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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 8 vo 42

 

Hiob 8 vo 42

8 Bịldad, de Schuchịter, erwideret dänn:

 2 "Wie lang wirsch na so rede?

Die Wort vo dim Muul sind doch nur en chräftige Windstoss!

 3 Wird Gott öppe s Recht verdrehe?

Wird de Allmächtigi d Gerechtigkeit verdräie?

 4 Wänn dini Söhn gäge ihn gsündet händ,

de het er si für ihri Uflehnig bestrafe lah.

 5 Doch wennd eifach nur zu Gott blickend

und de Allmächtige um Gunst aalege würsch

 6 und wänn du würkli drii und Ufrichtig wärsch,

de wür er dir Ufmerksamkeit schänke

und dich det zrugg bringe, wo du rächtmässig aneghörsch.

 7 Und isch din Afang au chli gsi,

dini Zuekunft würd gross si.

 8 Frag doch bitte die früehner Generation,

und achte uf das, wo ihri Vätere usegfunde händ.

 9 Denn gester ersch simmer gebore worde und wüssed nüt, will eusi Täg uf de Erde en Schatte sind.

10 Werded sie dich nöd belehre

und dir säget was sie wüsset?

11 Wird e Papyruspflanze id Höchi wachse wo kei Sumpf isch?

Wird en Schilfrohr ohni Wasser ufeschüsse?

12 Wenns no Chnospe triibt und nanig gschnitte isch,

wirds eher als jedi anderi Pflanze vertrockne.

13 So gahts mit allne us wo Gott vergesse

Denn d Hoffnig vum Gottlose wird vugoh.

14 Sini Zuversicht isch vergeblich

und sis Vertraue isch so schwach wie en Spinnnetz.

15 Er wird sich a sis Huus lähne, doch es wird nöd stah bliibe.

Er wird versueche sich dra festzhalte, aber es wird nöd standhalte.

16 Er isch en guet bewässerti Pflanze i de Sunne

und sini Triib breitet sich im Garte us.

17 Imene Steihuufe händ sich sini Wurzle verflächt.

Zwüsche de Stei suecht er nach eme Dihei.

18 Doch wenn er vo sim Standort usgrisse wird,

wird de Ort en ablehne und sege: 'Ich han dich nie gseh'.

19 Ja so wird er verschwinde,

und dänn sprüssed anderi usem Staub.

20 Gott wird ganz bestimmt keine zruggwiese, wo sini Integrität bewahrt.

Und schlächti Mensche wird er nöd unterstütze.

21 Er wird dis Muul na mit Lache erfülle

und dini Lippe mit Fröidrüef.

22 Die dich hassed, werded in Schand ghüllt werde,

und s Zelt vo de Böse wird nüme da sii.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 7 vo 42

 

Hiob 7 vo 42

7 Isch s Läbe vom stärbliche Mensch uf de Erde nöd wie Zwangsarbet?

Sind sini Täg nöd wie die vomene Lohnarbeiter?

 2 Wie en Sklave sehnt er sich nach em Schatte

und wie en Lohnarbeiter wartet er uf sini Bezahlig.

 3 So sind mir sinnlosi Mönet beschert worde

und Nächt vom Elend het mer für mich abzellt.

 4 Weni mi hinterlege, frögi mi: 'Wenn chani ändlech wider ufstah?'

Doch d Nacht zieht sich ane und ich wälze mich unruhig hi und her bis zur Morgedämmerig.

 5 Mis Fleisch isch mit Made und Dreckchlumpe übersät.

Mini Hut isch voller Schorf und Eiter.

 6 Mini Täg ziehnd schneller vorüber als es Weberschiffli

und gönd ihrem End ohni Hoffnig entgäge.

 7 Dänk dra das mis Lebe Wind isch,

das mis Aug nie wieder Glück wird gseh.

 8 Das Aug wo mi jetzt gseht, wird mi nüm erlicke.

Dini Auge werded nach mir sueche, aber ich wird nüm da sii.

 9 Wie e Wulche wo sich uflöst und verschwindet,

so wird de wo is Grab gaht nöd wieder ufechoo.

10 Er wird nümm zu sim Huus zruggkehre

und a sim Ort bringt mer ihm kei Anerkennig meh entgege.

11 Darum wird ich mini Wort nöd zrugghalte.

Im Schmerz vo mim Härz wird ich rede.

In mine Verbitterung wird ich mich beklage.

12 Bin ich s Meer oder es Seeungehüür,

das du mich bewache lahsch?

13 Weni säge: 'Min Diwan wird mi tröste,

mis Bett wird mer mis elend erliechtere',

14 den verschrecksch mi mit Träume

und machsch mer dur Visione Angst,

15 sodass ich Erstickig vorzieh wür,

ja de Tod wär mer lieber als de Körper.

16 Mis Läbe gruset mich aa, ich wott nöd wiiterläbe.

Lah mi in Rueh, denn mini Täg sind wie en Hauch.

17 Was isch de sterblich Mensch das dich für ihn interessiersch

und dini Ufmerksamkeit uf ihn konzentriersch?

18 warum prüefsch en jede Morge

und stellsch en bi jedere Glägeheit uf d Prob?

19 Chasch din Blick nöd vo mir wegwende

und mich wenigstens so lang in Rueh lah bis ich min Speichel abe gschluckt han?

20 Wenn ich gsündigt han, wie chönnt ich dir, em Beobachter vo de Mensche, demit scho schade?

Warum häsch du mich zu dinere Zielschiibe gmacht?

Bini für dich zur Last worde?

21 Warum verzeihsch mer nöd mini überträtig

und gsehsch über mis vergehe hinweg?

Denn bald lig i im Staub,

und du wirsch nach mir sueche aber ich werde nüm da si."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 6 vo 42

 

Hiob 6 vo 42

6:1 Hiob erwideret dänn:

2 "Wenn mer mini Qual doch nur ganz und gar wiege

und zäme mit mim Unglück uf Waagschale chönt lege!

 3 Sie isch jetzt schwerer als de Sand vo de Meer.

Drum sind mini Wort unsinnigs Grede gsi.

 4 Denn d Pfiili vom Allmächtige händ mi durebohrt

und min Geischt trinked ihr Gift.

Vo Gott kommende Schrecke sind gege mich ufmarschiert.

 5 Wird es Wildesel öppe schreie wenn er Gras het?

Wird es Stier brülle wenn er Fuetter hät?

 6 Isst mer öppis Fades ohni Salz?

Het Eibischschleim öppe Gschmack?

 7 Ich han mich gweigeret so öppis azrüehre.

Es isch für mich wie verdorbnigs Ässe.

 8 Ach, wänn mini Bitte doch nur gwährt wür,

würd Gott mer min Wunsch doch nur erfülle!

 9 Wänn Gott doch nur bereit wäri mi zermale,

wener doch nur sini Hand usstrecke und mich vernichte wür!

10 Selbst das wür mir Trost spende.

Ich würd vor Freud springe trotz mine unufhörliche Schmerze,

Denn i ha de Wort vum Heilige nit abglehnt.

11 Han ich d Chraft na wiiter z warte?

Weles Ändi erwartet mich, dass ich am Läbe söll blibe?

12 Hani öppe d Chraft vomene Felse?

Bestaht mis Fleisch us Chupfer?

13 Chan ich mir öppe irgendwie selber helfe,

wo mer doch alli mittel gno worde sind?

14 Wer au immer sim Mitmensche loyali Liebi vorenthaltet,

wird d'Ehrfurcht vorem Allmächtige ufgäh.

15 Mini eigene Brüeder sind trügerisch wie es Winterbach,

wie s verrinnende Wasser vo Winterbäche.

16 Si sind trüb vom iis,

schmelzende Schnee verbirgt sich inne.

17 Doch es chunt d Ziit, da schwindet ihr Wasser und sie versieged.

Wenns heiss wird, vertrockeds.

18 Ihr Lauf änderet sich.

Sie flüssed id Wüeschti und verlüred sich.

19 Karawane vo Tẹmak halte Uusschau nach ihne,

d Reisende us Schẹbaal warted uf sie.

20 Doch sie werded für ihres unagebrachts Vertraue beschämt.

Sie chömed det ane, nur zum enttüscht werde.

21 So sind ihr für mich worde.

Ihr hend mis schreckliche Unglück gseh und fürchtet eu.

22 Hani villicht gseit: 'Gäbet mir öppis'?

Hani vo eu es Gschänkli vo eurem Vermöge verlangt?

23 Hani drum bätte, us de Hand vomene Feind befreit

oder vor Unterdrücker grettet werde?

24 Belehrt mich und ich wird schweige.

Helft mer min Fehler zverstah.

25 Ehrlichi Wort tüend ned weh!

Doch wele Vorteil bringt eui Zrechtwiisig?

26 Plant ier, mini Wort z kritisiere,

die Rede vomne verzwiiflete Mensch wo de Wind fortträgt?

27 Ihr würed sogar um es Waisenchind Los werfe

und eure eigene Fründ verchaufe!

28 Dreht eui jetzt um und gseht mi a,

ich wür eu doch nöd is Gsicht lüge!

29 Überleit bitte namal – beurteilt mich nöd falsch –,

ja, überleit namal denn no isch mini Grächtigkeit vorhande.

30 Isch öppe unrecht uf minere Zunge?

Schmöckt mis Gaume nöd, dass öppis nöd stimmt?