Lukas 17 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Lukas 17 vo 24
17:1 Denn het er zu sine Jünger gseit: "Ursache wo mer is Stolper chunnt sind unvermeidlich. Aber wehe dem, dur de si entstönd.
2 Es wär besser für ihn, mer wür en miteme Mühlstei am Hals is Meer rüere, als dass er eine vo dene chliine zum Stolper bringt.
3 Passed uf eu uf. Wänn Din Brüeder en Sünd begaht, dänn red es ernschts Wort mit ihm, und wenn er bereut, vergib ihm.
4 Sälbscht wenn er siebe Mal am Tag gäge dich sündiget und denn siebe Mal zu dir zrugg chunnt und seit: 'Ich bereue', muesch ihm vergäh.
5 D Aposchtel händ jetzt zum Herrn gseit: "Gib ois meh Glaube."
6 De Herr erwideret: "Wenn euer Glaube au nur so gross wie en Senfkorn wär, würed ihr zu dem Schwarze Mulbeerbaum säge: 'Heb dich mit dine Wurzle us em Bode und verpflanz dich is Meer!", und er wür uf eui höre.
7 Aagnoh, ihr händ en Sklave und er chunnt nachem Pflüge oder Schaf höte vom Feld zrugg. Wer vo eu wür den zu ihm säge: 'Chum doch grad her und nimm am Tisch platz'?
8 Würd mer nöd eher zu ihm säge: 'Mach mer öppis zum znacht und bin der en schürzi um und bediene mich bis ich gässe han und trunke han, und nachher chasch esse und trinke'?
9 Wird mer sich öppe am Sklave zu Dank verpflichtet fühle will er sin Uuftrag erfüllt het?
10 So au ihr: Wenn ihr alles tah hend was mer eu ufgit het denn seit: 'Mir sind nutzlosi Sklave. Mir hend nur eusi Pflicht ta.'''"
11 Ufem Weg nach Jerusalem het er zwüsche Samạria und Galilạ̈a hinedra gleit.
12 Grad het er wele ines Dorf ine gah, da sind em zehn Ussätzigi entgege cho, blibe aber i einiger Entfernig stah
13 und riefe luut: "Jesus, Lehrer, habe Erbarmen mit uns!"
14 Woner sie gseh het, het er zu ihne gseit: "Göhnd und zeiged eu de Priester." Unterwägs sinds den gsund worde.
15 Eine vo ihne het zruggkährt, won er gmerkt het, das er gsund worde isch, und het Gott mit luter Stimm verherrlicht.
16 Er isch sich Jesus z'Füess gworfe und het ihm dankt. Übrigens isch er en Samarịter gsi.
17 Als Reaktion druf het en Jesus gfrögt: "Sind nicht alle zehn gsund gmacht worde? Wo sind denn die andere nün?
18 Isch susch keine zruggcho zum Gott verherrliche - nur de Maa usemne andere Volk?"
19 Dänn hät er zu ihm gseit: "Stah uf und gang. Din Glaube hät dich gsund gmacht."
20 Wo er vo de Pharisäer gfrögt worde isch, wenn Gottes Königrich chämti, het er gantwortet: "Gottes Königrich kommt nicht auf spektakuläre, für alle zu erkennende Art und Wiis.
21 Und mer wird au nöd säge: 'Lueged da ane!', oder: 'Det isch's!' Denn seht! Gottes Königrich ist in eurer Mitti."
22 Dänn hät er zu de Jünger gseit: "D'Zit chunt, da werded ihr eu wünsche, au nur eine vo de Tag vom Menschensohn z'gseh, aber ihr werdet de Tag nöd gseh.
23 Und d Lüüt werded zu Eui säge: 'Gseht det!' oder: 'Gseht hier!' Gönd nöd ane und laufed ihne au nöd hinterher.
24 Denn so wie en Blitz vo einere Siite vom Himmel zu de andere lüchtet, so wird de Menschensohn a sim Tag si.
25 Zerst muen er jedoch viel leide und vo dere Generation zruggwiese werde.
26 So wies i de Täg Noahs gsi isch, so wirds au i de Täg vom Menschensohn sii:
27 Die Mensche ässä, trinke, hürate und sind bis zum Tag verhürotet worde, a dem Noah in d Arche gange isch und d Sintfluet isch cho und sie alli vernichtet.
28 Und wies in de Däg Lots gsi isch: Die Mensche ässä und trunkä, händ kauft und verkauft, pflanzt und baut.
29 Doch a dem Tag wo de Lot Sọdom verlore het, hets Füür und Schwefel vom Himmel grägnet und alli vernichtet.
30 Ebenso wirds a dem Tag sii wo de Menschensohn offebart wird.
31 Wer a dem Tag uf em Dach isch, aber sini Sache im Huus hät, söll nöd abegah zum sie hole. Au wer dusse uf em Feld isch, dörf nöd zu dem zruggkehre, was er hinder sich gloh het.
32 Denkt a Lots Frau.
33 Wer sis Läbe z bewahre wirds verlüre aber wers verlürt wirds bewahre.
34 Ich säg eu: I däre Nacht werded zwei imne Bett ligge – de eint wird mitgnoh, aber de ander wird zrugglah.
35 Es werded zwei Fraue a de gliiche Müehli mahle - die eint wird mitgnoh, aber die andere wird zrugglah."
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37 Drufabe händ d Jinger gfrogt: "Wo, Herr?" Er hät gseit: "Wo de Liiche isch, da versammled sich au d Adler."