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Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 44 vo 50

 

1.Moses 44 vo 50

44:1 Später befahl em Joseph sim Huusverwalter: "Füll so viel Getreide in die Säck vo de Manne, wie sie träge chönd und leged jedem sis Gäld obe in Sack.

2 In Sack vom Jüngste legsch dü usserem Gäld für si Getreide au mi Bächer, dr Silberbecher. Er het gmacht, was Joseph ihm gseit het.

3 Wo's am Morge hell worde isch, het mer d'Männer mit ihrne Esle wegschickt.

4 Sie sind nonig wiit vo de Stadt entfernt gsi, da het de Joseph zu sim Verwalter gseit: "Mach dich auf! Verfolg die Männer! Wänn sie igholt häsch säg zu ihne: 'Warum zahlet ihr Guets mit Bösem zrugg?

5 Warum hender de Bächer mitgnoh, us dem min Herr trinkt und woner benutzt, um Vorzeige genau z düte? Ihr hend da würkli öppis schlechts gmacht!''"

6 De Verwalter het sie ii gholt und het das zu ihne gseit.

7 Sie aber antwortet ihm: "Warum sagst du so etwas, Herr? Es ist unenkbar, dass wir, deine Diener, so etwas machen würde!

8 Mir hend dir doch s Gäld wo mir obe i eusne Säck gfunde hend, wieder usem Land Kạnaan zruggbracht. Wie chönnt mir da Silber oder Gold us em Huus vo dim Herrn stähle?

9 Wennd de Bächer bi eim vo dinere Sklave findsch söll er sterbe und mir andere werded ebefalls Sklave vo mim Herrn werde."

10 "So sölls sii", het er gseit. "De wo de Becher gfunde wird, söll mis Sklave werde. Ihr andere aber sind unschuldig."

11 Schnell händs alli ihri Säck am Bode abe gloh und händs ufmache.

12 Er het sie gründlich durchsuecht. Bim Ältiste het er ahgfange und bim Jüngste het er ufghört. Schliesslich isch de Becher in Bẹnjamins Sack gfunde worde.

13 Da zerrissed sie ihri Chleider, händ ihri Esel wieder beluuched und i d Stadt zrugg gchährt.

14 Als Juda un sini Brüeder in Josefs Hus kumme, isch er no dert gsi, un sie werfe sich vor rem an Bode.

15 Joseph het zu ihne gseit: "Was hender da gmacht? Hend ihr nöd gwüsst, dass en Maa wie ich Vorzeiche chan?"

16 Juda erwideret: "Herr was söllemer sege? Eus fähle die Wort. Wie chömmer eusi Unschuld bewiise? De wahri Gott het s Vergehe vo dinere Sklave usegfunde. Mir sind jetzt dini Sklave, Herr – mir und de, i dem Händ de Bächer gfunde worde isch."

17 Er aber het gseit: "Es isch für mich undenkbar, so öppis ztue! De Maa söll min Sklave werde, wo de Bächer gfunde worde isch. Ihr andere chönd in Friede zu euem Vater zrugggah."

18 Juda kummt näher un sait: "Ich fleh dich a, min Herr, lass mich, din Sklave, bitte es Wort an dich richte, und werd nöd zornig uf din Sklave, denn du bisch wie de Pharao selber.

19 Mi Herr hät is, sini Sklave, gfröget: 'Händ ihr en Vater oder en Brüeder?'

20 Do hämmer zu mim Herrn gseit: 'Ja mir hend en betagte Vater und no en Brüeder, de jüngsti. Er isch gebore worde wo euse Vater scho alt gsi isch. Sin Brüetsch isch dot. Er isch de einzig no lebendi Sohn vo sinere Muetter und sin Vater liebt ihn.'

21 Denn hesch zu dine Sklave gseit: 'Bringt ihn her, ich möcht ihn gseh'.

22 Mir aber händ mim Herrn gantwortet: 'De Bueb chan sin Vater nöd verlah, susch würd sin Vater bestimmt sterbe.'

23 Druf hesch zu dine Sklave gseit: 'Ihr dörfed mir nüme under d Auge träte, wenn eue jüngste Brüeder nöd mitchömed.'

24 Mir sind den zu dim Sklave, mim Vater, gange und händ ihm verzellt was Du, Herr, gseit häsch.

25 Später het euise Vater eus ufgforderet: 'Gaht na eimal ane und chaufed eus chli Nahrig.'

26 Doch mir erwiderte: 'Mir chönd nöd gah, ussert euse jüngste Brüeder chunnt mit. Mer chönd em Maa nöd under d Auge träte, es seig dänn, euse jüngscht Brüeder isch debii.'

27 Dänn hät din Sklave, min Vater, zu eus gseit: 'Ihr wüssed ja, dass mini Frau mir nur zwei Söhn gebore hät.

28 Eine vo dene het mich verloh und ich gseit: "Er isch bestimmt i Stück grisse worde!" Ich han ihn bis jetzt nüme gseh.

29 Wen ihr mir de ander au no wegnehmed und ihm öppis zuestönd bringed ihr bestimmed mis graue Hoor mit Kummer is Grab.'

30 Wenn ich zu dim Sklave, mim Vater, ohni de Junge zrug chume, wo er doch so hanget,

31 und er gseht, dass de Bueb nöd ume isch, dänn stirbt er, und mir, dini Sklave, bringed das graui Haar vo dim Sklave, euses Vater, bestimmt mit Chummer is Grab.

32 Ich han mich bi mim Vater für die Junge verbürgt und zu ihm gseit: 'Wenn ich ihn nöd zu dir zruggbringe, dänn wird ich mich für immer a mim Vater versündet ha.‘

33 Bitte min Herr, lah mich statt em Junge als Sklave bi dir bliibe, damit er mit sine Brüedere chan zruggkehre.

34 Wie söll ich ohni de Junge zu mim Vater zrug goh? Chönts nöd mit gseh wenn min Vater so es Unglück trifft."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 43 vo 50

 

1.Moses 43 vo 50

43:1 Die Hungersnot hat jetzt schwer auf dem Land gelastet.

2 Wo sie alles Getreide us Ägypte ufbrucht händ, hät ihr Vater zu ihne gsäit: "Goht nomal ane und chauft eus chli Nahrig."

3 Juda het ihm gantwortet: "Der Mann hat uns deutlich gewarnt und gesagt: "Ihr braucht mir nicht mehr unter die Augen zu trätten, wenn eure Brueda nicht bei euch ist."

4 Mir gönd nur nahrigsmittel go chaufe wenn euse Brüeder mitschicksch.

5 Schicksch en nöd mit, dänn bliibemer da. Schliesslich het de Maa zu ois gseit: 'Ihr bruuched mir nüme under d Auge z träte, wenn eui Brüeder nöd bi eu isch.

6 Do het Israel gseit: "Wie händ ihr mir das atue und däm Maa verzelle, dass ihr no en Brueda händ?"

7 Sie händ antwortet: "Der Mann hat sich ausdrücklich nach uns und unsen Verwandten erkundigt und gefragt: "Läbet eure Vater noch? Händ ihr no en Brüeder?" Do hämmer ihm Uskunft gä. Woher sollen wir dann wissen, dass er verlangt: "Bringt euren Bruder her"?

8 Juda drängt dänn sin Vater Israel: "Lass de Junge mit mir gah, und lass eus ufbräche, damit mir am Läbe bliibed und nöd sterbed – mir, du und eusi Chind.

9 Ich garantiere für sini Sicherheit. Chasch mi zur Verantwortig zieh. Wänn ich en nöd dahär zrüggbringe, dänn wird ich mich für all Ziite a Dir versündet ha.

10 Doch hettemer nöd so lang gwartet, wäred mer jetzt scho zweimal wieder zrugg."

11 Ihr Vater Israel het zu ihne gseit: "Wenns unbedingt muess si, macht Folgendes: Nähmed i eure Säck die beschte Erzügnis vom Land als Gschänk für de Maa mit – chli Balsam, öppis Honig, Lạdanum, harzhaltigi Rind, Pischtazien und Mandeln.

12 Nehmed dopplet so viel Geld mit, au das Geld wo ihr zruggbracht hend, das obe i eune Säckli gläge isch. Villicht isches es Versehe gsi.

13 Nähmed eui Brüeder und mached eu uuf. Gönd zum Maa zrugg.

14 Möge Gott, de Allmächtigi, de Maa Mitleid mit euch ha loh, damit er eu euren andere Brüeder und Bẹnjamin freigit. Ich aber - wenn ich mini Chind muess verlüre, denn verlür ich sie ebe!"

15 Die Manne händ also das Gschenk und die doppelte Menge Geld mitgnoh und au Bẹnjamin. Dänn händ sie sich uf dä Wäg nach Ägypte gmacht, wo sie wieder vor dä Joseph erschiene händ.

16 Als de Joseph Bẹnjamin bi ihne het gseh wie er sin Huusverwalter sofort ah: "Bring die Männer is Huus, lönd Tier schlachte und s'Ässe zuebereite. Die Manne sölled mit mir z'Mittag ässe."

17 De Maa hät de Uuftrag unverzüglich uusgfüehrt und hät d Männer mit zu Josephs Huus gno.

18 Als sie zu Josephs Huus bracht worde sind, händ sie Angst übercho und gseit: "Mer bringt eus weg dem Geld da ane wo letscht Mal wieder i eusi Säck gläge worde isch. Jetzt gheied sie über eus her und mached eus z Sklave und nehmed eus d Esel weg!"

19 Also händ sie sich a Josephs Huusverwalter am Igang vom Huus gwandlet

20er und hend gseid: "Tschuldigung, Herr! Mir sind ja schomal da gsi zum Nahrigsmittel chaufe.

21 Aber wommer i eusere Unterkunft aacho sind und eusi Säck ufmacht hend, da isch plötzlich s Gäld vo jedem obe im Sack, de volli Betrag gläge. Das möchted mir jetzt persönlich zrugg gä.

22 Und mir hend zuesätzlichs Gäld debi zum Nahrigsmittel chaufe. Mir wüssed nöd wer euses Gäld i eusi Säck gleit het."

23 Druf het er gseit: "Kei Angst, es isch alles in Ordnig. Eure Gott und de Gott eurer Vater het eu en Schatz i die Säckli gleit. Ich han eues Geld damals erhalten." Nachher het er Sịmeon zu ihne use bracht.

24 Denn het de Maa sie in Josephs Huus gfüehrt. Er git ihne Wasser zum Füesswäsche und Fuetter für ihri Esel.

25 Sie hend s Gschänkli für de Joseph parat gmacht, wo am Mittag sött cho, denn sie hend ghört, dass sie det esse würed.

26 Als Joseph is Huus gange isch, händ sie ihres Gschänkli zu ihm ine bracht und werfed sich vor ihm z Bode.

27 Nochane het er sich erkundet, wie's ihne gange isch, und gfragt het: "Wie gahts euem betagte Vater, vo dem ihr gredet hend? Isch er no am Läbe?"

28 "Deinem Diener, euse Vater, geht es gut", antwortet sie. "Er läbt no." Dänn verbüüted sie sich und werfed sich nieder.

29 Won er ufgluegt hed und sin Brüeder Bẹnjamin hed gseh, de Sohn vo sinere Muetter, hed er gfrögt: "Isch das eue jüngere Brüeder, wo er mer verzellt händ?" De het er gseit: "Gott schänk der sini Gunst, min Sohn."

30 Joseph het sini Gfühl für sin Brüeder nüme chöne zrughalte. Er isch schnell use gloffe und het en Platz gsuecht, woner het chönne brüele. Er isch inen Privatraum gange und het det sin Träne freie Lauf loh.

31 Danach het er sich s'Gsicht gwuschet und isch zruggcho. Er het sich etzt wieder im Griff gha und befahl: "Serviert das Ässe."

32 Er un sini Brüeder sin trennt worde, un au de Ägypter, de bi nem ware, ässä fir sich. D Ägypter hend nämlich nöd mit de Hebräer chöne esse, will das für die Ägypter öppis Abscheulichs isch.

33 Mer het d' Brüedere i de Reihefolg vo ihrem Alter vor em Joseph Platz näh la – vom Erschtgeborene entsprächend sim Recht als Erstgeborener bis hin zum Jüngschte – und sie händ sich ganz verwunderet aagluegt.

34 Er het immer wieder Portione vo sim Tisch zu ihne bringe loh und het defür gsorgt, dass d Portione für Bẹnjamin fünfmal so gross gsi sind wie d Portione vo allne andere. So ässä un trinke sie mit ihm, bis sie satt gsi sin.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 42 vo 50

 

1.Moses 42 vo 50

42:1 Als Jakob erfahre het, dass es in Ägypte Getreide gäh het, het er zu sinere Söhn gseit: "Warum lueged ihr eu gegesiitig ständig nur a?"

2 Wiiter het er gseit: "Ich han ghört, dass es in Ägypte Getreide git. Gaht det ane und chaufed öppis für eus, demit mer am Läbe bliibed und nöd sterbed."

3 Da sind zehn vom Josephs Brüedere nach Ägypte gange zum Getreide chaufe.

4 Jakob schickte Josephs Bruedi Bẹnjamin jedoch nöd mit sine Brüedere mit, denn er het gseit: "Chönnt ihm ja öppis zuestossen."

5 So sind Israels Söhn zeme cho mit de andere wo Nahrigsmittel hend welle kaufe, nach Ägypte denn die Hungersnot het au s Land Kạnaan erfasst.

6 Joseph het über das Land gherrscht, und er isch es gsi, de Getreide a Mensche vo überallher verkauft het. Do kumme sini Brüeder un vuschtehn sich def vor rem mit däm Gsicht zue d Erde.

7 Wo de Joseph sini Brüedere gseh het, het er sie sofort erkennt, aber er het sich ihne nöd z'erkenne. "Woher kommt ihr?", het er sie barsch gfrögt wo sie antwortet händ: "Us dem Land Kạnaan. Mir möchte Nahrungsmittel kaufen."

8 Joseph het also sini Brüedere erkennt, doch sie hend en nöd erkannt.

9 Joseph het sich sofort a die Träum erinneret wo er vo ihne gha het. Er het zu ihne gseit: "Ihr sind Spion! Ihr sind cho, will ihr wend usefinde wo das Land ungschützt isch!"

10 "Nei, Herr", gwehrt sie ab, "mir, dini Diener, sind cho zum Nahrigsmittel chaufe.

11 Mir sind all Söhn vomene einzige Maa. Mir sind aständigi Lüt. Dini Diener spioniered nüt us."

12 "Das isch nöd wahr!", het erwideret. "Ihr sind cho, will ihr wend usefinde wo das Land ungschützt isch!"

13 Druf hends gseit: "Dini Diener sind zwölf Brüeder. Mir sind d Söhn vomene einzige Maa wo im Land Kạnaan lebt. De jüngsti isch bi eusem Vater bliebe und de ander isch nüm."

14 Doch Joseph entgägnet: "Es isch so, wie ich gseit han – ihr sind Spion!

15 Ich wird eu prüefe. So wohr dr Pharao läbt: Ihr kummt nit vu do wäg, bis air jüngschte Brueda do isch.

16 Eine vo eu söll eure Brüeder hole, die andere bliibed solang in Haft. Denn wird sich usestelle ob ihr d Wohrheit seit. Wänn nöd, dänn sind ihr Spion – so wahr de Pharao läbt!"

17 Druf het er alli zemme drü Täg isperre laa.

18 Am dritte Dag sait Josef zue nene: "Ich ha Ehrfurcht vor Gott. Drum macht Folgendes und bliebt am Läbe.

19 Wänn ihr aständigi Lüt sind, dänn lönd än eurä Brüeder da im Gfängnis zrugg. Ihr chönd goh und Getreide mitneh zum bi eu de Hunger z lindere.

20 Bringt dänn euren jüngste Brüeder zu mir, damit ich gseh, dass ihr d'Wohrheit gseit händ, und damit ihr nöd sterbet." So händs es gmacht.

21 Si händ aber zunenand gseit: "Jetzt werded mir bestimmt wäg üsem Brüeder bestraft. Mir händ gseh, wie er glitte hät, won er eus um Mitleid aagflegt hät, aber mir händ nöd druf ghört. Deswege simmer jetzt i dere schwirige Lag."

22 Rụbe entgägnet: "Hani eu nöd gseit: 'Versündiget eu nöd a dem Junge'? Aber ihr hend ja nöd ghört. Jetzt wird bestimmt sis Bluet zruggforderet."

23 Sie hend allerdings nöd gwüsst, dass de Joseph sie verstande het, denn er het durch en Dolmetscher mit ihne gredt.

24 Er isch vo ihne weggange und het agfange brüele. Wo er zrug isch cho und wieder mit ihne gredet het, het er Sịmeon ergriffe und vor ihrne Auge fessle.

25 Nochher befahl Joseph, ihre Säck mit Getreide z fülle, das Geld eis jede i sin Sack z legge und ihne Proviant fürd Reis mitzgeh. So isch es gsi.

26 Si händ dänn s Getreide uf iri Esel glade und händ sich uf de Wäg gmacht.

27 Als eine vo dene underwägs i de Unterkunft sin Sack göffnet het zum sin Esel z'füettere, het er plötzlich sis Geld obe im Sack gseh.

28 Druf het er zu sine Brüedere gseit: "Hier isch ja mis Gäld! Öpper hets in Sack zruggleit!" Da verschrooge sie. Zitternd hends sich aaglueget und gseid: "Was het Gott eus da ahta?"

29 Wo si zu ihrem Vater Jakob is Land Kạnaan cho sind, händ si ihm verzellt, was alles passiert isch. Si händ brichtet:

30 "Der Mann, wo über das Land herrscht, het barsch mit eus gredet und eus beschuldigt, mir würdet das Land usspioniere.

31 Aber mir hend zue ihm gseit: 'Mir sind aständigi Lüt. Mir sind kei Spion.

32 Mir sind zwölf Brüeder, Söhn des gliche Vater. Eine isch nüm und de jüngscht isch bi eusem Vater im Land Kạnaan blibe.'

33 Der Maa, der über das Land herrscht, hät zu ois gseit: 'Ich wird usefinde, öb ihr aständigi Lüt sind: Lönd eine vo eune Brüedere bi mir. Dänn nämed öppis mit zum bi eu de Hunger z'lindere und gaht.

34 Bringet euri jüngste Brüeder zu mir. So weiss ich, dass ihr aständigi Lüt sind und kei Spion. Ich gib eu de eue Brüeder zrugg und ihr chönd witer im Land Handel triibe.'"

35 Bim Leer vo de Säck hät jede siin Gäldbütel i sim Sack gfunde. Wo si und ihre Vater die Büütel gseh händ, verschroche sie.

36 Ihr Vater Jakob langet: "Ihr raubet mir mini Chind! De Joseph isch nüm da, Sịmeon isch nüme da, und jetzt nimet ihr mir au no Bẹnjamin weg! Warum mues ich das alles erträge?"

37 Rụbe aber het zu sim Vater gseit: "Falls ich ihn nöd zruggbringe, chasch mini beide Söhn töte. Vertrau ihn mir ah. Ich wird ihn zruggbringe."

38 "Mein Sohn geht nicht mit euch!", entgegneti Jakob. "Sin Brüetsch isch dot und er allei isch übrig bliebe. Wenn ihm uf de Reis öppis zuestöst bringed ihr bestimmt mis graue Hoor mit Kummer is Grab."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 41 vo 50

 

1.Moses 41 vo 50

41:1 Nach zwei volle Johre het de Pharao en Traum gha: Er isch am Nil gschtande,

2 als plötzlich siebe schöni, fetti chüe usem fluss cho sind und im nilgras wiidet.

3 Nach ihne sind namal siebe Chüe usem Nil cho. Sie sind hässlich und mager gsi und hend sich näbed die fette Chüe as Ufer gstellt.

4 Die gruusige, magere Chüe frässe de die siebe schöni, fette Chüe uf. Da isch de Pharao wach worde.

5 Danach isch er wieder iigschlafe und het en zweite Traum gha: Er het sibe voll gseh, gueti Ehre amene Halm wachse.

6 Aaschlüssend gwachse da siebe dünne, vom Ostwind ustrockneti Ähre.

7 Die dünne Ähre fange a, wo siebe voll, guete Ähre z verschlinge. Do het de Pharao uf gwachse und het gmerkt, dass er träumt het.

8 Am Morge isch er wäg däm jedoch beunruhigt gsi. Er het alli Zauberpriester und wiise Männer Ägypte gloh und het ene sini Träum verzellt. Doch keine het sie für ihn chöne düte.

9 Do hät sich de obersti Mundschänk an Pharao gwohnt und gsäit: "Ich gang hüt mini Sinde.

10 De Pharao hät sich emool über sini Diener gärgeret und mich im Gfängnis vom Huus vom Oberschte vo de Leibwache lo isperre – mich und de oberscht Bäcker.

11 Dänn händ er und ich i de gliche Nacht en Traum gha. Jede Traum hät sini eigeni Bedütig gha.

12 Damals isch en junge Hebräer bi öis gsii, en Diener vom Oberschte vo de Leibwache. Won mer ihm öisi Träum verzellt händ, hät er si für euis düütet.

13 Und alles isch genauso cho wie ers ois i sinere Dütig gseit hät. Ich bin wieder i mis Amt igsetzt worde, de andere Maa aber het mer ufghänkt."

14 Do het de Pharao Joseph gloffe und me het en schnell usem Gfängnis gholt. Er het sich rasiert, het sich anderi Kleider azoge und isch zum Pharao inne gange.

15 De Pharao het denn zum Joseph gseit: "Ich han en Traum gha, aber es isch niemert do, wo ihn tüüte chan. Jetzt het mer brichtet, dass du en Traum chasch tüte, wenn du ihn ghörsch."

16 Druf git de Joseph em Pharao zur Antwort geh: "Nöd ich - Gott wird em Pharao Guetes ankündigen."

17 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "I mim Traum bin ich am Ufer vom Nil gstande.

18 Plötzlich sind siebe schöni, fetti Chüeh us em Nil und händ agfange, im Nilgras zwide.

19 Nach ihne sind namal siebe Chüeh usecho. Sie sind schwach und mager gsi und hend sehr schlächt usgseh. Ich han i ganz Ägypte no nie Chüeh gseh wo so schlecht usgseh hend.

20 Die abgmagerte, schlächte Chüeh hei ahgfange die sibe fette Chüeh ufzfrässe.

21 Doch wo's gfrässe händ händ, hät mer ene das überhaupt ned aagmerkt. Sie händ no genauso schlächt usgseh wie vorher. Dänn bini wach worde.

22 Nochher hani i mim Traum siebe voll gseh, gueti Ähre amene Halm wachse.

23 Nach ihne sind da siebe verkümmeret gwachse, dünni Ähre, wo vom Ostwind ustrochnet gsi sind.

24 Die dünne Ehre hend ahgfange, die siebe guete Ehre z verschlinge. Ich han das de Zauberpriester verzellt, aber keine häts mer chöne erkläre."

25 Joseph hät dänn zum Pharao gseit: "Die Träum des Pharao haben ein und gleich Bedütung. De wahre Gott hät em Pharao mitteilt, was er tue wird.

26 Die siebe guete Chüe stönd für siebä Jahr – genauso wie die siebä guete Ähre. Die Träum händ ein und s gliiche Bedütig.

27 Die siebe abgmageret, schlächte Chüe wo nach ihne ufegchoo sind, stönd für siebä Jahr. Und die sibe leered, vom Ostwind ustrocknete Ähre bedüütet sibe Jahr Hungersnot.

28 Es isch so wie ichs em Pharao gseit han: De wahri Gott hät de Pharao gseh lah, was er tue wird.

29 In ganz Ägypte wirds siebe Jahr grossi Überfluss gäh.

30 Aber nachher chömed mit Sicherheit siebe Jahr Hungersnot und de ganz Überfluss in Ägypte wird vergesse si. D'Hungersnot wird s'Land entkräfte.

31 Die Hungersnot wird so schwer sii, dass mer sich a de Überfluss wo devor im Land herrscht het, nümm erinnere wird.

32 De Pharao het de Traum zweimal gha, will de wahri Gott das Sach feschtgleit het, und de wahri Gott wirds bald usfüehre.

33 Deswege sött sich de Pharao nach eme verständige, wiise Maa umluege und ihm d'Verantwortig über Ägypte überträge.

34 De Pharao sött handle und Ufseher im Land isetze und während de siebe Jahr vom Überfluss es Fünftel vo de Erträg Ägypte iziehe.

35 Sie sölled alli Nahrigsmittel vo de kommende guete Jahr isammle und im Uftrag vom Pharao i de Städt Getreide als Nahrig iilagere und det ufbewahre.

36 Vo dene Nahrigsvorrät söll sich s Land i de siebe Jahr Hungersnot, wos in Ägypte wird gä, ernähre, damit s Land dur d Hungersnot nöd zgrund gaht.“

37 De Pharao und all sini Diener hend de Vorschlag guet gfunde.

38 Do het de Pharao zu sinene Diener gsait: "Isch irgendöpper besser geignet als de Maa wo de Geischt Gottes isch?"

39 Zu Joseph het de Pharao gseit: "Keine isch so verständig und wiis wie du, denn Gott het dich das alles wüsse lah.

40 Ich unterstell dir persönlich mis Huus und mis ganze Volk söll dir bedingigslos ghorche. Nur ich i minere Position als König wird über dir stah."

41 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "Hiermit unterstell ich dir ganz Ägypte."

42 Dänn hät de Pharao sin Siegelring abgnoh und hät en em Joseph a d Hand gsteckt. Er hät ihm Chleidig us feinem Liene gäh und ihm e goldigi Halskette aagleit.

43 Üsserdem het er en i sim zwoite Ehrewage fahre loh und mer het vor ihm usegrüert: "Avréch!" So het ihm de Pharao ganz Ägypte underschtellt.

44 Wiiter het de Pharao zum Joseph gseit: "Ich bin de Pharao, aber ohni dini Erlaubnis dörf niemert i ganz Ägypte irgendöppis tue."

45 Danach het de Pharao Joseph de Name Zạphenath-Panẹach gä. Au het er ihm Ạsenat zu de Frau geh, d Tochter Potiphẹras, em Prieschter vo Ona. Und Joseph het Ägypte aagfange z beufsichtige.

46 Joseph isch 30 Johr alt gsi, als er vor em Pharao, em Kenig vo Ägypte gstande isch. Dänn hät Joseph am Pharao verlüre und ganz Ägypte durerischt.

47 Während de siebä Jahr vom Überfluss s Land grossi Menge Ertrag abegworfe.

48 Joseph het in de siebä Jahr alli Nahrigsmittel in Ägypte sammlet und i de Städt gläge. Er het i jedere Stadt d'Nahrigsmittel vo de umliegende Fälder iilagere loh.

49 Joseph isch nache gläge und nach riesige Menge Getreide ii – Getreide wie Sand am Meer. Es isch so vil gsi, dass mer schlüsslich ufgäh het, es z'Mässe.

50 Bevor s'erste Jahr de Hungersnot cho isch, gebar Ạsenath, d'Tochter Potiphẹras, em Prieschter vo Ona, em Joseph zwei Söhn.

51 Am Erstgeborene het de Joseph de Name Manạsse geh, denn er het gseit: "Gott het mich all mini Schwierigkeite und das ganze Huus vo mim Vater vergesse lah."

52 De zweiti Sohn het er gheisse Ẹphraim, denn er het gseit: "Gott het mich im Land vo mim Elend früchtbar werde lah."

53 Die siebä Jahr vom Überfluss in Ägypte sind dänn z End gange

54 und die siebä Jahr Hungersnot sind aagfange – wie de Joseph s aakündet hät. In allne Länder hät sich d Hungersnot usgrastet, doch in Ägypte häts überall Brot gä.

55 Schliesslich litt au ganz Ägypte Hunger und s'Volk het de Pharao aagfange zum Brot aazflehe. Do het de Pharao alli Ägypter gforderet: "Goht zu Joseph und tuet, was er eu seit."

56 Wo de Hungersnot uf de ganze Erde aagha het, het de Joseph ahgfange, überall d Getreide z öffne und de Ägypter Getreide z verchaufe. D'Hungersnot het Ägypte nämlich fescht im Griff gha.

57 Usserdem sind Mensche us allne Länder nach Ägypte cho zum vom Joseph Getreide chaufe, denn de Hungersnot het die ganz Erde fescht im Griff gha.