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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 16 vo 42

 

Hiob 16 vo 42

16:1 Hiob erwideret:

 2 "Wie oft hani so öppis scho ghört!

Ihr alli sind elendi Tröschter!

 3 Nähme leeri Wort denn nie es ends?

Was provoziert dich so z antworte?

 4 Ich chönnt au so rede wie ihr.

Wänn ihr a minere Stell wäred,

chönt ich überzügendi Rede geg euch schwinge

und de Chopf über euch schüttle.

 5 Doch stattdesse würi eu mit de Wort vo mim Muul stärche

und de Trost vo minere Lippe würd Erliechterig bringe.

 6 Red ich, so wird mis Schmerz nöd liechter,

und hör ich uf rede, wird mis Schmerz au ned weniger.

 7 Doch jetzt het Gott mich zur Erschöpfig brocht.

Er het mini ganzi Huusgmeinschaft zgrunde grichtet.

 8 No dezue packt er mich und das dient als Bewiis.

Mini eigeni Magerheit staht als Züg uuf und chlagt mi is Gsicht aa.

 9 Sei Zorn het mich zerrisse er feindet mich a

und knirscht mit de Zähn.

Min Gegner durchbohrt mich mit sim Blick.

10 Sie händ ihres Muul wiit uufgrisse

und mir verächtlich uf d Wange gschlage.

In grosser Zahl tüends sich geg mich zeme.

11 Gott übergit mi junge Bursche

und stöst mi in d Händ vo de Böse.

12 i bi sorgefrei gsi aber er het mi zerschlage.

Er het mich am Nacke packt und verschmätteret mich.

Dänn hät er mich zu sinere Zielschiibe gmacht.

13 Sini Böögeschütz umringet mich.

Er duurebohrt mis Niere und empfindet kei Mitgfühl.

Er schüttet mini Galle uf de Bode.

14 En Bresche nach de andere schlaht er in mich.

Wie en Chrieger stürmt er gäg mich aa.

15 Ich han Sacktuech zämegfasst zum mini Huut z bedecke,

und mini Würd hani im Staub begrabe.

16 Mis Gsicht isch grötet vom Gränne

und uf miini Augelider het sich tüüfer Schatte gleit,

17 obwohl mini Händ kei Gwalt verüebt händ

und mis Gebet dri isch.

18 O Erde, bedecke nöd mis Bluet!

Für mis Gschrei sölls kein Ruheort geh!

19 Selbst jetzt hani en Züge im Himmel.

I de Höchi isch de wo für mich ussäge chan.

20 Mini Fründe mached sich über mich lustig,

während mis Aug vor Gott träne vergisst

21 Öpper söll zwüsche Maa und Gott als Vermittler uufträtte

wie zwüschet eme Maa und sim Mitmensche.

22 Denn es sind nur na wenigi Jahr,

und ich wird ufm Pfad weg gah wos kei Rückkehr git.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 15 vo 42

 

Hiob 15 vo 42

15:1 Ẹliphas, de Temanịter, erwideret:

 2 "Wird en Wiiser mit leere Argumänt antworte?

Wird er sin Buch mit Ostwind fülle?

 3 Lediglich mit Wort zrechtwiise bringt nüt.

Blosses Rede isch nutzlos.

 4 Du untergrabsch nämlich d Gottesfurcht.

Jedes Interesse a Gott schwächsch.

 5 Denn dis Vergehe diktiert dir was du seisch,

und du wählsch listigi Wort.

 6 Din eigene Mul verurteilt dich - nöd ich.

Dini eigene Lippe säged geg dich us.

 7 Bisch du de erst Mensch wo je gebore worde isch?

Bisch vor de Hügel uf de Welt cho?

 8 Ghörsch am vertrauliche Gspröch Gottes zue?

Hesch d Wiisheit für dich pachtet?

 9 Was weisch das mir nöd wüssed?

Was verstohsch du das mer ned verstönd?

10 Sowohl die Grauhaarige als au d Betägene sind under eus,

Männer wo viel älter sind als din Vater.

11 Sind Gottes Tröschtige nöd gnueg für dich,

Wort wo sanft gredet werdet?

12 Warum lahsch Dich vo dim Herze lah fortriisse?

Warum funktionieren dini Augen vor Zorn?

13 Gäge Gott selber richtisch din Ärger

und us dim eigene Muul lahsch so Wort cho.

14 Was isch scho de sterblich Mensch, dass er dri chönnt sii,

irgenden vonere Frau Geborener, dass er recht sii chönt?

15 Sieh doch! Er het kei Vertraue i sini Heilige

und selbst de Himmel isch nöd rein i sine Auge.

16 Wie viel weniger, wenn öpper widerlich und verdorbe isch,

wänn öpper Ungrächtigkeit trinkt wie Wasser!

17 Ich wird dich unterrichte. Hör mer zue!

Ich wird verzelle was ich gseh han,

18 was wiissi Manne wiitergege hend und ned verborge hend,

was si vo ihrne Vätere erfahre händ.

19 Ellei isch s Land geh worde

und kein Fremde zoge dur ihri mitti.

20 En schlechte Mensch liidet all sini Tag Quale,

ja de Tyrann all die Jahre wo ihm beschiede sind.

21 Erschreckendi Lüüti tönid em in d Ohre.

In ere Ziit vom Friede wird er vo Plünderer überfalle.

22 Er glaubt nöd, dass er de Finsternis entcho wird.

Uf ihn wartet s'Schwert.

23 Uf de Suechi nach Nahrig irrt er umenand – wo isch sie?

Er weis nur zu guet, dass de Tag vo de Finsternis bevor staht.

24 Elend und Angst verschrecked ihn ständig.

Sie überwältiged ihn wie en König wo zum Aagriff parat isch.

25 Denn erhebt drohend d Hand gege Gott selber

und versuecht sich em Allmächtige z widersetze.

26 Stur rennt er geg ihn a

mit sim dicke, starche Schild.

27 Sis Gsicht isch fett

und a sine Hüfte quillt de Späck füre.

28 Er läbt in Städt wo zerstört werdet,

in Hüser wo keine wird wohnen,

die zu Steihuufe werded.

29 Er wird nöd riich und sis Vermöge wird sich nöd vermehre

na wird sich sin Bsitz über s Land usbreite.

30 De Finsternis wird er nöd entcho.

E Flamme wird sin Zweig versenge.

Dur en Atemstoss us Gottes Muul wird er umcho.

31 Er sött nöd vom Wäg abcho und uf Wertloses vertraue,

denn was er im Tusch defür überchunnt wird wertlos sii.

32 Das wird vor sim Tag gscheh

und sini Zwei werded niemols gedeihe.

33 Er wird sini unreife Trube abschüttle wie en Wyschtock.

Wie en Olivebaum wird er sini Blüete abwerfe.

34 Denn d Gmeinschaft vo de Gottlose isch unfruchtbar

und Füür wird d Zelte vo de Beschtächig verzehre.

35 Unglück wird in ihne zügt und böses bringeds zude Welt

und us ihrem Muetterleib chunnt Betrug füre.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 13 vo 42

 

Hiob 13 vo 42

13:1 Ja mis Aug het das alles gseh,

mis Ohr hets ghört und verstande.

 2 Was ihr wüssed weissi au.

Ich bin eui nöd unterlege.

 3 Ich für min Teil würd lieber mit em Allmächtige sälber rede.

Ich hä de Wunsch, miini Rechtsstriit mit Gott z füehre.

 4 Ihr degege beschmutzed mich mit Lüge.

Ihr alli sind unbruuchbari Ärzt.

 5 Würdet ihr doch nur ganz und gar still bliibe –

das würd vo Wiisheit züge.

 6 Höred eui bitte mini Argumänt a,

und achtet druf, was mini Lippe zu minere Verteidigung säge.

 7 Wönd ihr im Name Gottes öppis Verchers säge?

Wönd ihr für Gott betrügerisch rede?

 8 Wänder eu uf sini Siite schlag?

Wänn ihr versueche d Sach vum wahre Gott zverträte?

 9 Würds guet usgah wener eu usforsche würd?

Werded ihr ihn hinders Liecht füehre wie en stärbliche Mänsche?

10 Er wird eu ganz bestimmt Vorhaltige mache,

wänn ihr heimlich versueched Parteilichkeit z zeige.

11 Wird sini eigeni Würd eu nöd Angst mache?

Wird eu nöd Furcht vor ihm überfalle?

12 Euri wiise Rede sind Sprüch us Äsche.

Euri Verteidigung isch so schwach wie Schilde us Lehm.

13 Blibt still vor mir, damit ich chan rede.

De söll über mi cho was au immer chunt!

14 Warum bring ich mich selber in Gfahr

und riskiere mis Lebe?

15 Au wenn er mich umbringe wür, ich wür wiiter warte.

Ich würd min Fall vor ihm verteidige.

16 Er wür den für mich zur Rettig werde,

dänn kein Gottloser dörf vor ihm cho.

17 Höred eui genau ah wasi sege.

Achtet uf die Erklärig wo ich ablege.

18 Gseht, ich han mich uf min Prozess vorbereitet.

Ich weiss, dass ich im Recht bin.

19 Wer will mit mir striite?

Ich würd sterbe weni still müesst bliibe!

20 Erfüll mer nur zwei Bitte, o Gott,

dänn versteck ich mich nöd vor dir:

21 Nimm dini schweri Hand wiit weg vo mir.

Und lah nöd zue, dass mich d Angst vor dir in Schrecke versetzt.

22 rüef du und ich antworte

oder lah mich rede und antworte du.

23 Worin bestönd dänn mini Vergehe und Sünde?

Enthüll mir mini Überträtig und mini Sündä.

24 warum verbirgsch dis Gsicht

und betrachtisch mich als din Feind?

25 Wirsch versueche es weggewehts Blatt z'verschrecke

oder trochne Stoppele hindedrajage?

26 Du schribsch nämli ständig bitteri Aaklage gege mich uf

und laht mich für mini Jugendünde büesse.

27 Mini Füess hesch in Stock gleit,

du bhaltisch all mini Pfad genau im Aug

und zeichnisch jede minere Fuessabdrück noche.

28 So verfallt de Mensch wie öppis Vermoderns,

wie en vo Motte zerfrässens Chleidigsstück.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 18 vo 42

 

Hiob 18 vo 42

18:1 Bịldad, wo Schuchịter, erwideret:

 2 "Wie lang gahts no, bis ihr mit eune Rede ufhöred?

Zeigt chli Verstand, de chömmer rede.

 3 Warum söttemer als Tier agseh werde

und i eure Auge als Dummchöpf gälte?

 4 Sälbscht wänn Du Dich vor Wuet zerfleisch –

wird d Erde öppe dinetwäge entvölkert werde

oder de Felse vo sinere Stell rücke?

 5 Ja s Liecht vom schlächte Mänsche wird usglöscht werde

und d Flamme vo sim Füürli wird nöd lüchte.

 6 Das Liecht i sim Zelt wird gwüss dunkel werde

und d Lampe über ihm wird usglöscht.

 7 Sini chräftige Schritt werded chürzer

und sin eigene Rat wird en zuefall bringe.

 8 Denn sini Füess werdet en ines Netz lenke

und uf dem Mäschli wird er laufe.

 9 En Fall wird en a de Ferse packe.

E Schlinge wird en fange.

10 En Strick isch für ihn ufem Bode versteckt

und en Fall befinded sich uf sim Pfad.

11 Vo allne Siite ängstige ihn Schrecke

und heftet sich a sini Färse.

12 Seine Kraft verseit

und s Unglück wird en zum Schwanke bringe.

13 Sini Hut wird zerfresse.

Die tödlichst Chrankheit verzehrt sini Gleder.

14 Us de Sicherheit vo sim Zelt wird er fortgrisse

und zum König vo de Schrecke abgführt.

15 Frömdi wärde i sim Zelt läbe.

Schwefel wird uf sis Dihei gstreut werde.

16 Sini Wurzle under ihm werded vertrochne

und sini Zwääg über em verdorred.

17 Die Erinnerig a ihn wird vo de Erde verschwinde

und uf de Stross wird mer sin Name nöd kennä.

18 Mer wird en us em Liecht i d Finsternis jage

und vom fruchtbare Land vertriibe.

19 Er wird kei Nachwuchs und kei Nachkomme unter sim Volk ha

und a sim Wohnort wird en niemert überläbe.

20 Wenn si Tag chunt werded d Mensche im Weste entsetzt si,

und d Mensche im Oste wird s Graue packe.

21 Das passiert mit de Zelte vo dem wo verchert handlet,

und mit dem Ort dem wo Gott nöd kennt het."