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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Aposchtelgschicht 28 vo 28

 

Apostelgschicht 28 vo 28

28:1 Nachdem mir eus in Sicherheit bracht hend, erfahre mir dass die Insle Malta gheisse het.

2 Die Inslebewohner sind usserordentlich fründlich zu eus gsi. Als es zu rägne agfange het und chalt gsi isch, hend sie es Füürli azünde und hend eus alli fründlich ufgnoo.

3 Wo Paulus en Bündel Riisig zämmegmacht het und ufs Füür gleit het, isch wäg de Hitz en Otter usecho und bis sich a siiner Hand fescht.

4 Bim Abblick vom giftige Tier, wo a siire Hand häregfange, händ d Inslebewohner zunenand aagfange säge: "De Mensch isch bestimmt en Mörder. Er hät sich zwar chönne us em Meer i Sicherheit bringe, aber d Gerechtigkeit hät s nüd zuegloh, das er am Läbe bliibt."

5 Doch er het s Tier is Füür gschüttlet und kei Schade erlitte.

6 Sie händ jetzt erwartet, dass e Schwellig bi ihm ufträtte oder er plötzlich tot umfalle würd. Nachdem sie e ganzi Ziit gwartet hend und gsend, dass ihm nüt schlimms passiert isch, hend sie ihri Meinig gänderet und agfange sege, er seg en Gott.

7 In de Nööchi vo dem Ort ländereie, wo Pụblius ghöört händ, em füehrende Maa vo de Insle. Er hät öis willkomme gheisse und erwies euis 3 Täg Gastfründschaft.

8 De Vater vom Pụblius isch mit Fieber und Ruhr im Bett gläge. Paulus isch zue nem ine gange, bätet, het ihm d Händ uf gleit und het en gsund gmacht.

9 Drufhin hend au die andere Chranke uf de Insle zu ihm agfange und sind gheilt worde.

10 Sie hend eus au mit viel Gschänkli geehrt und bi de Abfahrt hends eus bepackt mit allem wo mir bruucht hend.

11 Drü Mönet später hemmer miteme Schiff abegwählt, wo us Alexạndria isch cho und uf de Insle überwinteret gha het. Es het als Galionsfigur d "Söhn vo Zeus".

12 Mir laufed im Hafe vo Syrakụs ih und blibed drü Täg det.

13 Dänn simmer wiiter gfahre bis Rhẹgion. Tags druf isch en Südwind uufcho und mir händ am zweite Tag Putẹoli erreicht.

14 Da simmer Brüeder troffe wo eus idringlich bätted, siebä Täg bi ihne z'bliibe. Und so isches wiiter gange in richtig Rom.

15 D Brüeder dört hän vu uns ghärt und sin uns bis zum Marktplatz vum Ạppius und zue de drü Schänk entgägecho. Als Paulus sie gseh hän, dankt er Gott und het neui Muet übercho.

16 Nochdem ma in Rom aacho sin, het Paulus mit em Soldate dörfe, wo nen bewacht het, fir sich bliebe.

17 Drü Täg spöter het er den die füehrende Männer vo de Jude zämegrüert. Wo si sich versammlet händ, het er zu ihne gseit: "Männer, Brüedere! Obwohl ich nüt gege s Volk oder d Brüch vu eusne Vorfahre gmacht han, bin ich als Gfangene vu Jerusalem in d Händ vu de Römer usgliferet worde.

18 Nachdem die mich verhört händ, händ sie mich wele freilah, will es isch nüt vorgange, warum sie mich hetted chönne umbringe.

19 D Jude erhobed jedoch Iisproch degäge, und so hani mi zwunge, bi de Cäsar Bruefig iizlege – aber nöd, zum mis Volk wäg irgendöppisem azklage.

20 Deswege hani drum bätte, eu z'gseh und z'rede, denn wege de Hoffnig Israels umgit mich die Chette."

21 Sie händ zue ihm gseit: "Mir händ us Judạ̈a kei Brief über dich becho, und es hät au keine vo de Brüedere, wo vo det cho sind, öppis schlechts über dich brichtet oder gseit.

22 Mir halteds aber für aabracht, zghöre was du dänksch, denn tatsächlich isch eus vo dere Sekte bekannt, dass ihr überall widersproche werdet."

23 Sie händ dänn en Tag verabredet, wo sie sich mit ihm händ welle treffe und sind in na grösser Zahl zu ihm i sini Unterkunft cho. Am Morge bis Znacht het er ne d Sach erklärt, indem er s Königrich Gottes gründlich bezügt het. Er het versuecht, sie sowohl anhand vom Gsetz vo Moseso als au de Prophete in Bezug uf Jesus z überzüge.

24 Einigi begange z glaube was er gseit het, anderi glaubed nöd.

25 Als sie sich nit einig gsi sin, sin sie wäg gange, während Paulus no Folgendes gmerkt het: "Treffend hat der heilige Geist durch den Prophet Jesaja zu eure Vorfahre gseit:

26 'Gang zu dem Volk und säg: "Ihr werdet zwar ghöre, aber keinesfalls verstoh, ihr werdet zwar luege, aber keinesfalls gseh.

27 Denn s Herz vo dere Lüüt isch unempfänglich worde. Sie händ zwar mit irne Ohre ghört, aber nöd reagiert, und sie händ ihri Auge verschlosse – sodass sie nöd öppe mit irne Auge gsehnd und mit ihrem Ohre höred und umkehre und ich sie heilig.“‘

28 Deshalb sölled ihr wüsse, dass die Rettig wo vo Gott chummt de andere Völker verkündet wird. Sie werded bestimmt druf ghöre."

29 ––

30 Er isch zwei ganz Jahr det i sim eigete gmietete Huus bliebe und het alli fründlich ufgnoo, wo zu ihm cho sind.

31 Er het ene vom Königrich Gottes predigt und het sie unghinderet glehrt und mit allne Offeheit die Sache, wo de Herr Jesus Christus betroffe händ.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Aposchtelgschicht 27 vo 28

 

Apostelgschicht 27 vo 28

27:1 Da jetzt entschiede worde isch, dass mer nach Italie sötte absägle, het mer Paulus mit e paar andere Gfängniss namens Julius vo de Abteilig vom Augụstus übergäh.

2 Mir sind an Bord eines Schiff us Adramỵttium gange, das Häfe entlang de Küste vo de Provinz Asie alaufe sött und abgfahre. Bi eus isch de Aristạrchus gsi, en Mazedọnier us Thessalọnich.

3 Am nächste Tag hemmer in Sịdon aagleit. Julius het em Paulus fründlich behandlet und erlaubt ihm zu sinne Fründe z'gah, damit sie sich um ihn hend chönne kümmere.

4 Vo det stachemer in See und will mer Gägewind gha hend, hemmer im Schutz vo Zypere seged.

5 Denn simmer uf offenem Meer an Zilịzie und Pamphỵlie entlang gfahre und hend im Hafe vo Mỵra in Lỵazie ahgleit.

6 Det het de Offizier es Schiff us Alexạndria gfunde, wo nach Italie unterwägs gsi isch, und het euis a Bord gloh.

7 Mir sind denn einigi Täg langsam wiiter gfahre und hend mit Müeh Knịdos erreiched. Da mir wägem ungünstige Wind nöd vorwärts cho sind, simmer im Schutz vo Kreta a Salmọne verbii

8 und erreiched nach müesamer Fahrt a de Küschte entlang en Ort namens Schönhafe i de nöchi vo de Stadt Lasẹa.

9 Mittlerwile isch einigi Ziit vergange gsi, und d Schifffahrt isch riskant worde, will sogar s Faste vom Sühnetag scho verbii gsi isch. Drum het Paulus e Empfehlig geh.

10 Er het zu ihne gseit: "Männer, ich gsehne, dass die Reis mit Schade und grosse Verluscht verbunde wird si. Das betrifft nöd nur d'Fracht und s'Schiff, sondern au euses Läbe."

11 De Offizier hät jedoch uf de Stüürermann und de Schiffseigetümer statt uf Paulus ghört.

12 Da de Hafe zum Überwinter ungeignet gsi isch, rietet die meiste vo det uszlaufe, zum möglichst bis nach Phönix glange, en Hafe vo Kreta, wo sich nach Nordoste und Südoste öffnet.

13 Als en sanfte Südwind gwehlt het, hend sie ihres Vorhabe scho so guet gseh wie verchlicht. Sie hend d Anker glichtet und hend nöch a de Küste vo Kreta entlangzfahre.

14 Nach churzer Ziit isch allerdings en heftige Fallwind ufcho, de sogenannti Euroạquilo.

15 Da das Schiff fortgrisse worde isch und mit em Bug nöd gege de Wind het chöne ghalte werde, hemmer eus schlüsslich triebe.

16 Im Schutz vonere chline Insle namens Kauda hemmer wiiter seckled, doch hemmers chuum gschafft, s Biboot am Heck unter Kontrolle zbecho.

17 Nachdem sie es aber an Bord zoge hend, hends de Schiffsrumpf mit Taue aagfange, und da sie befürchtet hend, uf d Sỵrte ufzlaufe, hends d'Usrüschtig abe gloh und sind so derhinderet worde.

18 De Sturm isch öis so heftig ane gworfe und här, dass mer am folgende Tag agfange het, s Schiff z erliechtere.

19 Am dritte Tag sinds eigenhändig d'Schiffsusrüschtig furt gworffe.

20 Als etzt Tagelang weder Sunne no Stern z gseh gsi sind und eus en heftige Sturm zuesetzte, het schlussendlich alli Hoffnig uf Rettig aagfange z schwinde.

21 Nachdem d Lüüt scho lang nüt me gässe händ, isch Paulus i ihrere Mitti ufgstande und hät gseit: "Männer, ihr heiget würkli min Rat ane und vo Kreta nöd in See stäche sölle. Denn hetted ihr dä Schade und Verluscht nöd erlitte.

22 Trotzdem bitte ich eu dringend, muetig zsi, will niemert vo eu wird verlore, nur s Schiff. 23 Hüt Nacht isch en Engel vom Gott gstande, wo ich ghör und für de ich heilige Dienst tue, bi mir

24 und seit: 'Ha kei Angst, Paulus. Muesch vor Cäsar träte. Sieh doch, Gott het dir alli gschenkt, die mit dir fahred.'

25 Männer, sind also muetig, denn ich glaub gott dass es genauso wird sii wies mir gseit worde isch.

26 Allerdings mümmer anere Insle strande."

27 Den het die 14 bracht. Nacht ine und mir tribe ufem Adriạtische Meer hin und her. Um Mitternacht händ d Seelüt Land i de nöchi z vermuete.

28 Sie hend lotet und sind uf e Tüüf vo 20 Fade cho. Es chliises Stück wiiter hends wieder lotet und hend nur no 15 Fade gmesse.

29 Us Angst, mer chönnted irgendwo uf Felse uflaufe, werfed sie vom Heck vier Anker uus und ghofft hend das es bald Tag würd.

30 Wänn dänn d Seelüt vom Schiff versuecht händ und underem Vorwand, si händ wölle vom Bug us Anker werfe, grad s Biboot is Meer abelah,

31 het Paulus zum Offizier und de Soldate gseit: "Wenn die Männer nöd im Schiff bliebed, chönd ihr nöd grettet werde".

32 Da hend die Soldate die Taui vom Biboot kappa und hends abegheit.

33 Kurz vor Tagesaabruch het Paulus aagfange alli ufzfordere, doch öppis z'ässe. Er hät gseit: "Hüt isch de 14. Tag, wo ihr aagspannt gwartet und überhaupt nüt gässe händ.

34 Deshalb rate ich eu, im Interesse eurer Sicherheit öppis z'esse, denn keinem vo eu wird es Haar vom Chopf verlore gah."

35 Wo er das gseit het, het er Brot gno, danket Gott vor ihne allne, brichts und het agfange esse.

36 Da hends alli Muet übercho und hend au selber öppis gässe.

37 Mir sind insgesamt 276 Persone ufem Schiff gsi.

38 Nachdem sie sich satt gässe händ, händ sie de Weize über Bord is Meer gworfe, um s Schiff z erliechtere.

39 Wo s Tag worde isch, hends nöd chöne erkenne was für es Land es gsi isch, doch sie hend e Buech gseh miteme Strand und hend s Schiff we möglich det uflaufe lah.

40 Also hends d Anker kappa und hends is Meer gheie loh. Glichzitig händs d Rieme vo de Stüürruder glöst und nachdems s Vorsägel vorem Wind gheisse händ, händs uf de Strand zue ghebet.

41 Wo si uf e Sandbank gstosse hän, wo uf beide Siite vom Meer umspüelt worde isch, hän si s Schiff gloffe. De Bug isch stecke bliebe und isch fescht ghocket, während de Heck under de Wuche vo de Wälle in Stuck verbracht.

42 Druf beschlosse die Soldate, die Gfängene z töte, damit keine wägschwimme und flüge chönnt.

43 De Offizier het de Paulus jedoch unbedingt welle rette und het sie vo ihrem Vorhabe abgholt. Er beforderet dene wo hend chöne schwümme is Meer z springe und so als Erst as Land zcho.

44 Die Übrigen söttet teils auf Planken, teils auf Wrackteilen des Schiffs nochkommen. So wurden alle sicher an Land gebracht.

 

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Aposchtelgschicht 26 vo 28

 

Apostelgschicht 26 vo 28

26:1 Agrịppa het zum Paulus gseit: "Du darfsch für dich selber rede." Do het Paulus d Hand uusgschtreckt und het sini Verteidigungsredli aagfange:

2 "Ich schätze mich glücklich, König Agrịppa, dass ich mich hüt wäg all de Aaklage vo de Jude vor dir dörf verteidige,

3 bsunders will du dich mit allne Brüch und Striitfrage under de Jude bestens uskennsch. Drum bitte ich dich, mich mit Geduld azghöre.

4 Iba d Läbenswandel, den i vu Jugend a unda minem Volk un in Jerusalem gfihrt ha, wisse alli Jude Bscheid,

5 wo mich vo früener her kenned. Wenns nur hend welle chönteds bezüge dass ich nach de strängste Richtig eusere Art vo de Aabetig als Pharisäer glebt han.

6 Doch jetzt stahni vor Gricht, will ich uf das hoffe, was Gott eusne Vorfahre versproche het.

7 Uf d Erfüllig genau das Verspräch hoffed au eusi zwölf Stämm, während sie Tag und Nacht beharrlich heilige Dienst verrichte. Wäg dere Hoffnig, o König, werdi vo Jude aklagt.

8 Warum wird's under eu als unglaubhaft betrachtet, dass Gott die Tote uferweckt?

9 Ich minersiits isch überzügt gsi, dass ich mit allne Mittel gäge de Nazarẹner Jesus müesst vorgah.

10 Genau das hani in Jerusalem de au doh. Ich hä mit Befugnis vo de Oberpriester vil vo de Heilige is Gfängnis gsperrt, und wänn si settid anegrichtet wärde, stimm ich gäg si.

11 Ich han sie i allne Synagoge oft bestraft zum sie zwinge ihrem Glaube abzschwöre. Und i minere grosse Wuet bini sogar so wiit gange, sie i uswärtige Städt z verfolge.

12 Woni i dere Absicht mit de Befugnis und im Uuftrag vo de Oberpriester nach Damạskus reistiere,

13 han ich unterwägs zur Mittagsziit es Liecht gseh, o König wo heller als de Glanz vo de Sunne gsi isch und mich und mini Begleiter vom Himmel ume blitzt.

14 Mir sind alli uf de Bode gfloge, und ich han e Stimm uf Hebräisch ghört zu mir säge: 'Saulus, Saulus, warum verfolgsch mich? Ständig gäge d Stachle uszschlaa, machts hert für dich.'

15 Ich erwiderte: 'Wer bisch Du, Herr?', wo de Herr gseit het: "Ich bin Jesus, wo du verfolgsch.

16 Doch stah uf und stell Dich uf d'Füess. Ich bin dir erschiene, zum dich als Diener und Züg uswähle - sowohl für das wo du gseh hesch, als au für das wo ich dich in Bezug uf mich no wirde lah.

17 Und ich wird dich vor dem Volk und de andere Völker beschütze, zu dene ich dich schicke,

18 zum ihne d Auge zöffne und sie us de Dunkelheit zum Liecht z füehre und us de Gwalt Satans zu Gott. So chönd ihne d Sinde vergäh werde und sie chönd es Erbe übercho, wo dur ihre Glaube a mich gheiligt sind.'

19 Deshalb, König Agrịppa, hani mi de Vision usem Himmel nöd widersetzt,

20 sondern ich han zersch dene in Damạskus und denn dene in Jerusalems und im ganze Land Judạ̈a und au de andere Völker die Botschaft überbracht, dass sie bereue, sich Gott zuwände und so handle, dass es de Reue entspricht.

21 Deswege ergriffen mich die Jude im Tempel und versuchten, mich umzbringe.

22 Will ich aber vo Gott Hilf becho han, treti bis uf de hüttig Tag vor Chli und Gross als Züg uf. Debii segi nur das wo sowohl d Prophete als au Moses akündet hend,

23 nämlich das de Christus het müesse liide und als de erst wo vo de Tote sött uferstah, dem Volk wie au de andere Völker s Liecht würd verkünde."

24 Während Paulus das zu sinere Verteidigung gseit het, het Fẹstus usgruefe: "Paulus, du häsch de Verstand verlore! Dini grossi Glehrsamkeit triibt dich in Wahnsinn!"

25 Paulus erwideret jedoch: "Ich habe den Verstand nicht verlore, Exzellenenz Fẹstus, sondern was ich sagen, ist wahr und vernünftig.

26 De König wo ich mich so offe wänd, wüssed doch über all das guet Bscheid. Ich bin überzügt, dass sich nüt vo allem vo sinere Kenntnis entzieht, denn nüt devo isch imene verborgende Winkel gschehe.

27 Glaubsch de Prophete, König Agrịppa? Ich weiss, dass du glaubsch."

28 Da het Agrịppa zum Paulus gseit: "Du würsch mich in churzer Ziit überrede, en Christ z werde."

29 Paulus erwideret druf: "Ich bette zu Gott, dass über kurz oder lang nöd nur du, sondern au alli wo mich hüt ghöre würde Mensche wie ichs bin – nur ohni die Fessle."

30 De König isch den ufgstande, ebeso de Statthalter und Bernịce sowie d Männer wo bi ihne gsässe hend.

31 Während sie weggange sind, hend sie sich unterhaltet und gmeint: "Der Mensch macht nüt wo Tod oder Fessle verdient."

32 Druf hät gseit Agrịppa zu Fẹstus: "Dä Mensch hätti chöne freigla werde, wenn er nöd bi Cäsar Bruefig iigleit hätti."

 

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Aposchtelgschicht 25 vo 28

 

Apostelgschicht 25 vo 28

25:1 Drü Täg nachdem Fẹstus i de Provinz acho isch und sis Amt aaträtte gha het, isch er den vom Cäsarẹa nach Jerusalem ufe gange.

2 Die Oberpriester und die füehrende Männer vo de Jude händ bi ihm ihri Klag gäge Paulus vorbrocht.B Sie händ Fẹstus aagfange zbitte,

3 ihne en Gfalle z'tue und Paulus nach Jerusalem hole z'loh. Allerdings pflanze sie, Paulus underwegs ufzlaufe und ihn umzbringe.

4 Fẹstus het jedoch erwideret, dass de Paulus in Cäsarẹa in Haft söll bliibe. Er sälber würd z Chürzi det ane zrüggchere.

5 Er hät gseit: "Wenn de Maa würkli öppis Unrechts gmacht hät, sölled die Verantwortliche unter eu mit mir abecho und en aaklage."

6 Nachdem er also nüm als acht oder zäh Täg bi ihne verbracht het, isch er nach em Cäsarẹa durab gange. Am nächste Tag het er sich uf de Richterstuehl gsetzt und bfahl, Paulus inezbringe.

7 Als sa kummt, umringte nen d Jude, de üs Jerusalem kumme ware, un erhobe vieli schweri Bschuldigunge gege nen, de sie jedoch nit bewiese kenne.

8 Paulus het zue sinere Verteidigung gseit: "Ich han mich weder am Gsetz vo de Jude no am Tempel no am Cäsar irgendwie versündiget."

9 Druf het gseit Fẹstus, wo d Gunst vo de Jude het welle gwünne, zum Paulus: "Möchtisch nach Jerusalem ufegah, damit di Fall det vor mir verhandlet wird?"

10 Paulus erwideret jedoch: "Ich stah vor dem Richterstuhl Cäsars und da mues über mich gurteilt werde. Ich han de Jude kei Unrecht gmacht, was au du sehr wohl merksch.

11 Wänn ich würkli irgend es Unrecht begange han wo de Tod verdient, dänn weigere ich mich nöd, z'stärbe. Sind d Aschuldigunge vo dene Männer aber haltlos, het niemert s Recht mich ihne uszliefere zum ihne en Gfalle z tue. Ich legg bim Cäsar Bruefig ih!"

12 Nachdem Fẹstus mit de Gruppe vo sinere Beroter gredet het, het er gantwortet: "Du legsch bim Cäsar Bruefig ih, denn söllsch au zum Cäsar gah."

13 Nach einige Täg träffe König Agrịppa und Bernịce zumene Höflichkeitsbsuech bi Fẹstus in Cäsarẹa .

14 Wills dört ä paar Täg verbrocht händ, hät Fẹstus em König dä Fall vom Paulus vorgleit. Er hät gseit:

"Felix het da en Maa als gfangene zrugglah,

15 und woni in Jerusalem gsi bi, hebed d Oberpriester und d Älteschte vu d Jude Klage gege nen un forderet sini Verurteilig.

16 Ich han ne jedoch erwideret, dass es bi de Römer nöd üblich isch, en Aaklagte uszliefere zum öpperem en Gfalle z tue, es segi denn, de Betreffend het vorher sini Akläger vo Agsicht zu Agsicht gegenübergstande und d Glegeheit übercho, öppis zu sinere Verteidigung z säge.

17 Wo sie da aacho sind hani mich daher grad am nächste Tag uf de Richterstuehl gsetzt und de Maa la vorfüere.

18 D Aakläger sind ufgschtande, doch sie hend ihm keis vo de Vergehe zur Last gleit, woni i sim Fall erwartet gha han.

19 Sie hän nur gwüssi Uusenandersetzige mit ihm gha wäg ihrem eigene Gottes Aabetig und wäg nem Maa Jesus, der gschtorbe isch, vum Paulus aba immer wieda behauptet het, er seg am Läbä.

20 Da ich nöd so recht gwüsst han, wie ich i dere Sach verfahre sött, hani gfröget, ob er nach Jerusalem wett ufegah, damit sin Fall det verhandlet wird.

21 Als Paulus jedoch Bruefig iigleitet hät, zum bis zur Entscheidig vom Augụstus in Haft zu bliebe, ordnet ich ihn gfange z halte, bis ich ihn zum Cäsar schicke wür."

22 Agrịppa hät druf zum Fẹstus gseit: "Ich möcht de Mensch gern selber ghöre." Fẹstus erwideret: "Morgen sollst du ihn höre."

23 Also sind Agrịppa und Bernịce am nächste Tag mit grossem Prunk cho und betrate zäme mit Militärbefehlshaber und de agsehne Männer vo de Stadt de Audienzsaal. Und als Fẹstus Befehl gä het, isch Paulus inebrocht worde.

24 Fẹstus hät dänn gseit: "König Agrịppa und ihr alli wo ihr mit eus awesend sind! Wäge däm Maa, den ihr do gsähne, het sich des ganze Jüdische Volk sowohl in Jerusalem als au do a mich gwandt. Sie händ luutstark gforderet, er dörf nöd länger läbe.

25 Doch wie ich festgstellt han, het er nüt gmacht wo de Tod verdient. Wo er dänn bim Augụstus Bruefig iigleit hät, hani entschiede, ihn zschicke.

26 Allerdings hani nüt konkrets, wo ich min Herr über ihn schriibe chönnt. Darum han ich ihn und bsunders Dir, König Agrịppa, vorgführt, damit ich nach de grichtliche Vernehmig öppis zschriebe han.

27 Es erschiint mer nämlich nöd vernünftig, en Gfangene z überfüehre, ohni die gege ihn erhobene Beschuldigunge aazgäh."