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Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 30 vo 50

 

1.Moses 30 vo 50

30:1 Wo de Rahel gseh het, dass si Jakob käi Chind gebore het, isch si uf iri Schwöschter iifersüchtig worde. Sie het immer wieder zum Jakob gseit: "Gib mir Chind, suscht stirbi."

2 Da isch Jakob uf Rahel zornig worde und erwideret worde: "Bin ich a de stell vo Gott wo dich kei Chinder becho laht?"

3 Sie hät gseit: "Hier isch mini Sklavin Bịlha. Han Beziehige mit ihre, damits für mich Chind id Welt bringt und ich durch sie au Chind chan ha."

4 Also het sie ihm ihri Dienerin Bịlha zur Frau gä und Jakob het Beziehige mit ihre gha.

5 Bịlha isch schwanger worde und gebare em Jakob dänn en Sohn.

6 Rahel hät gseit: "Gott hät als min Richter ghandlet. Er hät au uf miini Stimm ghört und mir en Sohn geh." Drum hät sie en Dana gheisse.

7 Rahels Dienerin Bịlha isch wieder vom Jakob schwanger worde und gab ihm schliesslich en zweite Sohn.

8 Rahel hät gseit: "Ich han mit minere Schwöschter heftig grunge. Ich han au gwunne!" Do hät si ihm de Name Nạphtalia geh.

9 Als Lẹa het gseh, dass sie kei Chind meh becho hend, het sie de Jakob iri Dienerin Sịlpa zur Frau gäh.

10 Lẹas Dienerin Sịlpa gab em Jakob en Sohn.

11 Lẹa hät gseit: "Was für es Glück!", und hät en Gada gnennt.

12 Danach gebar Lẹas Dienerin Sịlpa em Jakob en zweite Sohn.

13 "Wie glücklich ich bin!", het Lẹa gheisse. "Die Frauen werden mich ganz bestimmt für Glücklich erklären". Deshalb het sie ihm de Name Ạscher gäh.

14 Zur Zit vo de Wizernte isch Rụbäni eimol ufs Feld gange und het Mandragore gfunde. Er het sie sinere Muetter Lẹa bracht. Da hät Rahel zu Lẹa gseit: "Bitte gib mer es paar von den Mandragore deinem Sohn."

15 Lẹa erwideret: "Langts nöd, dass du mir min Maa weggno hesch? Wotsch jetzt au no d Mandragore vo mim Sohn?" Rahel entgägnet: "Aso guet. Im Ustusch gäg d'Mandragore vo dim Sohn wird sich Jakob hüt Nacht zu dir legge."

16 Als Jakob am Obe vom Feld zrug cho isch, isch Lẹa im entgäge gange und het gseit: "Hüt Nacht wirsch mit mir Beziehige ha, denn ich ha defür mit de Mandragore vo mim Sohn zahlt." Da het er sich i dere Nacht zu ihre gleit.

17 Gott het Lẹa erhört. Sie isch schwanger worde und gebore nach einere Ziit en fünfte Sohn.

18 "Gott het mer min Lohn geh", het Lẹa, "will ich mim Maa mini Dienerin geh han." Da het sie en Ịssacharb gheisse.

19 Lẹa isch nomal schwanger worde und nacheme ziitli en sechste sohn gäh.

20 druf het Lẹa: "Gott het mer, ja mir, öppis Guets gschänkt. Ändlich wird min Maa mich dulde, denn ich han ihm sächs Söhn gebore." So het sie ihm de Name Sẹbulon geh.

21 Nochane het sie e Tochter zu de Wält brocht, wo sie Dịna gheisse het.

22 Schliesslich het Gott a Rahel denkt. Gott het sie ghöhrt und het's möglich gmacht, Chind z'becho.

23 Sie isch schwanger worde und gib en Sohn. Denn het sie gseit: "Gott het mich vu minere Schand befreit!"

24 Sie hät en Josephas gheisse und hät gseit: "Jehova füegt mir jetzt en wiitere Sohn dezue."

25 Grad nachdem Rahel Joseph gebore het, het Jakob zu Lạban gseit: "Lass mir gah, damit ich hei i mis Land chan zruggkehre.

26 Gib mer mini Fraue und mini Chind, für die ich bi dir dient han, damit ich chan gah. Du weisch ja, wie ich dir dient han."

27 Druf het Lạban zu ihm gseit: "Wenn ich in diner Gunst stah Ich han us de Vorzeiche erchennt, dass Jehova mich dinetwege segnet."

28 Wiiter het er gmeint: "Setz din Lohn fest. Ich wird ihn ge."

29 Jakob antwortet ihm: "Du weisch wie ich dir dient han und wie es diner Herde bi mir gange isch.

30 Bevor ich cho bin, hesch nöd viel gha, doch dini Herde het sich vermehrt und isch immer grösser worde. Sit ich da bin het d Jehova dich gsegnet. Jetzt möcht ich öppis für mini eigeti Familie tue."

31 Da het Lạban gfrögt: "Was söll ich dir gäh?" Jakob antwortet: "Du bruchsch mer gar nüt zgäh! Ich wirde dini Herde witer hüte und bewache, wenn du die ei Sach für mich tuesch:

32 Ich gang hüt dur dini ganz Herde. Du sortiersch alli gspränkleti und gschickte Schoof us, usserdem alli dunkelbruune junge Schafböck und alli gschpränkleti Zeigewiibli. Die möchti vo jetzt a als Lohn ha.

33 Wennd denn in Zuekunft chunsch und dir min Lohn ahluegsch, söll mini Grechtigkeit für mich rede. Falls bi mir Ziegewible findsch wo nöd gspränklet oder gschäckt sind, oder jungi Schofböck wo nöd dunkelbruun sind, chasch sie als gstohle."

34 "Guet! Es söll gscheh wie du gseit hesch",a het Lạban erwideret.

35 Am Tag het er die gschtriifte und gschäckte Ziegeböck usgsortiert, usserdem alli gschpränklette und gschäckte Ziegewible, alli wo wissi Stelle gha händ, und alli dunkelbrune junge Schafböck. Er het sie sine Söhn übergäh.

36 Denn het er zwüsche sine und Jakobs Herde en Abstand gschafft vo drü Tagereis. Jakob het die übrige Tier Lạbans ghütet.

37 Jakob hät etzt frisch abgschnittni Zweige vo Storaxbäum, Mandelbäum und Platane gno und hät si a mänge Stelle abgschalte, so dass s wiisse Holz usegluegt hät.

38 Die abgschalte Stöck het er i d Tränkrinne gleit, i d Trög, wo d Herde zum Trinke cho sind, damit sie vor ihne brünstig würded, wenns zum Trinke cho sind.

39 So sind d Herde vor de Stöck brünschtig worde und händ gschtriifti, gspränkleti und gschäckti Bueb übercho.

40 Jakob het den die junge Schafböck usgsortiert und d Härde so treit, dass sie die gstriifte und alli Dunkelbrunne Tier in Lạbans Herde vor sich gha hend. Er het den sini eigene Herde abtrennt und sie nöd mit Lạbans Herde vermischt.

41 Immer wenn die chräftige Tier brünstig worde sind, het de Jakob d Stöck i d Tränkrinne vor d Auge vo de Herde gleit, damit sie bi de Stöck brünstig würded.

42 Doch wo die Tier schwach gsi sind, het er kei Stöck det ane gleit. So het Lạban immer nume die schwache Tier becho, Jakob degäge wo chräftiget.

43 De Maa isch immer wohlhabender worde und bsetztlich grossi Herde sowie Diener und Dienerinne, Kamel und Esel.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 29 vo 50

 

1.Moses 29 vo 50

29:1 Nochane hät Jakob wieder uufbrocht und reischt witer is Land vo de Bewohner vom Oschte.

2 Dänn hät er uf em freie Fäld en Brunne gseh wo drei Schoofherde glageret händ. A dem Brunne sind gwöhnlich d Herde tränkt worde. Uf de Öffnig vom Brunne isch en grosse Stei gläge.

3 Wenn mer alli Herde zämetriibe het, isch de Stei vo de Brunneöffnig weggrollt worde, damit d Tier hend chönne tränkt werde. Danach isch de Stei wieder a sin Platz uf em Brunne cho.

4 Jakob het d Hirte gfrogt: "Mini Brüedere, woher chumt ier?" "Mir sind us Hạran", händs gseit.

5 "Kennt ihr Lạban, de Enkel vo Nạhor?", wollte Jakob wüsse. "De kennemer", händ sie gantwortet.

6 "Gaht's ihm guet?", het er sich erkundet. Sie händ gseit: "Es goot ihm guet. Und do chunt sini Tochter Raheld mit de Schoof."

7 drufabe het er gmeint: "Es isch no zmitzt am Tag und nöd d'Zit zum d'Härde zämetriibe. Tränkt d'Schöfli, und dänn goot und lönd si frässe."

8 Da händs erchlärt: "Das dörfemer nöd. Erst müend alli Herde zämetribe werde und de Stei muess vo de Brunneöffnig weggrollt werde. Denn chömmer d Schöfli tränke."

9 Während er no mit ihne gredt het isch Rahel mit de Schöfli vo ihrem Vater cho, denn sie isch e Hirtin gsi.

10 Als Jakob Rahel, d Tochter Lạbans, vom Bruder vo sinere Muetter, mit Lạbans Schoofä het gseh, isch er sofort zum Brunne gange, het de Stei vo de Öffnig weggrollt und d Schoof Lạbans, em Brüeder vo sinere Muetter tränkt. 11 Dänn hät jakob Rahel küsst und hät luut afa gränne.

12 Jakob het dr Rahel verzellt, er seg en Verwandte vo ihrem Vater, de Sohn vo Rebẹkka. Do isch sie losgloffe und hets ihrem Vater brichtet.

13 Sobald Lạban het ghört, dass de Jakob, de Sohn vo sinere Schwöschter, do isch er ihm entgegege gwilnt. Er het umarme und het ihn küsst und ihn mit hei gno. Und Jakob het agfange, Lạban vo allem z verzelle.

14 Lạban het zue ihm gseit: "Du bisch tatsächlich mi bluetsverwandter." Do isch er en ganze Monet bi ihm bliebe.

15 Lạban hät dänn zu Jakob gseit: "Du söllsch nöd um mich schaffe, nur will du min Verwandter bisch. Seg mer wasd als Lohn willsch ha."

16 Lạban jz het zwei Töchter gha. De Name vo de ältere isch Lẹa gsi, die jüngeri het Rahel gheisse.

17 Lẹas Auge händ jedoch kei Glanz gha, während Rahel e sehr hübschi, attraktivi Frau worde isch.

18 Jakob het sich in Rahel verliebt. Drum het er gseit: "Ich bin parat, dir siebe Jahre für dini jüngeri Tochter Rahel zu diene."

19 Druf antwortet Lạban: "Ich gib sie besser dir als ein andere Maa. Bleib bei mir."

20 Jakob dient siebä Jahr für Rahel, doch will er sie liebt het, erschiineds ihm nur wie es paar Täg.

21 Jakob gseit hät dänn zu Lạban: "Die Zeit ist um. Gib mir jetzt meine Frau, damit ich Beziehungen mit ihre kann."

22 Da het Lạban alli Lüt us em Ort zämecho und het es Fäscht verastaltet.

23 Am Abig het er jedoch sini Tochter Lẹa gnoh und het sie zu Jakob bracht, damit er Beziehige mit ihre hät.

24 Au het Lạban vo sinere Tochter Lẹa sini Dienerin Sịlpa als Dienerin.

25 Am Morge het Jakob gmerkt, dass es Lẹa gsi isch. Do het er zu Lạban gseit: "Was hesch du mir ahta? Ich han dir doch dient, damit ich Rahel überchume! Warum häsch du mich betroge?"

26 Lạban hät gantwortet: "Bi eus hier ist es nicht üblich, die Jüngere vor der Erstgeborene weggeben.

27 Fiir die Wuche mit dere Frau. Nachher bechunsch au die andere, wänn Du mir nomal siebä Jahr diensch."

28 Jakob het das gmacht und het die Wuche mit dere Frau gfiiret. Denn het Lạban ihm sini Tochter Rahel zur Frau geh.

29 Usserdem het Lạban sinere Tochter Rahel sini Dienerin Bịlhan als Dienerin.

30 Jakob hät dänn au Beziehige mit Rahel gha. Er hät sie meh als Lẹa liebt und dient Lạban wiiteri siebä Jahr.

31 Wo Jehova sieht, dass Lẹa nöd gliebt worde isch, het er sie Chind becho loh. Rahel dagege isch unfruchtbar gsi.

32 Lẹa isch also schwanger worde und het en Sohn zu de welt bracht. Sie hät ihm de Name Rụbäna gäh, denn sie hät gseit: "Jehova hät mini schwirig Lag gseh. Vo jetzt a wird min Maa mich liebe."

33 Nachdem sie wieder schwanger worde isch und en Sohn becho het, het sie gseit "Jehova het ghört das ich nöd gliebt worde bin. Deswege het er mir au de gschenkt." Sie hät em de Name Sịmeon gäh.

34 Und sie isch wieder schwanger worde und het en Bueb uf d Welt brocht. Do het sie gseit: "Jetz wo i minem Maa drü Söhn uf d Welt kumme ha, wird er sich aschlüsse." Drum hät er de Name Lẹvia übercho.

35 Und nomol isch sie schwanger worde und het en Bueb übercho, wo sie gseit het: "Diesmal wird ich Jehova preise." Deshalb het sie en Juda gännt. Nachher het sie kei Chind meh becho.

 

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1.Moses 28 vo 50

 

1.Moses 28 vo 50

28:1 Do het Isaak Jakob zu sich gruefe, het ihn gsegnet und wies en ah: "Du darfsch dir kei Frau vo de Töchtere Kạnaans neh.

2 Gang nach Pạdddan-Ạram zum Huus Bẹthuëls, vom Vater vo dinere Muetter, und nimm der dört eini vo de Töchter Lạbans, vom Brüeder vo dinere Mueter, zur Frau.

3 Gott de Allmächtigi, wird dich sege lah und dich fruchtbar werde und dir viel Nachkomme geh, und us dir wird ganz bestimmt e Mängi vo Völkere füre gah.

4 Er wird dir und din Nachkomme de Sege Abrahams ge, damit du das Land in Bsitz chasch neh, wo Gott Abraham gä het und in dem du jetzt als Fremde läbsch."

5 Isaak het Jakob also weg gschickt und Jakob het sich uf de Weg uf Pạdan-Ạram zu Lạban gmacht. Lạban isch de Sohn vom Aramạ̈ers Bẹthuëlf und de Brüeder Rebẹkkas, de Mueter vom Jakob und Ẹsau gsi.

6 Ẹsau het mit becho, dass isaak Jakob gsägnet und nach Pạdan-Ạram gschickt het, damit er sich det e frau suecht. Er het au gwüsst, dass Isaak Jakob, woner ihn gsägnet het, agwiese het: "Nimm dir kei Frau vo de Töchtere Kạnaans",

7 und das Jakob uf sim Vater und sini Mueter ghört het und nach Pạdan-Ạram ufbroche gsi isch.

8 Ẹsau het dänn erkennt, dass d Töchter Kạnaans sim Vater Isaak missfielet.

9 Also ging Esau zu Ịsmael und het sich zu siine andere Fraue no e Tochter vo Abrahams Sohn gno Ịsmael dezue – Mạhalath, d Schwöster vo Nẹbajoth.

10 Jakob het vo Beërschẹba in Richtig Hạran ufbrocht.

11 Nach einere Ziit isch er anen Ort cho und hät sich det zum Übernachte iigrichtet, will d Sunne scho untergange isch. Er het sich eine vo de Stei det als Chopfstütz gno und het sich anegleit.

12 Plötzlich het er imene Traum e Stäge gseh wo vo de Erde bis in Himmel glängt het. Gottes Engel stieged uf ihr duruf und durab.

13 Und da! Über de Stäge isch Jehova gsi und het gseit:

"Ich bi Johva, der Gott vu dinem Vater Abraham un Gott Isaaks. Das Land, uf dem dü ligsch, wird i dir un din Nochkumme ge.

14 Dini Nachkomme werded ganz bestimmt wie die Staubchörnli uf de Erde werded. Du wirsch dich nach Weste, Oste, Norde und Süde usbreite und dur dich und din Nachkomme werded alli Familie vo de Erde ganz bestimmt gsägnet werded.

15 Ich bin bi dir und wirde dich überall wo du gasch, beschütze und ich wird dich i das Land zruggbringe. Ich verlah dich nöd, bis ich gmacht han, was ich dir versproche han."

16 Als Jakob uufgwachte, het er gseit: "Würkli, Jehova isch a dem Ort und ich has nöd gwüsst."

17 Er het Angst übercho und het wiiter gseit: "Was für en Ehrfurcht iiflössende Ort! Das chan nur s Huus Gottes sii und das isch s Tor zum Himmel."

18 Jakob isch früeh am Morge ufgschtande, het de Stei gno, woner sin Chopf gleit het, het en als Gedenkstei uufgstellt und öl drüber gosse.

19 Er het de Ort Bẹthel gnennt. Vorher het d'Stadt jedoch Lus gheisse.

20 Jakob het den es Gelübdeli abgleit: "Wenn Gott mir wieter biistet und mich unterwegs beschützt, wenn er mir Brot z ässe git und Chleider zum Aazieh

21 und weni z Friede zum Huus mim Vater zruggchume, de isch das de sicheri Bewiis das Jehova min Gott isch.

22 Und de stei wo ich als Gedenkstei ufgstellt han wird es Huus Gottes werde und ich wird dir ganz bestimmt es zehntel vo allem geh wo du mir gisch."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 27 vo 50

 

1.Moses 27 vo 50

27:1 Wo Isaak alt gsi isch und sini Auge z schwach gsi sind zum gseh, het er sin ältere Sohn gruefe Ẹsau zu sich gruefe. "Mein Sohn!", het er zu ihm gseit. "Hier bin ich!", het Ẹsau gantwortet.

2 "Ich bin jetzt alt", isch Isaak furt gfahre, "und ich weiss nöd wenn ich sterbe werde.

3 Nimm jetzt bitte dini Waffe, din Köcher und din Bögge, und gang ufs Feld und jagge Wild für mich.

4 Bereit mer devo es guets Gricht zue, so wie ich's gern mag, und bring's mir. Denn wird ich's ässe, demit ich dich chan sägne, bevor ich sterbe."

5 Rebẹkka het zue ghört, während Isaak mit sim Sohn Ẹsau gredt het. Wo Ẹsau ufs Feld isch gange um Wild z jage und s hei bringe,

6 het Rebẹkka zu ihrem Sohn Jakob gseit: "Ich han ebe ghört wie din Vater zu dim Brüeder Ẹsau gseit hät:

7 'Bring mir Wild und bereit mir es guets Gricht zue. Denn lahs miesse damit ich dich vor Jehova sägne chan, ehe ich sterbe.'

8 Hör mer iez guet zue, min Sohn und tue wasi der säge:

9 Gang bitte zur Herde und hol mer zwei vo de beste junge Geiss. Ich mach dim Vater devo es guets Gricht, so wie ers gern mag.

10 Das bringsch dänn dim Vater zum Ässe, damit er dich vor sim Tod sägnet."

11 "Aber min Brüeder Ẹsau isch doch behaart und mini Hut isch glatt", het de Jakob zu sinere Muetter Rebẹkka gseit.

12 "Was isch wenn mi Vater ahfasst? Denn denkt er bestimmt, dass ich mich über ihn lustig mache will und ich wird kei Säge, sondern en Fluech über mich bringe."

13 Sini Mueter het erwideret: "Der für dich bestimmti Fluech söll mich treffe, min Sohn. Tuen eifach was ich dir säge. Gang und hol mer d Geiss."

14 Do het er si gholt, het sie sinere Muetter brocht und sie het es guets Gricht gmacht, wie sin Vater s gern gha het.

15 Räbẹkka het den die beste Chleider vo ihrem ältere Sohn gno Ẹsau wo sie im Huus gha het und sie ihrem jüngere Sohn Jakob agleit.

16 Über siini Händ und de glatte Bereich vo sim Hals het si d'Fäll vo de junge Geiss leit.

17 Dänn hät si ihrem Sohn Jakob s'guete Gricht gäh und s'Brot wo si backe hät.

18 Er isch zu sim Vater inne gange und het gseit: "Min Vater!" Dä het antwortet: "Hie bin ich! Wer bisch du, min Bueb?"

19 "Ich bin Ẹsau, dein Erstgeborener", hät Jakob zu sim Vater gseit. "Ich han ta, was du gseit hesch. Setz dich bitte uf, und iss öppis vo mim Wild, damit du mich chasch sege".

20 Isaak hät si Sohn gfröget: "Wie häsch das Wild so schnell gefunden, mein Sohn?" Er hät antwortet: "Jehova, di Gott, häts zu mir brocht."

21 Druf het Isaak zu Jakob gseit: "Chum bitte her, min Sohn, damit ich dich afasse chan. Ich möcht wüsse, ob du würkli min Sohn Ẹsau bisch."

22 Da isch de Jakob zu sim Vater Isaak ane gange und Isaak het en betastet. Er het gseit: "D Stimm isch die vo Jakob, aber d Händ sind die vo Ẹsau."

23 Er het Jakob nöd erkennt, will sini Händ so behaartet gsi sind wie die vo sim Brüeder Ẹsau. So het er ihn gsegnet.

24 Danach hät er gfrögt: "Bisch du würklich min Sohn Ẹsau?" "Ja", het Jakob gantwortet.

25 Dänn hät er gsäit: "Bring mir öppis vo däm Wild, min Sohn, den wird ich dich zeige." Druf hät Jakobs ihm bracht und Isaak ässä. Dezue hät er ihm Wii gäh und er trunke.

26 Si Vater Isaak hät zue nem gsäit: "Chum bitte her, mi Bueb, und küss mi."

27 Er isch zu ihm gange und het en küsst, und Isaak het de Gruch vu sinere Chleider chönne schmöcke. Dänn het er ihn gsägnet und het gsait: "Min Sohn schmöckt wie das Feld, wo Jehova gsägnet het.

28 De wahri Gott gib der de Tau vom Himmelst und de fruchtbare Bode vo de Erde sowie Getreide und neue Wy im Überfluss.

29 Völker sölled dir diene und Natione sölled sich tüüf vor dir verbüüte. Du söllsch de Herr über dini Brüedere sii und d Söhn vo dinere Mueter sölled sich tüüf vor dir verneige. Wer dich verfluecht, sell selber verfluecht sii, und wer dich segnet, söll selber gsegnet sii."

30 Chuum het de Jakob sin Vater Isaak verloh nachdem de en gsägnet het, da isch sin Brüeder cho Ẹsau vo de Jagd zrugg.

31 Ẹsau het sim Vater ebefalls es guets Gricht zue gmacht und hets ihm bracht. "Richt dich auf, mein Vater", het er gseit. "Iss öppis vom Wild vo dim Sohn, damit du mich chasch sägne".

32 "Wer bisch du?", het en si Vater Isaak gfröget. "Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Ẹsau", het er gantwortet.

33 Do het Isaak starch zittere agfange und gseit: "Es het doch scho öpper Wild gjagt und es mir bracht. Wer isch das denn gsi? Ich has gässe bevor du cho bisch. Denn han ich ihn gsägnet - und de säge isch ihm sicher."

34 Wo Ẹsau die Wort vo sim Vater ghört het, het er sehr luut aagfange und bitterlich z'schreie und het sin Vater gflegt: " Sägne mi min Vater,, sägne au mi!"

35 Isaak het jedoch erwideret: "Din Brüeder isch mit List cho um de Säge z'becho wo für dich bestimmt gsi isch."

36 Druf het gseit Ẹsau: "Er het sin Name Jakob zu Recht. Jetz het er mi scho zwei Mal verdrängt! Erst het er mir mis Erstgeburtsrecht gno und jetzt au min Sege!" De het er gfrögt: "Häsch nöd au na en Säge für mich übrig?"

37 Doch Isaak het Ẹsau gantwortet: "Ich han ihn zu dim Herrn gmacht und em all sini Brüeder als Diener geh. Ich han ihn mit Getreide und neuem Wii für sin Unterhalt versorgt. Was chan ich da na für dich tue, min Sohn?"

38 Druf het gseit Ẹsau zu sim Vater: "Häsch den nur ein einzige Säge, mi Vater? Zeig mi Vater, sägne mi au!" Ẹsau het luut gschraue und in Träne usbroche.

39 Da het ihm si Vater Isaak zur Antwort geh:

"Wiit wäg vom fruchtbare Bode vo de Erde wirsch wohne und wiit wäg vom Tau vom Himmel obe.

40 Vo dim Schwert wirsch lebe und du wirsch dim Brüeder diene. Mol wend rastlos wirsch wirsch sis Joch uf dim Hals verbräche."

41 Ẹsau het feindseligi Gfühl gha gege Jakob, will dä vo sim Vater gsägnet worde isch. Er het sich immer wieder gseit: "D Zit vo de Truur um min Vater chunnt nöcher. Nochher wird ich min Brüeder Jakob umbringe."

42 Als Rebẹkka brichtet wurde, was ihr ältere Sohn Ẹsau plante, sie het sofort ihre jüngere Sohn Jakob zu sich cho und het zue ihm gseit: "Pass auf! Din Brüeder Ẹsau het vor sich a dir z räche und wott dich umbringe.

43 Min Sohn, tue jetzt was ich dir säge: Mach dich uf und lauf weg zu mim Brüeder Lạban nach Hạran.

44 Blib e Ziit lang bi ihm, bis sich d'Wuet vo dim Brüeder leit,

45 bis sis Zorn nachelaht und er vergesse het was em ahta hesch. Ich wird dich den vo det hole loh. Warum sött ich eu beidi amene Tag verlüre?"

46 Nochane het Rebẹkka wiederholt zu Isaak gseit: "Mis Läbe widderet mich a wäg de Töchter vo Heth. Wänn sich Jakob jemals eini vo de Töchter Heths zur Frau nimmt wie die Töchter vom Land, was hani da no vom Läbe?"