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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 24 vo 28

 

Matthäus 24 vo 25

24:1 Wo de Jesus grad het welle vom Tempel weggah, sind sini Jünger zu ihm cho zum ihn uf d Tempelbaute ufmerksam mache.

2 Als Reaktion druf het er zu ihne gseit: "Gsehnd ihr das alles? Ich versichere eu: Hie wird kein einzige Stei ufem andere bliibe. Alles wird zerstört."

3 Won er spöter uf em Ölberg hockt, sind die Jünger allei zu ihm cho und händ welle wüsse: "Säg eus: Wenn wird das passiere und a wellem Zeiche wird mer dini Gägewart und de Abschluss vom Weltsystem erkenne?"

4 Jesus antwortet: "Passt auf, dass euch niemmert tüscht!

5 Denn vieli wäre under minem Name ufträte und sage: 'Ich bin de Christus', und sie werde vieli tüüsche.

6 Ihr werdet vo Kriege und Kriegsbrichte lose. Doch gratet nöd in Panik, denn es muess so cho, aber es isch nonig s End.

7 Denn es Volk wird sich gege s andere erhebe und es Landa gege s andere, und in e Gegend nachem andere wirds Lebensmittel¬knappheit und Erdbebe gäh.

8 All das isch de Afang vonere schmerzliche Ziit.

9 Dann wird ma äich grossi Schwiirigkeite mache un äich umbringe, un wägä minem Name wäre äich alli Velka hasse.

10 viel werded den is Stolper cho, und eine wird de ander verrate und hasse.

11 Es werded viel falschi Prophete uftrete und sie werded viel tüsche,

12 und wäg de zuenähmende Gsetzlosigkeit wird d Liebi vo de meiste erkalte.

13 Wer aber bis zum Endi usgharrt het, de wird grettet.

14 Und die gueti Botschaft vom Königrich wird uf de ganze bewohnte Erde bekannt gmacht werde als Zügnis für alli Völker, und denn wird s End cho.

15 Wänn ihr also de abscheulich Verwüeschter, wo de Prophet Daniel gredet hät, amene heilige Ort gseht – de Läser muen guet underscheide chöne –,

16 den sölled die wo in Judạ̈a sind afönd id Berge flieh.

17 Wer uf em Dach isch söll nöd abe is Huus gah zum sini Sache hole,

18 und wer uf em Feld isch, söll nöd zruggkehre und sis Obergewand hole.

19 Wehe de Schwangere und de stilleende Müettere i dene Täg!

20 betet immer wieder drum, dass ihr nöd im Winter oder am Sabbat müend flüüge.

21 Denn chunnt en grossi Drangsal, wies sie vo Afang ah de Welt bis jetzt nöd gäh het und au nie wieder geh wird.

22 Würd die Täg nöd verchürzt, dänn wür kein Mensch grettet werde, aber wäg de Userwählte werded jeni Täg verchürzt.

23 Wänn dänn öpper zu eu seit: 'Gseht! Hie isch de Christus!' oder: 'Det isch er!', glaubs nöd.

24 Denn s wäre falschi Christus un falschi Prophete ufträte, un sie wäre grossi Zeiche un Wunda vollbringe, um wenn möglich sogar d Üserwählte z dische.

25 Denk dra, ich han eu gwarnt!

26 Wenn also öpper zu eu seit: 'Da! Er isch i de Wildnis', de goht nöd ane oder: 'Da! Er isch in den Inneruumen', de glaubets nöd.

27 Denn wie en Blitz, wo im Oste sichtbar wird und bis zum Weste lüchtet, so wird d Gegewart vom Menschensohn si.

28 Wo de Kadaver isch, da werded sich d Adler versammle.

29 Direkt nach de Drangsal vo dene Täg wird sich d'Sunne verfinsterre, de Mond höret uf z'lüchte, d'Sterne gheie vom Himmel und d'Cräfte vom Himmel werded erschütteret.

30 Denn wird s Zeiche vom Menschensohn am Himmel erschiine, und alli Völker vo de Erde werded sich truurig ad Brust schlah, und sie werded de Menschensohn mit Macht und grosse Herrlichkeit uf de Wulche vom Himmel cho.

31 Und er wird sini Engel mit luutem Trompeteschall ussende, und sie werded sini Userwählte vo de vier Himmelsrichtige her versammle – vomene Ändi vom Himmel bis zum andere.

32 Lern folgendi Lektion vom Feigebaum: Sobald sini Zweigi saftig und grüen werded, wüssed Ihr, dass de Summer nooch isch.

33 So erkännet au ihr, wenn ihr all das gsehnd wo er nöch isch, ja vor de Türe staht.

34 Ich versichere eu: Die Generation wird uf kein Fall vergah bis das alles passiert.

35 Himmel und Erde werded vergah, aber mini Wort werded uf kein Fall vergange.

36 Doch de Tag und die Stund kennt niemert, weder d'Engel im Himmel no de Sohn, sondern nur de Vater. 37 So wie d'Zit Noahs gsi isch, so wird d'Gegewart vom Menschensohn sii.

38 Denn in dr Ziit vor dr Sintflut ässä un trinke d Mensche, sie hirote un wäre hirote bis zue däm Dag, an däm Noah in d Arche goht,

39 und sie hend kei Notiz vo allem gno bis d Sintfluet cho isch und sie alli mit sich rissed. So wird au d Gegewart vom Menschensohn sii.

40 Zwei Manne werded uf em Feld sii – de eint wird mitgnoh und de ander zruggloh.

41 Zwei Fraue werded mit de Handmühl mahle – die eint wird mitgno und die ander zrugg gloh.

42 Bliibt also wachsam, will ihr nöd wüssed, a welem Tag euer Herr chunt.

43 Eis isch klar: Wenn de Husbsitzer wüsset, zu wellere Ziit de Dieb chunnt, denn bliebt er wach und loht en nöd bi sich iibräche.

44 Drum: Haltet au ihr eu parat, denn de Menschensohn chunnt zunere Stund, wo ihr nöd demit rächnet.

45 Wer isch in Würklichkeit de treue und verständigi Sklave, wo sin Herr d Verantwortig für sini Husdiener übertreit het, damit er ihne zur richtige Ziit ihri Nahrig git?

46 Glücklich isch dä Sklave, wänn sin Herr chund und gseht, dass er genau das macht!

47 Ich versichere eu: Sin Herr wird ihm d Verantwortig für sin ganze Bsitz überträge.

48 Fäll sich aber vo dene schlechti Sklave jemals sött säge: 'Min Herr verspötet sich',

49 und er afangt die andere Sklave z schlah und mit de Gwohnheits¬trinker z ässe und trinke,

50 wird de herr vo dem sklave a eim tag cho woner s ned erwartet und zunere stund woner ned kennt

51 und ihn üsserst hert bestrafe und ihm sin Platz bi de Hüüchler zwiise. Det wird er brüele und mit de Zähn knirsche.

 

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Matthäus 23 vo 28

 

Matthäus 23 vo 28

23:1 Dänn hät Jesus zu de Menschemengi gseit und zu sine Jünger:

2 "Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben den Platz von Moses ingenommen.

3 Macht drum alles, wo sie eu säge, aber verhaltet eu nöd, we sie mached sälber nöd, was sie sege.

4 Sie packed schweri Laste zäme und leged sie de Mensche uf d Schultere, wännds aber sälber mit keinem Finger bewege.

5 Bi allem wo si mached möchted si vo anderne gseh werde. Drum macheds d'Kapsle mit Schriftstelle, wo sie als Amulett träged, extra grossi und d'Franse a ihrere Chleidig extra lang.

6 Sie wänd de besti Platz bim Znacht und die vordere Sitz i de Synagoge,

7 sie liebeds, uf de Marktplätz bsunders grüesst z werde und dass mer sie Rabbi nennt.

8 Ihr aba, len äich nit Rabbi nenne, denn eina isch aicha Lehrer un ihr sin alli Brüder.

9 Nennt usserdem nemads uf d Erde Vater, denn nur eina isch aicha Vater, der im Himmel.

10 Au lönd eu nit Führer nenne, denn nur eine isch aicha Führer, dr Chrischtus.

11 De grösst under eu söll eui Diener sii.

12 Wer sich selbscht erhöht wird erniedrigt, und wer sich selbscht erniedrigt, wird erhöht.

13 Wehe eu, ihr Schriftgelehrti und Pharisäer! Heuchler! Denn ihr vuschlüüsed d Mensche s Kenigrich vum Himmel. Ihr sälber gaht nöd ine, lönd aber au die nöd ine wo ufem Weg det ane sind.

14 ––

15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Pharisäer! Heuchler! Denn ihr reist über Land und Meer zum en einzige Proselyte zmache und wenn euch das glingt mached ihr ihn zu öpperem wo es dopplet so sehr wie ihr verdient i de Ghẹnna z'ändä.

16 Wehe eu, ihr blinde Führer! Ihr seged: 'Wenn öpper bim Tempel schwört hät das nüt z bedüte, aber wenn er bim Gold vom Tempel schwört, denn isch er a sin Eid bunde.'

17 Ihr Unvernünftige und Blinde! Was isch denn wichtiger: s Gold oder de Tempel wo s Gold heilig gmacht het?

18 Oder ier säit: 'Wenn öpper bim Altar schwört hät das nüt z bedüte, aber wän er bi de Opfergabe druf schwört, dänn isch er a sin Eid bunde.'

19 Ihr Blinde! Was isch denn wichtiger: d Opfergabe oder de Altar wo si heilig macht?

20 Wer also bim Altar schwört, schwört nöd nur bi ihm, sondern au bi allem, wo druf liet.

21 Und wer bim Tempel schwört, schwört nöd nur bi ihm, sondern au bi dem, wo drin wohnt.

22 Und wer bim Himmel schwört, schwört bim Thron Gottes und bi dem wo druf hockt.

23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Pharisäer! Heuchler! Denn ihr gebed es Zehntel vo de Minze und em Dill und em Kümmel, aber das wichtigere im Gsetz vo Moses – Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue – das händ ihr vernachlässigt. S einte isch zwar notwendig gsi, aber s andere hetted ihr nöd dörfe vernachlässige.

24 Blindi Führer! Ihr siebed d Mugge uus, aber s Kamel schlucked ihr abe!

25 Wehe äich, ihr Schriftglehrti un Pharisäer! Heuchla! Denn ihr mached d Bächer un d Schüssel üsserä suuber, aba inne sin sie voll Gier un Masslosigkeit.

26 Du blinder Pharisäer! Mach de Becher und d Schüssel erst mal inne suuber, denn wird au s Üssere suuber.

27 Wehe euch, ihr Schriftglehrte und Pharisäer! Heuchler! Denn ihr sin we weiss agschtrichi Gräba, de zwar vu usse schön erschiene, inne aba voll vu Dotegebäi un allem megliche Unrein sin.

28 Genauso wirkt au ihr vo usse grächt, aber im Innere sind ihr voller Heuchelei und Gsetzlosigkeit.

29 Wehe euch, ihr Schriftglehrte und Pharisäer! Heuchler! Denn ihr bauet Gräber für d Prophete und schmucket d Grabmäler vo de Grechte

30i und seit: 'Hättemer zur Ziit vo eusne Vorfahre glebt, den hettemer eus nöd dra beteiligt das Bluet vo de Prophete z vergesse.'

31 Damit beschuldiget ihr eu sälber, Söhn vo Prophetemörder zsi.

32 Na dänn bringt z'änd, was eui Vorfahre agfange händ.

33 Ihr Schlange, ihr Otternbrut, wie wend ihr de Ghẹnaschtraf entcho?

34 Darum schick ich Prophete, wiissi Manne und öffentlich Lehrer zu eu. Ä baar vu nene den ihr umbringe und am Pfahl ane richte, anderi weret ihr in eune Synagoge uspeitsche und vu Stadt zu Stadt verfolge,

35 sodass Eui d Schuld am vergosse Bluet vo allne Grächt uf de Erde trifft – vom Bluet vom grächte Abel bis zum Bluet vo Barachịas' Sohn Sachạrja, woner zwüsched em Heiligtum und em Altar ermordet hend.

36 Ich versichere eu: Für all das muess die Generation zahle.

37 Jerusalem, Jerusalem, dü umbringsch d Prophete un schteinigsch de Bote, de zue dir gschickt wäre! Wie oft han ich dini Chind wölle zämmebringe, so wie en Henne ihri Chücke under ihrne Flügel zämebringt! Aber ihr händ nöd welle.

38 Eues Huus wird verlah für eu zruggblibe.

39 Denn ich säg eu: Ihr werdet mi vo jetzt a uf kein Fall meh gseh bis ihr seit: 'Gesägnet isch de wo im Name Jehovas chunt!'''

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Matthäus 22 vo 28

 

Matthäus 22 vo 28

22:1 Jesus het wiiter in Bilder mit ihne gredt:

2 "Mit em Königrich vom Himmel isch es wie mit eme König wo für sin Sohn e Hochziitsfiir verastaltet het.

3 Er het sini Sklave beuftragt, d Iiglade zu Hochziitsfiir z rüefe, aber sie hend nöd welle cho.

4 Dänn hät er wiiteri Sklave losgschickt mit em Uuftrag: 'Richtet den Iiglade aus: "S Festessen ist vorbereitet, ich habe meine Stiier und mein Mastvieh schlachte lassen und alles ist fertig. Kommt zur Hochzeitsfeier.""

5 Doch es isch ihne egal gsi und sie sind weg gange - die einte hend nach ihrne Fälder gluegt, die andere hend sich um ihri Gschäft kümmeret.

6 Die Übrige aber händ sini Sklave packt, händs entwürdigend behandlet und bracht.

7 Hässig isch de König sini Truppe entsande, het de Mörder töte lo und ihri Stadt verbrennt.

8 Dänn hät er zu sine Sklave gseit: 'D Hochziitsfiir isch vorbereitet, aber die Iiglade sinds nöd wert gsi.

9 Gaht also uf die Strosse wo us de Stadt usefahred und ladet jede zur Hochziit ii wo eu begegnet.'

10 Da sind d Sklave use uf d Strasse und hend alli zäme gholt, wo sie troffe hend – Bös und Gueti. Drufhin het sich de Feschtsaal mit Gescht gfüllt.

11 Wo de König inecho zum sich d Gäst aaluege, het er en Maa entdeckt wo keis Feschtgwand aagha het.

12 Da het er en gfrögt: 'Fründ, wie bisch du do eigetli ohni Fäschtgwand inecho?' Druf het de Maa nüt gwüsst z antworte.

13 De König bfahl sin Diener: 'Fässled en a Händ und Füess und rüert en use id Dunkelheit. Det wird er brüele und mit de Zähn chnirsche.'

14 Denn es sind viel iiglade, doch wenig userwählt."

15 Danach sind d Pharisäer gange und hend gmeinsam Plän gschmiedet um ihn mit sine eigene Wort in e Fall z locke.

16 Sie händ ihri Jünger zäme mit Parteianhänger vo Herodes zu ihm gschickt. "Lehrer, mir wüssed, dass du wohrheitsliebend bisch und in Wahrheit lehrsch, wie mer nach em Wille Gottes söll läbe", händ sie gseid. "Au isch der d Anerkennig vo anderne nöd wichtig, denn du luegsch nöd uf s Üssere.

17 Säg eus also wie du dänksch: Isches richtig de Cäsar Chopfstüür zahle oder nöd?"

18 Doch will Jesus ihri böse Absicht duregluegt het, het er gantwortet: "Warum stelled ihr mich uf d Prob, ihr Heuchler?

19 Zeigt mer die Münze, womer die Stüür zahlt." Da händs ihm en Dänar bracht. 20 Er hät gfrögt: "Wüsses Bild und Ufschrift isch das?"

21 "Cäsars" hends gantwortet, uf was er gseit het: "Denn gänd de Cäsar zrugg was de Cäsar ghört, und Gott was Gott ghört."

22 Wo sie das ghört händ, sind sie sprachlos gsi. Sie händ ihn in Rueh gloh und sind weggange.

23 Am gliche Tag sind die Sadduzạ̈er cho wo ja behaupted es gäb kei Uferstehig. Sie händ en gfrögt: 

24 "Lehrer, Moses hat gesagt: 'Wenn ein Maa stirbt, ohne Kinder zu haben, soll sein Brüder die Witwe hürate, um ihm nachkommen zu sichern.'

25 Det hets eimal siebe Brüedere gä. De ersti hürote und isch dänn gstorbe, und will er kei Nachkomme gha hät, hät er d Frau sim Brüeder hinderlah.

26 Em zweite isch es genauso gange, denn em dritte und so wiiter bis alli siebe tot gsi sind.

27 Als Letzti vo allne isch au d Frau gstorbe.

28 Wem vo de sibe wird d Frau also bi de Uferstehig ghöre? Sie sind ja alli mit ihre verhürotet gsi."

29 Jesus het zur Antwort geh: "Ihr irrt eu, denn ihr kennet weder d Schrifte no d Macht Gottes.

30 Wänns uferstönd, hürate Männer nöd und Fraue werded nöd verhürotet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.

31 Was nun die Auferstehung der Toten betrifft: Hän ihr nit gläse, was Gott zu äich gsait het:

32 'Ich bin de Gott Abrahams und de Gott Isaaks und de Gott Jakobs'? Er isch nöd de Gott vu de Dote, sondern de Lebende.'

33 Nachdem die Lüt das ghört händ, sinds vo dem woner glehrt het, tüüf beidruckt.

34 Wo d Pharisäer ghört händ, dass er die Sadduzạ̈er zum Schweige bracht hät, händ sie sich zunere Gruppe gmacht.

35 Eine vo dene, en Gsetzestexperte, het Jesus uf d Prob wele stelle und gfrögt:

36 "Lehrer, welles isch s wichtigste Gebot im Gsetz?"

37 Er het antwortet: "'Liebi Jehova, diin Gott, mit dim ganze Herze, diner ganze Seel und dim ganze Denke.'

38 Das isch s wichtigste und erste Gebot. 39 Die zweite ist ihm ähnlich und lutet: 'Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst.'

40 Diä zwei Gebot sind d Grundlag für das ganze Gsetz und d Prophete."

41 Jesus het jetzt die versammlete Pharisäer gfrögt:

42 "Was denket ihr über den Christus? Wessener Sohn ist er?" Sie antwortet: "Der Sohn David."

43 Da het er wiiter gfrögt: "Wie chunds dänn, dass de David ihn unter Inspiration Herr nännt, wenn er seit:

44 'Jehova het zu mim Herrn gseit: "Setz dich a minere rächte Siite, bis ich dir dini Feind unter d Füess lege"'?

45 Wänn David ihn Herr nennt, wieso isch er dänn si Sohn?"

46 Da hät ihm niemert meh es Wort chöne entgäge, und vo det a hät sich niemert meh chöne ihm Frage stelle.

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Matthäus 21 vo 28

 

Matthäus 21 vo 28

21:1 Als sie sich Jerusalem nöcher hend und Bethphạge ufem Ölberg erreicht hend, het Jesus zwei Jünger los gschickt

2 mit em Uftrag: "Gaht i das Dorf, wo mer vo da us gseht, und ihr werded sofort e agebundeni Eselin mit ihrem Junge finde. Bindet die beide Tier los und bringt sie zu mir.

3 Wänn öpper fragt, seit eifach: 'Der Herr brucht sie.' Er wird sie dänn uf de Stell mit eu gah lah."

4 Das isch i Würklichkeit gscheh, damit sich erfüllt het, was dur de Prophete akündet worde isch:

5 "Seit der Tochter Zion: 'Sieh nur! Din Chünig chunt zu dir – er het es milds Wesend und ritet uf eme Esel, ja uf eme junge Esel, em Bueb vomene Lastiers.'"

6 Also sind die Jünger losgange und hends so gmacht wie de Jesus ihne ufgit het.

7 Sie händ d Eselin und ihrer Junge gholt, händ ihri Obergewänder uf sie gleit, und er hät sich druf gsetzt.

8 Die meischte Lüüt us de Mängi händ iri Obergewänder uf de Stross usbrocht, anderi händ Zweig vo de Bäum ab gschnitte und händs uf de Stross us breitet.

9 Die Mensche vor ihm und hinder ihm rüefet immer wieder: "Bitte rettet den Sohn Davids! Gsägnet isch dä wo im Name Jehovas chunt! Bitte rett en, du wo dobe bisch i de höchi!"

10 Wo Jesus in Jerusalem iizogt isch, isch die ganz Stadt in Ufregig gsi und all hend gfröget: "Wer isch das?"

11 Die Menschemengi wo ihn begleitet het, het immer wieder gseit: "Das isch de Prophet Jesus us Nạzareth in Galilạ̈a!"

12 Jesus isch in Tempel gange und het vo det alli Händler und Chäufer vertriebe und isch de Tisch vo de Gäldwächsler und d Bänkli vo de Taubeverchäufer umgstiege.

13 Er het zu ihne gseid: "In den Schriften steht: 'Mis Huus wird Gebetshuus gnennt werden', aber ihr machets zunere Räuberhöhli."

14 Im Tempel sind au Blindi und Lahmi zu ihm cho und er het sie gheilt.

15 Wo d Oberpriester und d Schriftglehrte gseh händ, was er alles Erstunlichs gmacht hät und wie die Junge im Tempel gheied händ: "Bitte rettet den Sohn Davids!", sind sie ärgerlich worde

16 und fröged ihn: "Hörsch du was die seged?" Jesus het gantwortet: "Ja. Hend ihr denn nanie glese: 'Us em muul vo chind und säuglinge lönd ihr lobpriis cho"?

17 Und so isch er vo ihne wäg us de Stadt use gange und het d Nacht in Bethạnie verbrocht.

18 Woner dänn früehmorgens uf em Weg zrugg id Stadt gsi isch hät er Hunger übercho.

19 Näbed de Stross het er en Fiegebaum entdeckt und isch ane gange, het aber nüt als Blätter dra gfunde. Do het er zum Baum gseit: "Du sollst nie wieder Frücht tragen." Im gliiche Augeblick het de Fieigebaum vertrocknet.

20 Die Jünger händ das gseh und händ erstuunt gfröget: "Wie het de Fiigebaum so plötzlich chönne vertroche?"

21 Jesus git zantwort: "Ich versichere eu: Wenn ihr Glaube hend und nöd zwiiflet, werded ihr nöd nur das mache, was ich mit em Feigebaum gmacht han, sondern wän ihr zu dem Berg säged: 'Heb dich ind Höchi und stürz is Meer', dänn wird sälber das passiere.

22 Alles, worum ihr voller Glaube bätet, werdet ihr becho."

23 Wo er i de Tempel gange isch und det glehrt het, sind d Oberpriester und d Ältiste vom Volk zu ihm cho und hend welle wüsse: "Mit welem Rächt duesch das alles? Wer het dich dezue berechtigt?"

24 Jesus het zur Antwort geh: "Ich han au e Frag an eu. Wenn ihr sie beantwortet, säg i eu, mit welchem Rächt ich das alles tue:

25 Woher stammt die Taufi wo Johạnnes duregfüehrt het? Vom Himmel oder vo Mensche?"Do hends mitenand überleit:"Wenn mer säge: 'Vom Himmel', wird er eus frage: 'Warum händ ihr ihm denn nöd glaubt?'

26 Und wemmer säged: 'Vo Mensche' hemmer die Lüt geg eus, denn hebed alli Johạnnes für en Prophete.'

27 Deshalb hän sie Jesus gantwortet: "Wir wissen es nicht", woruf er er erwidert het: "Dänn sag i eu au nit, mit welchem Rächt ich das alles machä.

28 Was dänked ihr? En Maa het zwei Söhn kha. Er isch zum erschte gange und het gseit: 'Chind, gang hüt im Wiiberg go schaffe.'

29 'Ich gang nöd', het de eint gantwortet, aber de het's ihm leid gha und er isch doch gange.

30 em zweite Sohn het er de glich Uftrag geh und er antwortet: 'I gang, Herr', isch de aber doch nöd gange.

31 Welle vo de beide het doh, was sin Vater het wölle?"Der erste" hends gantwortet, uf dem Jesus gseit het: "Ich versichere eu: Die Stüreinnehmer und die Prostituierte chömmed eher in Gottes Königrich als ihr.

32 Denn Johạnes isch cho und het eu de Wäg vo de Grechtigkeit zeigt, aber ihr hend em nöd glaubt. Die Stüreinnehmer und die Prostituierte degege hend ihm glaubt. Nöd emol wo ihr das gseh händ, hät's eu leidet, so dass ihr ihm glaubt hättet.

33 Höred eui jetzt no en Vergliich aa: Ä Maa hät Land bsesse und hät en Wybärg pflanzt. Er hät en Aaun drum zoge, hät en Wychelter aagleit und hät en Turm baut. Dänn hät er de Wybärg a Wybuure verpackt und isch wiit wägg.

34 Wo d'Zit vo de Wylese isch cho, het er si Sklave zu de Wybuure gschickt, zum siin Aateil a de Ernte abhole z'loh.

35 Doch d Wybuure händ d Sklave packt – de eint händ sie verprüglet, de ander händ sie umbracht, de nöchscht bewarfeds mit Stei.

36 Druf het er anderi Sklave ane gschickt, und zwar meh als bim erste Mal, aber mit ihne hendses genauso gmacht.

37 Schliesslich het er si Sohn zu ihne gschickt. Er het gmeint: 'Vor min Sohn werdets ja wohl Respekt ha.'

38 Wo d Wiibuure de Sohn gseh händ, händ si zunenand gsäit: 'Das isch de Erbe. Chunt, mir bringed en um und nämed eus sis Erbe.'

39 Sie händ en packt, sie händ en us em Wybärg gworfe und händ en umbracht.

40 Was wird de Wybergbsitzer wohl mit de Wybuure mache wenn er chunnt?"

41 Si händ antwortet: "Wil si bös sind, wird er ihne es böses End bereite. Und de Wybärg wird er a anderi Wybuure verpachte, won em de Ertrag abliferet, wänn s Ziit defür isch."

42 Jesus het wiiter gseit: "Hend ihr nie i de Schrifte gläse: 'Der Stei, wo die Baulüt verworfe händ, dä isch zum Haupteckstei worde. Das hät Jehova bewirkt und es isch grossartig i oisne Auge'?

43 Drum sägi eu: Gottes Königrich wird eu weggnoh und eme Volk geh werde, wo dem sini Frücht hervorbringt.

44 Wer uf dene Stei fallt, wird zerschmetteret. Und uf wen dere Stei fallt, de zermal er."

45 Wo de Oberpriester und d Pharisäer sini Vergliich ghöret händ, händs gmerkt, dass er vo ihne gredet hät.

46 Am liebste hetteds ihn festgnoh, aber sie hend sich vor de Menschemengi gfürchtet will d lüt ihn für en prophete ghalte hend.