Hiob 21 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 21 vo 42
21:1 Hiob erwideret:
2 "Hört guet zu, was ich säge.
Das wär scho en Trost vo eu.
3 Ertragt mich solang ich rede.
Hani dänn uusgredet, chönd ihr mich verspotte.
4 Richtet sich mini Klag öppe gege en Mensch?
Wenn das so wär würd ich ja da nöd d Geduld verlüre?
5 Schaut mi doch ah! Starrt mi verwunderet a
und leit d'Hand uf s'Muul!
6 Über all das nachedänke beunruhigt mich
und min ganz Körper zittered vor Angst.
7 Warum bliibed die Böse am Läbe,
werded alt und wohlhabend?
8 Sie hend ihri Chind immer um sich
und bechömed ihri Nachkomme z'gseh.
9 Ihri Hüüser sind sicher, sie sind frei vo Angst
und Gott bestraft sie nöd mit sim Stab.
10 Ihri Stier versäged nöd bi de Befruchtig.
Ihri Chüe chalbe und hend kei Fehlgeburt.
11 Ihri Chind seckled use wie e Schafherde,
ihri chliine springed ume.
12 Sie singed, begleitet vo Tamburin und Harfe,
und freued sich bim Klang vo de Flöte.
13 In Zfriedeheit verbringeds ihri Täg
und stieged friedlich is Grab abe.
14 Doch zu dem wahre Gott segeds: 'Lass eus in Rueh!
Mir wend vo dim Weg nüt wüsse.
15 Wer isch de Allmächtig, dass mer ihm diene sött?
Was hettemer devo en z'kenne?'
16 Aber ich wüsst: Ihre Wohlstand hends nöd selber ide Hand.
Mir isch s Dänke vo de Böse fern.
17 Wie oft wird d Lampe vo de Böse usglöscht?
Wie oft chunt Unglück über sie?
Wie oft bringt Gott i sim Zorn Vernichtig über sie?
18 Werded sie jemals wie Stroh im Wind
und wie Spreu wo es Sturm weg treit?
19 Gott wird d Straf vomene Maa für dä eigeti Söhn ufbhalte.
Wänn Gotts doch nur ihm selber wür zruggzahle damit ers merkt!
20 Mit eigene Auge söll er sin Untergang gseh
und er sälber söll de Zorn vom Allmächtige trinke.
21 Denn was kümmerets ne, was nach ihm mit sim Huus gschieht,
wänn d Zahl vo sinere Mönet verchürzt wird?
22 Chan öpper Gott Erkenntnis vermittle,
wo er doch sogar über die Höchste urteilt?
23 De eint stirbt, wenn er no voller Chraft isch,
völlig unbekümmeret und sorgefrei,
24 wänn sini Hüfte mit Fett polschteret sind
und er starchi Chnoche het.
25 De ander stirbt tüüf bekümmeret,
ohni jemals guets gnosse zha.
26 Zäme werded sie im Staub ligge
und beidi werded vo Made bedeckt.
27 Ja! Ich weiss genau was ihr denket,
und kenne die Plän, won ier ushecked, zum mer schade.
28 Denn ihr seit: 'Wo isch das Huus vom berüehmte Maa?
Wo ischs Zelt wo de Bös gwohnt het?'
29 Hender nöd Reisendi befragt?
Befasset ihr eu nöd igehend mit ihrne Beobachtige,
30 nämlich das en schlechte Mensch am Tag vom Unglück verschont
und am Tag vom Zorn grettet wird?
31 Wer wird en scho mit sim Läbenswandel konfrontiere?
Wer wird ihm hei zahle was er ta het?
32 Wemmer en zum Friedhof treit,
wird mer a sim Grab wach halte.
33 S Erdriich vom Tal nimmt en fründlich uf
und die ganz Mänschheit folgt ihm,
wies au scho Unzählige vor ihm ergange isch.
34 Warum mir also leeret Trost spende?
Euri Antworte sind nüt als en Schwindel!"