Lukas 7 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 7 vo 24
7 Woner met dem was er de Lüüt hed welle säge, fertig esch er nach Kapẹrnaum gange.
2 En Offizier hed en Sklave gha woner sehr gange esch, wo jetzt aber schwer chrank gsi esch und im Stärbe gläge esch.
3 Wo er vom Jesus ghört het, het er einigi Älteschte vo de Jude zu ihm gschickt mit de Bitte z'cho und sine Sklave gsund z'mache.
4 Sie sind also zu Jesus gange und hend ihn idringlich bite: "Er isch es wert, dass du ihm sini Bitte erfüllsch,
5 den er liebt euses Volk und het sogar eusi Synagoge baut."
6 Da het sich Jesus mit ihne uf de Wäg gmacht. In einere Entfernig vo dem Huus sind ihm Fründe vom Offizier entgege cho. Sie sötted ihm usrichte: "Herr, mach der kei Umständ, denn ich bins nöd wert das du under mis Dach chunsch.
7 Deshalb hani mich au nöd für würdig ghalte, zu dir zcho. Aber es Wort vo dir gnüegt und min Diener isch gsund.
8 Denn au ich understahn höherem Befehl und han Soldate unter mier, und wenn ich zu eim vo ihne säge: 'Gah!', denn gaht er. Und befähl ich emne andere: 'Chum!', dänn chunt er. Und wenn ich mim Sklave säge: 'Tu das!', dänn duet er s."
9 Wo Jesus das ghört het, het er über ihn gstunke, het sich umegmacht und het zu de viele Lüt gseit, wo ihm gfolgt hend: "Ich sag eu: Nöd mal in Israel han ich sonen starke Glaube entdeckt."
10 Wo d Überbringer vo de Nochricht is Huus zrugg cho sind händs gseh dass de Sklave gsund gsi isch.
11 Kurz danach isch Jesus unterwägs zunere Stadt namens Nạin gsi. Sini Jünger und ä grossi Mängi zoge mit ihm.
12 Woner sich am Stadtor nöcher het, isch grad en Toter useghaue worde, de einzig Sohn vo sinere Muetter, wo no dezue en Witwe gsi isch. En beachtlichi Mängi us de Stadt het sie begleitet.
13 Wo de Herr si entdeckt hät, hät er tüüfs Mitgfühl empfunde und hät zu ere gsäit: "Hör uf brüele."
14 Druf isch er nöcher cho, het d Bahne und d Träger bliebe stönd. Er beforderet: "Junge Maa, ich säg dir: Stah uf!"
15 Da het sich de Toti ufgsetzt und aagfange rede, und Jesus het en sinere Muetter zrugg geh.
16 Alli sind vo Angst ergriffe worde, verherrlicht Gott und hend gseit: "En grosse Prophet ist unter uns aufgetreten", und: "Gott het sinem Volk Beachtig gschenkt."
17 Was er gmacht het, het sich in ganz Judạ̈a gredt und i de ganze Gegend ume gsproche.
18 Johạnes erfahre vo sine Jünger, was alles gschehe isch.
19 Do het Johạnes zwei vo sinne Jünger zu sich g'ruefe und het sie zum Herrn gschickt mit de Frag: "Bisch du dä wo söll cho oder söllemer no uf en andere warte?"
20 Bi Jesus aacho hend die Männer gseit: "Johạnnnes de Täufer hät eus zu dir gschickt. Mer sölled dich fröge: 'Bisch du dä wo söll cho oder söllemer no uf en andere warte?'"
21 Jesus hät zu dem Ziitpunkt viel vo Chrankheite und schwere Liidä gheilt, trieb bös Geischter uus und hät villne Blindä s Augelicht gschänkt.
22 Er hät zur Antwort geh: "Goht und verzellt Johạnnes was ihr gseh händ und ghört händ: Blindi chönd jetzt gseh, Lahme chönd laufe, Ussätzigi sind wieder gsund, ghörlosi chönd lose, Toti werded uferweckt und die Arme erfahred vo de guete Botschaft.
23 Glücklich isch wer nöd a mir ahstoss nimmt."
24 Wo die Bote wo Johạnnes gschickt het, weg gsi sind, isch Jesus uf Johạnes cho und het zu de Menschemengi gseid: "Was hender ghofft wo ihr id Wildnis sind gange? En Schilfrohr wo vom Wind hin und her bewegt wird?
25 Was wönd ihr det drusse xeh? En Maa in edle Gwänder? Lüt wo Kostbari Gwänder träged und in Luxus lebed findet mer in möglichi Hüser.
26 Was wender also gseh wo ihr losgange sind? En Prophete? Ja, und ich säg eu: Ihr hend sogar no viel meh als en Prophete gseh.
27 Er isch es, wo s i de Schrifte heisst: 'Ich schick der min Bote vorus. Er wird de Weg vor dir vorbereite.'28 Ich säg eu: Unter de Mensche gits kei Grössi als Johạnes. Und doch isch öpper wo in Gottes Königrich e gringi Stellig het, grösser als er."
29 (Wo alli Lüt und d Stüreinnehmer das ghört händ, händ sie Gott für grächt erchlärt, will sie vo Johạnnnes tauft worde sind.
30 Doch d Pharisäer und d Gsetzesexperte hend nöd de Rata beachtet, wo Gott ihne gäh het,y denn sie sind nöd vo ihm tauft worde.)
31 "Mit wäm sölli also d'Mensche vo dere Generation vergliche? Wem sinds ähnlich?
32 Sie sind wie Chind, wo ufeme Marktplatz hocked und sich gegesiitig zrugg rüefed: 'Mer händ für eu Flöte gspielt, aber ihr händ nöd welle tanze. Mir händ Trauerlieder gsunge, aber ihr händ nöd brüelet.'
33 Ähnlich bi Johạnnnes em Täufer: Er isch cho, het keis Brot gässe und kei Wy trunke, und ihr seit: 'Er isch vomene Dạ̈mon bsesse.'
34 De Menschensohn isch cho und het gässe und trunke, und ihr seit: 'Gsehnd eu de a! De frisst und chan vom Wii nöd gnueg übercho und isch mit Stüreinnehmer und Sünder befründet!'
35 Wie au immer: Wiisheit zeigt sich a ihrne Ergäbnis."
36 Jesus isch wiederholt vomene Pharisäer zum Esse iglade worde. Schliesslich isch er zu ihm hei gange und het sich zum Tisch gleit.
37 Als e Frau, wo mer i de Stadt als Sünderin kennt het, het erfahre, dass er bi dem Pharisäer iiglade gsi isch, het sie es Alabastergfäss mit duftendem Öl bracht.
38 Sie isch hinder ihm gange, hiilft zu sinene Fess, het sie mit ihre Träne bnetzt und het sie tröchnet mit ihrne Hoor ab. Au het siini Füess zärtlich küsst und isch s duftende Öl drüber gossä.
39 De Pharisäer wo en iiglade gha hät, hät das gseh und hät sich gseit: "Wenn de Maa würkli en Prophet wär, dänn wüsst er, wer oder was für en Frau ihn da berüehrt, dass sie e Sünderin isch."
40 Jesus druf reagiert mit de Wort: "Sịmon, ich han der öppis z säge." – "Sag es, Lehrer."
41 "Zwöi Manne händ bimne Gäldverleiher Schulde gha. De eint het ihm 500 Deạre und de ander 50 gschuld.
42 Da sie nüt gha hend zum ihri Schulde zrugzahle, het er si grosszügig erlese. Welle vo de beide wird ihn wohl meh liebe?"
43 Sịmon het antwortet: "Ich nimme a dä wo er meh erlese het", wo Jesus gseit het: "Du hesch richtig gurteilt."
44 Denn het er sich de Frau zuegwandt und het zu Sịmon gseit: "Siehst du die Frau? Bi i dis Huus cho, aber du hesch mer kei Wasser für mini Füess gä. Doch die Frau hät miini Füess mit irne Träne benetzt und mit ihrne Hoor abtrocknet.
45 Du hesch mer kei Chuss geh, aber die Frau het sit ich inecho bin nöd ufghört mini Füess zärtlich z'küsse.
46 Du hesch kä Öl uf min Chopf gosse, aber die Frau hät duftends Öl uf mini Füess gosse.
47 Deshalb säg ich dir: Ihri Sinde - und sie het viel Sünde begange - sind vergäh, denn sie het viel Liebi zeigt. Doch wäm wenig vergege wird, de liebt wenig."
48 Denn het er zu ihre gseit: "Dini Sinne sind vergäh."
49 Da händ die andere am Tisch zunenand gmeint: "Wer isch dä Maa, dass er sogar Sünde vergit?"
50 Doch er het zu de Frau gseit: "Dein Glaube hat dich grettet. Gang in Frieden."