Hiob 34 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 34 vo 42
34:1 Elịhu het wiiter erwideret:
2 "Höred uf mini Wort, ihr Wiise.
Höred mer zue ihr wo ihr so viel wüssed.
3 Denn s Ohr prüeft Wort,
so wie d Zunge Spiise choschtet.
4 Lönd eus zäme beurteile was richtig isch.
Lönd eus gmeinsam entscheide, was guet isch.
5 Hiob het nämli gseit: 'Ich bin im Recht,
aber Gott het mer s Rächt verweigeret.
6 Würd ich öppe lüge wenns drum gaht, welles Urteil ich erhalte söll?
Mini Wunde isch unheilbar, obwohl kei überträtig da isch.'
7 Wo isch en Maa wie Hiob,
de Spott wie Wasser trinkt?
8 Er gsellt sich zu dene wo verchehrt handled,
und git sich mit de Böse ab.
9 Denn er hät gseit: 'E Maa hät nüüt devo,
das er sich bemüht Gott zgfalle.'
10 Höred mer also zue ihr Mensche mit Verstand!
Für de wahri Gott isches undenkbar schlecht z handle.
Für de Allmächtige isch es unvorstellbar öppis Verchers z'tue!
11 Denn er wird en Mensch nach sim Tue belohnä
und en d Folge vo sinere Handligswiis träge lönd.
12 Gott handlet mit Sicherheit nöd schlecht,
de Allmächtig vertreit s'Rächt nöd.
13 Wer het en über d Erde igsetzt?
Wer het ihm die ganzi Welt avertrauet?
14 Würd er sini Ufmerksamkeit uf d Mensche konzentriere,
wür er ihre Geischt und Atem zu sich hole,
15 so würeds allesamt umcho
und d Menschheit würd zum Staub zruggkehre.
16 Wänd also Verstand bsitzisch, dänn achte uf mini Wort.
Los guet zue was ich dir säge han.
17 Söll öpper wo Gerechtigkeit hasst wo Macht hend?
Würsch en Mächtige verurteile wo grächt isch?
18 Würdsch öppe zumene König säge: 'Du bisch zu nüt z bruche',
oder zu iiflussriiche Männer: 'Ihr sind schlecht'?
19 Es git eine wo nöd für für für ersti Partei ergriift
und wo de riiche nöd gegenüber em arme bevorzugt,
Denn sie alli sind s Werk vu sinere Händ.
20 Ganz plötzlich chönds sterbe, zmitzt i de Nacht.
Es schüttled sie heftig und sie gönd zgrund.
Selbst die Mächtige werded besitigt, jedoch nöd durch Menschehand.
21 Gottes Auge sind nämli uf d Wäg vumene Mensch grichtet
und er gseht all sini Schritt.
22 Es git weder Finsternis no tüüfe Schatte,
wo sich Übeltäter verstecke chönd.
23 Denn Gott het für kei Mensch e Ziit feschtgsetzt,
zum vor ihm als em Richter erschiine.
24 Er verbricht die Mächtige, ohni e Untersuechig müesse astelle,
und setzt a ihrer Stell anderi ii.
25 Er weiss nämlich was sie mached.
Bi Nacht stürzt er sie und sie werded zermal.
26 Er schlaht sie für ihri Schlächtigkeit
ame Ort wos alli chönd gseh,
27 wils sich vo ihm abgwandt hend
und kei Achtig vor irgend eim vo sinere Wäg händ.
28 Sie bringed de Arme so wiit, dass er zu ihm schreit,
und er ghört de Ufschrei vom Hilflose.
29 Wänn Gott schweigt, wer chan en verurteile?
Wän er sis Gsicht verbirgt, wer chan en gseh?
Öb ers vor eme Volk oder emene einzelne Mönsch verbirgt, s Ergäbnis isch s gliiche:
30 En Gottloser söll nöd regiere
oder für s Volk Schlinge uslege.
31 Wird öpper zu Gott säge:
'Ich bin bestraft worde, obwohl ich keis Verbreche begange han.
32 Erklär mir, was ich überseh han.
Wänni öppis verchert gmacht han,
wirde ich's nöd wieder tue!'?
33 Söll er dich öppe zu dine Bedingige entschädige, wenn du sis Urteil ablehnsch?
Das muesch entscheide, nöd ich.
Seg mer also was du so genau weisch.
34 Mensche mit Verstand werded zu mir säge,
ja jede Wiis wo mich hört:
35 'Hiob redet ohni Erkenntnis,
sine Wort fählts a Iisicht.'
36 Hiob söll bis zum Üsserschte uf d Prob gstellt werde,
dänn er antwortet wie die schlächte Mänsche!
37 Zu sinere Sünd füegt er Ufelehnig hinzue.
Spöttisch klatscht er vor eus id Händ
und git immer meh Wort geg de wahre Gott vo sich!"