Hiob 5 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 5 vo 42
5:1 Rüef doch bitte! Isch da öpper wo dir antwortet?
A welne Heilige willsch dich wende?
2 ja, d Verbitterig bringt de Unvernünftige um
und de Neid bringt de Naive zu Tod.
3 Ich han de Unvernünftig Wurzle gseh,
aber mit eimal isch sin dihei verfluecht.
4 Für sini Söhn isch Sicherheit usser Riichwiiti,
ihri Rächte wäre im Stadtor mit Füess träte und nemads rettet sie.
5 Sini Ernte isst de Hungrig
und holts sich sogar us de Dorne.
Was sie bsitze wird weggschnappt.
6 Allerdings spresst Schädliches nicht aus Staub
und Schwierigkeite schüssed nöd us em bode.
7 De Mensch isch nunmal fürs Unglück gebore,
so sicher wie Funke nach obe flüüged.
8 Ich jedoch, ich würd Gott alüte,
ich würd min Fall vor Gott bringe,
9 vo dene wo grossi und unerforschlichi Sache duet,
Wunderbars ohni Zahl.
10 Er git de Erde Rege,
schickt Wasser ufd Felder.
11 De niedrige hebt er id höchi
und de Niedergschlagene richtet er rettend uf.
12 Die Intrigen der Hinterlistigen veritelt er,
sodass das Werk ihrer Händ nöd glingt.
13 Die Weise fangt er mit ihrer eigene Lischt,
zum de Plän vo de Schlaue durechrüzle.
14 Am Tag begägnet ihne Finsternis,
und am Mittag hends umenand teschted als wärs Nacht.
15 Er rettet vor ihrer scharfe Zunge,
us de Hand vom Starche rettet er de Arme,
16 sodass es für de Hilflose Hoffnig git,
de Ungrechtigkeit aber de Mund gstopft wird.
17 Glücklich isch de Mensch, de Gott zurechtwiest.
Drum lehn d Erziehig vom Allmächtige nöd ab!
18 Denn er verursacht Schmerz, verbindet aber die Wunde.
Er zerschlaht, heilt aber mit sine eigene Händ.
19 Us sächs Unglücke wird er dich rette
und au s siebte wird dich nöd treffe.
20 Während de Hungersnot wird er dich vom Tod erlöse
und während em Krieg vo de Macht vom Schwert.
21 Vor de Peitschehiebe vo de Zunge wirsch beschützt,
und wenn Verwüstig chunnt, wirsch dich nöd fürchte.
22 Über Vernichtig und Hunger wirsch lache
und vor de wilde Tier vo de erde wirsch kei Angst ha.
23 Denn d Stei vom Feld werded dir nöd schade
und die wilde Tier vom Feld werded mit dir Friede halte.
24 Dir wird klar sii, dass dis Zelt sicher isch,
und wenn dis Weideland inspiziersch wirsch nüt vermisse.
25 Du wirsch viel Chind ha
und dini Nachkomme werded so zahlriich sii wie d Pflanze vo de Erde.
26 Wen is Grab chunsch, wirsch na voller Chraft sii,
wie Garbe wo ihgsammlet werdet wenns ziit defür isch.
27 Ja das hemmer erforscht und so isches.
Los zue und akzeptiers.