Lukas 19 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 19 vo 24
19:1 De isch er nach Jẹricho cho und isch dur d'Stadt gange.
2 Het en riiche Oberstüreinhmer namens geh Zachạ̈us.
3 Er het unbedingt wellä gseh wer dä Jesus gsi isch. Doch wäg de vile Lüt ihm das nöd glanget, er isch nämli chli chli gsi.
4 Deshalb isch er es Stück voruus gloffe und het uf en Mulbeerfeigebaum zum en gseh, denn Jesus sött det verbii cho.
5 Wo Jesus die Stell erreicht het, het er zu ihm ufe gluegt und gseit "Zachạ̈us, chum schnell abe denn ich wird hüt Gast i dim Huus si."
6 Sofort klätteret Zachạ̈us abe und het en voller Freud als Gast ufgnoo.
7 Alli wo das beobachtet händ beschwärtet sich: "Er isch im Huus eines Sünder zu Gast!"
8 Doch Zachạ̈us isch ufgschtande und hät zum Herrn gseit: "D'Hälfti vo mim Bsitz gib i de Arme und alles woni vo irgendöppertem erpresst han, erstat ich vierfach."
9 Do hät Jesus gseit: "Hüt isch Rettig über das Huus cho, will au en Bueb Abrahams isch.
10 Denn de Menschensohn isch cho zum sueche und rette was verlore gsi isch."
11 Da sich Jesus i de nöchi vo Jerusalem befunde und sie gmeint hend Gottes Königrich würd sich augeblicklich zeige, het er en wiitere Vergliich brocht:
12 "Ein Maa von vornehmer Herkunft reistiert in es fernes Land zum sich d'Königsmacht z'sichere und dänn zruggkehre.
13 Er het zehn vu sinere Sklave gruefe, het ene 10 Min gä und beuftragt: 'Mached demit Gschäft, bis ich chume.'
14 D Bürger vo sim Land händ en jedoch ghasst und händ en Abordnig hinder ihm här gschickt, wo sett säge: 'Mir wänd dä Maa nöd als euse König ha!'
15 Wo er sich d Königsmacht gsicheret het und schliesslich zruggkehrt het, het er d Sklave gheisse, dene er s Geld geh het zum usefinde was sie erwirtschaftet gha hend.
16 De ersti isch vorgange und het gseit: 'Herr, dini Mine het 10 Min ibrocht.'
17 De Herr hät en lobt: 'Guet gmacht du guete Sklave! Du häsch dich inere sehr chline Sach als treu erwiese, drum söllsch Herr über zehn Städt si.'
18 Denn isch de zweiti cho und het brichtet: 'Herr, dini Mine het 5 Min ibrocht.'
19 Au em het er zuegschickt: 'Du sollst Herr über 5 Städt sein.'
20 Doch de isch en andere cho und gseid: 'Herr, hie isch dini Mine. Ich han sie imene Tuech versteckt ghalte.
21 Denn ich han Angst vor dir gha will du so en strenge Mensch bisch. Du nimmsch dir was nöd hinterleit hesch und erntisch was nöd gset hesch.'
22 Der Herr erwideret: 'Du böse Sklave, ich verurteile dich aufgrund deiner eigen Wort! Du hesch also gwüsst das ich en strenge mensch bin und nimm was ich ned hinterleit han, und ernte was ich ned gset han?
23 Warum häsch mis geld de nöd ufd bank brocht? De hätis wo ich cho bin mit zinse abghobe.'
24 Druf het er gseit zu dene wo debiistande sind: 'Nähmed ihm d Mine weg, und gebed si dem wo die 10 Min het.'
25 Sie entgägnet: 'Herr, er het doch scho 10 Min!' –
26 'Ich säg eu: Jede wo het wird meh übercho. Aber wer nöd het, dem wird selber das wo er het weggno werde.
27 Und jetzt bringt mini Gfinde her wo mich nöd händ wele als König haa und richtet sie vor mine Auge hi.'"
28 Nochdem er das gseit het, het er sin Wäg nach Jerusalem ufe furtgsetzt.
29 Und won er i d nöchi vo Betphạge und Bethạnie am sogenannte Ölberg cho isch, het er zwei Jünger beuftragt:
30 "Gaht i das Dorf, wo mer vo do us gseht. Sobald ier inechömed, werdedder en junge Esel aabunde finde, wo no nie öpper gässe hät. Bindet en los und bringt en her.
31 Wenn aber öpper fragt, warum er ihn losbindet, dänn seit: 'Der Herr braucht ihn.'''
32 Die Beufträg hend sich uf de Wäg gmacht und hend alles so vorgfunde wie ers ihne gseit het.
33 Doch wo sie grad debi gsi sind, s Tier loszbinde, händ d Bsitzer gfröget: "Warum bindet ihr de jung Esel los?"
34 Sie antwortet: "Der Herr braucht ihn."
35 Dänn händ sie de Esel zu Jesus gfüehrt, wäred ihri Obergewänder ufs Tier und händ Jesus ufstiege.
36 Während er die Strooss entlangt, händ d'Lüüt iri Obergewänder vor ihm uf em Bode us breitet.
37 Won er sich de Stross nööch het, wo de Ölberg anefüert het, het under de zahllose Jünger Freud usbroche und sie priese Gott mit luter Stimm weg all dene mächtige Tate, wo sie gseh hei.
38 Sie riefen: "Gesägnet ist der, der als König im Name Jehovas kommt! Frieden im Himmel und Herrlichkeit oben in den Höhen!"
39 Doch einigi Pharisäer us de Mängi protestiert: "Lehrer, wis dini Jünger i ihri Schrank!"
40 Er aber erwideret: "Ich sag euch: Wenn sie stumm bliben, würde die Stei schreie."
41 Wo er sich de Stadt nöcher het und si gseh het, het er über sie gränne
42 und gseit: "Wenn du, ja du, a dem Tag das erchennt hetsch was mit Friede ztue het … aber jetzt isch es vor dine Auge verborge worde.
43 Denn es werded Täg über dich cho, da werded dini Feind en Belagerigsring us Spitzpfähle um dich ume zieh, dich umzingle und vo allne Siite iischlüsse.
44 Sie werdet dich und die Chind i dinere Mitti z Bode schmettere und kein Stei uf em andere loh, will du die Ziit vo dinere Beguetachtig nöd erkennt hesch."
45 Den isch er in Tempel gange und het agfange d Händler vertriibe.
46 Er het gseit: "I de Schrifte stoht: 'Mis Huus wird es Gebetshuus sii', aber ihr hends zunere Räuberhöhli gmacht."
47 Er hät wiiter täglich im Tempel glehrt. Doch d'Oberpriester und d'Schriftglehrti und die füehrende Manne vom Volk händ nach ere Möglichkeit gsuecht, ihn umzbringe,
48 hend aber kei Mittel und Wäge dezue gfunde, will s ganze Volk ständig a sine Lippe anegange isch.