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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 28 vo 28

 

Matthäus 28 vo 28

28:1 Nachem Sabbat am erste Tag vo de Wuche sind d Maria Magdalẹne cho und die ander Maria ide Morgedämmerig zum nachem Grab gseh.

2 S het es grosses Erdbebe geh, denn Jehovas Engel isch vom Himmel cho, het de Stei weggwälzt und isch jetzt druf ghockt.

3 Er het wie en Blitz glüchtet und sini Chleidig isch so wiis wie Schnee gsi.

4 Us luuter Angst vor ihm zittered d Wachsoldate und sind wie versteinert gsi.

5 De Engel het zu de Fraue gseit: "Habt kei Angst! Ich weiss, ihr sueched Jesus, wo am Pfahl anegrichtet worde isch.

6 Er isch nöd da, denn er isch ufgweckt worde, so wie ers gseit het. Chömed her und gsehnd eu d'Stell aa, wo er gläge het.

7 Lauft dänn schnäll zu sine Jünger und seged ihne: 'Er isch vo de Tote uferweckt worde und gaht eu nach Galilạ̈a vorus. Det werdet ihr en gseh."Hiermit han ich's eu gseit."

8 Mit ere Mischig us Angst und grosse Fröid verlüüred sie s Grab und ränned los, um sin Jinger alles z verzelle.

9 Plötzlich isch Jesus ihne entgägecho und het gsait: "Sie grüesset!" Do sind sie nöcher cho, hän en an d Fess fescht ghalte und erwiese ihm ihri Ehrerbietig.

10 jesus hät sie beruhigt: "Habt keine Angst! Gaht und verzellt alles mine Brüedere damit sie nach Galilạ̈a gönd und mich det treffe."

11 Während sie ufem Wäg gsi sind sind einigi Wachsoldate i d'Stadt gange und hend de Oberpriester alles brichtet, was passiert isch.

12 Nachdem sich d Oberpriester mit de Ältiste berate hend, hends de Soldate en beachtlichi Mengi Silberstück geh

13 mit de Wort: "Seit: 'Nachts wo mer gschlafe händ sind sini Jünger choo und händ en gstohle."

14 Wenn das am Statthalter z Ohre chunnt, erchläremer ihm alles. Ihr bruchet eui kei Sorge z mache."

15 Sie hän d Silberstück gno und hän d Aawiisig befolgt. So isch die Gschicht under de Jude in Umlauf brocht worde und het sich bis hüt ghalte.

16 Die elf Jünger degege sind nach Galilạ̈a zum Berg, wo Jesus es Träffe mit ihne verabredet het.

17 Als sie ihn gsäh hän, hän sie sich verbüüge, ä paar aba hän Zwiifel gha.

18 Jesus isch uf sie zue gange und het gsait: "Mir isch im Himmel und uf de Erde alli Macht gä wore.

19 Drum goht un macht Mänsche üs alle Velka zue mine Jinger, tauft sie im Name vum Vater un vum Bueb un vum heilige Geischt,

20 und lehrt sie sich a alles z halte wo ich eu uftrete han. Und denkt dra: Ich bin die ganz Ziit über bi eu bis zum Abschluss vom Weltystem."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Matthäus 27 vo 28

 

Matthäus 27 vo 28

27:1 Als es Morge worde isch, bietet sich alli Oberpriester und die Ältiste vom Volk mitenand um de Jesus inerichte z'loh.

2 Mer het en gfesselt abegfüehrt und en am Statthalter Pilạtus übergäh.

3 Wo siin Verräter Judas dänn gseh hät, dass Jesus verurteilt worde isch, hät er Gwüssensbiss übercho und hät die 30 Silberstück de Oberpriester und Ältiste zrugg bracht.

4 Er het gseit: "Ich habe gesündigt, als ich ein Unschuldigen verrot." Doch sie hend nur gmeint: "Was geht uns das an? Das isch dis Problem!"

5 Da isch er d Silberstück in Tempel gworfe, isch wäggange und het sich erhängt.

6 Die Oberpriester händ d Silberstöck gnoh und gseid: "Es isch nöd erlaubt das in Tempelschatz z tue, will Bluet dra chläbt." 7 Nachdem sie sich mitenand berate händ, händs mitem Geld s Töpferfeld als Grabstätte für Fremdi kauft.

8 Daher wird das Feld bis hüt "Bluetfeld" gnennt.

9 Damals erfüllt sich, was durch de Prophet Jeremia akündigt worde war: "Sie hend die 30 Silberstück gnoh, de festgsetzti Priis für de Maa für de einigi Söhn Israels en Priis bestimmt hend.

10 Und si händ demit s Töpferfeld kauft, so wie de Jehova s mer uftreit hät."

11 Jesus isch jetzt vor dem Statthalter gstande und isch vo ihm gfrögt worde: "Bisch du de Kenig vo de Jude?" "Du hesch es selber gseit", het Jesus gantwortet.

12 Wo er degäge vo de Oberpriester und Älteschte aaklagt worde isch, schwieg er.

13 Da het en Pilạtus gfrögt: "Hörsch nöd, was sie alles gege dich ussäge?" 14 Doch er het keis einzigs Wort dezue gseit, was de Statthalter sehr wunderet het.

15 Bim Fäscht isch es amel Bruch gsi, dass de Statthalter en Gfangene freilie het, wo sich s Volk het dörfe uswähle.

16 Damals hets en berüchtigte Gfangene geh, de Bạrabbbas gheisse het.

17 Pilạtus het zu de versammlete Mängi gseit: "Wen soll ich freilassen: Bạrabbbas oder Jesus, de sogenannte Christus?"

18 Pilạtus isch nämli klar gsi, dass mer ihn us Neid usgliferet gha het.

19 Während er uf em Richterstuehl gsässe het, het em sini Frau usrichte lo: "Du dem Grechte nüt, denn siinetwäge han ich hüt en schreckliche Traum gha."

20 Doch die Oberpriester und die Ältiste händ die Menge dezue bracht zum Bạrabbbas z bitte und Jesus hirichte loh.m

21 Als Reaktion druf het de Statthalter gfröget: "Wen von den beiden soll ich freilassen?" Sie rüfen: "Bạrabbbas!"

22 "Und was söll ich mit Jesus, dem sogenannte Christus, mache?", het de Pilạtus welle wüsse, wo alli rüefed: "An den Pfahl mit ihm!"

23 Er het gfrögt: "Warum? Was für es Verbreche het er denn agfange?" Doch sie hei nume lüter gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

24 Wo de Pilạtus het gseh, dass er so nöd wieter worde isch, sondern dass sich en Tumult abahnet het, het er Wasser gnoh, sich vor de Mängi d Händ gwäsche und gseit het: "Ich bin unschuldig am Bluet vo dem Mannesa. Das müessted ihr verantworte."

25 Druf erwideret alli: "Sie Bluet söll über eus und eusi Chind cho!"

26 Dänn hät er Bạrabbbas frei lah und hät de Befehl gäh, Jesus uszpeitscheq und zur Hyrichtig am Pfahl abzfüehre.

27 Die Soldate vom Statthalter händ Jesus zum Prätorium bracht und händ die ganz Truppeeinheit um ihn versammlet.

28 Sie hend en uszoge, hend ihm en scharlachrote Mantel um ghängt,

29 hend e Dornenkrone gflochte, hends ihm ufe Chopf ghocket und ihm es Schilfrohr i die rechti Hand gä. Dann kniet sie sich vor rem ane un schpotte: "Sig gresst, dü Kenig vu d Jude!

30 Sie händ en aagspuckt, händ s Schilfrohr gno und ihm demit uf de Chopf gschlage.

31 Nochdem sie sich über ihn lustig gmacht händ, händ sie ihm de Mantel abgnoo, händ ihm sini Obergewänder wieder aaglooge und händ en abfüehrt, zum en a de Pfahl z nutze.

32 Underwägs het ine en Maa us Kyrẹne begegnet, wo Sịmon gheisse het. Er isch vo ihne zwangs¬verpflichtet worde, de Marterpfahl z träge.

33 An einer Stell namens Gọlgotha (das heisst Schädelstätte) aacho,

34 händs de Jesus mit Galle vermischtete Wii gäh, doch nachdem ers probiert hät, hät er en nöd wele trinke.

35 Wo sie en a de Pfahl gnaglet händ, händ sie Los gworfe und händ sini Obergwänder verteilt,

36 und sie hend sich ane gsetzt und bewachet.

37 Au händs über sim Chopf es Schildli bracht wo de Aaklaggrund gstande isch: "Das isch Jesus, de Kenig vo de Jude."

38 Dänn sind na zwei Räuber näb ihm a de Pfahl bracht worde, einä rächts und einä links vo ihm.

39 Die Lüt wo verbiiget händ abfällig über Jesus gredt händ, händ de Chopf gschüttlet

40 und hend gseid: "Du hesch doch welle de Tempel abriisse und in drü Tag wieder ufbaue, rett dich selber! Wenn du en Sohn Gottes bisch, chum vom Marterpfahl abe!"

41 Genauso hend sich die Oberpriester, Schriftgelehrte und Ältiste über ihn lustig gmacht und hend gseit:

42 "Anderi het er grettet aber sich selber chan er nöd rette! Er isch de Kenig vo Israel. Denn söll er doch jetzt vom Marterpfahl abecho und mir glaubed a ihn.

43 Er hat auf Gott vertraut, dann soll der ihn auch befreien, wenn ihm etwas an ihm liegt. Denn er hat ja behauptet: ‚Ich bin Gottes Sohn.‘“

44 Genauso beleidigten ihn auch die Räuber, die neben ihm am Pfahl hingen.

45 Um die 6. Stunde brach über das ganze Landa eine Finsternis herein, die bis zur 9. Stunde anhielt.

46 Um die 9. Stunde rief Jesus laut: „Ẹli, Ẹli, lamá sabachtháni?“, das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

47 Einige, die dort standen und das hörten, sagten: „Er ruft Elịa.“

48 Einer rannte sofort los, nahm einen Schwamm, tauchte ihn in sauren Wein, steckte ihn an ein Schilfrohr und hielt ihn Jesus zum Trinken hin.

49 Doch die anderen sagten: „Lass! Wir wollen sehen, ob Elịa kommt und ihn rettet.“

50 Jesus schrie noch einmal auf und hauchte seinen Geist aus.

51 Plötzlich wurde der Vorhang des Heiligtums von oben bis unten entzweigerissen, die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.

52 Die Gräber öffneten sich und viele Leichen von Heiligen wurden aufgerichtet

53 und viele sahen sie. (Nachdem er auferweckt worden war, gingen Leute, die von den Gräbern kamen, in die heilige Stadt.)

54 Doch als der Offizier und die anderen, die Jesus bewachten, das Erdbeben und das ganze Geschehen beobachteten, bekamen sie große Angst und sagten: „Er war wirklich Gottes Sohn.“

55 Viele Frauen, die Jesus von Galilạ̈a bis hierher begleitet und für ihn gesorgt hatten, sahen von Weitem zu.

56 Zu ihnen gehörten Maria Magdalẹne und Maria, die Mutter von Jakobus und Jọses, und die Mutter der Söhne von Zebedạ̈us.

57 Da es inzwischen später Nachmittag war, kam Joseph, ein reicher Mann aus Arimathịa, der ebenfalls ein Jünger von Jesus geworden war,

58 und er ging zu Pilạtus und bat ihn um den Leichnam von Jesus. Pilạtus ordnete an, ihm den Leichnam zu übergeben.

59 Joseph nahm ihn, wickelte ihn in reines, feines Leinen

60 und legte ihn in sein neues Grab, das er in den Felsen gehauen hatte. Nachdem er einen großen Stein vor den Grabeingang gewälzt hatte, ging er weg.

61 Maria Magdalẹne und die andere Maria aber blieben dort vor dem Grab sitzen.

62 Am nächsten Tag, nach dem Vorbereitungstag, versammelten sich die Oberpriester und die Pharisäer vor Pilạtus

63 und sagten: „Herr, wir erinnern uns, dass dieser Betrüger, als er noch lebte, gesagt hat: ‚Nach drei Tagen werde ich auferweckt.‘

64 Ordne deshalb an, das Grab bis zum dritten Tag zu sichern, damit seine Jünger nicht kommen und ihn stehlen und dann zu den Leuten sagen: ‚Er ist von den Toten auferweckt worden!‘ Dieser letzte Betrug wäre noch schlimmer als der vorherige.“

65 Pilạtus sagte zu ihnen: „Ich stelle euch Wachsoldaten zur Verfügung. Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt.“

66 Da gingen sie los und sicherten das Grab, indem sie den Stein versiegelten und eine Wache aufstellten.

 

 

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Matthäus 26 vo 28

 

Matthäus 26 vo 28

26:1 Wo Jesus z End gredt het, het er zu sine Jünger gseit:

2 "Ihr wüssed: In zwei Täg isch s'Passaha und de Menschensohn wird usgliferet zum am Pfahl anegrichtet werde."

3 Zu dere Ziit hend sich d'Oberpriester und die Ältiste vom Volk im Hof vom Hohe Priester Kaiphas versammlet

4 und händ gmeinsam Plän gschmiedet, wie sie Jesus dur e Lischt chönted festnäh, zum ihn umbringe.

5 Sie händ jedoch gseit: "Nöd bim Fäscht, suscht chunnts zu Unrueh underem Volk."

6 Als Jesus in Bethạnie im Huus vo Sịmon, em Uussätzige, isch gsi,

7 isch e Frau zu ihm cho, wo es Alabastergfäss mit Chostbarem duftende Öl debii gha het. Während em Ässe het sie aagfange, em s Öl über de Chopf z güsse.

8 Wo die Jünger das gseh händ, händs ärgerlich gmeint: "Was für e Verschwändig!

9 Das Öl het mer tür verchaufe und das Geld de Arme chöne geh."

10 jesus hät das gmerkt und gseit: "Warum mached ihr s Frau s Lebe schwer? Sie hät öppis Guets für mich ta.

11 Die Arme hend ihr ja immer bi eu, aber mich werdet ihr ned immer ha.

12 Wo sie das duftende Öl über mich gossä hät, hät sie min Körper für mis Begräbnis bereitet.

13 Ich versichere eu: Wo immer uf de ganze Wält die gueti Botschaft bekannt gmacht wird, da wird mer au das wo die Frau ta het zur Erinnerig an sie verzelle."

14 Denn isch eine vo de Zwölf gange - er het Judas Iskạriot gheisse zu de Oberpriester

15i und gseit: "Was gänd ihr mir, wenn ich ihn a eu verrat?" Sie veriihbare mit ihm 30 Silberstück.

16 Vo da aa hät er nach ere günstige Glägeheit gsuecht, ihn z verrate.

17 Am erste Tag vo de ungsäuerte Brot sind die Jünger zu Jesus gange und hend gfrögt: "Wo söllemer das Passahmahl für dich vorbereite?"

18 Er het antwortet: "Goht in die Stadt zu dem und dem und richtet ihm us: De Lehrer seit: 'Mini Ziit isch cho. Ich wird bi dir dehei mit mine Jünger s'Passah fiire.'" 19 D'Jünger händs eso gmacht, wie Jesus gseit hät, und händ Vorbereitige für s'Passah treit.

20 Wo s Obe worde isch, isch er mit de zwölf Jünger z Tisch gläge. 21 Bim Ässe het er gseit: "Ich versichere eu: Eine vo eu wird mich verrate."

22 Tüüf betroffe het jede einzelni vo ihne gfrögt: "Herr, ich bin's aber nöd, oder?"

23 Er hät zur Antwort geh: "Der sini Hand mit mir id Schüssle taucht, de wird mi verratä.

24 Es stimmt, de Menschensohn gaht weg, so wies i de Schrifte über ihn staht, aber weht dem wo de Menschensohn verratet! Für die Mensche wärs besser, er wär nie gebore worde."

25 Judas, wo churz vorher gsi isch, ihn z verrate, gfragt het: "Rabbi, ich bin's aber nöd, oder?" Jesus erwideret: "Du hesch es selber gseit".

26 Während sie witergäh händ, hät Jesus es Brot gno, und nachdem er es Gebet gredt hät, bricht er's, git's de Jinger un sait: "Nähme und esst. Es stoht für mi Körper."

27 Au het er en Bächer gno, het es Dankgebet gredt, het en wiiter gä und gseit: "Trinkt alli drus,

28 den das staht für mis 'Bluet vom Bundes' wo für vieli vergosse wird um Sünde z'vergäh.

29 Doch ich säge euch: Vo jetz aa wird ich uf kein Fall meh vo däm Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu dem Tag woni im Königrich vo mim Vater neue Wy mit öich trinke.“

30 Nach Lobgsäng sinds schlüsslich usegange zum Ölberg.

31 Jesus het dänn zue nene gseit: "I dere Nacht werded ihr alli minetwäge is Stolper cho, denn i de Schrifte staht: 'Ich wird de Hirte aagriffe und d Schoof vo de Herde werded usenandlaufe.‘

32 Aber nachdem ich uferweckt worde bin wird ich eu nach Galilạ̈a vorusgah."

33 Petrus het erwideret: "Wenn au alli andere dinetwäge is Stolper chömmed - ich wird niemals is Stolper cho!"

34 Jesus het zue ihm gseit: "Ich versichere dir: I dere Nacht wirsch mi, bevor en Hahn kräht, drü Mal verlügnet."

35 Petrus entgägnet: "Ich wird dich niemals verlügnet, selbst wenn ich mit dir sterbe muess." Same händ au alli andere Jünger gseit.

36 Denn isch Jesus mit sine Jünger zur Stell cho, wo mer Gethsẹmanne nennt, und gseit: "Setzed eu da ane. Ich gang es Stück wiiter und bätte."

37 Petrus und die beide Söhn vo Zebedạ̈us het er mit gno. Uf emol truurigkeit und e starchi inneri Unrueh überfloge.

38 De het er zu ihne gseit: "Ich bin zu Tod betrüebt. Wartet da ane und wachet mit mir."

39 Er isch es paar Schritt witer gange, het sich ufe Bode gheisse und betet: "Min Vater, wenns möglich isch, lass dä Bächer a mir vorübergah. Aber nöd wie ich will, sondern wie du willsch."

40 Wo er zu de Jünger zruggcho isch, het er gseh, dass si gschlofe het. Do het er zum Petrus gseit: "Chönned ihr nöd wenigstens e einzigi Stund mit mir wach bliibe?

41 Bliibt wachsam und höret nöd uf zbätte damit ihr nöd in Versuchig gratet. De Geist isch zwar voller Eifer, aber de Körper isch schwach."

42 Da ischer es zweits mal weggange und bätte: "Min Vater, wenns nöd möglich isch, dass dä Bächer vorübergaht, ohni das ich ihn trinke, dänn söll dis Wille gah."

43 Woner zrugg cho isch, händ die Jünger wieder gschlafe, will d'Auge sind ihne zuegfalle.

44 Da ischer wieder weggange und betet zum dritte mal s gliche bätte.

45 Denn isch er zu de Jünger zrugg cho und het gseit: "Wie chönd ihr nur zu sonere Ziit schlafe und eu usruehe! D Stund isch cho, dass de Menschensohn Sünder usgliferet wird.

46 Staht uf, lönd eus go! Gseht nur! Min Verräter isch scho ganz nah."

47 Während er no schwätzt, isch uf einisch Judas, eine vo de Zwölf, mit eme grosse Truppe Manne, wo mit Schwerter und Knüppel bewaffnet gsi sind. D Oberprieschter und Älteschte vom Volk hends gschickt gha.

48 Sini Verräter het mit ihne es Zeiche usegmacht: "Es isch de wo ich küsse. De nimmt fescht."

49 Mit de Wort: "Ich grüsse dich, Rabbi!", isch er direkt uf Jesus zue gange und het en sanft küsst.

50 Jesus het en gfrögt: "Was machsch du hier, Fründ?" Do sind d'Männer cho, händ Jesus packt und händ en feschtgnoo.

51 Plötzlich griff eine vo dene wo bi Jesus gsi sind nach sim Schwert hets zoge und het em Sklave vom Hohe Priester s Ohr abgschlosse.

52 Doch Jesus het gseit: "Steck din Schwert wieder weg, denn alli wo zum Schwert griffe werded durch s Schwert umkumme.

53 Oder denksch ich chönnt min Vater nöd bitte, mir auwäg meh als zwölf Legiọnen Engel zschicke?

 54 Aber wie sölled sich dänn d Ussage vo de Schrifte erfülle nach dene s so cho muess?"

55 Gliich druf het Jesus zu de Männer gseit: "Bin ich en Verbrecher, dass ihr mit Schwerter und Chnüppel chund zum mich fescht neh? Ich han jede Tag im Tempel ghocket und glehrt, doch da hend ihr mich nöd verhaftet. 56 Aber das isch alles so cho, damit sich erfüllt was i de Schrifte vo de Prophete staht." Dänn händ en d Jünger im Stich gloh und floh.

57 Die Manne wo Jesus feschtgno hend, händ en zum Hohe Priester Kaiphas brocht, wo d Schrift¬glehrti und die Ältiste versammlet gsi sind.

58 Petrus het ihm in sichere Abstand bis zum Hof vom Hohenpriester gfolgt. Er isch inne gange und het sich zu de Husdiener ghetzt zum gseh wie die Sach würd usgah.

59 Die Oberpriester und de ganz Sanhedrịn händ sich jetzt um falschi Züügnussage gäge Jesus bemüht damit mer en chönt umbringe.

60 Doch obwohl viel falschi Züg ufträtte, het mer nüt gege ihn i de Hand gha. Schliesslich sind zwei Ziige vorcho, 61 wo gseit hend: "Dä Mann hat behauptet: 'Ich kann den Tempel Gottes abreissen und in dräi Tagen wieder aufbauen.'"

62 Da isch de Hohe Priester uufgstande und gfröget hät: "Häsch kei Antwort vorzbringe? Was säged die Manne da geg dich us?"

63 Jesus aba schwieg, dass de Hohe Prieschter gsait het: "Ich nimm dich bi däm lebändige Gott under Eid! Sag uns: Bisch dü dr Chrischtus, dr Bueb Gottes?"

64 "Du hesch es selber gseit", het Jesus gantwortet. "Doch i säg eui: Vo jetz a werded ier de Mänschensohn a de rechte Siite vo de Macht hocke und uf de Wulche vom Himmel chöme."

65 Da zerrisst de Hohe Priester sini Obergewänder und het gheisse: "Gotteslästerig! Wozue bruche mer no Züüge? Ihr hend d Gottesläschterig doch selber ghört!

66 Was säged ihr dezue?" Sie erwideret: "Er hat den Tod verdient."

67 Drufabe händs ihm is Gsicht gspuckt und ihn mit Füst gschlage. Anderi händ en ohrfiggt

68 und spottete: "Prophezeie, Chrischtus! Wer het dich gschlage?"

69 Während em Petrus usse im Hof gsässe isch es Dienstmeitli cho und het gseit: "Du bisch doch au mit Jesus us Galilạ̈a zäme gsi!"

70 Doch er strittts vor allne Lüüt ab: "Ich weiss nöd vo wo du redsch."

71 Won er i d Torhalle usegange isch, het en es anders Meitli bemerkt und zu de Umstehende gseit: "De Maa isch mit Jesus, em Nazarẹner, zäme."

72 Wieder stritt er's ab. Er schwor: "Ich kenne diesen Mann nicht!"

73 Churz druffa sind d'Umstehende nöcher cho und händ zum Petrus gseit: "Du bisch bestimmt au eine vo dene! Din Dialekt verratet dich."

74 Da isch er en Fluech uusgstiege und schwor: "Ich kenn den Maa nöd!" Im gliiche Momänt hät en Hahn kräht.

75 Petrus het sich a das erinneret wo Jesus gseit het: "Bevor ein Hahn kräht wirsch du mich drü Mal verlügnet." Er isch use gange und het bitterlich grännt.

 

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Matthäus 25 vo 28

 

Matthäus 25 vo 28

25:1 Mit em Königrich vom Himmel isches den wie mit zäh Jungfraue wo ihri Lampe gnoh hend und usegange sind, em Brüütigam entgege.

2 Füfli vo ihne sind unvernünftig gsi und füf sind umsichtig gsi.

3 Die unvernünftige händ nämlich nur ihri Lampe mitgnoh, aber kei Öl zum Nahfülle,

4 wo umsichtige drgäge händ usser irne Lampe no Ölfläsche mitgnoh.

5 Doch da de Bräutigam uf sich het lo warte, sind sie alli müed worde und gschlafe ii.

6 Mitts i de Nacht hät mer uf eimal de Ruef ghört: 'Der Bräutigam isch da! Gönd use, ihm entgege!'

7 Da sind alli Jungfraue ufgschtande und händ ihri Lampe in Ordnig bracht.

 8 Die unvernünftige händ zu de umsichtige gseit: 'Gäbed eus öppis vo eurem Öl ab, susch gönd eusi Lampe us.'

9 Da händ die umsichtige Jungfraue gseit: 'Vilicht langets dänn nöd für eus und eu. Gönd doch zu de Händler und chaufed eui weles.'

10 Während sie weg gange sind zum Öl kaufe isch de Brüütigam cho. D Jungfraue wo vorbereitet gsi sind sind mit ihm zu Hochziitsfiir gange, und d Türe isch gschlosse worde.

11 Danach sind au die andere Jungfraue cho und händ gseit: 'Herr, Herr, mach euis uf!'

12 Doch er erwideret: 'Ich sag euch die Wohrheit: Ich kenn eui nöd.'

13 Blibet drum wachsam, denn ihr kennet weder de Tag no d Stund.

14 Es isch wie miteme Maa wo sich het welle uf en wiiti Reis mache. Er het sini Sklave zu sich gruefe und het ene sis Vermöge vertrout.

15 Dem eine hät er 5 Talänt geh, em andere 2 und no emne andere eis - jedem nach sine Fähigkeite. Dänn reschti er ab.

16 De mit de 5 Talent isch sofort losgange, het Gschäft demit gmacht und verdient 5 Talänt dezue.

17 Und de mit de 2 Talänte verdient 2 dezue.

18 Doch de mit em einte Talent isch wäggange, het es Loch in d Ärde gheie und het s Gäld vo sim Herr vesteckt.

19 Nach langer Ziit isch de Herr cho und het mit de Sklave d Abrechnig gmacht.

20 De mit de 5 Talänt isch vorgange und het 5 zuesätzlichi Talänt brocht. Er het gseit: 'Herr, du hesch mer 5 Talänt avertraut. Hie hani no 5 derzueverdient.'

21 Druf het sin Herr gseit: 'Guet gmacht du guete und treue Sklave! Du hesch s wenig treu verwaltet, drum wird ich dir vill avertraue. Chum und heb teil ar Freud vo dim Herr.'

22 Als nöchschts isch dä mit de 2 talänte vorcho und hät gseit: 'Herr, du häsch mir 2 talänte avertraut. Hie, ich han no 2 dezue verdient.'

23 Druf het sin Herr gseit: 'Guet gmacht du guete und treue Sklave! Du hesch das wenig treu verwaltet, drum wird ich dir vill avertraue. Chum und heb teil ar Freud vo dim Herr.'

24 Schliesslich isch dä mit em eint Talent vorgange und hät gseit: 'Herr, ich han gwüsst, dass du en forderende Maa bisch und das du ernntisch wo du nöd gsät hesch und isammlisch wo du nöd gworffe hesch.

25 Deshalb hani Angst becho und han dis Talent i de Erde vergrabe. Hie hesch zrug, was Dir ghört.'

26 Als Reaktion druf hät si Herr gseit: 'Du schlächter und fuuler Sklave! Du häsch also gwüsst das ich ernte woni nöd gsät han, und einsammle woni nöd gworffe han?

27 Warum häsch du mis geld de nöd zu de banklüt brocht? De hätti es wo ich cho bi zinse zrugghalte.

28 Nimmt ihm also s Talent weg und gebeds dem wo die 10 Talänt het.

29 Denn jede wo het wird meh übercho und überfluss ha. Aber wer nöd het, dem wird selber das wo er het weggno werde.

30 Werft dene nutzlose Sklave use id Dunkelheit. Det wird er brüele und mit de Zähn knirsche.'

31 Wenn de Menschensohn i sinere Herrlichkeit chunt und alli Engel mit ihm, wird er sich uf sin herrliche Thron setze.

32 Alli Völker werded vor ihm versammlet werde, und er wird d Mensche vonenand trenne, so wie en Hirte d Schöfli vo de Geiss trennt.

33 Die Schoof wird er a sini rächti Siite stelle und die Ziege a sine lingge.

34 Denn wird de König zu dene a sinere rechte Siite sege: 'Chömed all her wo min Vater gsägnet het erbt s Königrich wo sit Grundlegig vo de Wält für eu vorbereitet worde isch.

35 Denn ich han Hunger becho und ihr händ mir öppis z'esse gäh. Ich han Durscht gha und ihr händ mir öppis z'trinke gä. Ich bin en Fremde gsi und ihr hend mich gastfründlich ufgno,

36 ich han nüt azlegge gha und ihr händ mir Chleidig gäh. Ich bin chrank worde und ihr hend nach mir gseh. Ich bin im Gfängnis gsi und ihr hend mich bsuecht.'

37 Die Grechte werden dann erwideren: 'Herr, wenn haben wir dich hungrig gseh und dir etwas zu ässe gäh oder durstig und dir etwas zu trinken geh?

38 Wänn hämmer dich als Fremde gseh und gastfründlich ufgnoh, oder wänn händ mir dich ohni Chleidig gseh und dir öppis zum Aazieh gäh?

39 Wänn hämmer dich chrank gseh oder im Gfängnis und händ dich bsuecht?'

40 De König wird druff zur Antwort geh: 'Ich versicher eu: Was immer ihr für eine vo mine gringste Brüeder ta händ, das händ ihr für mich ta.'

41 Denn wird er zu dene a sinere linke Siite sege: 'Gaht weg vo mir, wo ihr verfluecht worde sind, i das ewige Füür wo für de Tüüfel und sini Engel vorbereitet isch.

42 Denn ich han Hunger becho, aber ihr hend mir nüt z'esse gäh. Ich han Durscht gha, aber ihr hend mir nüt z'tinke geh.

43i bi en fremde gsi aber ihr hend mi nöd gastfründlich ufgnoh, het nüt azlegge gha aber ihr hend mir kei chleidig geh. Ich bin chrank worde und bin im Gfängnis gsi, aber ihr hend nöd nach mir gseh '

44 Dänn werded au sie erwidered: 'Herr, wänn händ mir dich hungrig oder durstig gseh oder als Fremde oder ohni Chleidig oder chrank oder im Gfängnis und händ eus nöd um Dich kümmeret?‘

45 Druf wird er antworte: 'Ich versicher eu: Was immer ihr für eine vo dene Gringschte nöd do händ, das händ ihr au für mich nöd ta.'

46 Si werded i die ewigi Abschniidig gah, die Gerechte aber i das ewige Läbe."