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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 12 vo 28

 

Matthäus 12 vo 28

12:1 Damals isch Jesus amene Sabbat dur d Getreidefelder gange. Sini Jünger händ Hunger übercho und fange a, Ähre abzriisse und d Körner z ässe.

2 Wo d Pharisäer das gseh händ, händs zum Jesus gseit: "Sieh dir das ah! Dini Jünger mached öppis wo am Sabbat verbote isch."

3 Er het sie gfrögt: "Hend ihr nöd glese was David gmacht het, wo er und sini Manne Hunger gha hend?

4 Wie er is Huus Gottes gange isch und wie sie die darbrote Brot gässe händ, obwohl er und sini Männer das nöd händ därfe, sondern nur d Prieschter?

5 Oder hender nöd im Gsetz gläse, dass d Priester im Tempel nöd de Sabbat halted und trotzdem unschuldig bliibed?

6 Doch ich säg eu: Hier ist jemand, der gresser ist als der Tempel.

7 Wenner aber verstande het, was das bedütet: 'Ich will Barmherzigkeit und nöd Opfer', dänn hetted ihr kei Unschuldige verurteilt.

8 Denn de Menschensohn isch Herr über de Sabbat."

9 Danach isch Jesus wiitergange. Er isch in e Synagoge cho

10i und het det en Maa mit ere verkümmerte Hand gseh. Do händ en einigi Lüt gfröget: "Isches erlaubt am Sabbat z heile?" Sie händ en nämli wele aaklage.

11 Er het zu ihne gseit: "Agnoh, ihr hend es Schof und es gheit am Sabbat ine Grube. Wer vo eu wird's den nöd packe und usezieh?

12 Wieviel wärtvoller isch doch en Mensch als en Schaf! Also isches erlaubt am Sabbat öppis guets z tue."

13 Denn het er zum Maa gseit: "Streck dini Hand us!", wo er sie usstreckt und sie wiederher¬gstellt worde isch – so gsund wie die ander Hand.

14 Doch d Pharisäer sind use gange und händ Plän gschmiedet um ihn umzbringe.

15 Wo Jesus das mitbecho isch het er witer zoge. Vieli sind ihm gfolgt und er het sie alli gheilt,

16 befahl ihne aber usdrücklich, andere nüt vo ihm mitzteile,

17 demit sich erfüllt het, was dur de Prophete Jesaja akündet worde isch:

18 "Seht! Min Diener, woni uusgwählt han, min liebe Diener, wo ich gfalle han! Ich wird min Geischt uf ihn legge, und er wird de Völker s Rächt erkläre.

19 Er wird weder striite no luut rüefe. Uf de Hauptstrosse wird mer sini Stimm nöd ghöre.

20 Es knickts Schilfrohr wird er nöd zerbreche und en glimmende Docht wird er nöd uslösche bis er dem Recht zum Sieg verhilft.

21 Ja, uf sin Name werded die Völker ihri Hoffnig setze."

22 Damals het mer en blinde und stumme Maa zu ihm bracht, wo vomene Dạ̈mon bsesse gsi isch. Nachdem er ihm gheilt het, het de Stummi chöne rede und gseh.

23 Alli Lüt sind nur so gstunne und hend sich gfröget: "Ob das wohl de Sohn David isch?"

24 Wo d Pharisäer das ghört händ, händ sie gseit: "Dä cha d'Dämọne doch nur dur Beelzebub, de Herrscher vo de Dämọne, ustriibe."

25 Aber Jesus het gwüsst was sie denkt hend und het gseit "Jedes Riich wo in sich gspalte isch gaht under und jedi Stadt oder jedi Familie wo i sich gspalte isch wird kein Bestand ha.

26 So isch es au wenn de Satan de Satan ustriibt. Er isch de i sich selber gspalte. Wie söll da sis Riich bestah? 27 Und übrigens: Wenn ich die Dämọne mithilf vo Beelzebub ustriibe, wie triibed eui Söhn sie denn uus? Sie werded also eui Richter sii.

28 Wenn ich die Dämọnen aber durch Gottes Geist uustriibe, den isch Gottes Königrich scho cho ohni das ihrs gmerkt hend.

29 Oder: Wie chan öper is Huus vomene starche Maa iibräche und s uusraube, ohni en vorher z fessle? Erst denn chan er s Huus usrume.

30 Wer nöd für mich isch isch, isch gege mich und wer nöd mit mir isammlet wo zerstreut.

31 Deswege säg ich eu: Jedi Art vo Sünde und Läschterig wird de Mensche vergäh, aber wer gege de Geist läschteret, dem wird nöd vergä.

32 Wänn zum Bispiel öpper öppis gege de Menschensohn seit, dänn wird ihm vergäh. Wer aber geg de heilige Geist redet, dem wird nöd vergä werde – weder i dem Weltsystem no im kommende.

33 Ein Baum wird nach seinen Frücht beurteilt. Entweder ihr sorged defür, dass de Baum guet wird und gueti Frücht treit, oder ihr lönd de Baum schlächt werde und schlächti Frücht träge.

34 Ihr Otternbrut! Wie söll au öppis Guets us euem Muul cho wenn ihr so schlecht sind? Denn wovon s Herz voll isch, devo redet s Muul.

35 De gueti Mensch holt Guets us sim guete Schatz füre. Doch de schlächti Mensch holt Schlächts us sim schlächte Schatz füre.

36 Ich säg eu: Am Grichtstag werded sich die Mensche für jedi nutzlosi Üsserig müesse verantworte.

37 Denn ufgrund vo dinere Wort wirsch du für grächt erklärt und ufgrund vo dinere Wort wirsch verurteilt."

38 Drufabe hend einigi vo de Schrift¬glehrte und Pharisäer verlangt: "Lehrer, mir wend es Zeiche vo dir gseh."

39 Er het erwideret: "E bös, untreui Generation verlangt immer wieder es Zeiche, doch sie wird keins übercho – nur s Zeiche vom Prophet Jona.

40 So wie de Jona drü Täg und drü Nächt im Buuch vom riese Fisch isch gsi, so wird de Menschensohn drei Täg und drü Nächt im Herze vo de Erde sii.

41 Iiwohner vo Nịnive werded mit dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteile, will sie bereitet uf das ane wo d Jona predigt het. Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Jona.

42 Die Königin vom Süd wird mit dere Generation im Gricht ufstah und sie verurteile, will sie isch vo de Endi vo de Erde cho zum d Wiisheit Sạlomos z ghöre.m Aber gseht! Da isch öpper wo bedütender isch als Sạlomo.

43 Wenn en böse Geischt us emene Mönsch uszieht, irrt er uf de Suechi nach eme Ruheplatz in verlassene Gägend umenand, findet aber keine.

44 Schliesslich seit er sich: 'Ich gang in mis Huus zrugg, wo ich uszoge bin."Und bi sinere Akunft findet er s Huus unbewohnt vor, aber suber gfägt und schön hergrichtet.

45 Er nimmt dän siebe anderi Geister mit wo no bösartiger sind als er sälber, und sie ziehnd ii und bliibed. De Mensch isch am Endi schlimmer dra als vorher. So wirds au dere böse Generation ergah."

46 Während er no zu de Mängi schwätzt, sind uf eimal sini Muetter gstande und sini Brüeder drusse und händ en wele rede.

47 Öpper hät zu ihm gseit: "Do dusse sind dini Mueter und dini Brüeder. Sie wännd mit dir rede."

48 Als Reaktion druf het Jesus ihn gfrögt: "Wer isch mini Mueter, und wer sind mini Brüedere?"

49 Er hät uf siini Jünger zeigt und gseit: "Das hiä sind miini Mueter und miini Brüeder!

50 Denn wer das tuet wo min Vater im Himmel möcht, de isch min Brüeder, mini Schwöster und mini Mueter."

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Matthäus 11 vo 28

 

Matthäus 11 vo 28

11:1 Nachdem Jesus sin zwölf Jünger Aawisige gä het, isch er losgange, zum i ihrne Städt z lehre und predige.

2 Johạnes isch im Gfängnis gsi und het vo de Tate vom Christus erfahre. Drum het er jetzt sini Jünger gschickt

3 mit de Frog zu ihm: "Bisch du de wo söll cho oder söllemer no uf en andere warte?"

4 Jesus hät zur Antwort geh: "Goht und verzellt Johạnnes, was ihr losed und gsehnd:

5 Blindi chönd jetzt gseh, Lahme chönd laufe, Ussätzigi sind wieder gsund, Ghörlos chönd ghöre, Toti werded uferweckt und die Arme erfahred vo de guete Botschaft.

6 Glücklich isch wer nöd a mir Astoss nimmt."

7 Wo sie gange sind isch, isch Jesus uf Johạnnnes cho und het zu de Menschemengi gseid: "Was hender ghofft wo ihr id Wildis gange sind? En Schilfrohr wo vom Wind hin und her bewegt wird?

8 Was wönd ihr det drusse xeh? En Maa in edle Gwänder? Endle Gwänder treit mer in Chönigspaläste.

9 Also warum sind ihr los gange? Zum en Prophete zgseh? Ja, und ich säg eu: Ihr händ sogar no viel meh als en Prophete gseh.

10 Er isch es, wo s i de Schrifte heisst: 'Ich schick der min Bote vorus. Er wird din Weg vor dir her vorbereite.'

11 Ich versichere eu: Under de Mensche gits kei Grössi als Johạnes de Täufer. Und doch isch öpper wo im Königrich vom Himmel e gringi Stellig het, grösser als er.

12 Vo de Täg Johạnnes' vom Täufer bis jetzt isch s'Königrich vom Himmel s'Ziel, em Mänsch entgegedränge, und d'Vorwärtsdrängende ergriifeds.

13 Denn alli Schrifte – d Prophete und s Gsetz – prophezeite bis zu Johạnnes.

14 Und öb ihrs wend akzeptiere oder nöd: Er isch de 'Elịa, de söll cho'.

15 Wer Ohre het, söll guet zuelose!

16 Mit wäm sölli die Generation vergliche? S isch wie mit Chind wo ufm Marktplatz hocked und ihrne Spielkamerade zruckrüefed:

17 "Mir hend für eu Flöte gspielt, aber ihr hend nöd welle tanze. Mir hend Trauerlieder gsunge, aber ihr hend eu nöd truurend ad Brust gschlage.'

18 Ähnlich bi Johạnnnes: Er isch cho, ss nöd und trank nöd, und d'Lüüt säged: 'Er isch vomene Dạ̈mon bsesse.'

19 Denn isch de Menschensohn cho, ass und trank, und d Lüüt säged: 'Gsehnd eu de a! De frisst und chan vom Wii nöd gnueg übercho und isch mit Stüürinähmer und Sünder befründet.' Wie au immer: Wiisheit zeigt sich a ihrne Tate."

20 Aaschlüssend het er gfunde für die Städt, wo die meiste vo sine mächtige Tate gschafft gsi sind, hert wort, will sie nöd bereut händ:

21 "Weh dir, Chọrazin! Wehe dir, Betsaida! Wenn in Tỵrus und Sịdon die gliiche mächtige Tate gschafft wäred wie bi eu, denn hetteds längscht in Sack und Asche bereut.

22 Aber ich säg eu: Tỵrus und Sịdonz wirds am Grichtstag nöd so schlimm ergah wie eu.

23 Und du, Kapẹrnaum, denksch öppe du wirsch is himmel ghobe? Abe is Grab wirsch cho. Wenn in Sọdom die gliiche mächtige Tate gschafft wäred wie bi dir, wärs hüt na da.

24 Aber ich säg eu: Sọdom wirds am Grichtstag nöd so schlimm ergah wie dir."

25 Damals hät Jesus erklärt: "Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr vom Himmel und Erde, will du das alles vor de Wiise und Intellektuelle verborge und es chline Chind mitteilt häsch.

26 Ja Vater, denn genau so häsches welle.

27 Mir isch alles vo mim Vater übergäh worde. Niemert kennt de Sohn voll und ganz, nur de Vater, und niemert kennt de Vater voll und ganz, nur de Sohn und jede wo de Bueb ihn offebare möcht.

28 Kunnt zue ma, alli, de ihr äich abplaged un belaschtet sin, un i wär äich neui Kraft ge.

29 Len äich mi Joch uf un lernt vu ma, denn i ha ä mildes Wäse un bi vu Herze dämüetig, un ihr wäre neui Kraft gwinne.

30 Denn min joch isch agnähm z träge

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Matthäus 10 vo 28

 

Matthäus 10 vo 28

10:1 Er het also sini zwölf Jünger zu sich gruefe und git ihne Macht über bösi Geischter sodass sie sie ustriibe und alli mögliche Chrankheite und Leide hend chönne heile.

2 Die Näme vo de zwölf Aposchtel sind: als Erschte Sịmon, gnennt de Petrus, und em Andreas, sin Brüeder; Jakobus, de Bueb vo Zebedạ̈us, und Johạnnes, ä Brüeder;

3 Philịppus und Bartholomạ̈us; Thomas und Matthạ̈us, de Stüreinnehmer; Jakobus, de Sohn vo Alphạ̈us, und Thaddạ̈us;

4 Sịmon, de Kananạ̈er, und de Judas Iskạriot, wo ihn spöter verrotet.

5 Die zwölf hät Jesus mit folgende Aawiisige uusgsendet: "Nähmed nöd d Stross wo zu andere Völcher füert, und betretet kei Stadt vo de Samarịter,

6 sondern gaht immer wieder zu de verlorene Schof Israels.

7 Predigt überall wo ihr gönd: 'Das Königrich des Himmels ist nah.'

8 Heilt Kranki, erweckt Toti uf, macht Ussätzigi gsund, triibt Dämọnen us. Gratis händ ihr becho, gratis gänd wiiter.

9 Besorget eu kei Gold, Silber oder Kupfer für euri Gäldgürtel,

10 kei Provianttäsche für unterwägs, keis zuesätzlichs Gwand, kei Sandale und kei Stab, denn de Büezer het sich sis Ässe verdient.

11 Wenner in e Stadt oder es Dorf gaht, findet use wer eure Botschaft würdig isch. Haltet eui det uf, bis ihr wiiterzieht.

12 beträffed ihr s Huus, dänn begrüesst d Bewohner.

13 Wenn s Huus verdient, sölls de Friede übercho, woner ihm wünscht. Wenn aber nöd, dänn söll eui Friede zu eu zrugg cho.

14 Wo mer eu nöd ufnimmt und eu nöd zuelosed, schüttled de Staub vu eune Fess, wenn ihr s Huus oder d Stadt verlönd.

15 Ich versichere eu: Sọdom und Gomọrra wirds am Grichtstag nöd so schlimm ergah wie die Stadt.

16 Gseht! Ich schick eu us wie Schaf unter Wölf. Sind also vorsichtig wie Schlange und doch unschuldig wie Tuube.

17 Nehmed eu vor de Lüt in Acht, denn sie werded eu vor Ortsgricht bringe und i ihrne Synagoge uspeitsche.

18 Ihr werdet minetwäge vor Statthalter und Könige bracht wärdet – als Zügnis für sie und die andere Völker.

19 Wemmer eu usliferet, dänn mached eu kei Sorge, wie oder was ihr redet. In dere Stund wird eu igeh, was ihr sölled säge,

20 Denn ihr schwätzt de nit ällei, sundern dr Geischt aicha Vater schwätzt durch äich.

21 En Brüeder wird sin Brüeder in Tod schicke und en Vater sis Chind, und Chind werded sich geg ihri Eltere stelle und sie töte loh.

22 Alli mensche werded eu wäg mim name hasse, aber wer bis zum endi usgharrt het, de wird grettet werde.

23 Verfolgt mer eu i de einte Stadt denn flieht in e anderi. Ihr werdet nämlich uf kein Fall mit allne Städt Israels fertig sii bis de Menschensohn chunnt. Das versichere ich eu.

24 En Schüeler staht nöd über sim Lehrer und en Sklave nöd über sim Herr.

25 Es langet wenn de Schüeler wie sin Lehrer wird und de Sklave wie sin Herr. Wänn d Lüüt scho de Huusherr Beelzebub nänned, wie vill meh wird mer dänn die us sim Huushalt so nänne?

26 Het also kei Angst vor ihne! Denn s isch nünt zudeckt, was nöd ufdeckt wird, und nüt gheim was nöd bekannt werde wird.

27 Was ich Eu im Dunkle säge, das git im Hälle wiiter, und was ihr im Flüschterton ghöred, das verkündet vo de Dächer.

28 Het kei Angst vor dene wo zwar de Körper tötet, d Seel aber nöd umbringe chönd, sondern fürchtet eu vor dem wo sowohl Seel als au Körper i de Ghẹnna vernichte chan.

29 Was zahlt mer scho für zwei Spatze? Ei Münze wo chum öppis wärt isch. Trotzdem fallt keine vo ihne uf de Bode, ohni dass eui Vater es wüssed.

30 Und sogar d Hoor uf euem Chopf sind alli zellt.

31 Drum kei Angst: Ihr sind meh wert als en ganze Spatzeschwarm.

32 Jede wo sich vor de Mönsche zu mir bekennt, zu dem wird au ich mich vor mim Vater im Himmel bekenne.

33 Doch wer mich vor de Mönsche verlügnet, de wird au ich vor mim Vater im Himmel verlügnet.

34 Denkt nöd, ich bi cho zum de Erde Friede bringe. Ich bi nöd cho zum Friede bringe, sondern en Schwert.

35 Ich bi cho zum trenne: en Maa vo sim Vater und e Tochter vo ihrere Mueter und e Schwiegertochter vo ihrere Schwiegermueter.

36 Ja, d Find vomene Mensch werded i sim eigene Huus si.

37 Wer sin Vater oder sini Mueter meh liebt als mich, verdients nöd min Jünger zsi - genauso wenig wie öpper wo sin Sohn oder sini Tochter lieber het als mich.

38 Au wer sin Marterpfahl nöd nimmt und mir nachfolgt verdienets nöd min Jünger zsi.

39 Wer sini Seel findet, wird sie verliere, und wer sini Seele minetwäge verlürt, wird sie finde.

40 Wer eu ufnimmt nimmt au mich uuf und wer mich ufnimmt nimmt au de uf wo mich gschickt het.

41 Wer en Prophete ufnimmt, will er en Prophet isch, wird wie en Prophet belohnt, und wer en Grechte ufnimmt, will er en Grechter isch, wird wie en Grechte belohnt.

42 Und wer eim vo dene Chlii eifach nume en Becher chalts Wasser z trinke git will er en Jünger isch, wird sini Belohnig uf kein Fall verlüre. Das versichere ich eu."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 9 vo 28

 

Matthäus 9 vo 28

9:1 Er isch jetzt is Boot gschtiege, isch zu de andere Siite gfahre und isch in sini Stadt gange.

2 Da het mer en Glähmte bracht, wo uf ere Trag gläge isch. Wo Jesus gseh het, was für en Glaube sie gha hend, het er zum Glehmte gseit: "Nur Muet, Chind! Dini Sinde sind vergäh."

3 "Das isch Gottesläschterung!", händ sich einigi Schriftglehrti gseit.

4 Doch Jesus het gwüsst was sie denkt hend und gfragt het: "Warum hend ihr so schlechti Gedanke im Herze?

5 Was isch zum Bispiel liechter säge: 'Dini Sinne sind vergäh', oder: 'Stah uf und gang umenand'?

6 Aber damit ihr wüsset, dass de Menschensohn dezue berechtigt isch, uf de Erde Sünde z vergäh …" Druf het er zu dem Glehmte gseit: "Stah uf, nimm dini Trag und gang hei."

7 Da isch de Maa ufgschtande und hät sich uf de Heiwäg gmacht.

8 Die Lüt wo das beobachtet händ, händ sich gförchtet und verherrlichtet Gott, de Mensche zu so öppisem ermächtigt hät.

9 Wo Jesus es Stück wiitergange isch, isch sis Blick ufen Maa namens gfalle Matthạ̈us wo im Stüürbüro hockt. Er het ihn gforderet: "Folg mer noche!", und so isch Matthạ̈us ufgstande und isch ihm gfolgt.

10 Spöter wo Jesus im Huus gässe het, sind viel Stüürinnähmer und Sünder cho und ässed zäme mit ihm und sini Jinger.

11 Die Pharisäer wo das gseh hei, hei sini Jünger gfragt: "Warum isst eure Lehrer mit Stüreinnehmer und Sünder?"

12 Jesus hät das ghört und gseit: "Nöd d Gsunde bruched en Arzt, sondern d Kranke.

13 Gaht also und denkt mal drüber nach was das bedütet: 'Ich will Barmherzigkeit und nöd Opfer.' Ich bin nämli nöd cho zum Gerecht rüefe, sondern Sünder."

14 Danach sind die Jünger vo Johạnnes cho und händ Jesus gfrögt: "Mir fasten wo Pharisäer fasted, nur dini Jünger nöd. Wieso nöd?"

15 Jesus git zantwort: "Warum söttet d Fründe vom Bräutigam traue, solang de Bräutigam bi ihne isch? Es werded aber Täg cho, da wird ihne de Bräutigam weggno – dänn werdeds faste.

16 Niemer flickt es alts Obergwand mit eme Stück Stoff wo nonig iigloffe isch. De Flicke zieht susch am Gwand und de Riss wird no grösser.

17 Und mer güsst ja au kei neui Wy in alti Wyschlüüchi. Suscht platzeds, de Wy lauft uus und d Wiischlüüch sind unbruuchbar. Neuen Wein füllt man in neue Weinschluch, dann bleibt beides erhalten."

18 Während Jesus grad gredt het isch uf eimal en gwüsse Vorsteher cho, het sich vor ihm verbüte und gseit: "Mini Tochter isch jetzt bestimmt scho tot, aber wenn du chunsch und ihr d Hand ufleisch, wird sie wieder lebe."

19 Da isch Jesus ufgstande und hät ihm mit sine Jünger zäme gfolgt.

20 Plötzlich nöcher het sich vo hinte e Frau, wo sit zwölf Jahr a Bluetige litt, und het d Franse vo sim Obergwand berührt,

21 den sie hät sich immer wieder gseit "Ich bruch nur sis Obergwand azfasse, dänn wird ich gsund."

22 Jesus het sich umdräit, het sie bemerkt und gseit: "Nur Muet, Tochter! Din Glaube het dich gsund gmacht." Im gliiche Moment isch d'Frau gsund gsi.

23 Wo er jetzt is Huus vom Vorsteher cho isch, isch sis Blick uf d Flötespieler und de Tumult gfloge.

24 Da hät Jesus gseit: "Goht weg, denn die chline isch nöd gstorbe, sondern schlaft." Doch sie lachet en nur us. 25 Sobald d'Mengi dusse gsi isch isch, isch er zu de chline ine gange und het ihri Hand gno und sie isch ufgstande.

26 Das hät sich natürli i de ganze Gägend umegsproche.

27 Wo Jesus vo det wiitergange isch, sind ihm zwei Blindi hinedri gloffe und rüefe: "Sohn David, heb Erbarme mit eus!"

28 Nachdem er is Huus gange isch, sind die Blinde zu ihm cho. Jesus het sie gfrögt: "Glaubed ihr, dass ich eu heile chan? "Ja, Herr", händ sie gantwortet.

29 Er het ihri Auge berührt und gseid: "So, wie ihr glaubt hend, sölls werde."

30 Da sind ihri Auge göffnet worde. Jesus weiss sie aber usdrücklich ah: "Gseht zu, dass niemand davon erfahrt!"

31 Doch sobalds dusse gsi sind, händs i de ganze Gegend verzellt was er gmacht hät.

32 Chuum sinds weg gsi, het mer en stumme Maa zu ihm bracht wo vomene Dạ̈mon bsesse gsi isch.

33 Nachdem de Dạ̈mon ustribe worde isch, het de Stumme agfange rede. D'Lüt sind gstunne und hend gseit: "So öppis het mer in Israel ja nonie gseh!"

34 Aber die Pharisäer behauptet: "Der kann die Dämọnen doch nur durch den Herrscher der Dämọnen austreiben."

35 Jesus isch dur alli Städt und Dörfer zoge, het in de Synagoge glehrt, het die gueti Botschaft vom Königrich predigt und het d' Mensche vo allne mögliche Chrankheite und Leide befreit.

36 Won er die Mänsche gsäh het, het er defi Mitgfühl gfunde, denn sie sind wie gschundene und umegstosseni Schoof gsi, wo kei Hirte hän.

37 Da het er zu sine Jünger gseit: "Ja, d Ernte isch gross, aber es git nur wenigi Arbeiter.

38 Bittet drum de Herr vo de Ernte, meh Arbeiter für sini Ernte uszsende."