5.Moses 32 vo 34
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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5.Moses 32 vo 34
32:1 "Höre, o Himmel, und ich wird rede,
d'Erde hört d'Wort us mim Muul.
2 Mini Aleitig wird niederfalle wie Rege, mini Wort werdet Riesel wie Tau, wie sanfte Rege uf das Gras, wie chräftigi Schauer uf d Pflanze.
3 Denn ich wird de Name Jehovas verkünde. Sprecht über d Grössi vo üsem Gott!
4 De Fels was er tuet isch vollkomme, denn alli sini wäg sind grächt En treue Gott wo nie ungrächt isch, gerecht und ufrichtig isch er.
5 Si sinds wo Schlächts tah hend. Si sind nöd sini Chind, de Fehler liit bi ihne. En verkehrti, verkehrti Generation sinds!
6 so gosch mit Jehova um, du unverständigs, unvernünftigs Volk? Isch er nöd din Vater, wo du din Dasein verdanksch, de dich gmacht het und dir fescht bestand gäh?
7 Dänk a früecheri Zyte, beachte die Jahre vergangener Generatione. Frög di Vater, er chas der verzelle, dini Ältiste, sie werdets dir säge.
8 Wo de Höchscht de Natione ires Erbe gä het, wo er d Söhn Adams vonenand trennt het, da het er d grenze vo de Volks fest gsetzt mit Rücksicht uf d Zahl vo de Söhn Israels.
9 Denn Jehovas Ateil isch sis Volk, Jakob isch sin Erbe.
10 Er het en inere Wildnis gfunde, inere öde, hüülende wüesti. Er het en schützend umgschlosse und het uf ihn acht geh, er het en bhüetet wie d Pupille vo sim Aug.
11 Wie en Adler sis Näscht ufschüücht, über sine flügge junge schwebt, sini Flügel usbreitet, sie ufnimmt, Si uf siine Schwinge treit,
12 so hät Jehova ällei ihn ständig gführt, kein frömde Gott isch bi ihm gsi.
13 Er het en uf de Höchi vo de Erde riite loh, sodass er de ertrag vom Feld gässe het. Er hät en mit Honig usem Felse erneret und mit Öl us eme Chiselfels,
14 mit Butter vom Grossvieh und Milch vom Chlivieh, zäme mit de userlesenschte Schaf und Schafböck vo Bạschan und mit Geissböck, zäme mit de beschte Weize, und du tranksch Wy vom Bluet vo de Truube.
15 Wo Jẹschurun fett isch worde, het er rebellisch usegschlage. Du bisch fett worde, du bisch dick und ufdunse. So vulosst er Gott, der nen gmacht het, und het de Fels vo sinere Rettig verachtet.
16 Si händ en mit frömde Götter reiziert zum Zorn, sie händ en ständig kränkt mit abscheulichkeite.
17 Sie opfered de Dämọnen und nöd Gott, Göttere, wo's nöd kännt händ, neue wo erst kürzlich ufgcho sind, Götter wo dini Vorfahre nöd händ kännt.
18 Du hesch de Fels vergesse wo din Vater worde isch, du hesch nüme a de gott dänkt wo di gebore het.
19 Wo Jehova s gseh het, het er si verstande, denn sini Söhn un Töchter kränkt nen.
20 Da het er gseit: 'Ich wird mis Gsicht vor ihne verberge. Ich wett gseh, was us ihne wird. Denn sie sind en verkommnigi Generation, Söhn wo kei Treui isch.
21 Sie hend mich mit öppis wo kei Gott isch, zum Zorn griezt. Sie hend mich mit ihrne wertlose Göttli kränkt. Drum wird ich sie mit eme Volk zur Iifersucht reize wo keis isch. Ich wird sie dur es unverständigs Volk kränke.
22 Denn min zorn het es füür entzündet, das bis id Tiefe vom Grab lodere wird, es wird die Erde und ihre Ertrag verzehre und d Fundament vo de Berge in Brand setzed.
23 Ich wird si mit unglück überhoufe und alli mini Pfiili uf sie schüssed.
24 Hunger wird sie schwächen, höchs fieber und schrecklichi vernichtig wird si fresse. Ich wird dene d zähn vo wilde tier schicke und das Gift vo Reptilie, wo im Staub chrüüched.
25 Dusse wird es schwert sie beraubä und dinnä isch schreckä für de jung Maa und Jungfrau, de Süügling und de grauhaarig Maa.
26 Ich het gseit: "Ich werde sie zerstreue, kein Mensch wird sich mehr an sie erinnere",
27 hetti nöd d Reaktion vom Find gfürchtet. Denn d Gegner chönnts falsch uslege. Si chönted säge: "Mir sind die Stärkere gsi. Das alles hät nöd Jehova ta."
28 Si sind nämli es Volk ohni Verstand, es fehlt ihne a Verständnis.
29 Wänns nur wiis wäred! Dänn würeds drüber nahdenke. Si würed überlegge, wies mit ihne usgaht.
30 Wie chönnt eine 1000 verfolge und zwei 10'000 id Flucht schlönd, wenn nöd ihre fels sie verchauft hetti und Jehova sie usgliferet hetti?
31 Denn ihres Fels isch nöd wie euses Fels,das händ sogar eusi Feind verstande.
32 Ihr Weinstock isch vom Weinstock Sọdoms und vo de Terasse Gomọrras. Ihri Wybeeri sind Giftbeeri, ihri Truube sind bitter.
33 Ihr Wii isch Schlanggift,das grausame Gift vo Kobras.
34 Isch das nöd bi mir ufgspeicheret, versieglet i mim Vorratshuus?
35 Es isch mini Sach, Rache z näh und Vergeltig z üebe, zur feschtgleiti Ziit, wenn ihr Fuess wegrutscht, Denn de Tag vo ihrem Unglück isch nooch, und was sie erwartet chunnt schnell.'
36 Denn Jehova wird über sis Volk es Urteil fälle. Er wird mit sine Diener Mitleid ha, wener gseht, dass d chraft si verlah hät und nur na die Hilflose und Schwache übrig sind.
37 Dänn wird er säge: 'Wo sind iri Göttert – de Fels wo sie Zueflucht gsuecht hend –,
38 die ständig s'Fett vo ihrne Opfer ässed und de Wii ihrer Trankopfer trinke? Sölleds ufstah und eu hälfe. Sölleds eui Zuefluchtsort werde.
39 Gseht jetzt dass ich nur ichs bin und dass es usser mir kei Götter git. Ich töte und ich mache lebändig, ich verwunde und ich werde heilen, und niemert chan us minere Hand rette.
40 Denn ich erheb mini Hand zum Himmel und schwöre: "So wahr ich ewig lebe."
41 Wänn ich mis blitzends Schwert schärfe und miini Hand für s Gricht vorbereite, den wird ich min gegner rache zruggzahlend und a dene vergältig üebe wo mich hassed.
42 Ich mach mini Pfiili betrunke vo Bluet, und min schwert wird fleisch frässe, vom Bluet vo de Getötete und Gfangene, vo de Chöpf vo de Aafüererer vom Find.'
43 Freued eui ihr Völker, mit sim Volk, denn er wird s Bluet vo sinere Diener räche. Er wird sin Gegner Rache zruggzahlen und für das Land vo sim Volk Süne leischte."
44 Moses isch also cho und het alli Wort das Lied vor em Volk vorgange – er und de Hoschẹa, de Sohn Nuns.
45 Nachdem Moses ganz Israel alli die Wort vorgit het,
46 het er zue nene gseit: "Nähmed eui alles, was i eu hüt als Warnig sag, zum Herze, dmit ihr euri Söhn chönnd awiise, sich sorgfältig a alli Wort des Gsetz z halte.
47 Denn es sind kei leeri Wort, sondern sie bedüted Lebe für eu. Dur sie chönd lang i dem Land läbe, wo ihr uf de andere Siite vom Jordan in Bsitz neh werded."
48 Am gliche Tag het Jehova zu Moses gseit:
49 "Steig uf de Berg Ạbarimm hier, den Berg Nẹbo, der im Land Mọab gegenüber vo Jẹricho liegt, und sieh dir das Land Kạnaan aa, dass ich de Israelite als Bsitz gib.
50 Denn söllsch uf em Berg wod jetzt bestigsch, sterbe und mit dim Volk vereint werded, so wie din Brüeder Aaron ufem Berg Hor gstorbe isch und mit sim Volk vereint worde isch.
51 Ihr beidi warted mir nämlich bim Wasser vo Merịba bi Kạdesch i de Wildnis zin Mitte unter de Israelite untreu will ihr mich vor em volk Israel nöd gheiligt hend.
52 Du wirsch das Land wo ich am Volk Israel gib, vo Wiitem, aber du wirsch es nöd beträte."