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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 9

 

Sprüch Kapitel 9

9:1 Die wahri Wiisheit het ihres Huus baut. Sie het ihri siebä Süüle bhauä.

 2 Sie het ihre Fleisch fertig zuebereitet, het ihre Wii gmischt und au ihre Tisch deckt.

 3 Si het iri Dienerinne losgschickt, damit si vo de Aahöhe über de Stadt usrüefed:

 4 "Wer unerfahre isch, söll da inecho. Sie seit dene wos a Vernunft fehlt:

 5 "Chunnt, issisch mis Brot und trinkt vo dem Wii woni gmischt han.

 6 Lönd euri Unerfahreheit hinter eu und lebed. Gönd vorwärts ufem Weg vom Verständnis.

 7 Wer en Spötter korrigiert, mues mit Unhre rächne, und wer en schlächte Mensch zrechtwiist, schadet sich sälber.

 8 Wiis en Spötter nöd zrecht, susch wird er dich hasse. Erteile amene Wiise e Zurechtwiisig und er wird dich liebe.

 9 Teil mit eme Wiise und er wird no wiiser werde. Lehr en Gerechte und er wird dezue lehre.

10 D Ehrfurcht vor Jehova isch de Afang vo de Wisheit und de Heiligste z'kenne, das isch Verständnis.

11 Denn durch mich werded dini Täg zahlrich werde und dim Läbe werded Jahre anegführt.

12 Wirsch wiis, chunnt der das selber zuguet, und bisch en Spötter, häsch es allei träge.

13 E dummi Frau isch luut. Sie isch ignorant und weiss absolut nüt.

14 Sie hockt am Igang vorem Huus, ufeme Sitz uf de Aahöchi vo de Stadt,

15 und rüeft de Vorübergehende zue ,dene wo graduus uf ihrem Weg gönd :

16 "Wer unerfahre isch, söll da inecho. Sie seit dem, wos a Vernunft fehlt.

17 "Gstohlenes Wasser isch süess und heimlich gesse Brot isch es Gnuss.

18 Aber er weis nöd, dass döt die im Tod Chraftlose sind, dass ihri Gäscht i de Tüüf vom Grab sind.

 

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 8

 

Sprüch Kapitel 8

8:1 Rüeft da nöd d Weisheit? Erhebt nöd s Unterscheidigsvermöge sini Stimm?

 2 Uf de Aahöhe entlang vo de Stross stellt sie sich a de Chrüüzige uf.

 3 nebe de Tore wo id Stadt füehred a de Iigäng, lütet si ständig lut:

 4 "A euch, ihr Lüüt, erged min Ruef. Mini Stimm richtet sich a jede.

 5 Ihr Unerfahre, lernt Klugheit. Ihr Dumme, entwicklet es verständigs Herz.

 6 Hört zue, denn ich han wichtigs z sege was mini Lippe redet isch richtig.

 7 Denn mis Muul redt sanft d Wohrheit und miini Lippe verabschüüred s Böse.

 8 Alli Wort vo mim Muul sind grächt. Nüt devo isch vertreit oder verchehrt.

 9 Für de mit Unterscheidigsvermöge sinds klar und dütlich, und für die wo d Erkenntnis gfunde händ sinds richtig.

10 Nimmt lieber mini Erziehig a als Silber und lieber Erkenntnis als feinsts Gold.

11 Denn Wiisheit isch besser als Koralle. Nüt was mer sich wünscht loht sich mit ihre vergliiche.

12 Ich, d Wiisheit, wohne mit de Klugheit zeme. Ich han Erkenntnis und Dänkfähigkeit gfunde.

13 Ehrfurcht vor Jehova bedütet s'Böse z'hasse. Ich hasse Sälbsterhöhig, Stolz, de schlächti Wäg und verlogeni Wort.

14 Ich han gueti Ratschläg und praktischi Wiisheit. Mir ghöred Verstand und Macht.

15 Durch mich regiered Könige und hohi Beamte erlönd grächti Verordnige.

16 Durch mich regiere Fürst und Edle urteile recht.

17 Ich liebe die wo mich liebed und die nach mir sueche findet mich.

18 Riichtum und Herrlichkeit sind bi mir, bliibendi Wohlstand und Gerechtigkeit.

19 Mis ertrag isch besser als Gold, ja als gläuters Gold, und mini Erzügnis sind besser als feinsts Silber.

20 Ich gang de Wäg vo de Gerechtigkeit, go zmitzt uf de Pfade vom Rächt.

21 Die mich liebed, chömed vo mir es riichs Erbe über und ich füll ihri Vorratshüüser bis obe ane.

22 Jehova hät mich als de Aafang vo sim Wäg füre bracht als s'früehste vo sinere Wärch vor langer Ziit.

23 Sit alter Ziit bin ich vo Afang aa igsetzt gsi, vor de Urzite vo de Erde.

24 Wo's kei Wasserdüfe gäh het bini hervorbracht worde, wo no kei Quelle füre gsprudlet het.

25 Ehe die Berge a ihre Platz gstellt worde sind, ja vor de Hügel bini hervorbracht worde,

26 wo er d Erde und ihri Fälder nanig gmacht hät, au nöd die erste Erdklumpe.

27 Wo er de Himmel bildet het bini da gsi. Wo er über de Wasseroberflächi de Horizont absteckt het,

28 als er höch obe d Wulche platziert het, won er d Quelle vo de Tüüf gründet het,

29 wo er für s Meer d Verordnig festgleit het, dass s Wasser innerhalb vo de agordnete Gränze bliibt, won er d Fundament vo de Erde verankeret het,

30 da bini als Werkmeister a sinere Siite gsi. Ich bin es gsi wo er Tag für Tag bsunders lieb het gha. Vor ihm gfreut ich mich die ganz Ziit.

31 Ich han mich über sini bewohnbari Erde gfreut und bsunders d Mänsche hani lieb gha.

32 Mini Söhn, losed jetzt uf mich. Ja, glücklich sind die wo uf min Wäg bliibed.

33 Höred uf Erziehig und werded wiis, lönd sie niemals usser Acht.

34 Glücklich isch de Mensch wo uf mich ghört indem er Tag früeh a mini Türe chunnt indem er a min Türpfoschte wartet.

35 Denn wer mich findet wird Lebe finde und chunt Annerkennig vo Jehova über.

36 Doch wer mich ignoriert schadet sich selber und wo mich hasset liebed de Tod."

 

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 7

 

Sprüch Kapitel 7

7:1 Min Sohn, halt dich a mini Wort und bewahre mini Gebote uf wie en Schatz.

 2 Halt dich a mini Gebot und leb. Behüet mini Aleitig wie d Pupille vo dim Aug.

 3 Bindet sie um dini Finger. Schrib sie uf d Tafle vo dim Herz.

 4 Säg zu de Wiisheit: "Du bisch mini Schwöster" das Verständnis nennt "mini Verwandte",

 5 um Dich vor de verdorbene Frau zschütze, vor de unmoralische Frau und ihrne glatte Wort.

 6 Am Fänschter vo mim Huus hani durs Gitter abegseh,

 7 und woni die naive Lüt beobachtet ha, hani under de Jugendliche en junge Maa entdeckt, wos a Vernunft gfählt han.

 8 Er isch i de nöchi vo ihrere Ecke entlang gange und uf ihres Huus marschiert,

 9 i de Dämmerig, am Abig, als Nacht und Dunkelheit abroche.

10 Denn hani gseh wie ihm e Frau entgegecho isch, gchleidet wie e Prostituierti, e Frau mit listigem Herze.

11 Sie isch luut und fräch. Nie bliibt sie dihei.

12 Mal isch sie dusse, mal uf de öffentliche Plätz. A jedere Egge lauret sie.

13 Sie packt ihn und git ihm es Müntschi. Mit drüzter Mine seit sie zu ihm:

14 "Ich han Gmeinschaftsopfer darzbringe gha. Hüt hani mini Gelübde erfüllt.

15 Deswege bin ich usegange zum dich treffe, und ich han dich gfunde!

16 Ich han edle Decke uf mim Bett usbreitet, bunts Line us Ägypte.

17 Mit Myrhe, Ạloe und Zimt hani mis Bett besprengt.

18 Chum, mir beruusched eus a liebi bis zum morge. Mir wend eus liideschaftlich liebe,

19 den min Maa isch nöd dihei. Er isch wiit weg uf Reise.

20 Er het en Geldbütel mitgno und wird ned vorem Vollmonds Tag zrugkehre.

21 Mit grosser Überredigskunscht verleitet si en, sie verfüert en mit glatte Wort.

22 Plötzlich gaht er ihre hinderher wie en Stier zum Schlachte, wie en Dummchopf wo söll zur Straf in Stock gleit werde,

23 bis en Pfil sini Läber durebohrt. Wie en Vogel wo gradwägs id Fall gaht, weiss er nöd dass es ihn s Lebe choste wird.

24 Mini Söhn, hört jetzt uf mich. Achtet uf die Wort woni rede.

25 Lönd euis Herz nöd abbüüge uf ihre Wäg. Verirred eu nöd uf ihri Pfadä.

26 Denn sie het vielne de Tod brocht, sie het etlichi umbrocht.

27 Ihres Huus füehrt zum Grab, es füehrt abe zu de Innechammere vom Tod.

 

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 6

 

Sprüch Kapitel 6

6:1 Min Sohn, wenn du dich für din mitmensche verbürgt hesch, wenn du amene fremde d'hand gä hesch.

 2 wenn dir dis verspreche zu de schlinge worde isch und d wort vo dim muul zunere falle,

 3 dänn mach Folgendes, min Sohn und befreie Dich dänn din Mitmensch hät dich jetzt ide Hand: Gang und demüetig dich und bestürm dine Mitmensche mit Bitte.

 4 Gönn dine Auge kein Schlaf na dine Augelider Schlummer.

 5 Befrei Dich wie e Gazelle us de Hand vom Jäger, wie en Vogel us de Hand vom Vogelfänger.

 6 Gang zu de Ameise du Fuuler. Beobachte ihri Wäg und wirde wiis.

 7 Obwohl sie kein Befehlshaber, Beamte oder Herrscher het,

 8 sorgt si im Summer für iri Nahrig und sammlet im Herbst iri Vorrät ii.

 9 Wie lang wirsch ligge bliibe du fuuler? Wenn wirsch vom schlaf erwache und ufstah?

10 Chli schlafe, chli schlafe, chli schlafe, chli Händ gheie und usruehig –

11 und dini Armuet wird cho wie en Räuber und dini Not wie en bewaffnete Maa.

12 En nutzlose und schlächte Mensch gaht ume und verzellt Verkehrts.

13 Er zwinkert mit de Auge, git mit sim Fuess Zeiche und macht mit sine Finger Aadütige.

14 Mit eme Herze voller Falschheit schmiedet er ständig bösi Plän und zättet überall Striitigkeite a.

15 Darum wird plötzlich Unglück über ihn inebräche. Imene Augeblick wird er zerschmetteret ohni Ussicht uf Wiederherstellig.

16 Es git 6 sache wo Jehova hasst, ja siebe sache woner verabschütet:

17 überheblichi Auge, e verlogeni Zunge und Händ wo unschuldiges Bluet vergesse hend,

18 es Herz, wo böse Plän schmiedet, und Füess wo schnell zu Schlechtem renne,

19 en falsche züg wo bi jedem atemzug lügt und jede wo striit under Brüedere sitzt.

20 Min Sohn, beachte s Gebot vo dim Vater und lehn d Aleitig vo dinere Muetter nöd ab.

21 Wickle sie immer um dis Herz. Bind sie um din Hals.

22 Bim laufe werded sie dich leite, bim anelegge werde sie dich bewache und bim ufwache werde sie zu dir rede.

23 Denn s Gebot isch e Lüücht und das Gsetz isch es Liecht und Erziehig dur Zrechtwiesig isch de Wäg zum Läbe.

24 Sie werded dich vor de schlechte Frau bewahre, vor de verführerische Zunge vo de unmoralische Frau.

25 Begehr ihri Schönheit ned i dim Herze und lah dich ned vo de Aziehigskraft vo ihrne Auge iifange,

26 den eine Prostituierti bringt eine abe bis uf en Laib Brot, doch d Ehefrau vomene andere macht Jagd uf es kostbars Läbe.

27 Chan öpper Füür a sini Brust hole ohni das sini Chleidig verbrennt?

28 Oder cha öper uf glühende Chole laufe ohni sich dFüess zverbrenne?

29 So gahts jedem wo Beziehige mit de Frau vo sim Mitmensche hät. Keine wo sie berüehrt wird ungstraft devo cho.

30 Mer verachtet en Dieb nöd, wenn er stiehlt, zum sin Hunger stille.

31 Wird er aber ertappt, muess ers siebefach ersetze. Er wird alles Wertvolle us sim Huus hergäh.

32 Wer mit einer Frau Ehebruch begoht, dem fehlt es a Vernunft. Wer sowas tuet stürzt sich selber is Unglück.

33 Er wird nur Wunde und Unehr dervotreit und seine Schand wird nöd usglöscht werde.

34 Denn Eifersucht macht en Ehemaa sehr hässig. Sini Rache wird kän Mitleid känne.

35 Er wird kei Entschädigung anäh, keis no so grosses Gschänk wird en besänftige.