Prediger 10 vo 12
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 10 vo 12
10:1 So wie toti Flüüged s Öl vom Salbemischer zum Stinke und Gäre bringed, so wiegt chli Unvernunft schwerer als Wiisheit und Ruhm.
2 De Wiise füehrt sis Härz uf de richtig Wäg, de Unvernünftige aber füehrts uf de falsch Wäg.
3 Welche Wäg de Dummchopf au immer gaht, es fehlt ihm a Vernunft, und er laht jede wüsse, dass er dumm isch.
4 Sött de Zorn vomene Herrscher gäge dich ufflamme, dänn verloh din Platz nöd, denn Rueh z bewahre beugt grosse Sünde vor.
5 Da isch öppis Deprimierends woni under de Sunne gseh han – die Art Fähler wie sie die Mächtige begönd:
6 Unvernunft wird uf vill höchi Poschte gsetzt, doch die Riiche bliibed i niedriger Stellig.
7 Ich han Diener z Ross gseh und Fürst wo wie Diener z'Fuess gange sind.
8 Wer e Gruebe gräbt chan inegheie, und wer en Steinmuur durchbricht chan vonere Schlange bisse werde.
9 Wer Stei bricht, cha sich dra verletze, und wer Holz hackt, cha sich in Gfahr bringe.
10 Isch es Isewerkzüg stumpf und mer schärft d Schniide nöd, muess mer viel Chraft ufwände. Doch Wisheit verhilft zum Erfolg.
11 Wenn d Schlange biisst bevors beschwore wird, brucht mer au kein gschickte Schlangebeschwörer.
12 Die Wort usem Muul vom Wiise bringed Anerkennig, aber de Unvernünftigi richtet sich dur sini Lippe zgrund.
13 Die erschte Wort us sim Muul sind Unsinn und sini letschte Wort sind folgeschwerer Wahnsinn.
14 Doch de Unvernünftigi redet immer wiiter. En Mensch weiss nit was passiert wird. Wer chan ihm sege was nach ihm chunt?
15 De Unvernünftig laht sich vo sinere herte Arbet uslache, denn er wüsst nöd mal wie mer de Weg zu de Stadt findet.
16 Wie schlimm für es Land, wänn de Chönig na en Bueb isch und d'Fürste scho morn mit ihrne Fäschtmähler afange!
17 Wie froh chan s Land sii, wänn de König de Bueb vo Edle isch und die Fürschte zur richtige Ziit tafle zum starch werde, und nöd zum sich betrinke!
18 Extremi Fuulheit füehrt dezue, dass sich d Dachbalkä senked, und träg Händ lönd s Huus undicht werde.
19 Brot sorgt für Lache und Wy macht s Läbe agnehm, aber Geld stillt jedes Bedürfnis.
20 Nöd mal in Gedanke verflueched de König, und de Riiche verflueched nöd i dim Schlafzimmer, denn vilicht wird en Vogel de Luut wiiter träge, es gflüeglets Gschöpf die Wort wiederhole.