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2.Samuel 19 vo 24

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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2.Samuel 19 vo 24

19 Joab isch brichtet worde: "Der König hüület und truuret um Absalom."

2 A dem Tag hät sich de Sieg fürs ganze Volk in Truurer verwandlet, will es ghört hät, dass de Kenig um sin Bue trurret hät.

3 Lüüt schläched i de Stadt zru wie Soldate wo sich schäme wil si usere Schlacht gflohe sind.

4 De König hät sis Gsicht verhüllt und di ganz Ziit mit luuter Stimm gschriibe: "Mein Bue Absalom! Absalom, min Bueb, min Bue!"

5 Joab isch den zum König is Huus cho und het gseit: "Du hesch hüt dini Manne beschämt – alli, wo dir und dine Böhn und Töchtere, dine Fraue und Nebefraue hüt s Läbe grettet händ.

6 Du liebsch die wo dich hassed und hassisch die wo dich liebed. Hüt hesch du eus klargmacht, dass dir dini Truppefüehrer und Soldate nüt bedütet. Ich bin nämlich sicher: Es wär dir ganz rächt, wenn hüt nur Absalom am Läbe wär, mir Übrige aber tot.

7 Stah jetzt uf, gang use und red dine Lüüt guet zua.wenn du nöd zu ihne gasch, dänn schwör ich bi Jehova, dass hüt Nacht kein einzige Maa bi dir bliebt. Das wird für dich schlimmer sii als alles wo dir sit dinere Jugend zuegstosse isch."

8 Do isch de König uufgschtande und hät im Stadttor Platz gna. Mer hät alle Bscheid gsäit: "Der König hockt iez im Gooor!", und eso händ si all vor ihm anegchoo. Doch Israel isch gflohe gsi, jede zu sich hei.

9 In allne Stämm Israels händ d'Lüüt nun heftig mitenand diskutiert und händ gseid: "Der König hät öis vor euisne Feind grettet und vo de Philter befreit und jetzt isch er wäge Absalom us em Land gflohe.

10 Doch Absalom wo mir zu eusem König gmacht händ isch i de Schlacht gheit. Warum unternähmed ihr jetzt nüt zum de König zruggbringe?"

11 König David hät de Priester Zadok und de Abjathar usrichte loh: "Redet mit de Ältischte vo Juda und fröget sie: "Wönd ihr würkli die Letschte sii, wo de König hei zrubringe, wo doch scho ganz Israel bim König a sim jetzige Wohnsitz vorstellig worde isch?

12 Ihr sind doch mini Brüedere, mini Bluetsverwandte. Warum söttet ihr die Letzte sii wo de König zruggbringet?'

13 Und richtet amasao vo mir us: 'Bisch nöd min Bluetsverwandter? Gott sölls mir dopplet zruggzahle, wänn nöd du ab sofort aastell vo Joab min Heerführer wirsch.

14 So gwünnt de Kenig s Herz aller in Juda, so das sie gschlosse hän hinder ihm, und si hän ihm usrichte lah: "Chum mit all dini Lüüt zrugg.

15 De König het sich den uf de Rückweg gmacht und de Jordan erreicht, und d Lüt vo Juda sind nach Gilgal gsi zum de König treffe und ihn über de Jordan z gleite.

16 De Benjaminiter Schimeï, de Sohn Geras, us Bahurim isch zäme mit de Männer Judas König David entgäge gwählt.

17 Bi ihm sind na 1000 wiiteri Männer vom Benjamin gsi. Au Ziba, de Diener im Huus Sauls, hät sich mit sine 15 Söhn und 20 Diener beeilt, zum no vor em König de Jordan z erreiche.

18 Er hät d'Furt überqueret, um di möglichi Huus¬gmeinschaft hinüberzgleite und em Chönig alli Wünsch z'erfülle. Grad wele de Kenig de Jordan überquere, do isch de Schimeï gworfe, de Bue Geras, vor ihm uf de Bode.

19 Er bittet de König: "Rechne mir mini Schuld nöd a, min Herr, und dänk nüme a das Unrecht, das ich, din Diener, dir a dem Tag ataa han, wo du, min Herr und König, vo Jerusalem weggange bisch. De König möge sich das nöd z Herze nee,

20 will ich als din Diener weis nur zu guet, dass ich gsündet han. Drum bin ich dier hüt als Erster usem ganze Huus Josephs entgegecho, min Herr und König."

21 Sofort wandt Abischai, de Sohn Zerujas, ii: "Schimeï hät doch de Gsalbte Jehovas verfluecht! Hät er defür nöd de Tod verdient?"

22 David erwideret: "Was goht eu das an, ihr Buebe Zerujas? Warum handlen ihr gege mi Wille? Söll hüt öppert in Israel tötet werde? Weiss i öppe nöd, dass i hüt König über Israel bi?"

23 De hät de König zu Schimeï gseit: "Du wirsch nöd sterbe." Das hät er mit eme Eid bechräftig.

24 Mephiboscheth, de Enkel Sauls, isch em König ebefalls entgege gsi. Sit dem Tag, wo de Kenig weggange isch, bis zu dem Tag woner in Friede zruggchehrt het, het er sini Füess nöd pflägt, sin Schnuurbart nöd gschnitte und sini Kleider nöd gwäsche.

25 Wo er nach Jerusalem cho isch, zum de Kenig treffe, het er en gfrögt: "Warum bisch du nöd mit mir gange, Mephiboscheth?"

26 Er antwortet: "Mein Diener hat mich hintergangen, mein Herr und König. Ich, din Diener, hät nämli gseit: "I looss mer miin Esel sattle, das i uf em rite und mit em König cha furtzieh", wil i ja verchrüpplet bi.

27 Er het mich jedoch bi dir verlümdet, min Herr und König. Aber du, min Herr und König, bisch wie en Engel vom wahre Gott. Tuen also was immer du für guet haltisch.

28 Du hettisch die ganz Huus¬gmeinschaft vo mim Vater chöne zum Tod verurteile, min Herr und König, und dennoch hesch mich, din Diener, bi dene Platz näh lah wo a dim Tisch ässe. Mit welem Recht chan ich doo no wiiter de König alüte?"

29 Doch de König antwortet: "Was redsch du no devo? Ich han entschiede: Du und ziba, ier teiled eui s Land."

30 Mephiboscheth het em König erwideret: "Er cha alles haa, min Herr und König, jetzt wo du in Friede heicho bisch."

31 De Gileaditer Barsillai het sich vom Rogeli us zum Jordan uftue, zum de König an Jordan gleite.

32 Barsillai isch scho en sehr alte Maa vo 80 Jahr gsi. Er isch sehr rich gsi und het drum de König während dem Uufenthalt in Mahanaji mit Läbensmittel versorgt.

33 Door hät de König Barsillai s Aagebot gmacht: "Chum mit hinüber und ich wird dich in Jerusalem versorge."

34 Barsillai het em König entgägnet: "Wieviel Täg han i no zläbe, das i mit em König nach Jerusalem söti ufzieh?

35 Ich bi hüt 80 Jahr alt. Chan ich denn zwüsche Guet und Bös unterscheide? Chani, din Diener, schmöcke was ich esse und trinke? Chan ich denn no de Stimm vo Sänger und Sängerinne luusche? Warum sött ich, din Diener, dir also zuesätzlich zur Lasten fallen, mein Herr und König?

36 Mir als dim Diener gnüegts doch scho, dass ich dich zum Jordan begleite han, min König. Warum söttsch du dich mit dere Belohnig erkenntlich zeige?

37 Loh mi, din Diener, bitte zruggchehre und i minere Stadt bim Grab vo mim Vater und minere Muetter sterbe.k Mol do isch din Diener Kimham. Loss en mit dir inezieh, min Herr und König. Tu für ihn was immer du für richtig haltisch."

38 De König het antwortet: "Kimham wird mit mir hinüberzieh, und ich wird für ihn tue was immer du für richtig haltisch. Warum du mich au immer bittisch, ich wirds für dich tue."

39 Dänn händ all de Jordan überquert, und wo de König durab isch, het er Barsillai küsst und het en gsägnet. Nachane het de Barsillai wieder hei kehrt.

40 Wo de König nach Gilalan durabzoge het, het en Kimham begleitet. Alli vo Juda und halb Israel hend em König s Gleit gä.

41 Denn sind die übrige Männer Israels zum König cho und händ welle vo ihm wüsse: "Warum händ eusi Brüedere, d Männer vo Juda, dich heimlich weggholt und de König und sini Huus¬gmeinschaft über de Jordan brocht samt allne Männer David?"

42 Alli Manne vo Juda händ de Männer vo Israel gantwortet: "Well de König mit eus verwandt isch.q Werum reget ihr euch drüber uf? Hämmer öppis uf chöschte vom König gesse oder es Gschänkli übercho?"

43 Die Manne vo Israel händ de Männer vo Juda entgägnet: "Mir sind zehn Stämm und händ demit en grössere Aaspruch uf David als ihr! Warum händ ihr eus also verächtlich behandlet? Hätted mir nöd die Erschte sölle si wo euse König zruggbringe?" Doch d Manne vo Juda sind sich mit ihrne Wort gäge d Manne vo Israel duregange.