Hiob 4 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 4 vo 42
4:1 Ẹliphas, de Temanịter, het jetzt erwideret:
2 "Wirsch ungeduldig wenn mer versuecht mit dir zrede?
Denn wer söll da still blibe?
3 Stimmt, hesch viel korrigiert,
und die chraftlose Händ hesch gstärkt.
4 Dini Wort händ jede ufgrichtet wo is Stolper greietet,
und wer weichi Chnü becho het, dem hesch Chraft gä.
5 Aber jetzt hets dich troffe und es erschlaht dich.
Es trifft dich und du bisch bestürzt.
6 Schänkt dir dini Ehrfurcht vor Gott kei Zuversicht?
Git dir din Weg vode Integrität kei Hoffnig?
7 Denk doch bitte mal nach: Wele Unschuldigi isch je umcho?
Wenn sind die Ufrichtige je vernichtet worde?
8 Was ich beobachtet han isch: Wer s'Feld vo de Bosheit pflügt
und Schwierigkeite sät, wird genau das Ernte.
9 Durch de Atem Gottes chömeds um
und dur s Schnuube vo sim Zorn gahts mit ihne z End.
10 De Löi brüllt und en junge Löi knurret,
doch selber d zähn starche Löie werded usbroche.
11 En Löi chunnt um wenns kei Büüti git,
und d Löiejunge werded usenand tribe.
12 defo het mer heimlich es Wort zuetreit,
im Flüschterton isches a mis ohr drunge.
13 In beunruhigende Gedanke versunke, während nächtliche Visione,
wänn tüüfer Schlaf über d Mensche gheit,
14 da packt mich furchtbars zittern
und d Angst isch mer i d Glieder gfahre.
15 Es Geist hät a mim Gsicht vorüber gschwäbt.
Ich han es Gänsehaut übercho.
16 Dänn isch er bliebe,
doch ich han nöd chöne erkenne wie er usgseh het.
E Gstalt isch vor mine Auge gsi.
Es herrscht Still und dänn hani e Stimm ghört:
17 'Chan en stärbliche Mensch grechter si als Gott?
Chan en Mensch dri sii als de wo en gmacht het?'
18 Selbst sin Diener vertrout er nöd
und bi sine Engel suecht er Fehler.
19 Wie viel meh dänn bi dene wo in Lehmhüser wohned,
deren Fundament us Staub isch,
wo mer so liecht cha verdrucke wie es motte!
20 völlig verdrückt werded sie vom Morge bis zum Abig.
Sie gönd für immer zgrund und keine achtet druf.
21 Sinds nöd wie es Zelt wo de Strick usegrisse isch?
Sie sterbed ohni Wiisheit.