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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Ruth 4 vo 4

 

Ruth 4 vo 4

4:1 Bọas isch jetzt zum Stadtor gange und het sich det ane gsetzt. Do isch de Rückchäufer verbi cho, de Bọas erwähnt gha. Bọas het gseit: "Chum her und setz dich, Soundso." De Maa isch zu ihm ane gange und het sich gsetzt.

2 Dänn hät Bọas zäh vo dä Ältischtä vo dä Stadt ghobä und hät gseit: "Setzed eu da ane." Da händs Platz gno.

3 Bọas het jetzt zum Rückkäufer gseit: "Nọomi, wo us Mọaba zruggcho isch mues das Stück Land wo eusen Brüeder Elimẹlech ghört het verchaufe.

4 Ich ha gmeint ich sött dir das mitteile und dir de Vorschlag mache: Chaufs in Aweseheit vo de Iiwohner und de Ältiste vo mim Volk zrugg. Wennds wilsch zruggchaufe chaufs zrugg. Falls nöd, lahns mich wüsse. Du hesch vor mir s Rächt uf de Chauf." Er het erwideret: "Ich bin parat, es zruckzkaufe.

5 Da hät Bọas gseit: "A dem Tag wo du s Feld vo Nọomi chaufsch muesch es au vo de verwitwete Moabịterin Ruth chaufe, damit s Erbe wiiter de Name vom Verstorbene treit.

6 Drufabe entgägnet de Rückchäufer: "Ich channs nöd zruggchaufe, susch ruinier ich villicht mis eigete Erbe. Chaufs für dich mit mim Rückkaufsrecht. Ich chas nöd zruggchaufe"

7 Was s Rückkaufsrecht oder en Dusch aagange isch, isch in Israel früehner folgender Bruch bestande: Wenn e Maa irgendeinisch es Gschäft hät wele rächtschräftig mache, hät er si Sandale müesse uszieh und sie em andere Beteiligte gä. So bestätigt mer in Israel e Vereinbarig.

8 Wo de Rückkäufer zu Bọas gseit het: "Chaufs für dich", het er si Sandale uszoge.

9 Druf het Bọas zu de Ältiste gseit und allne wo da gsi sind: "Ihr sind hüt Züge, dass ich vo Nọomi alles chaufe, was Elimẹlich, Kịljon und Mạchlon ghört het.

10 Ich erwerbe au d Moabịterin Ruth, wo mit Mạchlon verhürotet gsi isch, als Frau, damit s Erbe wiiter de Name vom Verstorbene treit und sin Name under sine Brüedere und im Tor vo sinere Stadt nöd vergässe wird. Ihr sind hüt Züg.

11 Druf hend die Ältiste gseit und alli wo im Stadtor gsi sind: "Mir sind Züg! Jehova lah d'Frau wo i diis Huus kunnt wie Rahel und wie Lẹa si vo dene s'Huus Israel abstammt. Mir wünsched dir, dass es dir in Ẹphrath guet gaht und du dir in Bẹthlehem en guete Name machsch.

12 Dur die Nachkomme, d Jehova dir wird dur die jungi Frau schänke, söll dis Huus wie Pẹrez, em Bue vo Juda und Tạmar, werded."

13 Bọas het Ruth gno zu de Frau und het Beziehige mit ihre gha. Jehova het sie schwanger lah und sie het en Bue uf d Welt brocht.

14 Da händ d Fraue zu Nọomi gseit: "Jehova söll gfrässe si! Er hät dich hüt nöd ohni Rückkäufer glah. Si Name söll in Israel usgruefe werde.

15 Era laht dich wieder uflebe und wird für dich sorge, wenn du alt bisch, denn er isch s Chind vo dinere Schwiegertochter wo dich liebts und besser für dich isch als siebe Söhn.“

16 Nọomi het de Junge gno, het ihn a ihre Bruscht drückt und sich um ihn kümmeret. 17 Die Nochberinne händ ihm denn en Name gäh. Sie händ gseid: "Nọomi hed en Sohn becho", und händ en Ọbed.t Er isch de Vater vo Ịsaï,u em Vater David.

18 Das sind d Nachkomme vom Pẹrez: Pẹrez isch de Vater vom Hẹzron worde,

19 Hẹzron isch de Vater vo Ram und Ram de Vater vom Amminạdab worde,

20 amminạdab isch de vater vo Nạchschon und Nạchschon de Vater vo Sạlmon worde,

21 Sạlmon isch de Vater vo Bọas und Bọas de Vater vo Ọbed worde,

22 Ọbed isch de Vater vo Ịsaïz und Ịsaï de Vater vom David worde.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Ruth 3 vo 4

 

Ruth 3 vo 4

3:1 Ihri Schwiegermuetter Nọomi het jetzt zu ihre gseit: "Mini Tochter, söll ich nöd es Dihei für dich sueche, dass es Dir guet gaht?

2 Du bisch doch mit de Arbeiterinne vo Bọas zemme gsi. Er isch euse Verwandter. Hüt Abig worflet er Gerste uf em Dreschplatz.

3 Wösch di, riib di mit duftendem Öl ih, zieh dini beschte Chleider a und gang zum Dreschplatz. De Maa dörf di nöd bemerke, bis er mit Ässe und Trinke fertig isch.

4 Merk dir die Stell wo er sich hiileit. Denn gang, deck sini Füess uf und leg dich au aa. Er wird dir säge, was du söllsch tue."

5 Druf antwortete Ruth: "Ich mach alles so wie du es mir seisch"

6 Sie isch also zum Dreschplatz gange und het ta, was ihri Schwiegermueter ihr gseit het.

7 Inzwüsche äss und trank Bọas und isch in gueter Stimmig gsi. Danach het er sich näbst de Getreidehuufe gleit. D Ruth schlicht zu ihm, het sini Füess uf deckt und sich au ane gleit.

8 Um Mitternacht het er a zittere gfange. Er het sich vorbüügt und het e Frau bi sine Füess gha.

9 "Wär bisch du?", het er gfrögt. Sie het antwortet: "Mein Herr, ich bin Ruth. Breiti doch din Gwand über mich us, denn du bisch en Rückchäufer.

10 Druf hät er gseit: "Jehova signed you, my Tochter. Jetzt zeigt sich dini loyali Liebi no meh als vorher, denn du hesch dich nach emene junge Maa, ob arm oder rich, umgseh.

11 Han kei angst, mini tochter. Ich wird alles mache warum du bittesch, denn jede i de stadt weiss das du e bemerkenswert frau bisch.

12 Ich bin en rückchäufer das stimmt, aber es git no en andere rückchäufer wo nöcher verwandt isch als ich.

13 Blib d Nacht über da, und wenn er dich morn morge früeh zruggchauft guet! Lah dich vo ihm zruggchaufe. Aber wenn er nöd will, chauf ich dich zrugg, so wahr Jehova lebt. Blib bis zum Morge da ligge."

14 Also isch sie bis zum Morge bi sine Füess ligge blibe. No bevors hell worde isch und mer öper het chönne erkenne, isch sie ufgstande. Er hät gseit: "Niemer söll erfahre, dass e Frau ufem Dreschplatz gsi isch."

15 Dänn hät er si gfoorderet: "Nimm din Mantel und heb en uf." Er hät 6 Mass Gerschte in usbreitete Mantel gschüttlet und hät si mitgee. Nacher isch er id Stadt gange.

16 Sie het zu ihrem Schwiegermuetter zrugg gchährt. "Wie isch es dir ergange, mini Tochter?", het die welle wüsse. Sie het Ihre verzellt, was de Maa alles für sie gmacht het.

17 Usserdem het sie brichtet: "Er het mer die 6 Mass Gerschte gä und zu mer gseit: "Gang nöd mit leere Händ zu dinere Schwiegermuetter.'"

18 Druf hät Nọomi gseit: "Mini Tochter, bliib da bis weisch, wie die Sach usgoht. De Maa wird alles tue zum d Aaglägeheit hüt na regle."

 

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Ruth 2 vo 4

 

Ruth 2 vo 4

2:1 Nọomi het en sehr wohlhabende Verwandte gha. Er het us de Familie vo ihrem Maa Elimẹlech gstammt und Bọas gheisse.

2 Die Moabịterin Ruth het zu Nọomi gseit: "Loh mi bitte uf d Fälder go und hinder öpperem, der es mir erlaubt, Getreideähren aufläse. Nọomi het antwortet: "Gah, meine Tochter."

3 druf isch d Ruth use gange und het agfange, ufem Feld hinder de Erntearbeiter Nachläse z halte. Zuefällig griet sie uf es Stück Land wo Bọas, eme Verwandte vom Elimẹlech ghört het.

4 Da isch Bọas us Bẹthlehem cho und hät zu de Erntearbeiter gseit: "Jehova stah eu bi." Sie händ erwideret: "Jehova sign dich."

5 Bọas hät dänn de jung Maa gfrögt, wo die Erntearbeiter beuufsichtiget hät: "Zu wäm ghört die jung Frau?"

6 De Maa hät gantwortet: "D Frau isch e Moabịterin. Sie isch mit Nọomi us Mọab zruggcho.

7 Sie hät gseit: 'Dörf ich bitte hinder de Erntearbeiter zwüsched de abgschnittne Ähre Nachlese hebe? Sie isch hüt morge cho und sitdem uf de Bei. Grad ebe het sie sich in Unterstand gsetzt zum churz usrueh."

8 Dänn hät de Bọas zum Ruth gseit: "Hör zu, meine Tochter. Sammle nöd uf eme andere Feld Ähre. Gang niened andersch ane. Heb di eng a mini Arbeiterinne.

9 Bhaltet s Feld im Aug wo sie ernted und gang mit ihne. Ich han de Manne gseit, dass sie dich nöd aerüere söll. Wennd Durscht häsch chasch us de Chrüge Wasser trinke wo d Manne gschöpft händ."

10 Ruth het sich nieder gworfe, het sich bis zum Bode verbügt und gfrögt: "Wie chunnts dass du mir dini Gunst schenksch? Warum beachtisch du mich wo ich doch en Usländerin bin?

11 Bọas antwortet: "Me het mer usfüehrlich brichtet, was du nach em Tod vo dim Maa alles für dini Schwiegermueter gmacht hesch. Dass du din Vater und dini Mueter und s Land vo dinere Verwandte verloh hesch und zume Volk gange bisch, wo du nöd kännt hesch.

12 Jehova söll dich für das wo du do häsch belohnä. Mögisch du en vollkomme Lohn vo Jehova übercho, dem Gott Israels, unter dene Flügel du Schutz gsuecht häsch.

13 Druf het sie gseit: "Mein Herr, schenk mer dini Gunst. Du hesch mich tröschtet und mir beruhigend zuegredet, obwohl ich nöd mal ein vo dinere Dienerinne bin."

14 Zur Essensziit het Bọas zu ihre gseit: "Chum her, iss es Stück Brot. Tauchs in Essig." Da het sie sich näbed d Erntearbeiter gsetzt. Bọas het ihres gröschtete Korn geh und sie het sich satt gässe. Am endi het sie no öppis übrig gha.

15 Wo sie ufstande sind zum wiiter Ähre z sammle, wie de Bọas sini Männer a: "Lönd sie zwüsched de abgschnittne Ähre sammle und behandlet si nöd schlächt.

16 Zieht au extra Ähre us de Bündel use und loh sie zum Ufsammele für sie ligge. Seit nüt unfründlichs zu ihre."

17 Da het sie bis zum Abig ufm Feld Nachlese ghalte. Wo sie die gsammte Ähre uusgschlage het, isch öppe en Ẹpha Gerschte zämecho.

18 Denn het sie die Gerste mit id Stadt gno, und ihri Schwiegermueter het gseh was sie iigsammlet het. De Ruth het au s'Ässe uspackt, wo übrig bliebe isch, nachdem sie sich satt gässe het, und hets ihre gä.

19 "Wo hesch hüt Ähre gsammlet? Wo hesch gschaffet?", het ihre Schwiegermuetter welle wüsse. "Gesägnet soll der si, wo dich beachtet het. Sie het ihre Schwiegermuetter brichtet, wo sie gschaffet het. "Der Mann, wo ich hüt gschaffet han, heisst Bọas", het sie erklärt.

20 Druf hät Nọomi zu ihrer Schwiegertochter gseit: "Er söll vo Jehova gsägnet si, wo sini loyali Liebi gägenüber de Lebende und de Tote nie verseit hät. Wiiter het sie gseit: "Der Maa isch mit euis verwandt. Er isch eine vo eusne Rückchäufer.

21 Die Moabịterin Ruth hät dänn verzellt: "Er hät au zu mir gseit: 'Halt dich äng a mini Lüüt bis sie alles abgegnet händ.

22 Nọomi het zu ihrem Schwiegertochter Ruth gseit: "Es isch besser wenn mit sine Arbeiterinne mitgosch mini Tochter, susch wirsch ufeme andere Feld vilicht belästigt."

23 Also het sich de Ruth a d'Arbeiterinne vo Bọas und sammleti Ähre, bis d'Gerschte- und d'Weizernti vorüber gsi sind. Und sie het wiiter bi ihre Schwiegermuetter gwohnt.

 

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Ruth 1 vo 4

 

Ruth 1 vo 4

RUTH

1:1 Zu de Ziit wo die Richter Rächt gsproche hend, het en Hungersnot im Land usbrocht. Do het en Maa mit sinere Frau und sin beide Söhn vo Bẹthlehem in Juda weggloh und sich als Fremde im Landa Mọab nieder loh.

2 De Maa hät Elimẹlech gheisse, si Frau Nọomi und sini beide Söhn händ Mạchlon und Kịljon gheisse. Sie sind us Ẹphrath gsi, us Bẹthlehem in Juda. Schliesslich sinds nach Mọab cho und bliibed det.

3 Nach einige Ziit isch Nọomis Maa Elimẹlech und si isch mit ihrne beide Söhn zruggblibe.

4 Die Manne händ spöter die Moabịterinne ghürate Ọrpa und Ruth. Si händ öppe zäh Jahr dete glebt.

5 Dänn sind au die zwei Söhn Mạchlon und Kịljon gstorbe, so dass d Frau ohni ihri beide Chind und ihre Maa zrug blibe isch.

6 Da sie ghört het, dass Jehova sim Volk wieder Beachtig gschänkt het und es mit Nahrig versorgt het, het sie sich mit ihrne Schwigertöchtere vo Mọab us uf de Rückweg gmacht.

7 Zäme mit ihrne beide Schwiegertöchtere het sie de Ort verlore, wo sie gläbt het. Als sie uf de Stross in Richtig Juda underwägs gsi sin,

8 het Nọomi zu ihrne Schwiegertöchtere gseit: "Göhnd doch is Huus eurer Müetter zrug. Jehova zeiged eu loyali Liebi, so wie ihr sie de verstorbni Männer und mir zeiged händ.

9 Möge Jehova eu Sicherheit und Geborgeheit im Huus eurer Manne lafinde. Dänn küsst sie die beide und sie brüelet luut.

10 Immer wieder händs zu ihre gseit: "Nei, mir gönd mit dir zu dim Volk.

11 Doch Nọomi hät gseit: "Kehrt um, mini Töchter. Warum wäred ihr mit mir gah? Chani öppe no Söhn becho wo eui Männer chönted wärde?

12 Kehrt um, mini Töchter. Goht, ich bi z alt zum Hüürate. Sälbscht wenns no Hoffnig würd gä dasi hüt Nacht en Ehemaa finde und no Söhn bechume,

13 würed ihr warte bis sie erwachse sind? Würded ihr für sie so lang ufs hürate verzichte? Nei mini Töchter. Es tuet mer bitter leid für eu, dass sich Jehovas Hand gege mich gwandt hät.

14 Und wieder hüüle sie luut. Dänn küsst Ọrpa ihri Schwiegermuetter und gaht weg. De Ruth isch aber bi Nọomi bliebe.

15 Do het Nọomi gseit: "Lueg doch, dini Schwägerin gaht zu ihrem Volk und zu ihrne Götter zrug. Gang doch mit ihre."

16 Ruth entgägnet: "Dräg mich nöd, dich zverlah und umzkehre. Woher du gasch wird ich gah, und wo du die Nacht verbringsch wird ich die Nacht verbringe. Din Volk wird mis Volk sii und din Gott mein Gott.

17 Wo du stirbsch wird ich sterbe und det wird ich au begrabe werde. Jehova sölls mir dopplet zrugg zahle wenn irgendöppis anders als de Tod eus sött trenne."

18 Als Nọomi het gseh, dass d Ruth unbedingt mit ihre het welle go, het sie nümm versuecht, sie umzstimme.

19 Da sind beidi witer gange bis uf Bẹthlehem. Wo sie det aacho sind, griegt die ganz Stadt in Ufregig, und die Fraue hend gseit: "Ist das Nọomi?"

20 "Nennt mich nicht Nọomia", het sie erwideret. "Nennt mich Mạrab, denn de Allmächtigi het mir s Läbe sehr bitter gmacht.

21 Woni wägzoge han ich alles gha und jetzt laht Jehova mich mit leere Händ zrug cho. Warum sölled ihr mich Nọomi nänne, wänn sich doch Jehova geg mich gstellt und de Allmächtigi Unglück über mich bracht hät?

22 So kehrt Nọomi mit ihrer moabịtische Schwiegertochter Ruth us Mọab zrug. Wo sie in Bẹthlehem aacho sind, het grad d Gerschteernti aagfange.