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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 16 vo 21

 

Richter 16 vo 21

16:1 Eimal isch de Simson uf Gạsa gange. Det het er en Prostituierti gseh und isch zu ihrem inne gange.

2 Als mer de Bewohner vo Gạsa brichtet het: "Simson ist hier", händ sie ihn umstellt und lauret ihm d Nacht über im Stadtor uuf. Sie händ sich die ganz Nacht ruhig verhalte. "Wenns hell wird töten wir ihn", händ sie sich gseid.

3 Simson isch jedoch nur bis Mitternacht det liege blibe. Dänn isch er ufgstande, hät d Flügel vom Stadtor packt und die beide Siitepföschte rissed sie mitsamt em Riegel use. Er het sie uf d Schultere ghocket und het sie uf de Gipfel vom Berg gegenüber vo Hẹbron treit.

4 Danach het er sich in e Frau im Tala Sọrek verliebt. Sie het Delịla gheisse.

5 Die Fürste vo de Philịster sind zu ihne gange und hend gseit "Überliste ihnb und finde use, woher er so viel Chraft het und wie mir ihn überwältiged und fessled und i eusi Gwalt chöne bringe. Defür bechunsch vo jedem vo eus 1100 Silberstück.".

6 Delịla het spöter zum Simson gseit: "Bitte verrate mir woher du so viel Chraft hesch und womit mer dich chan fessle und bezwinge."

7 Simson het antwortet: "Wenn mer mich mit siebe frische Bogesehne fesselt wo nöd ustrochnet sind wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

8 Da händ die Philịsterfürste Delịla siebe früsch, nöd ustrockneti Bogesehnene und sie händ en gfesselt.

9 Nachdem sich einige i de Innechammere uf d Lauer gleit hend, het de Delịla ihm zuegrüefe: "Simson, die Philịster sind da!" Druf riss er d'Bogesehne usenand. Sie händ sich ufglöst wie Flachsfäde im Füür. Woher sini Chraft cho isch, isch aber es Gheimnis blibe.

10 Delịla het den zum Simson gseit: "Du hesch mi inegleit und mi beloge! Jetzt säg mer doch, womit mer dich chan fessle."

11 Er het antwortet: "Wenn mer mich mit neue, unbutzte Stricke fesselt, wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

12 Auso gnoh Delịla neui Strick, het en demit gfesselt und het gheisse: "Simson, d Philịster sind da!" (Die ganz Ziit hend Männer ide Innechammer uf de Lauer gläge.) Do risser die Stricki vo sine Arme, als wäreds Fäde.

13 Druf het de Delịla zum Simson gseit: "Bis jetzt hesch mich inegleit und mich beloge. Säg mer womit mer dich chan fessle." Er het antwortet: "Wenn du die sieben Zöpf auf meinem Kopf mit den Kettfäden im Webstuhl verweäbst."

14 Also het sie sini Zöpf mit eme Webepflock fescht gsteckt und ihm zuegruefe: "Simson, die Philịster sind da!" Da isch er ufgwachse und riss de Pflock mit de Chettfäde use.

15 "Wie chasch du säge: 'Ich lieb dich', wänn mir dis Herz nöd ghört?", isch sie ihm vorgange. "Drei Mal hesch du mich jetzt inegleit und mir nöd verrate, woher dini grossi Chraft chunt."

16 Will sie ihm Tag für Tag zuesetzt het und Druck uf ihn usübt het, het er's nüm chöne erträge.

17 Schliesslich het er ihres Härz göffnet und gseit: "A min Chopf isch nie es Schermässer cho. Ich bin nämlich sit minere Geburt es Nasirạ̈er Gottes. Wenn mini Hoor abgschnitte werded verlaht mich mini Chraft, und ich wird so schwach wie alli andere".

18 Als Delịla gmerkt het, dass er ihres Härz göffnet het, het sie de Philịsterfürste sofort usrichte lo: "Chömet ufe! Diemool het er mir sis Härz göffnet." Da sind sie zu ire cho und hend s Geld mit bracht.

19 Sie hät de Simson uf irne Chnü ischlafe und dänn en Maa grüert, damit er ihm sini sibni Zöpf abschnitt het. Vo da a hät sie Gwalt über ihn kha, will ihn sini Chraft verlührt hät. 20 Wieder reft sie: "Simson, d Philịster sind da!" Er het sich ufgwachse und het sich gseit "Ich wird mich wie die andere Mol befreie und entcho." Doch ihm isch nöd bewusst gsi, dass Jehova ihn verlah hät.

21 Da händ en d'Philịster packt und ihm d'Auge usbout. Sie händ en nach Gạsa durabbrocht und händ en mit zwei Chupferne Chettene gfässe. Er het den im Gfängnis müesse Getreide mahle.

22 Die Hoor uf sim Chopf womer ihm abgschnitte het, sind jedoch wieder aagfange wachse.

23 Eines Tages haben sich die Philịsterfürsten um ihrem Gott Dạgon es grosses Opfer darzbringen und z fiire. Sie händ gseid: "Eusen Gott het euse Feind Simson i eusi Hand gä!"

24 Wo d Lüüt ihn gseh händ, priised sie ihre Gott: "Eusen Gott het euse Feind i eusi Hand gäh – de wo euses Land verwüschtet und so viel vo eus umbrocht hät."

25 Wills i gueter Stimmig gsi sind, hends verlangt: "Rüeft Simson, mer wend chli Spass ha." Da tüends de Simson us em Gfängnis rüefe, demit er sie underhalte het. Mer hät en zwüschet de Süüle gstellt.

26 Simson hät zu dem Buebe gseit, wo en a de Hand ghebt: "Lass mich die Säule aapasse, wo das Huus stützed, damit ich mich det alehne chan."

27 (Übrigens isch s Huus volle Männer und Fraue gsi. Alli Philịsterfürste sind da gsi, und vom Dach us händ öppe 3000 Manne und Fraue zu gseh, wie mer sich über Simson luschtig gmacht hät.)

28 Simson hät etzt zu Jehova gruefe: "Souveräner Herr Jehova, erinner dich bitte a mich. Gib mer bitte nur no das ei mal Chraft, o Gott demit ich mich ade Philịstern für eine vo mine beide Auge räche chan."

29 Dänn hät Simson die beide Mittelsüüle aagfasst, wo s Huus gstützt händ, die eint mit de rächte und die ander mit de linke Hand – und hät sich degäge gstumme.

30 Er het usegrüert: "Lass mich mit den Philịstern sterben!" Denn het er mit aller Chraft geg d Süüle druckt, und s Huus isch uf d'Fürste und alli andere gfloge wo im Huus gsi sind. So tötet de Simson bi sim Tod meh als i sim ganze Läbe.

31 Spöter sind sini Brüedere cho und die ganz Familie vo sim Vater zum en hole. Sie händ ihn ufe bracht und en zwüsche Zọrau und Ẹschtaol im Grab vo sim Vater Manọach. Simson isch 20 Jahr lang richter in Israel gsi.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 16 vo 21

 

Richter 16 vo 21

16 Emal isch de Simson nach Gasa gange. Det het er e Prostituierti gseh und isch zu ihrem ine gange.

2 Wo mer de Bewohner vom Gasa brichtet het: "Simson isch da", händ si en umstellt und händ em d Nacht über im Stadttor uufgchläred. Si händ sich die ganz Nacht ruhig verhalte. "Wenn s hell wiirt, tüemer en umbringe", händ si sich gsäit.

3 De Simson isch aber nur bis Mitternacht det liege blibe. Dänn isch er uufgstandä, hät d Flügel vom Stadttor abpackt und di beide Siitepföschte ipackt und hät si mitsamt em Riegel use grisset. Er heb si uf d Schultere und het si uf de Gipfel vom Berg gägenüber vom Hebron treit.

4 Nachher het er sich in e Frau im Tala Sorek verliebt. Sie het de Delila gheisse.

5 Die Füürschte vo de Philister sind zu Ihre gange und hend gseit: Überlist ihn und find use, woher er so viel Chraft hät und wie mir ihn chönd überwältige und i öisi Gwalt bringe. Defür chunsch vo jedem vo euis 1100 Silberstück über.

6 Delila het spöter zu Simson gseit: "Bitte verrat mer woher du so viel Chraft hesch und womit mer dich chan fessle und bezwinge.".

7 De Simson antwortet: "Wenn mer mich mit siebe frische Bogesehne fesslet, wo nöd ustrochnet sind, wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

8 Da händ die Philischterfüürschte Delila siebe frischi brocht, nöd ustrochneti Bogesehne und sie hät en demit gfesslet.

9 Nachdem sich einige i de Innenchammere uf d Lauer gleit händ, het em Delila gredt: "Simson, die Philischter sind da!" Druf riss er die Böögesehnen uusenand. Si löst sich uf wie Flachsfäde im Füür. Woher siini Chraft choo isch, isch aber es Ghäimniss bliibe.

10 Delila het den zum Simson gseit: "Du hesch mi inegleit und mi Beloge! Jetz säg mer doch, womit mer dich chan fessle."

11 Er antwortet: "Wenn mer mich mit neue unbenutzte Stricke fesslet wird ich so schwach wie jede andere Mensch."

12 Auso het de Delila neui Stricke gno, het en drmit gfesslet und het gschroue: "Simson, die Philister sind do!" (Die ganz Ziit laat Männer i de Innenkammere uf de Lauer.) Do riss er d Strick vo sine Arme, als wäred ers Fäde.

13 Drufa het de Delila zum Simson gseit: "Bis jetzt häsch mi inegleit und mi Beloge. Säg mer, womit mer dich chan fessle." Er antwortet: "Wenn du die siebä Zöpf uf mim Chopf mit de Chettfäde im Webstuehl verweisch."

14 Auso het siini Zöpf mit eme Webepflock fescht gsteckt und het em zue gruefe: "Simson, die Philischter sind do!" Do het er uufgwachet und de Pflock mit de Chettfäde use grisse.

15 "Wie chasch säge: "Ich lieb dich' wänn mir dis Herz nöd ghört?", hät si ihm vorgworfe. "Drümal häsch mi jetzt damals inegleit und mer nöd verrate, woher dini grossi Chraft chunnt."

16 Will's ihm Tag für Tag zuesetzt het und Druck uf ihn usüebt het, het er's nümm chönne ertrage.

17 Schliesslich het er ihr sis Herz öffnet und gsäit: "An mi Grind isch nie en Schermesser choo. Ich bin nämli sit mim Geburt en Nasiräer Gottes. Wänn mini Hoor abgschnitte werded verlaht mi mi miini Chraft, und ich wiird so schwach wie alli andere."

18 Wo Deilia gmerkt hät, das er ires Herz göffnet hät, hät si de Philischterfüürscht sofort uuufe gloo: "Chömed uuuf! Diemool hät er mer sis Härz göffnet." Do kumme sie zue ihr un hän s Geld mitbringe.

19 Si hät de Simson uf iren Chnüü iischloofe und hät dänn en Maa rueft, das er ihm sibä Zöpf abschnitt. Vo doo hät si Gwalt über ihn kha, wil en siini Chraft verlore hät.

20 Wieder hät si uufgregt: "Simson, die Philischter sind da!" Er het uufgwachet und gsäit: "Ich werde mich wie die andere Mal befreie und entcho." Doch ihm isch nöd bewusst gsi, dass Johowa nen verloh het.

21 Da händ en d Philischter packt und händ ihm d'Auge uusbroche. Si händ en nach Gasa durabbracht und händ en mit zwäi chupferä Chettä gfässlet. Er het den müese im Gfängnis Getreide mahle.

22 Die Hoor uf sim Chopf, wo mer em abgschnitte het, fönd aber wider a wachse.

23 Eme Tag händ sich d'Philischterfüürschte versammlet zum ihrem Gott Dagon es grosses Opfer darzbringe und z'fiire. Si händ gsäit: "Eus Gott hät euse Fäind Simson i öisri Hand gää!"

24 Wo d Lüüt ihn gseh händ, präsed sie ihre Gott: "Eus Gott hät euse Feind i eusi Hand ge – dä wo euses Land verwüschtet und so viel vo ois umbracht hät."

25 Will sie in gueter Stimmig gsi sind, händ sie verlangt: "Rueft Simson, mir wännd chli Spass haa." Do rüefed sie de Simson us em Gfängnis, das er sie unterhaltet. Mer hät en zwüschet de Süüle gstellt.

Simson hät zum Junge gsäit, won en a de Hand ghalte hät: "Lo mi d Süüle aalasse, wo s Huus stützed, das i mi dert chan alee."

27 (Übrigens isch s Huus volle Männer und Fraue gsi. Alli Philisterfürschte sind da gsi und vom Dach us hend öppe 3000 Männer und Fraue zue gseh wie mer sich über de Simson lustig gmacht het.)

28 Simson rueft jetzt zu Jehova: "Souveräner Herr Jehova, erinnere dich bitte a mich. Gib mer bitte nur no das einisch Chraft, o Gott, damit ich mich a de Philster für eis vo mine beide Auge cha rächne."

29 Dänn hät de Simson die beide Mittelsüüle aagfange, wo s Huus stützt händ, – die äint mit de rächte und die ander mit de linke Hand – und gstumme.

30 Er hät usegruefe: "Lo mi mit de Philter sterbe!" Dänn hät er mit allere Chraft gäge d Süüle trückt und s Huus isch uf die Förschte gheit und alli andere, wo im Huus gsii sind. So het de Simson bi sinem Dod me als in sinem ganze Läbe.

31 Später sind siini Brüedere und die ganz Familie vo sim Vater cho zum ihn hole. Sie händ en duruf bracht und begrüessed ihn zwüsched Zorau und Esttool im Grab vo sim Vater Manoach. De Simson isch 20 Joor lang Richter in Israel gsi.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 8 vo 21

 

Richter 8 vo 21

8:1 Denn händ die Männer vo Ẹphraim zu Gịdeon gseit: "Was häsch du eus da ahta? Warum häsch du eus nöd grüeft wo du geg de Mịdian in Kampf zoge bisch?" Und si händ em heftigi Vorwürf gmacht.

2 Doch erwiderte: "Was hani im Verglich zu euch scho ta? Isch d Nachläse vo Ẹphraimc nid besser als d Winert vom Abiẹser?

3 Gott het Ọreb und Seẹb, d Fürschte vo Mịdian, doch in eui Hand gä. Was han ich im verglich zu eu scho ta?" Won er so mit ihne gredet hät, händ sie sich beruhigt.

4 Gịdeon isch den an Jordan cho und het en überquert. Obwohl er und die 300 Maa bi ihm müed gsi sind, händs d Verfolgig fortgsetzt.

5 Wo si uf Sụkoth cho sind, het er zu de Manne det gseit: "Gäbet bitte de Lüt wo mir folged, Brot denn sie sind müed. Ich bin uf de Jagd nach Sẹbach und Zalmụnna, de Könige vo Mịdian."

6 Doch die füehrende Männer vo Sụkoth antwortete: "Wieso sollen wir dein Heer Brot geben? Häsch Sẹbach und Zalmụnna scho i dinnere Hand?"

7 Druf erwiderti Gịdeon: "Wiil Sie das gseit händ, werd ich mit Dornen und Dornestüücher us de Wildnis uf eu ischlah, wänn Jehova Sẹbach und Zalmụnn i minere Hand git."

8 Er isch vo det uf Pẹnuël duruf zoge und het die glich Bitte gstellt, doch die Manne vo Pẹnuël hend ihm die gliich Antwort geh wie d Männer vo Sụkoth.

9 Drum het er au zu de Manne vo Pẹnuël gsäit: "Wenn ich z Frieden zurückkomme reiss ich euren Turm ii."

10 Sẹbach und Zalmụnnn jetzt händ sich mit ihrne Heere in Kạrkor befunde – öppe 15'000 Maa. Meh sind vom ganze Heer gsi vo de Lüt usem Oste nöd übrig bliebe, will 120'000 mit Schwerter bewaffneti Männer sind gfalle.

11 Gịdeon zoge ufem Weg vode Nomade wiiter ufe, östlich vo Nọbach und Jogbẹha, und griff s Lager ah, wo sich sicher gfühlt het.

12 Als Sẹbach und Zalmụnnn gflohe, het er die beide Midianịterkönige verfolgt und het sie gfange. Das het im ganze Lager Panik usglöst.

13 Gịdeon, de Sohn vo Jọas, het den über de Pass kohrt, wo nach Hẹres füehrt, us em Chrieg zrug.

14 Unterwägs het er en junge Maa us Sụkoth gfange und het en usegfrogt. De Maa hät für ihn d Name vo de führende Männer und de Älteschte vo Sụkoth uufgschribe, insgesamt 77.

15 Gịdeon isch druff zu de Männer vo Sụkoth gange und gseit: "Hier sind Sẹbach und Zalmụnna. Ihretwäge händ ihr mich verspottet und gseid: "Wieso sollen wir deinen erschöpften Männer Brot geben? Häsch Sẹbach und Zalmụnnaa scho i dinere Hand?'"

16 Denn ergrifft er die Ältiste vo Sụkkoth und het si d Dorne und Dornestrücher us de Wildnis la gspüre.

17 Au riss er de Turm vom Pẹnuë ii und hät d Manne vo de Stadt tötet.

18 Er het Sẹbach und Zalmụnnn gfragt: "Was sind das für Männer gsi, wo ihr in Tạbor umbrocht hend?" Sie antwortet: "Sie sind wie du gsi, jede het usgseh wie en Königssohn."

19 Druf hät er gseit: "Das sind mini Brüedere gsi, d'Söhn vo minere Mueter. So wahr Jehova läbt: Wenn ihr sie am Läbe gloh hätted, müesst ich eu nöd umbringe."

20 Denn het er zum Jẹther gseit, sim Erstgeborene: "Los, töten sie." Aber de jung Maa zoge si Schwert ned. Er het Angst gha will er no jung gsi isch.

21 Da händ Sẹbach und Zalmụnnn gseit: "Los, erschlag du eus, denn en Maa wird nach sinere Stärchi beurteilt!" Also het Gịdeon Sẹbach und Zalmụnam tötet und sich de halbmondförmig Schmuck vo ihrere Kamel gno.

22 Spöter hend die Männer vo Israel zu Gịdeon gseit: "Regier über eus, du und din Sohn und din Enkel, denn du hesch eus us de Hand Mịdians befreit."

23 Aber Gịdeon het zu ihne gseit: "Weder ich no min Sohn werde über euch regiere. Jehova wird über euch regiere."

24 Wiiter het Gịdeon gseit: "Ich ha e Bitte a euch: Jede söll mir e Nasering vo sinere Büetze gäh." (D Besiegte händ nämlich goldigi Naseringe gha will sie Ismaelịter gsi sind.)

25 Sie antwortet: "Natürli gäbemer sie dir." Da händs en Umhang uus breitet und jede isch en Nasering vo sinere Büetzli druf gworfe.

26 Die Naseringe, um die er bäte gha het, woge insgesamt 1700 Goldschekel. Dezue sind no de halbmondförmig Schmuck cho, d Schmuckahänger und d Gwänder us purpurroter Wulle, wo d Könige vo Mịdian treit hend, sowie d Halschette vo de Kamel.

27 Gịdeon het drus es Ẹphod gmacht und i sinere Heimatstadt gstellt Ọphras us. Ganz Israel het dött mit de Prostitution agfange und es isch für Gịdeon und sini Husgmeinschaft zu de Fall worde.

28 So isch Mịdianv vo de Israelite unterworfe worde. D Midianịter hends nüme usegforderet. Das Land het zur Zyt Gịdeons 40 Jahr lang Ruheb gha.

29 Jerubbaal, de Sohn vo Jọas, isch hei gange und isch det bliebe.

30 Gịdeon isch Vater vo 70 Söhn worde, denn er het viel Fraue gha.

31 Au sini Näbefrau in Sịchem isch ihm en Sohn gsi, wo er de Name Abimẹlichy gäh het.

32 Gịdeon, de Sohn vo Jọas isch in guetem Alter gstorbe und isch in Ọphra, de Stadt vo de Abiësrịter, im Grab vo sim Vater Jọas beigsetzt worde.

33 Wo Gịdeon gstorbe isch, hend d Israelite wieder Prostitution mit de Baale ahgfange. Sie hend Baal-Bẹrith zu ihrem Gott gmacht.

34 Sie händ dänggt nüme a ihre Gott Jehova, wo sie us de Hand all ihrere Feind ringsum befreit hät.

35 Au hends de Husgmeinschaft vo Jerubbaal zeigt, das heisst vo Gịdeon, kei loyali Liebi, obwohl er so viel Guets für Israel gmacht het.

 

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Richter 15 vo 21

 

Richter 15 vo 21

15:1 Öppis spöter – zur Ziit vo de Wizernte – het de Simson sini Frau wele bsueche und ihre e jungi Geiss bringe. Er het gsäit: "Ich will zu minere Frau in Schlofraum ga." Doch ihr Vater hän en nit inegloh.

2 "Ich ha denkt du wirsch sie bestimmt hasse" het de Vater gmeint. "Darum han ich sie dim Begleiter geh. Ihri jüngeri Schwöster isch doch schöner als sie. Nimm bitte sie zur Frau."

3 Druf erwiderte Simson: "Diesmal können mir die Philịster kein Vorwurf machen, wenn ich ihnen Schade zufügen."

4 Also het sich de Simson ufegmacht und het 300 Füchs gfange. Er het Fackle gno, 2 Füchs am Schwanz zäme bunde und het e Fackle dezwüsche befestigt.

5 Dänn hät er d Fackle aag zündet und hät d Füchs uf d Getreidefälder vo de Philịster gjagt. Er het alles in Brand gsetzt: sowohl s ständemehr und s bündelte Getreide als au d'Wiigärte und Olivehaine.

6 "Wer isch das gsi?", händ welle die Philịster wüsse. "Das war Simson", häts gheisse, "der Schwiegersohn vom Timnịter. Dä hät doch Simsons Frau sim Begleiter gä." Da händ d'Philịster duruf zoge und händ d'Frau und ihre Vater verbrännt.

7 Druf het de Simson zu ihne gseit: "Wenner so öppis mached, wird ich kei Rueh geh, bis ich mich a eu grächt ha."

8 Denn het er eine nachem andere nieder gschlage und es sind vieli umbrocht worde. Aaschlüssend isch er weggange und het sich inere Höhli im Felse ghalte Ẹtam uf.

9 Spöter sind d Philịster duruf cho, hend in Juda glageret und durstriifte Lẹhi.

10 Da händ d Männer vo Juda gfröget: "Warum sind ihr geg eus aagruckt?" Sie händ antwortet: "Mer wend de Simson gfange nä und mit ihm s gliche tue, was er mit ois gmacht hät."

11 So sind 3000 Maa vu Juda zur Höhle im Felse gange Ẹtam und hend zum Simson gseit: "Warum häsch du eus das ahta? Du weisch doch, dass d Philịster über eus herrsched." "Ich ha mit ihne nur das gmacht wo sie mit mir gmacht hend", het er zur Antwort geh.

12 Sie händ zue ihm gseit: "Mir wänd dich gfange näh und de Philịster übergäh." Simson hät sie ufgsuecht: "Schwört mir, dass ihr nöd über mich herfallet."

13 Do hends ihm versicheret: "Nei, mir werded dich blöd fessle und dich ihne übergeh, aber umbringed mir dich nöd."

Also händs en mit zwei neue Strick gfässe und händ en us de Felsehöhli use gholt.

14 Wo de Simson uf Lẹhi cho isch und d'Philịster ihn gseh hend, bringeds in Triumphgeschrei uus. Do het er durch Jehovas Geischt Chraft überchoo: D Strick a sine Arme sind wie dur Füür versengti Lienefäde und d Fässle a sine Händ löst sich uf.

15 Won er en früsche Kieferknoche vomene Eselhengst gfunde hät, hät er en packt und erschluckt demit 1000 Maa.

16 Dänn hät de Simson gsäit: "Mit dem Kieferknoche vonere Esel – en Huufe, zwei Huufe! Mit em Chieferchnoche vom Eseli hän i 1000 Maa erschlage!"

17 Nachdem er das gseit het, isch er de Chieferchnoche weggworfe und het de Ort Rạmath-Lẹhiia gnennt.

18 Denn het er grosse Durscht übercho und het zue Jehova gruefe: "Du hesch din Diener die grossi Rettig ermöglicht. Söll ich jetzt vor Durscht stärbe und de Unbschnittene id Händ gheie?"

19 Do het Gott in Lẹhi in ere Vertüfig en Spalt entstoh loh, us em Wasser usefloss. Als de Simson devo trunke, het sini Chraft zruggkährt, und er het wieder uf glebt. Drum het er d Quelle En-Hakkorẹb g'nennt. Sie isch hüt na in Lẹhi.

20 Simson isch zur Ziit vo de Philịster 20 Jahr lang Richter in Israel gsi.