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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Joel Kapitel 3

 

Joel Kapitel 3

3:1 "Denn i dene Täg und i de Ziit, wenn ich d Gfange vo Juda und Jerusalem zruggbringe,

 2 wird ich au alli Völker versammle und sie is Tal Jọsaaphat führe. Dört wird ich mit ihne is Gricht gah wäg mim Volk und mim Erb Israel, will sie mis Volk under d Natione zerstreut und mis Land under sich ufteilt händ.

 3 Über mis Volk hends Lose gworfe. Sie hend en Buebe als Lohn für e Prostituierti und es Meitli hends für Wii verchauft, damit sie hend chönne trinke.

 4 Und ihr, was händ ihr gege mich, o Tỵrus und Sịdon und alli Gegende vo Philistạ̈a? Zahlet ihr mir öppis heim? Wen ihr mir öppis heizahlt, lass ich es rasch, ja unverzüglich uf eu sälber zrugfalle.

 5 Denn ihr hend mis Silber und Gold gno und mini kostbare Schätz i eui Tempel bracht,

 6 und s Volk vo Juda und Jerusalem händ ihr a de Grieche verchauft, um es wiit us sim Gebiet z entferne.

 7 Ich loh sie vo dem Ort ufbreche womer sie verchauft hend und ich wird das wo ihr ihne ahtah hend uf eu selber zrugfalle lönd.

 8 Ich wirde euri Söhn und Töchter id Hand vom Volk vom Juda verchaufe, und es wird sie a d Manne vo Schẹba verchaufe, an e wiit entfernti Nation, denn Jehova sälber gredt hät.

 9 Verkündet unter de Völker: Machet euch parat zum Krieg! Rüttlet die starche Männer uf! Lönd alli Soldate aaträtte, lönd si vorrucke!

10 Schmiedet euri Pflugschare zu Schwerter und eui Winzermesser zspeere. De Schwach söll säge: "Ich bin starch."

11 Chömed und helfed all ihr umliegende Völker, versammled eu! A dä Ort, o Jehova, füehred dini Mächtige abe.

12 "Die Völker sölled sich ufmache und zum Tal Jọsaphat vorrücke, denn det wird ich hocke, zum es Urteil über alli umliegende Völker zrede.

13 Legt d Sichle aa denn d Ernte isch riif. Chunnt und tretet d Wycheltere denn sie isch voll. D Behälter flüssed über wil ihri Schlechtheit grenzelos isch.

14 Mängi, Mänsche sind im Tal de Entscheidig, denn de Tag Jehovas isch nöch im Tal vo de Entscheidig.

15 Sunne und Mond werded sich verfinstere und d Sterne werded ire Glanz verlüre.

16 Jehova wird us Zion brülle, us Jerusalem wird er sini Stimm erhebe. Himmel und Erde werded bebe, doch Jehova wird für sis Volk e Zueflucht sii, e Festig für s Volk Israel.

17 Und ihr werdet erkenne müsse das ich Jehova bin, eu Gott wo uf Zion wohnt, mim heilige Berg. Jerusalem wird zumene heilige Ort werde und Fremde werde nümme durrezieh.

18 An däm Dag wäre de Berg vu sessem Wi triefe, uf de Hügel wird Milch fliesse un alli Bäch in Juda wäre Wasser fiehre. Usem Huus Jehovas wird e Quelle füresprudle und sie wird s Tal vo de Akazienbäum bewässere.

19 Ägypte aber wird veröde und Ẹdom wird zunere verlassene Wildnis wege de Gwalttate am Volk Juda, i dem Land sie unschuldiges Bluet vergosse hend.

20 Juda hingäge wird immer bewohnt sii und Jerusalem Generation um Generation.

21 Ihres Bluet, wo ich nöd als schuldlos agseh han, werd ich als schuldlos aaluege.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Joel Kapitel 2

 

Joel Kapitel 2

2:1 "Blast ein Horn in Zion! Brecht in Kriegsgschrei us uf mim heilige Berg. Alli Bewohner vom Land sölled zittere denn de Tag Jehovas chunt! Er isch nöch!

 2 Es isch en Tag vo de Finsternis und Dunkelheit, en Tag vo de Wulche und vom dichte Dunkel. Er isch wie s'Morgeliecht wo sich über de Berge usbreitet. Da isch es Volk, zahlrich und mächtig, wies no nie eis geh het und au nie wieder gäh wird dur die Jahre vo allne Generatione durre.

 3 Es Füür frisst vor ihm her und hinder ihm verzellt e Flamme. S Land vor ihm isch wie de Garte Ẹdie aber dehinter isch es e verlasseni Wildnis. Nüt chan entcho.

 4 Wie Ross gsehnds us und wie Chriegspferde stürmeds det ane.

 5 Wenn sie über d'Berggipfel springed, tönts wie s'Gerassle vo Wage, wie s'Prassle vomene loderne Füür, wo Stopple verzehrt. Es isch wie es mächtigs Volk wo sich zum Kampf formiert hät.

 6 Ihretwege werded Völker Quale leide. Alli Gsichter laufed rot ah.

 7 Sie griifed a wie Chrieger, sie erkläred e Muur wie Soldate, jede bliibt uf sim Kurs, sie weiched nöd vo ihrem Wäge.

 8 Keine stossst de ander, jede rückt uf sim Weg vor. Söttet einigi dur Waffe gheie, verlönd die andere d Reihe nöd.

 9 I d'Stadt stürme se, uf d'Muur seckle. Si chlättere uf d'Hüüser, stiged dur d'Fänster wie en Dieb.

10 Vor ihne zittered s Land und de Himmel bebt. Sunne und Mond hend sich verfinstert und d Sterne hend ihres Glanz verlore.

11 Jehova wird sini Stimm vor sim Heer erhebe, denn sin Lager isch überus gross. Dä sini Wort usführt isch mächtig. Denn de Dag Jehovas isch gross und sehr Ehrfurcht iiflüssend. Wer chan ihn ertrage?"

12 "Doch selber jetzt", so erklärt Jehova, "kehrt um zu mir vo ganzem Herze mit Faschte und Wien und Klage.

13 Zerrisst äiri Herze un nit äiri Kleida un kehrt um zue Jehova, äirem Gott, denn er isch mitfühlend un barmherzig, wird nit schnell zornig un isch rich an loyale Liebi, un er wird sich s nomol überlege, ob er s Unglück kumme losst.

14 Wer weiss, ob er sich ned umwendet und es sich nochemol iberleit und Säge schänkt, damit ihr ä Getreideopfer und ä Trankopfer für Jehova, äire Gott, chönned ge.

15 Blast es Horn in Zion! Rüeft es Faste us, ordnet e fyrlichi Versammlig a.

16 Versammlet s Volk, heiligt d Versammlig. Bringt die alte Manne zäme, holt d Chind und d Säuglinge. De Brüütigam söll sini Innechämmer verloh und de Bruut ihres Hochziitsgmach.

17 Zwüsche de Vorhalle und em Altar sölled d Prieschter, d Diener Jehovas, brüele und säge: O Jehova, ha Mitleid mit dim Volk. Mach dis Erbe nöd zum Gspött indem du d Natione drüber herrsche lahsch. Warum söttet d Völker sege: "Wo isch ihr Gott?"

18 Dänn wird sich Jehova mit Eifer für sis Land iisetze und sim Volk Mitgfühl zeige.

19 Jehova wird sinem Volk antworte: Ich gib eu Getreide und neue Wi und Öl und ihr werded meh als gnueg ha. Ich wird eu nöd länger zum Gspött mache under de Völker.

20 De usem Norde werd ich wiit vo eu wegjagge, ines troches und verlassigs Land werd ich en triibe, sini Vorhuet zum östliche Meer hii und sini Nahhut zum westliche Meer ane. Vuwesigsgruch wird vu nem ufschtiege, ständig wird Gschtank vu nem ufschtiege, denn Gott wird Grosses doe.

21 Fürcht di ned o Land. Juble und freu di, denn Jehova wird Grosses tue.

22 Fürchtet äich nit, ihr Tier vum Feld, denn d Weide vu d Wildnis wäre grüen. D Bäum werded Frucht träge, de Fiigebaum und de Wyschtock sölled ihre volle Ertrag gä.

23 Ihr Sohn Zions, juble und freued eu über eure Gott Jehova, denn er wird eu de Herbstrege i de richtige Mängi geh. Er wird richlich Räge über eu cho lah, de Herbstrege und de Früeligsrege so wie früener.

24 Die Dreschplätz werded voll sii mit reinem Getreide, d Keltere werded vo neue Wy und Öl überlaufe.

25 Und ich wird eu Entschädigung leischte für die Jahre, wo die usschwärmendi Heuschrecke, die ungflügleti Heuschrecke, die unersättlichi Heuschrecke und die gfrässigi Heuschrecki gfrässe händ, mis grosse Heer, wo ich zu eu gschickt han.

26 Ihr werdet eu uf jede Fall satt ässe, und ihr werdet de Name eurer Gottes Jehova priise wo für eu Wunder gwürkt hät. Mis Volk wird nie wieder beschämt dastah.

27 Und ihr werdet erkenne müsse, dass ich mittlerwiile unter Israel bin und dass ich euer Gott Jehova bin - es git kei anderi! Mis Volk wird nie wieder beschämt dasstah.

28 Nochher wird ich min Geist uf Mensche allere Art usgüsse. Euri Söhn und euri Töchter werded prophezeie. Euri alte Manne werded Träum ha. Euri junge Männer werded Visione gseh.

29 Und sogar uf mini Sklave und Sklavinne wird ich in dene Täg min Geist usgüsse.

30 Und ich wirde für Wunder im Himmel und uf de Erde sorge, Bluet und Füür und Rauchsüle.

31 Die Sunne wird sich in Dunkelheit verwandle und de Mond in Bluet vorem Komme vom grosse und Ehrfurcht iiflössende Tag Jehovas.

32 Und jede, wo de Name Jehovas alütet, wird grettet werde, denn uf em Berg Zion und in Jerusalem werded die si, wo entkumme het, so wie Jehova s gsait het, die Iberlebende, de Jehova rüeft.“

 

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JOEL Kapitel 1

 

JOEL Kapitel 1

1 Die Botschaft, die Jọel, der Sohn Pẹthuëls, von Jehova erhalten:

 2 "Höred her, ihr Ältiste, ghöred genau ane, all ihr Bewohner vom Land. Isch so öppis zu euere Ziit je gscheh oder zur Ziit euere Vorfahre?

 3 Verzellt davo eune Söhn, und eui Söhn sölleds ihrne Söhn wiitergeh und ihre Söhn vo de nögste Generation.

 4 Was die gfrässige Heuschrecke übrig gloh het, het die usschwärmendi Heuschrecke gfrässe.

Was die usschwärmendi Heuschrecki übrig gla het, het di ungflügleti Heuschrecki gfrässe.

Und was die ungflügleti Heuschrecki übrig gloh het, het die unersättlichi Heuschrecki gfrässe.

 5 Wachet uuf, ier Trinker, und hüüled! Jammered, all ihr Wytrinker, will de süessi Wy euem Muul entrisse worde isch.

 6 Denn es Volk isch i mim Land iigfalle, mächtig und zahlriich. Es hät d Zähn und de Chiefer vomene Löie.

 7 Es hät min Weinstock verwüschtet und min Fiegebaum inen Stumpf verwandlet. Es hät si komplett kahl gfrässe und biisite gworfe, a de zwäige isch nur s nackte Holz übrig.

 8 Klagt wie e Jungfrau in Sacktuch wo um de Brüütigam vo ihrne Jugend trauet.

 9 Getreideopfer und Trankopfer gits nüme in Jehovas Huus. D Prieschter, d Diener Jehovas, sind in Trauer.

10 Das Feld ist verwüestet, der Boden trauert. Denn s Getreide isch vernichtet worde, mit em neue Wy isch es verbi und Öl gits nüme.

11 Buure sind bestürzt und Winzer chlage wägem Weize und de Gerste, denn d Ernte vom Feld isch dehinder.

12 De Wyschtock isch verdorrt, de Fyigebaum isch verwelkt. Ob Granatapfel, Palme oder Öpfel, alli Bäum vom Feld sind vertrochnet. D'Freud vom Volk het sich in Scham verwandlet.

13 Legt Sacktuch a und trauet ihr Prieschter. Klaget ihr Diener vom Altar. Chömed ine, verbringet d Nacht in Sacktuch, ihr Diena vu minem Gott, denn Getreideopfer und Trankopfer het mer däm Hus eures Gottes vorenthalte.

14 Rüeft en Faste us, ordnet e fiirlichi Versammlig a. Versammlet die Ältiste gmeinsam mit allne Bewohner vom Land bim Huus euse Gott Jehova und schreit zue Jehova um Hilf.

15 O weh, was für en Tag! Denn de Tag Jehovas isch nöch und er wird cho wie en Zerstörig dur de Allmächtige!

16 isch eus d'Nahrig nöd direkt vor eusne Auge weggno worde und Freud und Jubel vom Huus eusem Gott?

17 Die Samenkörner sind unter ihrne Schuufle verdorrt. D Vorratshüüser stönd leer. D Getreidespiicher sind abgrisse worde will s Getreide vertrochnet isch.

18 Sogar s Vieh stöhnt! Rinderherde irre umenand, will sie kei Fuetter finde! Und d Schoofherde müend d Straf träge.

19 Zu dir, o Jehova, werd ich rüefe, denn Füür hät d'Weide i de Wildniss uufgfrässe und e Flamme hät alli Bäum vom Feld verzehrt.

20 Sogar die wilde Tier sehned sich nach dir well d Wasserbächi ustrochnet sind und Füür d Weide i de Wildnis uufgfrässe hät."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Klagelieder 5 vo 5

 

Chlagelieder 5 vo 5

5:1 Denk dra, Jehova was eus zuegstosse isch. Lueget her und siehe eusi Schand.

 2 Euses Erbe isch Fremde übergäh worde, eusi Hüüser Usländer.

 3 Mir sind zu Waise worde, vaterlos. Eusi Müetter sind wie Witwen.

 4 Mir müend zahle, zum euses eigete Wasser chöne trinke. Euse eigete Holz chostet Geld.

 5 Eusi Verfolger sitzed eus im Nacke. Mir sind müed aber mer gönnt eus kei Rueh.

 6 Eusi Händ strecked mer nach Ägypte und Assyrie us, demit mer gnueg Brot z esse bechömed.

 7 Eusi Vorfahre wo gsündet hend sind nüme da, aber mir müend ihri Vergehe träge.

 8 Diener herrsche etze über eus. Da isch niemert, wo eus ihri Hand entriist.

 9 Under Isatz vo üsem Lebe schaffemer euses Brot herbii wägem Schwert vo de Wildnis.

10 Eusi Huut isch so heiss wie es Ofe worde weg dem quälende Hunger.

11 D Ehefraue in Zion het mer gmüetetet, d Jungfraue i de Städt Judas.

12 Führendi Männer sind a ihrere Hand ufghänkt worde und de Ältiste het mer kei Respekt zollt.

13 Jungi Manne träged d Handmühl und Junge stolpered under Holzlaste.

14 Die Ältiste sind usem Tor verschwunde und jungi Manne spieled ihri Musig nüm.

15 D'Freud isch us eusem Herze gwichtet und eusi Tänz händ de Trauer Platz gmacht.

16 D Chrone isch eus vom Chopf gfalle. Wehe is well mer gsündigt hend!

17 Darum isch euses Herz chrank und drum sind öisi Auge trüb worde:

18 wegem Berge Zion wo verödet isch. Jetzt streife det Füchs umenand.

19 Du degäge, o Jehova, thronsch für immer. Dis Thron bliibt für Generation um Generation.

20 Warum häsch eus für immer vergässe und laht eus so lang im Stich?

21 Führ eus zu dir zrugg, Jehova und mir werded gern zu dir zruggkehre. Schenk eus neue Täg, damits so isch wie früener.

22 Du häsch eus jedoch ganz und gar verstosse. Du blibsch überuus zornig uf eus.