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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Esther 4 vo 10

 

Esther 4 vo 10

4:1 Als Mọrdechai vo allem erfahre isch, zerrisser sini Chleider und isch in Sack und Asche gange. Lut und bitterlich schreiend isch er i d Stadtmitte gloffe.

2 Vor em Königstor isch er jedoch bliebe, denn het niemert in Sacktuech s Tor dörfe betrete.

3 In jedere Provinz, wo d'Aaordnig vom König bekannt worde isch, het grossi Truur under de Jude gherrscht. Sie fascht händ, brüelet und klage, und vieli bätted sich uf Sacktuch und Äsche.

4 Als Esthers Dienerinne und ihri Eunuchene sind cho und ihr devo verzellt händ, isch d Königin zuetiefst erschütteret gsi. Sie hät Mọrdechai Chleider gschickt, won er statt em Sacktuech sött aalegge, aber er hät si nöd aagno.

5 Da het d Esther de Esther de Eunuchen Hạthach gschickt, wo de König ihr zu Dienst gstellt gha het, zu Mọrdechai zum erfahre was das alles z bedüte gha het und was gschobe isch.

6 Hạthach isch zu Mọrdechai uf de öffentliche Platz vo de Stadt gange, wo sich vor em Königstor befunde het.

7 Mọrdechai het ihm usfüehrlich verzellt, was er erlebt het, und het em de gnaui Gäldbetrag gnoh, de Hạman em König für d Schatzchammere versproche gha, wenn d Jude vernichtet würed.

8 Au het er ihm e Abschrift vo de Aaordnig geh, wo in Sụsa zur Vernichtig vo de Jude erloh worde isch. Er sött sie d'Esther zeige, ihr alles erchläre und sie awiise, vor em König z'erschiine, ihn zum Gnade azflege und sich bi ihm persönlich für ihres Volk iizsetze.

9 Hạthach isch z Esther zrugg gange und het ere mitteilt, was Mọrdechai gseit het.

10 Druf hät sie Mọrdechai dur Hạthach usrichte:

11 "Alle Diener des König und die Bewohner der küniglichen Provinzen wüssen: Wer immer, ob Mann oder Frau, de Innenhof vom König betritt, ohni gruefe worde z sii, für de gilt nur s einte Gsetz: Er muess stärbe. Nur wän ihm de König s goldige Zäpter entgegestreckt, dörf er am Läbe bliibe. Und ich bin scho sit 30 Täg nöd zum König grüefe worde."

12 Als Mọrdechai Esthers Nachricht übercho hät,

13 het er ihre gseit: "Glaub nöd das du ehner mitem Läbe devo chunsch als die andere Jude, nur will du am Königshof bisch!

14 Wennd jetzt schweigsch, denn wird vo woanders Hilf und Rettig für d Jude cho, aber du und d Familie vo dim Vater, ihr werdet sterbe. Wer weiss, öb du nöd für e Ziit wie die Königin worde bisch?"

15 Esther loh Mọrdechai usrichte:

16 "Gah, versammle alli Jude in Sụsa. Faschtet für mich, esst und trinkt drü Täg lang nüt - Tag und Nacht. Au ich wird mit mine Dienerinne faste. Denn gang ich zum König, obwohl das gege s Gsetz isch, und wenn ich söll umcho, denn chum ich ebe um."

17 Da isch Mọrdechai weggange und tuet was d'Esther ihm uftreit het.

 

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Esther 3 vo 10

 

Esther 3 vo 10

3:1 Einige Zeit später lässt König Ahasvẹrus Hạman, de Sohn vom Agagịter Hammedạth, ufstige und verlieh ihm e Position wo höcher isch gsi als die aller andere Fürst nebed ihm.

2 Und alli mögliche Diener im Königstor verbüüted sich tüüf vor Hạman und werfed sich vor ihm ufe Bode, will so häts de König befohle gha. Mọrdechai jedoch hets abglähnt, sich zverbüüge oder niederzwerfe.

3 Da händ die khönigliche Diener gseit wo im Königstor gsi sind, zu Mọrdechai: "Warum missachtest du den Befehl des König?"

4 Das händs ihn Tag für Tag gfrögt, aber er hät nöd uf sie ghört. Schliesslich händs es verzellt Hạman zum gseh, ob Mọrdechais verhalte duldet würd. Mọrdechai het ene nämlich gseit, dass er en Jude isch.

5 Als Hạma dänn gseh, dass sich Mọrdechai nöd verbüüged und sich nöd vor ihm hät welle ufe Bode rüere, isch er hässig worde.

6 Doch er hets für unter sinere Würd ghalte, nur Mọrdechai us em Weg z ruume. Mer hät em verzellt gha, zu welem Volk Mọrdechai ghört, und so plant er, alli Jude im ganze Riich vo Ahasvẹrus uszlösche – s ganze Volk Mọrdechais.

7 Im erschte Monet, also im Monet Nịsan, im 12. Jahr vom König Ahasvẹrus, het Hạman durs Purh (das heisst s Los) de Tag und de Monet bestimme wo das sött gschehe. Es isch uf de 12. Monet gheit, das heisst de Monet Ạdarb.

 8 Nochher hät Hạman zu König Ahasvẹrus gseid: "Do gibt es ein Volk, zerstreut und überall verteilt unter den Völker alle Provinzen vo deinem Riich, das Gesetz sich von den aller anderen Völker unterscheiden. Sie halted sich nöd a die königliche Gsetz, und es isch nöd im Interesse vom König sie so wiitermache zloh.

9 Wenns em König guet erschiint, dänn söll en Aordnig erlah werde zum sie vernichte. Ich sälber werd de Beamte 10'000 Silbertalänt für die königliche Schatzchammere überreiche."

10 Druf isch de König sin Siegelring vo de Hand zoge und hät en Hạman, em Sohn vom Agagịters Hammedạth, em Fäind vo de Jude.

11 De König het zu Hạman gseit: "Das Silber und s Volk sölled dir ghöre. Tu was du für richtig haltisch."

12 Am 13. Tag vom erste Monet sind d'Sekretär vom Chönig grüeft worde. Sie hend alles ufgschribe, was Hạman de Satrạpen vom Königs, de Statthalter vo de Provinze und de Fürst vo de verschiedene Völker befahlt. De Befehl isch für jedi Provinz i ihrere eigene Schrift und für jedes Volk i sinere eigene Sproch verfasst worde. Im Name vom König Ahasvẹrus isch er gschribe worde und mit em Siegelring vom Chönig versieglet.

13 Die Briefe sind dur Kurier i alli Provinze vom König gschickt worde. Sie hend de Befähl enthalte, alli Jude – Jung und Alt, Fraue und Chind – a eim einzige Tag, am 13. Tag vom 12. Monet, also im Monet Ạdar, z töte, z vernichte und uszrotte und ihne ihre Bsitz wegznäh.

14 De Inhalt vom Dokument sötti überall i de Provinze als Gsetz gälte und allne Völcher bekannt gmacht werde, damit sie uf de Tag vorbereitet wäred.

15 D'Kurier sind uf Befehl vom Chönig dervo usgwählt. S Gsetz isch i de Festig Sụsa erloh worde, und während d Stadt Sụsa in Ufregig gsi isch, hend sich de König und Hạman ane gsetzt zum trinke.

 

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Esther 2 vo 10

 

Esther 2 vo 10

2:1 Nach einere Ziit – sis Zorn het sich inzwüsche gleit – het sich de König Ahasvẹrus a Wạschtis Verhalte und de Beschluss gäg si.

2 Da händ sini persönliche Diener vorgschlage: "Für de König söttet Jungfraue, schöni jungi Fraue, gsuecht werded.

3 De König bestimmti i allne Provinzene vo sim Riich Beuftrait, wo all die schöne Jungfraue zur Feschtig Sụsa in Harem söled bringe. Mer übergibt sie Hẹgai, em Eunuchen vom König, wo für d Fraue verantwortlich isch, und underzieh sie Schönheitsbehandlige.

4 Die jung Frau wo em König am beste gfallt söll dänn anstatt Wạschti Königin werdä." Dä Vorschlag hät em König zue gseit und er hät en umgsetzt.

5 In der Festung Sụsaag hat sich ein gewissen Jude namens Mọrdechaih (Sohn von Jạir, Sohn von Schịmeï, Sohn von Kisch, ein Benjaminịter),

 6 de zäme mit em judäische König Jechọnjaa und andere us Jerusalem deportiert worde isch. De babylonischi König Nebukadnẹzar hät sie damals verschleppt gha.

7 Mọrdechai isch de Pflegevater vo sinere Cousine Hadạssac gsi, au d'Esther gnennt. Nach em Tod vo ihrne Eltere het er sie als Tochter agnoh. Esther isch vo schöner Gstalt gsi und sehr attraktiv.

8 Wo s Gsetz vom König verkündet worde isch und mer viel jungi Fraue i d Festig Sụs het bracht und Hẹgai übergäh, wo für d Fraue verantwortlich gsi isch, isch au Esther in Palast vom König cho und isch Hẹgai avertrut worde.

9 Hẹgai isch vo de junge Frau aata gsii und sie hät sini Gunscht gwunne. Drum hät er umgehend defüür gsorgt, dass sie ihri Schönheitsbehandlige und e spezielli Ernährig überchoo hät. Er hät ere sibe uusgwählti jungi Fraue us em Palast vom König zur Siite gstellt. Au hät er si und iri jungi Dienerinne an de bescht Platz im Harem wechsle lo.

10 Esther hät nüt über ihres Volk oder über ihri Verwandte gseit, denn Mọrdechai hät ihr iigschärft gha, niemertem öppis z verrate.

11 Jede Tag isch Mọrdechai vorem Hof vom Harem entlang gange zum erfahre wies Esther gange isch und was mit ihre gschobe het.

12 Nach Abschluss der vorgeschriebenen zwölfmonatigen Behandlig sind die junge Frauen nachenand a die Reihe cho, vor König Ahasvẹrus z erschiine. D Schönheitsbehandlig het so uusgseh: 6 Mönet Massage mit Myrrhenöl und 6 Mönet mit Balsamöl und andere Pflegemittel.

13 Aaschlüssend sind die junge Fraue so wiit gsi, vor dem König z erschiine. Wänns vom Harem zum Palast vom König gange sind, händs sich dörfe wünsche, was immer händ wölle, und mer häts ene gäh.

14 Am Abig sinds ine und am Morge sinds den in de zweite Harem under d'Uufsicht vo Schaaschgas cho, em Eunuchen vom König wo für d'Näbefraue verantwortlich gsi isch. Danach sin sie nit wieda zum König gange, s seig denn, sie gfalle nem bsunders guet und er het sie namentlich rüefe lo.

15 So isch au de Mọrdechais Pflegetochter Esther cho, d Tochter vo sim Unkel Abihạjil, a d Reihe vorem König z erschiine. Sie wünscht sich jedoch nur das, wo de Eunuch Hẹgai wo für d Fraue verantwortlich gsi isch, ihr rietet. (Während de ganze Ziit het d'Esther d'Sympathie vo allne wo's gseh händ.)

16 Im 7. Regierigsjahr vom König Ahasvẹrus, im 10. Monet ( em Monet Tẹbetha) isch sie in sin Palast bracht worde.

17 De König het d Esther schliesslich meh gliebt als all die andere Fraue. Sie het bi ihm meh Gunst und Anerkennig gfunde als jedi vo de andere Jungfraue. Drum het er ihre de königlich Chopfschmuck ufgsetzt und het sie anstatt Wạschti zu de Königin gmacht.

18 Er het zu Esther es grosses Fescht für alli sini Fürschte und sini Diener verastaltet. Au het er e Amnestie für d Provinze verkündet und het mit chüniglicher Grosszügigkeit Gschänk verteilt.

19 Als etze es zweits Mal Jungfraue zämegrüefe worde sind, het Mọrdechai im Königstor ghockt.

20 Esther het nüt über ihri Verwandte und über ihres Volk gseit, so wie Mọrdechai es ihre igschärft het. Sie hät wiiter uf ihn ghört, genauso wie zu dere Ziit, won er no gsorget hät.

21 Damals, wo Mọrdechai im Königstor hockt, plante Bịgthan und Tẹresch, zwei Hofbeamte und Türwächter vom König, in ihrere Wuet en Aaschlag uf König Ahasvẹrus.

22 Mọrdechai erfahre devo und häts sofort Königin Esther mitteilt, wos dänn i sim Name em König gmolde hät.

23 Nachere Untersuechig het sich die Sach bestätigt und die beide Manne sind anen Stamm ghänkt worde. Das alles het mer in Aweseheit vom König id Chronik gschribe.

 

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Esther 1 vo 10

 

Esther 1 vo 10

ESTHER

1:1 Es isch zur Ziit gsi vo Ahasvẹrus – em Ahasvẹrus, wo vo Indie bis Äthiopie über 127 Provinze gherrscht het.

2 Damals regiert de König Ahasvẹrus vo de Festig Sụsa uus. I sim

3 Regierigsjohr hät er es Feschtli für all sini Fürscht und sini Beamte verastaltet. Erschiene sind die hochrangige Offizier vo Persien und Mẹdien gsi, d Adlige und d Statthalter vo de Provinze.

4 Er hät ihne vill Täg lang – 180 Täg – sini Pracht und Majestät und de Riichtum vo sim herrliche Königrich.

5 Wo die Täg um si gsi, het de König für alli i de Festig Sụsa Awesenden, vom höchste bis zum niedrigschte, es siebetägigs Fäschtli im Hof vom königliche Palastgarte gä.

6 Da sind Line gsi, edli Baumwulle und blaue Stoff, festghalte mit Schnure us hochwertigem Material, purpurrote Wulle in Silberringe, Marmorsäule und Diwane us Gold und Silber uf eme Fuessbode us Pọrphyr, wiisem und schwarzem Marmor und Perlmutt.

7 In goldige Chelche – keine gliich em andere – isch de königliche Wy serviert worde. Er floss in Ströme, so wie sichs nur de König het chönne leischte.

8 Bim Trinke gält d Regle: Uf niemer sött Zwang uusgüebt werde, will de König het mit sine Hofbeamte abgsproche, dass es jede het chönne halte, wie er het welle.

9 Glichzitig verastalteti Königin Wạschtie es Feschtli für d Fraue im Palast vom König Ahasvẹrus.

10 Am siebte Tag, als König Ahasvẹrus dur de Wii in gueter Stimmig gsi isch, het er de Mẹhuman, Bịstha, Harbọna, Bịgtha, Abạgtha, Sẹthar und Kạrkas, die siebe Hofbeamte, wo ihm persönlich zu Dienst gstande sind,

11 Königin Wạscht im königliche Chopfschmuck vor ihn z bringe zum de Völker und de Fürst ihri ussergwöhnlichi Schönheit z zeige.

12 Wo d Hofbeamte de Befehl vom König überbracht hend, het sich de Königin Wạscht hartnäckig z cho. De König isch sehr erboscht gsi und es het en grosse Zorn packt.

13 Er hät mit de wiise Männer gredt, wo sich mit Präzedänzfäll uskannt händ. (Denn so sind d Aglegeheite vom Kenig vor alli cho, wo mit em Gsetz und mit Rächtsfäll vertrout gsi sind.

14 Am nächste sind em karschẹna, Schẹna, Admạtha, Tạrschisch, Mẹres, Marsẹna und Mẹmuchan, siebe Fürste vo Persien und Mẹdien, wo Zutritt zum König gha händ und die höchste Stellige im Königrich bekleidet händ.)

15 König Ahasvẹrus hät welle wüsse: "Königin Wạschti hät sich mim Befähl widersetzt wo ihr d Hofbeamte überbracht händ. Was söll gemäss dem Gsetz mit ihre gscheh?"

16 Druf het dr Mẹmuchan vor em König und de Fürschte gseit: "Königin Wạschti het sich nöd nur gegenüber em König falsch verhalte, sondern au gegenüber allne Fürst und allne Provinze vo König Ahasvẹrus.

17 Denn alli Fraue werded erfahre, was die Königin tah het. Sie werded die Achtung vor ihrne Manne verlüre und sege: 'König Ahasvẹrus het Königin Wạschti zu sich rüefe lah, aber sie het sich gweigeret z cho.'

18 Die Fraue vo Persie und Mẹdie wo vom Verhalte vo de Königin wüssed werded mit ihrne Männer hüt no drüber rede. Und das wird zu nüt als Verachtig und Verärgerig füehre.

19 Soferns am König guet erschiint, söll e möglichi Aordnig usegäh werde, und es söll i de unabänderliche Gsetz vo Persie und Mẹdien festghalte werde, dass de Wạschti nie wieder vor König Ahasvẹrus erschiine döf. Ihri königlichi stellig söll a e frau übergah wo besser isch als sie.

20 Wänn d Aordnig vom König überall i sim grosse Riich bekannt wird, werded alli Fraue – ob vornähm oder niedrig – ihrem Maa Respekt erwiise."

21 Dä Vorschlag hät am König und dä Fürschtä gfallt, und dä König hät was Mẹmuchan gseit hät.

22 Er het i alli mögliche Provinze Brief gschickt – i jedi Provinz i ihrere eigene Schrift und a jedem Volk i sinere eigene Sproch gschickt, damit jede Ehemaa Herr i sim Huus isch und det d Sproch vo sim eigene Volk gredt wird.