Daniel 2 vo 12
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 2 vo 12
2:1 I sim 2. Regierigsjahr het Nebukadnẹzar e Reihe vo Träum gha. Era isch so ufgwühlt gsi, dass er nüm het chönne schlofe.
2 Da bezahl de König, d Zauberpriester, Beschwörer, Zauberer und Chaldạ̈er z rüefe damit si ihm gseit händ was er träumt hät. Sie sind also inecho und sind vor de König cho.
3 De König het zu ihne gseit: "Ich han en Traum gha und ich bin ganz ufgwühlt, will ich wüsse will was ich träumt han."
4 Die Chaldạ̈er hend ihm uf Aramạ̈isch erwideret: "Der König leb ewig! Verzell eus, din Diener wo du träumt hesch und mir säged dir d'Dütig."
5 Der König antwortet den Chaldạ̈ern: "Ich sag euch ein für alle Mal: Wänn ihr mir de Traum und sini Dütig nöd mitteilet, werded ihr in Stück ghaue und eui Hüüser werded zu öffentliche WC gmacht.
6 Säget ihr mir aber de Traum und sini Dütig, denn werded ihr vo mir Gschänkli und e Belohnig erhalte und sehr geehrt werde. Seit mer also de Traum und sini Dütig."
7 Sie händ zum zweite Mal erwideret: "O König, verzell din Diener doch, was du träumt häsch, und mer werded dir de Traum düütä."
8 De König entgägnet: "Ich weiss ganz genau, dass ihr nur Ziit günne wend, will ihr wüsset, dass das mis letschte Wort isch.
9 Wenn ihr mir de Traum nöd mitteilet, werded ihr alli ii und die glich Straf erhalte. Doch ihr hend beschlosse mir öppis falsches und Erlogens z verzelle bis sich d Lag änderet. Also seid mer de Traum, denn weissi, dass ihr ihn au tüte chönd."
10 Die Chaldạ̈er hend dem König erwideret: "Es git uf de Erde kein einzige Mensch wo cha tue, was de König forderet. So öppis hät no kein grosse König oder Statthalter vo irgendemne Zauberpriester oder Beschwörer oder Chaldạ̈er verlangt.
11 De König forderet do öppis schwierigs, und es git niemert wos em König säge chönt usser de Götter wo nöd under de Stärbliche wohned."
12 Das het de König dermasse in Rage versetzt, dass er de Befehl gäh het, alli wiise Manne Babylons umzbringe.
13 Wo de Befehl isch gange und die wisse Männer sötted umbracht werde, het mer au nach Daniel und sinne Fründe gsuecht, zum sie umbringe.
14 Da wandt sich de Daniel taktvoll und vorsichtig an Ạrjoch, de Oberschte vo de künigliche Leibwach, wo scho unterwägs gsi isch, zum die wiise Männer Babylon z töte.
15 Er het Ạrjoch gfrögt, de Beamte vom König: "Warum het de König so en strenge Befehl geh?" Druf verzellt Ạrjoch ihm alles.
16 Daniel erschine vorem König und erbat sich vo ihm Ziit, damit er ihm d'Dütig chönnti mitteile.
17 Ahschlüssend isch de Daniel in sis Huus gange und het sini Fründe Hanạnja, Mịschaël und Asạrja informiert.
18 Daniel het sie bätet, de Gott vom Himmel wäg däm Gheimniss um Erbarme azflege, damit er und sini Fründe nöd zäme mit de übrige wisse Männer Babylon umchömed.
19 In ere nächtliche Vision isch de Daniel de s Gheimnis enthüllt worde und er priest de Gott vom Himmel.
20 Daniel verkündet:" De Name Gottes söll bis in alli Ewigkeit prese werde, denn Wiisheit und Macht ghöred ihm elei.
21 Er änderet Ziiten und Zeitabschnitt, setzt Könige ab und setzt Könige ii, git Wiisheit de Wiise und Erkenntnis dene wo Unterscheidigs¬vermöge hend.
22 Er offebart tüüfi und verborgeni Züüg, er wüsst was im Dunkle isch, bi ihm wohnt s Liecht.
23 Gott vo minere Vorfahre, dir danke ich und dich priis ich, will du mir Wiisheit und Macht geh hesch. Und jetzt hesch mer das mitteilt, warum mer dich bätte hend, du hesch eus mitteilt, was de König beschäftigt."
24 Aaschlüssend isch de Daniel zu Ạrjoch wo de König beuftragt het, die wisse Männer Babylons umzbringe, und het zue ihm gseit: "Töte keine der weise Männer Babylon! Bring mi zum König und ich wird ihm die Dütung mitteile."
25 Ạrjoch hät de Daniel schnell vor de König bracht und ihm gmeldet: "Ich han unter de Verschleppte us Juda en Maa gfunde, wo de Traum vom König chan düte."
26 De König het druffhin Daniel, wo au Beltschạzzar gheisse het: "Chasch du mir würklich sage was ich träumt ha und wie dä Traum z düte isch?"
27 Dr Daniel het em König gantwortet: "Keine vo de wiise Männer, Beschwörer, Zauberpriester und Astrologe cha em König s Gheimnis enthülle, nach dem er frögt.
28 Aber es existiert en Gott im Himmel, wo en Offebare vo Gheimnisse isch, und er het dir, König Nebukadnẹzar, eröffnet was am Ändi vo de Täg gscheh wird. Das isch din Traum und das sind d Visione wo du uf dim Bett gha hesch:
29 O König, uf dim Bett sind dini Gedanke id Zuekunft gwanderet, und de Offebare vo Gheimniss het dir eröffnet was gscheh wird.
30 Was mich betrifft, mir isch das Gheimnis nöd drum enthüllt worde will ich grösseri Wiisheit bsitz als irgend en Läbe, sondern demit du, König, d Dütig und somit au d Gedanke vo dim Herz erfahrsch.
31 Während du träumtisch, o König, hesch e gwaltigi Statue gseh. Die Statue isch riesig gsi, glänzti ussergwöhnlich und het furchterrägend usgseh.
32 De Chopf vo de Statue isch us feinem Gold gsi, Bruscht und Armi sind vo Silber, Buch und Oberschenkel us Chupfer gsi,
33 d'Bei us Eise und d'Füess teils us Eise und teils us Ton.
34 Während du witer aaluegsch isch es Stei usghaue worde - nöd dur Menschehand. Er het d'Statue a ihrne Füess us Iise und Ton troffe und het sie verschmätteret.
35 Da sind s Iise, de Ton, s Chupfer, s Silber und s Gold, alles zäme zerschmetteret und sind wie Spreu ufem Summerdreschplatz worde. De Wind het alles furtgange und es isch kei Spur meh gsi devo z finde. Doch de Stei, wo d Statue troffe het, isch zumene grosse Berg worde und het die ganz Erde us gfüllt.
36 Das isch de Traum und jetzt werded mir de Chönig d Dütig la wüsse.
37 Du, o König – du König vo de König, dem de Gott vom Himmel s'Königrich, d'Macht, d'Sterchi und de Ruhm verlieh het
38 und i dere Hand hät er Mänsche gä, wo immer si au wohned, wie au die Tier vom Fäld und d Vögel vom Himmel und won er zum Herrscher über sie all gmacht hät – du sälber bisch de Chopf us Gold.
39 Doch nach dir wird es anders Königrich uftrete – gringer als dis. Aaschlüssend wird es wiiters Königriich, es dritts, über die ganz Erde herrsche – das us Chupfer.
40 Und das vierte Königreich, es wird stark si wie Iise. Denn so wie Eisen alles andere zertrümeret und z Staub zermahlt, ja wie Iise, das zerschmetteret, so wird s alli die Königrich ztrümmere und zerschmettere.
41 Und du häsch gseh, dass d'Füess und d'Zähn teils us Töpferton und teils us Iise bestande händ. Genauso wird das Königrich teilt sii, aber dennoch öppis vo de Härti vom Iisen in sich ha. Denn wie du ja gseh hesch, isch de Iise mit weichem Ton vermischt gsi.
42 Und so wie d'Fuesszehe teils us Iise und teils us Ton gsi sind, so wird s'Königrich teil starch und teils zerbrechlich si.
43 So wie du Iise mit weichem Ton vermischt hesch, so werdeds mitem Volk vermischt sii, aber ned anenand haftet, s einte am andere, genauso wenig wie sich Eise mit Ton vermischt.
44 Zur Zyt vo däre König wird de Gott vom Himmel e Chönigrich errichte, wo nie untergah wird. Das Chönigriich wird a keis anders Volk übergah. Es wird all die Königrich zertrümme und ihne es End mache, und selbst wirds für immer bestoh.
45 Denn du hesch ja gseh, dass us em Bärg en Stei useghaue worde isch – nöd dur Mönschhand – und er het s Iise vertrümmeret, s Chupfer, de Ton, s Silber und s Gold. De grossi Gott het em König eröffnet was i de Zuekunft passiere wird. De Traum isch wohr und sini Dütig zueverlässig."
46 Da isch sich de König Nebukadnẹzar vor Daniel mit em Gsicht zu de Erde nieder gworfe und ihm sini Ehrerbietig erwiese. Usserdem bpfielt er, ihm es Gschänkli z geh und Räucherwerk darzbringe.
47 De König het zum Daniel gseit: "I de Tat, euer Gott isch en Gott vo Götter und en Herr vo de Könige und en Offebare vo Gheimniss, denn du hesch chönne lüfte."
48 De König het de Daniel denn en hoche Rang verlieh, het em viel Chostbari Gschänkli geh und het en zum Herrscher über die ganz Provinz Babylon und zum Oberpräfekte über all wisse Männer Babylon ernennt.
49 Uf Daniels Wunsch ane het de König Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgos mit de Verwaltig vo de Provinz Babylon. Daniel selber aber dient am Königshof.