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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 29 vo 31

 

Sprüch 29 vo 31

29:1 Wer trotz vieler Zurechtwiisige stur bliibt, wird plötzlich zerbroche, und es git kei Heilig.

 2 Wänn die Grächte zahlriich sind, freut sich s Volk, doch wenn en Böse herrscht, suufzt s Volk.

 3 En Maa wo Wiisheit liebt, erfreut sin Vater, wer sich aber mit Prostituierte abgit, verschluderet sis Vermöge.

 4 Durch Recht gibt ein König einem Land Stabilität, doch ein Maa wo auf Bestechungsgschenk us isch tribts in Ruin.

 5 Wer sim Mitmensche schmeichlet, breitet es Netz für sini Füess us.

 6 D'Überträtig vomene schlächte Mensch wird ihm zur Fall, aber wer grächt isch, juble und freut sich.

 7 De Grächti isch uf die Rächti vo de Arme bedacht, doch de Böse kümmeret so öppis nöd.

 8 prahler stecked e stadt in brand, aber wiisi mensche wend zorn ab.

 9 Wänn en Wiiser sich mit Dumme uf Striit iilaht, dänn gits Gschimpfti und Spott, aber erreicht nüt.

10 bluetrünstigi mensche hassed jede unschuldige und sie hends ufs lebe vom uufrichtige abgseh.

11 De Dummi macht allne sin Gfühl Luft, doch de Wiis beherrscht sich und bliibt ruhig.

12 Wenn en Herrscher uf Lüge ghört werded all sini Diener schlächti Mensche si.

13 De Arme und de Unterdrücker hend Folgendes gmeinsam: Jehova schenkt de Auge vo beidne Liecht.

14 Wen en König über Armi grächt urteilt bliibt sis Thron immer gfestigt.

15 Die Rute und Zurechtwisig vermittle Wisheit, doch es Chind wo alles dörf, macht sinere Muetter Schand.

16 Wänn die Böse zahlriich werded nimmt d Überträtig zue, doch die Grechte werded ire Undergang gseh.

17 Erzieh din Sohn und er wird dir Rueh bringe. Er wird dir viel Freud mache.

18 Wo kei Vision isch wird s Volk zügellos, aber glücklich sind die wo das Gsetz befolged.

19 En Diener laht sich dur Wort nöd korrigiere, will obwohl er verstaht ghorcht er nöd.

20 Hesch du öppert gseh wo übereilt redet? Für en Unvernünftige gits meh Hoffnig als für ihn.

21 Wird en Diener vo Jugend a verwöhnt, wird er spöter undankbar.

22 Wer liecht zornig wird, schürt Striit, und wer zu Wuet neigt, begaht so mängi Überträtig.

23 De Hochmuet vomene Mensch wird ihn demüetige, doch wer e demüetigi Istellig het, wird zu Ehre cho.

24 Wer sich mit eme Dieb zemetüend, hasst sich selber. Er ghört vilicht de Uufruef zur Zügnussag, doch er brichtet nüt.

25 Vor Mensche zittere isch en Fall, aber wer uf Jehova vertraut, wird beschützt.

26 Vieli möched en Audienz bimene Herrscher, aber Recht bechund en Maa vo Jehova.

27 De Ungerecht isch für de Gerecht abscheulich, doch wer ufrichtig sin Weg gaht, isch für de Böse abscheulich.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 28 vo 31

 

Sprüch 28 vo 31

28:1 Die Böse fliehnd au wenn niemert sie verfolgt, d Grächte aber sind zueversichtlich wie en Löwe.

 2 Wo s Überträtig im Land git folgt en Herrscher uf de andere, doch mit Hilf vomene Mänsch wo Unterscheidigsvermöge und Wüsse het bliibt en Herrscher lang a de Macht.

 3 En arme Mensch wo die Schwache betrügt isch wie en Rege wo alli Nahrig wegschwemmt.

 4 Wo s Gsetz nüme beachte, priise de Böse wo aber s Gsetz halte sind empört über sie.

 5 Schlechti Mensche verstönd Gerechtigkeit ned, aber wer Jehova suecht verstaht alles.

 6 Besser en Arme wo de Wäg vo de Integrität gaht als en Riicher wo chrummi Wäg gaht.

 7 En verständige Sohn befolgt s Gsetz, wer jedoch mit Fressere Umgang het, macht sim Vater Schand.

 8 Wer sis Vermöge dur Zins und Wucher vermehrt, hüüfts für de ah wo guet zu de Arme isch.

 9 Wer nöd uf das Gsetz wett ghöre – sogar sis Gebet isch abscheulich.

10 Wer ufrichtigi Mensche uf en schlechte Weg füehrt, wird i sini eigeti Gruebe falle, doch wer sich nüt zueschulde loht, wird Guets erbe.

11 En riche Maa isch i sine eigene Auge wiis, doch en arme Ma mit Unterscheidigsvermöge dureluegt en.

12 Wenn die Grächte triumphiere isch d Herrlichkeit gross, doch wenn die Böse ad Macht chömmed verstecked sich d Mensche.

13 Wer sini Überträtige zudeckt, wird kein Erfolg ha,

doch wer sie zuegaht und sie laht, dem wird Barmherzigkeit zeigt.

14 Glücklich isch de Mensch wo immer uf de Huet isch, wer aber sis Härz verhärtet, wird is Unglück stürze.

15 Wie en knurende Löwe und en herastürmende Bär isch en Böse wo über es hilfs Volk herrscht.

16 En Führer ohni Unterscheidigsvermöge missbrucht sini Macht, doch wer unehrliche Gwünn hasst verlängeret sis Läbe.

17 Wer öperem s Läbe gno und Bluetschuld uf sich glade het, wird flieh bis zum Grab. Keine söll ihm hälfe.

18 Wer en tadellose Lebenswandel füehrt wird grettet aber wer chrummi Wäg gaht chunnt plötzlich zu Fall.

19 Wer siis Land baut, wird en huufe Brot ha, wer jedoch Wertlosem najagt, wird sich a Armuet satt ässe.

20 En treue Maa wird rich gsägnet, aber wer schnell rich will, wird nöd unschuldig bliibe.

21 Parteilichkeit isch nöd guet, doch mänge duet scho Unrecht für es Stück Brot.

22 En niidische Mensch begehrt Riichtum, er weiss aber nöd das en Armuet übercho wird.

23 Wer en Mensch zrechtwiist wird hinterher meh Anerkennig finde als öpper wo mit sinere Zunge schmeichlet.

24 Wer sin Vater und sini Mueter beraubt und seit: "Dran isch nüt verkehrt, tuet sich mit dem zäme wo Verderbe bringt.

25 En gierige Mensch schafft Uneinigkeit, doch wer sich uf Jehova verloht, dem wirds guet gah.

26 Wer uf sis eigene Herz vertraut isch dumm, wer aber sin Weg in Wiisheit gaht, wird devo cho.

27 Wer de Arme git, däm wird nigs fehle, aber dä, wo sini Auge vor ihne verschliesst, erwartet vieli Flüchtling.

28 Wänn die Böse a d Macht chömed versteckt sich en Mensch, aber wenn sie umchömed werded die Gerechte zahlriich.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 27 vo 31

 

Sprüch 27 vo 31

27:1 Rühme dich nöd am morgige Tag, denn weisch nöd was en Tag bringt.

 2 Öpper anders söll dich lobe und nöd dis eigene Mul, anderi und nöd dini eigene Lippe.

 3 En Stei isch schwer und Sand wiegt viel, doch de Ärger wo en Dummchopf verursacht isch schwerer als beidi.

 4 Da isch d Grasamkeit vo de Wuet und d Fluet vom Zorn, doch wer chan de Iifersucht standhalte?

 5 Offene Zurächtwiesig isch besser als verborgeni Liebi.

 6 Treu gmeint sind die Wunde, wo en Fründ zuefüegt, doch d Küssli vomene Find sind zahlrich.

 7 Wer kei Hunger het, lehnt Wabenhonig ab, aber für de Hungrige schmöckt sogar Bitteres süess.

 8 Wie en Vogel wo sis Nest verlaht, isch en Maa wo si dihei verlaht.

 9 Öl und Rüücherwerk erfreued s Härz, au e gueti Fründschaft wo durch ehrleche Rat entstaht.

10 Verlass nöd din Fründ no de Fründ vo dim Vater und gang Tag dim Unglück nöd is Huus vo dim Brüeder. Besser isch en Nachbar i de nöchi als en Brüeder i de Fern.

11 Sei wiis, min Sohn und mach min Härz Freud, damit ich dem wo mich verhöhnt chan en Antwort geh.

12 De klug gseht d gfahr und weiched ihr us, d unerfahrene gönd wiiter und bechömed folge z gspüre.

13 Nimm emne Mönsch s Gwand ab wenn er sich für en Fremde verbürgt het. Nimm em de Pfand ab wenn ers für en Usländerin tah het.

14 Wänn öpper sini Mitmensche früehmorgens mit luuter Stimm segnet, dänn wird's ihm als Fluech aagrechnet.

15 E striitsüchtigi Ehefrau isch wie es ständig tropfends Dach amene Regetag.

16 Wer sie chan zrugghalte, de chan de Wind zrugghalte und mit sinere rechte Hand Öl festhalte.

17 Wie Eisen dur Eise gschärft wird, so schärft en Maa sin Fründ.

18 Wer sich um en Figebaum kümmeret, wird Frücht devo ässe, und wer sich um sin Herr kümmeret, wird geehrt.

19 Wie sich es Gsicht im Wasser spieglet, so spieglet sich s Herz vomene Mänsch i däm andere.

20 Das Grab und de Ort vo de vernichtig werded nie satt und au d Auge vomene Mensch sind unersättlich.

21 Wie de Lüüterigstiegel für Silber isch und de Schmelzofe für Gold, so wird en Mensch durch Lob prüeft.

22 Au wänn du en Dumme mit eme Stössel bearbeitisch wie zerstossenigs Getreide ime Mörser, wird sini Dummheit nöd vo ihm weiche.

23 Du söttisch de zuestand vo dinere herde guet kenne. Kümmere dich guet um dini Schöfli,

24 den Richtum bestaht nöd für immerno e Krone für alli Generatione.

25 Das grüene Gras verschwindet, neues Gras erschiint, und d Pflanze vo de Berge werded iigsammlet.

26 Jungi Schofböck lifere euch Chleidig und Ziegeböck sind de Chaufpriis für es Feld.

27 Es wird gnueg Ziegemilch geh zum dich ernähre und du hesch Nahrig für dini Husgmeinschaft und für Dini Dienerinne.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch 26 vo 31

 

Sprüch 26 vo 31

26:1 Wie de Schnee nöd zum Summer passt und Rege nöd zur Ernteziit, so passt Ehre nöd zumene Dumme.

 2 Wie en Vogel Grund het z fliehe und e Schwalbe flüge, so gits au für en Fluech immer en ächte Grund.

 3 D Peitsche isch für s Ross, s Zaumzüüg für de Esel und de Stock isch für de Rugge vo de Dumme.

 4 Antwort em Unvernünftige nöd gemäss sinere Dummheit, damit du dich nöd mit ihm uf ei Stufe stellsch.

 5 Antwort em Unvernünftige gmäss sinere Dummheit, damit er nöd glaubt, er seg wiis.

 6 Wie öpper wo sini füess verstümmlet und sich selber schadet isch de wo en dumme mitere sach betraut.

 7 Wie die schlaffed Bei des Lahmen, so isch es Sprichwort im Muul dumme Lüt.

 8 Wie wänn mer en Stei in enere Schleuder festbindet, so isch es, wänn mer en dumme Ehr erwiist.

 9 Wie e Dornänzweig i de Hand vomene Betrunkene, so isch es Sprichwort im Muul dumme Lüt.

10 Wie en Bogeschütz wo ander wahlos verletzt isch öpper wo en dumme oder vorbiighende istellt.

11 Wie en Hund wo zu sim Erbrochene zruggkehrt, so wiederholt de Unvernünftig sini Dummheit.

12 Hesch du öppert gseh wo sich für wiis haltet? Für en dumme gits meh hoffnig als für ihn.

13 De Fuule seit: "Uf de Stross isch en junge Löwe, en Löwe isch ufem öffentliche Platz!"

14 E Türe dreiht sich ständig in ihrne Angel und de Fuul uf sim Bett.

15 De Fuul griift mit de Hand id Feschtmahlschale, aber dänn isch er z müed sie zum Muul zrüggzfüehre.

16 De Fuul halted sich für chlüger als siebe Lüt, wo e vernünftigi Antwort gebed.

17 Wie eine, wo en Hund a de Ohre packt, isch öpper, wo verbii gaht und wegeme Striit hässig wird, wo ihn nüt aagaht.

18 Wie en Wahnsinnige, de feuerigi Gschoss schüsst, Pfiil und Tod,

19 isch de Maa wo sin Mitmensche tüüscht und säit: "Das isch nur Spass gsi!"

20 Wo kei Holz isch, gaht s Füür us, und wo kein Verlümder isch, leit sich de Striit.

21 Wie Kohle uf de Gluet und Holz uf em Füür, so isch en streitsüchtige Mensch wo Zank schüürt.

22 Die Wort eines Verleumder sind wie Leckerbissen. Man schlingt sie in den Magen ab.

23 Wie e Silberglasur uf ere Tonscherbe sind liebevolli Wort us eme böse Härz.

24 Wer anderi hasst, vertuschts mit sine Lippe, doch i sim Innere isch Falschheit.

25 Wäner au fründlich redt trau ihm nöd, dänn i sim Härz sind siebe Abscheulichkeite.

26 Au wänn Falschheit sin Hass verdeckt, wird doch sini Schlächtigkeit i de Versammlig offebar.

27 Wer e Gruebe gräbt wird i sie inegheie, und wer en Stei wegwälzt, uf de wird er zrugrolle.

28 E verlogeni Zunge hasst die vo ihrne Zermalmme und en schmeichlige Mul verursacht Verderbe.