue nene gsäit: "Wenn ihr bäted, säit: "Vater, dein Name soll gheiligt werden. Loss dein Königrich kommen.

3 Gib eus jede Tag s Brot nach eusem tägliche Bedarf.

4 Und vergib eus eusi Sinde, denn au mir sälber vergäbed jedem wo bi eus verschuldet isch. Und bring eus nöd in Versuechig.'"

5 Dänn hät er no gseit: "Aagnoh, eine vo eu gaht um Mitternacht zumene Fründ und bittet en: 'Min Fründ, leih mir doch drei Brot.

6 En Fründ vo mir isch nämlich grad agreist und ich han nüt zum Aabüte.'

7 Doch vo inne chunnt d Antwort: 'Hör uf mich störe. D Türe isch scho verschlosse und mini Chind liged bi mir im Bett. Ich chan jetzt nöd ufstah und dir öppis gäh.'

8 Ich säg eu: Er wird ganz sicher ufstah und ihm alles gä wo er brucht – selbst wänn ers nöd us Fründschaft tuet, sondern will de ander so hartnäckig isch.

9 Drum säg i äich: Bittet immer wieda und ihr werdet becho, suechet witer und ihr werdet finde, klopfet immer wieder a und es wird eu göffnet werde.

10 Denn jede wo bittet bechunnt, und jede wo suecht, findet und jedem wo aaklopft wird offe.

11 Welle Vater unter eu wird sim Chind scho e Schlange geh wänns um en Fisch bittet?

12 Oder au wenns um es Ei bitte git er ihm denn öppe en Skorpion?

13 Wenn also scho ihrs verstönd euri Chind Guets z schänke obwohl ihr schlecht sind wieviel meh wird den de Vater im Himmel dene wo ihn bitte heilige Geischt gäbe!“

14 Spöter het er en triebe Dạ̈mon us, de Stummheit verursachte. Wo de Dạ̈mon verschwunde gsi isch, het de Stumme agfange rede und d Lüüt sind nur so gstunne.

15 Doch einigi hängen: "Dä cha die Dämọnen doch nur durch Beelzebub, de Herrscher vo de Dämọne, ustriibe."

16 Anderi händen welle uf d Prob stelle und händ vo ihm es Zeiche vom Himmel verlangt.

17 Do er gwüsst het, was sie gmeint hend, het er zu ihne gseit: "Jedes Riich wo in sich gspalte isch gaht under, und jedi Familie, wo i sich gspalte isch, verfallt.

18 So isches au mit Satan. Wenn er i sich selber gspalte isch, wie söll sis Riich bestah? Schliesslich behauptet ihr ja, ich wür die Dämọnen mithilf vo Beelzebub ustriibe.

19 Wenn ich die Dämọne dur Beelzebub ustriibe, wie triibed eui Söhn sie denn uus? Drum werded sie euri Richter sii.

20 Wenn ich die Dämọnen aber dur de Finger Gottes ustriibe, denn isch Gottes Königrich scho cho ohni das ihrs gmerkt hend.

21 Solang en starche, guet bewaffnete Maa sin Palast bewacht, isch sin Bsitz in Sicherheit.

22 Doch wenn en no Stärker ihn agrifft und besiegt, nimmt er ihm alli Waffe weg, woner vertraut hät. Und dänn verteilt er, was er ihm weggno hät.

23 Wer nicht für mich ist ist ist gegen mich, und wer nicht mit mir einsammelt wo zerstreut.t

24 Wenn en böse Geischt us emene Mönsch uszieht, irrt er uf de Suechi nach eme Ruheplatz in verlassene Gägend umenand. Nachdem er käi gfunde het, seit er sich: 'Ich kähre in mis Huus zrugg, wo ich uszoge bin.'

25 Und bi sinere Akunft findet er s Huus suuber gfägt und schön hergrichtet vor.

26 Er nimmt dänn siebe witeri Geister mit, wo na bösartiger sind als er sälber, und sie ziehnd ii und bliibed. So isch dä Mänsch am Ändi schlimmer dra als vorher."

27 Wo er das alles gseit het, het e Frau us de Menschemengi gruefe: "Glücklich isch de Mueterlib wo dich treit het, und glücklich sind die Brüst wo dich gstillt hend!"

28 Doch er entgägnet: "Nei, sondern glücklich isch wer Gottes Wort hört und nachher läbt!"

29 Wo die Lüt in Masse zämeglüfe het er agfange z erkläre: "Diese Generation ist eine bösi Generation. Sie verlangt es Zeiche, wird aber keis übercho – nur s' Zeiche Jonas.

30 Denn so wie Jona für die Ninivịte zumene Zeiche worde isch, wirds au de Menschensohn für die Generation sii.

31 Die Königin vom Süde wird mit de Männer vo dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteile, will sie isch vo de Ändi vo de Erde cho zum d Wiisheit Sạlomos z ghöre. Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Sạlomo.

32 Die Iwohner vo Nịnive werded mit dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteiled, will sie bereitet uf das ane wo de Jona predigt het. Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Jona.

33 Nachdem mer e Lampe azündet het versteckt mer sie nöd und stellt sie au nöd under es Messgfäss sondern uf de Lampeständer sodass jede wo inechunnt s Liecht gseh chan.

34 Das Aug isch d Lampe vom Körper. Wenn dis Aug fokussiert isch, dänn isch au din ganz Körper voller Liecht. Doch wenns niidisch isch, dänn isch au din Körper finster.

35 Achti deshalb druf, dass das Liecht i dir nöd Finsternis isch.

36 Wenn also din ganz Körper voller Liecht isch und nüt devo finster, dänn wird er so hell sii als wür dir e Lampe dur ihri Strahle Liecht spende."

37 Nachdem er das gseit het, isch er vomene Pharisäer zum Ässe iglade worde. Also isch er zu ihm gange und het sich zu Tisch gleit.

38 De Pharisäer isch aber überrascht gsi woni gseh het das er sich vor em Ässe nöd gwusched.

39 Do het dr Herr zue nem gsait: "Ihr Pharisäer, ihr machet d Bächer un d Schüssel usse suuber, aba inne sin ihr voll Gier un Schlechtheit.

40 Ihr Unvernünftige! Het nöd de wo s üssere gmacht het, au s inneri gmacht?

41 Gebed de Arme wo usem Innere chund, und ihr werdet gseh: Alles a eu wird ine sii.

42 Wehe eu, ihr Pharisäer! Denn ihr gebet ä Zehntel vu d Minze un dr Raute un vu jedem andere Gartekrut, aba d Grechtigkeit un de Liebi zue Gott vernachlässigt ihr! S einte isch zwar eui Pflicht gsi, aber s andere hetted ihr nöd dörfe vernachlässige.

43 Wehe äich, ihr Pharisäer! Denn ihr liebt's, in de Synagoge de vordere Sitz z'becho und uf de Marktplätz bsunders grüesst zwerde.

44 Wehe eu, denn ihr sind wie die Gräber wo nöd klar z'erkenne sind und über wo mer unwissentlich hinweg lauft!"

45 Druf hed es Gsetzsexperte erwideret: "Lehrer, damit du au eus beleidigsch."

46 Er aber gseit: "Weh au eu, ihr Gsetzestexperte, wel ihr de Mensch Laste ufladed, wo sie chuum chönd träge, doch ihr sälber rüered d Laschte mit keim Finger a!

47 Wehe eu, denn ihr baued Gräber für d Prophete, debi hend euri Vorfahre sie umbrocht!

48 Zweifel sin ihr Ziige vu d Tade äire Vorfahre un trozdem heisst ihr sie guet. Sie hän d Prophete umbrocht, aba ihr errichtet ihre Gräba.

49 Deswäge het de Wiisheit Gottes au gsait: "Ich wirde Prophete un Aposchtel zue nene schicke, un sie wäre ä baar vu nene umbringe un vufolge.

50 So wird die Generation für s Bluet vo allne Prophete wo sit Grundlegig vo de Wält vergosse worde isch, zur Rächeschaft zoge,

51 vom Bluet Abels ah bis zum Bluet Sachạrjas wo zwüsche em Altar und em Tempel umbracht worde isch.' Ja, ich säg eu die Generation wird defür zoge.

52 Wehe euch, ihr Gsetzestexperte! Denn ihr hend de Schlüssel vo de Erkenntnis weggnoh. Selbst sind Ihr nöd inegange, hinderet aber au alli wo inewend."

53 Won er den nach dusse gange isch, händ en d'Schrift glehrt und d'Pharisäer heftig unter Druck gsetzt und händ en mit vielne witere Frage bestürmt.

54 Sie hend nur druf gwartet, ihn mit sine eigene Wort id Fall z locke.