Lukas 22 vo 24
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 495
Lukas 22 vo 24
22:1 Deno isch s'Fest vo de ungsäuerte Brot bevor gstande, s sogenannte Passah,
2 und d Oberpriester und d Schriftglehrte händ nach ere Glegeheit gsuecht, Jesus gschickt loszwerde, will sie s Volk fürchtet händ.
3 Da isch de Satan in Judas gfahre, gnennt Iskạriot, wo zu de Zwölf zellt het.
4 Judas isch zu de Oberpriester gange und de Hauptlüt vo de Tempelwach und het mit ihne gsproche, wie er ihn a sie verratte chönnti.
5 Sie händ sich drüber gfreut und einigted sich druf hi, ihm Silbergeld z gäh.
6 Er isch iverstande und het vo da a nachere günstige Glegeheit gsuecht, ihn az verrate, ohni das en Menschemengi debi gsi isch.
7 Es isch jetzt de Tag vo de ungsäuerte Brot cho, de Tag wo s'Passah het müesse gopferet werde.
8 jesus beuftragt het also de petrus und Johạnnes: "Goht und bereitet für eus das Passahmahl vor."
9 Sie händ en gfröget: "Wo willsch es vorbereitet ha?"
10 Er het antwortet: "Wenner id Stadt chömed, werdet Ihr en Maa träffe, wo en Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm is Huus wo er inegaht.
11 Seit zum Huusbsitzer: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch das Gastzimmer, wo ich mit mine Jünger s'Passahmahl chan iihne?""
12 Er wird eu den en grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitets det vor."
13 Da hends sich uf de Wäg gmacht und hend alles so vorgfunde wie ers gseit het und sie hend d Vorbereitige für s Passah troffe.
14 Wo die Stund cho isch, het sich Jesus mit de Aposchtel z Tisch gleit.
15 Er het zu ihne gseit: "Ich han mich sehr denoch gseh, das Passahmahl mit eu iizneh, bevor ich muen liide.
16 Denn ich sag äich: Ich wird's nit wieder ässä, bis es sich im Königrich Gottes erfüllt."
17 Und er nimmt en Bächer entgäge, hät es Dankgebet gredt und gsäit: "Nähmed ihn und langet en under öich vo eim zum andere witer.
18 Denn ich säg eu: Vo jetzt a wird ich nüme vom Erzügnis vom Wyschtock trinke, bis Gottes Königrich chunnt."
19 Au het er es Brot gno, het es Dankgebet gredt, het s Brot brocht und hets en mit de Wort geh: "Es steht für meinen Körper, der für euch ge wird. Tuen das imer wider zur Erinnerig an mich."
20 Genauso hät ers nachem Znacht mit em Bächer gmacht. Er hät gseit: "Dä Bächer staht für dä neu Bund, wo dur mis Bluet in Kraft tritt, das für eu vergosse wird.
21 Doch gseht! Min Verräter befindet sich mit mir am Tisch.
22 De Menschensohn gaht zwar sin Wäg wie feschtgleit, aber wehe dem wo ihn verratet!"
23 Da händs aagfange mitenand diskutiere wer vo ihne wohl so öppis wür tue.
24 Allerdings isch es under ihne au zunere hitzige Usenandersetzig drüber cho, wer vo ihne als de gröschti gulte het.
25 Er het jedoch zu ihne gseit: "Die Könige der Völker spielen sich als Herren auf, und die wo Macht über das Volk haben, werden als Wohlätter bezeichnet.
26 Ihr solltet aba nit so si, sundern wer unda äich dr Greschte isch, der soll we dr Jingschte wäre, un wer de Fihrig ibanimmt we ä Diena.
27 Wer isch denn gresser: der am Disch Liegende oder der Bediene? Isch's nit dr am Disch Liegendi? Ich bi gege äich we de Bediene.
28 Doch ihr sinds wo i mine Prüefige zu mir ghalte händ.
29 Und ich schlüss mit eu en Bund, so wie min Vater mit mir en Bund gschlosse het, für es Königriich
30 damit ihr i mim Königrich a mim Tisch esset und trinket und uf Throne hocket um für die zwölf Stämm Israels Rächt z rede.
31 Sịmon, Sịmon, lueg nur! De Satan het nach eu allne verlangt zum eu wie Weize durezbiebe.
32 Aber ich han für dich gflegt das din Glaube nöd nochelaht. Und du, bisch wieder zruggkehrt, dänn stärch dini Brüedere."
33 Druf hetter gseit: "Herr, ich bin parat mit dir sowohl is Gfängnis als au in Tod z gah."
34 Doch Jesus erwideret: "Ich säg dir, Petrus: E Hahn wird hüt nöd krähe, ehe du drü Mal abgstritte hesch, mich z'kenne."
35 Er het jetzt gfrögt: "Woni eu ohni Gäldbütel, Provianttäsche und Sandale uusgsändet ha, hät eu da irgendöppis gfählt?" "Nei!", händs gantwortet.
36 Do het er sie gforderet: "Aber jetzt söll jede wo en Gäldbütel het ihn mitneh und ebeso en Provianttäsche. Und wer kei Schwert het, söll sis Obergwand verchaufe und sich eis chaufe.
37 Denn ich säg eu, dass a mir muess wahr werde, was i de Schrifte stoht, nämlich: 'Er wurde zu den Gesetzlose gezählt.' Das erfüllt sich an mir."
38 "Herr, lueg mal! Hie sind zwei Schwerter!", händs gseit, woruf er gmeint hät: "Das langet."
39 Er isch weggange und het sich wie gwohnt uf de Wäg zum Ölberg gmacht, und d Jünger sind em gfolget.
40 Deet aacho, het er zu ihne gseit: "Betet wiiter, damit ihr nöd in Versuchig gratet."
41 Er het sich öppe en Steiwurf wiit vo ihne zrugg zoge, het sich ane knüpft und het agfange bätte:
42 "Vater, wennt willsch, nimm dä Bächer vo mir wäg. Aber nöd was ich will, sondern was du willsch, söll gschähe."
43 Da erschient ihm en Engel vom Himmel und stärkt ihn.t
44 Doch er litt solchi Quale, dass er umso flehlicher betet het, und sis Schweiss isch wie Bluetstropfe gsi, wo zur Erde gheied.
45 Won er sich vom Gebet erhobe isch er zu de Jünger gange und het gsäh, dass sie ignickt gsi sind – vor Chummer erschöpft.
46 Er het sie gfragt: "Warum schlafed ihr? Stönd uf und bätet wiiter, damit ihr nöd in Versuchig gratet."
47 Während er no schwätzt, isch uf einisch e Menschemengi da gsi, agführt vu däm Maa namens Judas, eim vu de Zwölf. Er isch uf Jesus zue gange, um ihn mit eme Kuss z begrüesse.
48 Doch Jesus het en gfrögt: "Judas, verratisch de Mensch sohn miteme Kuss?"
49 Wo die wo bi ihm gstande si händ, händ was sich aabahne gfröget hät si: "Herr, söllemer mit dem Schwert zueschlage?"
50 Eine vo dene isch sogar uf de Sklave vom Hohe Priester losgange und het em s'rächte Ohr abgschlosse.
51 Da hät Jesus gredt: "Höret uf!", hät s Ohr berüert und de Sklave gheilt.
52 De hät Jesus d Oberpriester gfröget, d Hauptlüt vo de Tempelwachi und die Ältiste, wo sinetwäge cho sind: "Bin ich en Verbrecher, dass ihr mit Schwerter und Chnüppel aagrückt sind?
53 Wo ich jede Tag bi eu im Tempel gsi bin sind ihr nöd gege mich vorgange. Aber das isch eui Stund und d Macht vo de Finsternis."
54 Dänn händs ihn verhaftet, gfüehrt und händ en is Huus vom Hohe Priester bracht. De Petrus isch aber in einiger Entfernig hinedri gloffe.
55 Mitte im Hof het mer es Füür azündet und de Petrus het sich det zu de Lüt gsetzt.
56 Es Dienschtmeitli, wonen im Schiin vom Füür hockt, hät en gnau aagluegt und gsäit: "Dä Maa isch au mit em zämmä gsi."
57 Doch er stritts ab: "Ich kenn ihn nöd, Frau."
58 Churz drufabe het en öpper andersch gseh und het gmeint: "Du bisch au eine vo dene", wo de Petrus widerspricht: "Nei, Mann, bini nöd."
59 Noch öppe einere Stund het en andere felsefescht behauptet: "Dä Maa isch ganz sicher au mit ihm zäme gsi, denn er isch doch es Galilạ̈er."
60 "Mensch! Ich weiss nöd, wovon du redsch", het de Petrus erwideret, und augeblicklich, während er no gredt het, het en Hahn kräht.
61 Da het sich de Herr umdräit und direkt agluegt, und de Petrus het sich a die Wort erinneret, wo de Herr zu ihm gseit het: "Bevor hütt en Hahn kräht, wirsch du mich drü Mal verlügnet."
62 Er isch use gange und het bitterlich grännt.
63 Die Manne wo Jesus bewachtet händ, händ en jetzt verspotte und händ en gschlage.
64 Sie händ sis Gsicht verhüllt und än immer wieder uufgforderet: "Prophezeie! Wer het dich wohl gschlage?"
65 Und si werfed em no vell anderi Läschterige a de Chopf.
66 Wo s Tag worde isch, isch d'Versammlig vo de Älteschte vom Volk zämme gstande – sowohl Oberpriester als au Schriftglehrti. Mer hät en in Saal vom Sanhedr ịns gfüehrt und verlangt:
67 "Wenn du de Christus bisch, denn segs eus", woruf er entgägnet het: "Selbst wenn ichs eu wür sege, ihr würdets uf kein Fall glaube.
68 Und würd ich eu öppis fröge, würed ihr nöd antworte.
69 Doch de Menschensohn wird ab jetzt a de mächtige Rächte Site Gottes Platz näh."
70 Drufabe hän sie alli gfrogt: "Bisch dü also Gottes Bueb?" Er het antwortet: "Ihr selber sagt, dass ich es bin."
71 Da hends erwideret: "Wozu bruchemer witeri Zügeussage? Mer hends selber us sim Muul ghört."