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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 9 vo 12

 

Daniel 9 vo 12

9:1 Im erschte Jahr vom Darịus, em Sohn vo Ahasvẹrus – e Nachkomme vo de Meder wo als König über s Riich vo de Chaldạ̈er iigsetzt worde isch,

 2 i sim erste Regierigsjohr han ich erkennt, Daniel, dur d Büecher d Azahl vo de Jerusalem verwüschtet bliibe würd und die i de Botschaft Jehovas a de Prophete Jeremia erwähnt worde isch: 70 Jahr.

3 Do wandti ich mich an Jehova, de wahre Gott, und gflüchtet en im Gebet ah. Debii bin ich fascht gsi und bin in Sack und Asche gange.

4 Ich bätte zue minem Gott Jehova, legt es Bekenntnis ab und sait: "O Jehova, dü wahre Gott, der gross un Ehrfurcht iiflössend isch! Du hebsch dich a din Bund und schenksch allne wo dich liebed und dini Gebot beachted, loyali Liebi.

5 Mir hend gsündiget und verchehrt ghandlet und schlechtes ta und rebelliert. Vo dine Gebot und Rächts-entscheidige simmer abgwiche.

6 Mir hend nöd uf dini Diener, d Prophete, ghört wo i dim Name zu eusne Könige, eusne füehrende Männer, eusne Vorfahre und zum ganze Volk vom Land gredt hend.

7 Du, o Jehova, bisch grecht, doch mir, mir müend eus schäme wie es hüt de Fall isch, ja mir, d Männer vo Juda, d Bewohner vo Jerusalem und ganz Israel, ob nöch oder fern, in allne Länder, wo du sie wäg ihrem Untreu dir gegenüber verstreut hesch.

8 O Jehova, mir müend eus schäme, mir eusi Könige, eusi füehrende Manne und eusi Vorfahre will mir gäge dich gsündet hend.

9 Vo eusem Gott Jehova chömed Erbarmig und Vergebig – mir händ ja geg ihn rebelliert

10 Mir hend nöd uf d Schtimm vu eusem Gott Jehova ghört und nöd sini Gsetz befolgt, de er eus durch sini Diener, de Prophete gä het.

11 Ganz Israel hett dis Gsetz überträte und isch vom richtige Weg abcho wills nöd uf dini Stimm ghört het. Drum hesch dü iba uns d Fluch un d gschworene Eid üs däm Gsetz vum Moses, däm Diena vum wahre Gott üsgschüttet, denn ma hän gege Gott gsindigt.

12 Er het sini Wort wahr gmacht, wo sich geg eus und eusi Herrscher richtet hend, und grosses Unglück über eus bracht. So öppis wie in Jerusalem isch nonie underem ganze Himmel gscheh.

13 All das Unglück isch über eus cho, so wies im Gsetz vo Moses staht, und dennoch hemmer eus nöd um d Gunst vo eusem Gott Jehova bemüeht, idem mir eus vo eusem Vergehe abgwandt und dini Vertrauens¬würdigkeit erkennt hetted.

14 Drum isch jehova wachsam bliebe und het das Unglück über eus bracht, denn euses Gott Jehova isch grächt in allem, was er tuet. Mir aber hend nöd uf sini Stimm ghört.

15 Und jetzt, o Jehova, euse Gott, wo du dis Volk mit starche Hand us Ägypte usegfüehrt und dir en Name gmacht hesch bis zu dem Tag: Mir hend gsündiget und schlechtes gmacht.

16 O Jehova, wend doch bitte dini Verärgerig und din Zorn vo dinere Stadt Jerusalem ab, vo dim heilige Berg, wie es all dine grächte Tate entspricht. Denn wäg unsare Sinde un de Vugebig unsare Vorfahre sin Jerusalem un di Volk fir alli um uns ume zum Gschwätzt wore.

17 Un etze, oise Gott, erhäre des Gebet vu dinem Dieners, ja mini flehliche Bitte, un lahn doch in dinem eigene Inträsse, o Jehova, dis Gsicht über dim Heiligtum lüchte, wo zur Iinöde worde isch.

18 Wend mer dis Ohr zue, o mein Gott, und ghör! Öffni doch dini Auge und lueg der euse trostlose Zuestand aa und die Stadt, wo din Name treit. Mir richted eusi flehentliche Bitte nöd wege eusne grächte Tate an dich, sondern wege dim grosse Erbarme.

19 O Jehova, los doch! O Jehova, vergib doch! O Jehova, schenk eus doch Ufmerksamkeit und handle! I dim eigene Interesse, o mein Gott, zögere nöd, denn dini Stadt und dis Volk träged din Name."

20 Während ich na schwätzt und bätet und mini Sinde und d Sinde vo mim Volk Israel bekannt und mein Gott Jehova um Gunst agflegt het für de heiligi Berg vu minem Gott,

21 ja während i no mis gebet gredet han, da isch de Maa Gạbriel woni vorher i de Vision gseh han. Er isch zu mir cho woni völlig erschöpft bi. Es isch um d Ziit gsi vo de Abedopfergab.

22 Mit folgende Wort verhaltet er mir zum Verständnis: "O Daniel, jetzt bini cho zum der Iisicht und Verständnis z gäh.

23 Wo du afangsch flehe han ich e Botschaft übercho und bin zum sie mitteile, will du en sehr wertvolle Mensch bisch. Gib also acht uf die Sach, und versuech die Vision zverstah.

24 Für dis Volk und dini heiligi Stadt sind 70 Wuche bestimmt zum d Überträtig z beände, zum de Sünde es End mache zum für Vergehe Süne leiste zum ewigi Gerechtigkeit herbiizfüehre zum d Vision und d Prophezeig besiegle und s Hochheilige z salbe.

25 Du sellsch wüsse und verstah dass vom ergehe vom befehl, Jerusalem wiederher¬zstelle und wieder ufbaue, bis zum Messịas, em Führer, 7 Wuche und usserdem 62 Wuche vergange werded. D Stadt wird widerhärgstellt und wieder uufbaut werde, mit eme öffentliche Platz und eme Grabe, aber i schwere Ziite.

26 Und nach de 62 Wuche wird de Messịas tötet werde ohni öppis für sich z'ha. Und s'Volk vomene kommende Führer wird d'Stadt und de heilig Ort vernichte. S End wird dur d Fluet cho und bis zum End wirds Krieg geh. Verwüstige sind beschlosse.

27 Und er wird de Bund e Wuche lang für die viele ufrächterhalte. I de Mitti vo de Wuche wird er Opfer und Opfergabe ufhöre loh. Und uf em Flügel abscheulicher Sache wird de sii, de Verwüschtig verursacht. Und bis zur Uusrottig wird s Beschlossene au über de verwüschtet Daliegende usgosse."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 8 vo 12

 

Daniel 8 vo 12

8:1 Im 3. Regierigsjahr vom König Belsạzar hani übercho, Daniel, e wiiteri Vision.

2 Ich han d Vision gha, und während ich alles beobachtet han, han ich mich i de Festig Sụsa i de Provinz befunde Ẹlam. Woni die Vision becho han bini am Wasserlauf Ụla.

3 Ich han ufblickt, und da! En Schoofbocke mit zwei Hörner gstande vorem Wasserlauf. Die beide Hörner ware gross, wobi des eina gressa war als des andere, un des gressa wachst später.

4 Ich han gsäh, wie de Schofbock uf Weste, Norde und Süde Süde usteilt het, und kei wilds Tier het vor ihm chönne stah, und niemer het die befreie, wo i sinere Gwalt gsi sind. Er het welle was er het, und het gross gmacht.

5 Ich han wiiter zuegluegt, und da! En Geissbock isch vo Weschte cho und het die ganz Erdoberflächi überqueret, ohni de Bode z berüere. De Ziegebock het es uuffälligs Horn gha zwüsche de Auge.

6 Er isch uf de Schoofbock mit de zwei Hörner zue gloffe, won i vorem Wasserlauf gstande ha. Mit Rasender Wuet het er uf ihn zuegrennt.

7 Ich han gseh, wie er voller Bitterheit uf de Schoofbock zuestürmt hät. Er hät en aagriffe und zerbroche vo dem beidi Hörner. De Schoofbock hät zwenig Chraft gha zum gägen gstalte. De Ziegebock isch en z Bode gworfe und het en zetrampelet, und es het niemert geh, wo de Schoofbock us sinere Gwalt het chönne befreie.

8 Drufabe het de Geissbock iba d Masse gross gmacht. Sobald er aber mächtig gsi isch, isch s grosse Horn zerbroche worde. A sinere Stell sind den vier uffälligi Hörner i alli vier Himmels Richtige gwachse.

9 Us eim vo dene isch es wiiters Horn füre cho, es chlises, und es isch sehr gross worde – nach Süde und Oste und zum schöne Land ane.

10 S Horn isch so gross worde, dass es bis zum Heer vom Himmel glängt het. S het einigi vom Heer gloffe und einigi vo de Stärne zu de Erde ghaue und het sie vertramplet.

11 Es het gross gmacht und het s sogar mitem Oberste vom Heer ufgno, und dem isch s beschtändige Opfera weggnoh worde, und die feschti Stätt wo zu sim Heiligtum ghört isch niedergrisse worde.

12 Em Horn isch en Heer zäme mit em beständige Opfer übergäh worde, wege de Überträtig. Es isch ständig d Wahrheit z Bode gworfe, es handelt und het Glinge gha.

13 Und ich han en Heilige redet und en andere Heilige hät zu ihm gseit: "Wie lange wird die Vision duure, die Vision von dem beständigen Opfer und der Überträtung, die Verwüestung verursacht, und davon, dass sowohl der heilige Ort als auch das Heer zu öppisem Niedergeträttenem gmacht werden?"

14 Da het er zu mir gseit: "Bis zu 2300 Abig und Morge. Und de heiligi Ort wird ganz bestimmt wieder in sin richtige Zuestand brocht werde."

15 Während ich Daniel die Vision gha han und versuecht han sie zverstah han ich plötzlich öpper vor mir gstah wo wie en Maa usgseh het.

16 Denn hani die Stimm vomene Mönsch ghört zmitzt ussem Ụlai und er het gruefe: "Gạbriel, lass diesen Mann verstehen, was er gseh hat"

17 Da nöcher het er sich de Stell woni gstande bi, doch won er cho isch, han ich so sehr verstriche, das ich mich uf de Bode gworfe han. Er het zu mir gseit: "Menschensohn, du muesch verstah, dass die Vision für die Ziit vom End bestimmt isch."

18 No während er mit mir gredt het, hani mit em Gsicht zum Bode in en tüüfe Schloof gsank. Er het mich berüert und het mich wieder det ane gstellt, wo ich gstande han.

19 Denn het er gseit: "Ich lahn dich wüsse, was am Endi vo de Verurteilig gscheh wird, denn es gilt für die feschtgleiti Ziit vom End.

20 De zwehörnige Schofbock wod gseh hesch staht für d König vo Mẹdien und Persien.

21 De zottig Ziegebock stoht für de König vo Griecheland und s grosse Horn zwüsched sine Auge für de erscht König.

22 Was das Horn betrifft, wo verbroche worde isch und a dere Stell vier Hörner erschiene: Us sinere Nation werded vier Königrichi in Erschiinig trätte, aber nöd mit sinere Macht.

23 Am Ändi vo ihrere Königsherrschaft, während d Gsetzes Überträtter s Mass vo ihrne Tate vollmache wird en grimmig ussehende König, wo sich uf doppeldütigi Rede verstaht, in Erschiinig trätte.

24 Siini Macht wird gross werde, aber nöd durch eigeni Chraft. Uf usergwöhnliche Wiis wird er Zerstörig arichte und er wird erfolgrich sii und viel erreiche. Er wird Mächtige is Verderbe stürze, au s Volk, wo us de Heilige bestoht.

25 I sinere Lischt wird er betrüüge zum erfolgrich sii, und i sim Herze wird er grosstue. In ere Ziit vo de Sicherheit wird er vieli is Verderbe stürze. Sogar gäge de Fürst vo de Füürste wird er sich stelle, aber er wird zerbroche, doch nöd dur Mänschehand.

26 Was i de Vision über d Abig und de Morge gseit worde isch, isch wahr. Muesch d Vision aber gheim halte, denn sie bezieht sich uf die ferni Zuekunft."

27 Ich, Daniel, han mich erschöpft gfühlt und isch einigi Täg chrank gsi. Denn bin ich ufgstande und han mich wieder um d Gschäft vom König kümmeret. Ich bin jedoch wie benomme vo dem wo ich gseh han, und niemert häts chönne verstah.

 

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Daniel 7 vo 12

 

Daniel 7 vo 12

7:1 Im erschte Johr vom babylonische Königs Belsạzara het d Daniel gha, wo er uf sim Bett gläge isch, en Traum und het Visione gseh. Er het de Traum gschribe und het en vollständige Bricht über alles erstellt.

2 Daniel erklärt het: "Während meiner nächtliche Visione han ich das Ganze beobachtet, und da! D Wind us de vier Himmelsrichtige händ s wiite Meer ufgwählt.

3 Vier riesigi Tiere sind usem Meer cho, die sind alli verschiede gsi.

4 S'erste isch wie en Löi gsi und het Adlerflügel gha. Während i wieter gsähne hän, sin nem d Flügel usgrisse worde, un s isch vu d Erde emporghobe worde un uf zwei Fess gstellt we ä Mensch. Ihm isch s Herz vomene Mänsch gä worde.

5 Und da! Es anders Tier, es zweits, wo wie en Bär uusgseh het. Es isch uf einere Siite ufgrichtet gsi und het drü Rippe i sim Muul zwüsche de Zähn gha. Ihm isch gseit worde: 'Stah uf, friss viel Fleisch!'

6 Ich han das ganze wiiter beobachtet, und da! Es anders Tier wo wie en Leopard usgseh het, aber vier Flügel wie die einte Vogel uf em Rugge gha het. S Tier hät vier Chöpf gha und em Herrschmacht gä.

7 Danach hani i mine nächtliche Visione es vierts Tier, furcht- und schreckenerregend und ungewöhnlich starch gseh. S het grossi Zähn üs Iise un vuschlangt alles, un was ibrig bliebe isch, vudammlet`s mit d Fess. Es isch andersch gsi als all die andere Tier vor ihm und het zäh Hörner gha.

8 Ich ha d Hörner näher aglacht, und da! Es anders Horn, es chlises, isch zwüsche ihne füre cho und vor ihm sind drei vo de erste Hörner usgrisse worde. Das Horn het Auge wie die vo Mensche und e Mul gha, wo grossspurig dohergredt het.

9 Während i witer zuegseh ha, sin Throne ufgstellt worde, und de Alti a Täg het sich gsetzt. Sini Chleidig isch so wiis wie Schnee und siis Hoor het usgseh wie reini Wulle. Sis Thron isch us Flamme beschtande und het Räder us Füür gha.

10 Vo ihm us floss es Füürstrom. 1000 mal 1000 verrichtete ständig Dienst für ihn und 10'000 mal 10'000 vor ihm gstande. S Gricht isch Platz gno und Büecher sind öffnet worde.

11 Wäg de grossspurige Rede vom Horn hani wiiter zuegluegt, bis das Tier umbrocht worde isch und sis Körper vernichtet worde isch und s'Füür übergä worde isch.

12 Was aber die übrige Tier betrifft, ihri Herrschaft isch ihne weggnoh worde und ihres Läbe isch für e Ziit und en Ziitabschnitt verlängeret worde.

13 Während de nächtliche Visione hani das ganze wiiter beobachtet, und da! Mit de Wulche vom Himmel isch öppert wie en Menschensohn cho. Er het Zuetritt zum Alte a Täg übercho und isch direkt vor ihn bracht worde.

14 Ihm sind Herrschaft, Ehr und es Königrich gäh worde, damit alli Völker, Natione und Sprachgruppe ihm diened. Sini Herrschaft isch ewigi Herrschaft, wo nöd vergah wird, und sis Königrich wird nöd vernichtet werde.

15 Was mich, Daniel, betrifft, min Geist isch tüüf im Innere ufgwühlt gsi, will die Visione woni gseh han, händ mir Angst gmacht.

16 Ich bi zu eim vo dene wo det gstande sind, und het en nach de wahre Bedütig vo allem gfrögt. Er het mir die Dütig gantwortet und teilt mit:

17 'Die riesige Tier, vier a de Zahl, sind vier Könige wo sich uf de Erde erhebed.

18 Aber d Heilige vom Allerhöchsteg werdet s Chönigrich erhalte, und sie werdet s Chönigrich für immer bsitze, ja für immer und ewig.'

19 Denn hani meh welle übers vierte Tier wüsse, wo andersch gsi isch als die andere. S isch ussergwöhnlich furchterrägend gsi, het Zähn us Iise und Chlaue us Kupfer, es verschlangt und zermahlt alles, und was übrig bliebe isch, het`s mit d Fess vudammlet.

20 Aber au über d zäh Hörner uf sim Chopf hani meh wölle wüsse sowie übers andere Horn, wo fürecho isch und vor em drü Hörner gheit, ja s Horn, s Auge het gha und es Muul wo grossspurig daherred het, und s gwaltiger usgseh als die andere.

21 Ich han wiiter zuegluegt und gseh wie das Horn Chrieg gäge die Heilige gfüehrt het und sich geg sie behauptet het,

22 bis de Alt a Tag isch cho und es Urteil zugunschte vo de Heilige vom Allerhöchste gfallt worde und die feschtgleiti Ziit für die Heilige isch cho, s'Königriich in Bsitz z' näh.

23 Er hät dänn erchlärt: 'Das vierte Tier staht für es vierts Königrich wo uf de Erde erschine wird. Es wird andersch sii als die andere Königrich und die ganz Erde verschlinge und sie verträtte und zermalme.

24 Und die zäh Hörner stönd für zehn Könige, wo us dem Chönigrich füregah werdet. Doch nach ihne wird no en andere cho und er wird andersch sii als die erste und wird drü Könige demüetige.

25 Er wird geg de Höchste rede und ständig gege d Heilige vom Allerhöchste vorgah. Er wird Ziite und Gsetz ändere welle und die Heilige werded für e Ziit, Ziit und e halbi Ziit in sini Hand geh werde.

26 Doch s'Gricht het Platz gno und däm König isch d'Herrschaft weggno worde – er sött usglöscht und völlig vernichtet werde.

27 S Königrich und d Herrschaft und de Glanz vo de Königrich under em gsamte Himmel sind em Volk geh worde, wo us de Heilige vom Allerhöchste bestaht. Ihres Königrich isch es ewigs Königrich und alli Mächt werded ihne diene und ghöre.'

28 Hie ändet de Bricht. Was mich, Daniel, betrifft, mini Gedanke hend mich so sehr beunruhigt, dass ich ganz blass worde bin. Doch ich bewahrte das alles i mim Herz."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 6 vo 12

 

Daniel 6 vo 12

6:1 Darịus hets für guet befunde, im ganze Königrich 120 Satrạpen izsetze.

2 Si händ drü höche Beamte unterstande, einä devo isch dr Daniel gsi. De höche Beamte händ d Satrạpen Bricht müsse erstatte, damit de König kei Verluscht erlitte.

3 Daniel het schliesslich die andere höche Beamte und d Satrạpen übertraffe, denn en usergwöhnliche Geischt het in ihm grutet. De König hät en daher wele befördere und em d Verantwortig für s ganze Chönigrich übertreit.

4 Da händ die höche Beamte gsuecht und d Satrạpen nach eme Grund Daniel wäg sinere Amtsfüerig aazklage. Sie hend aber kei Aaklaggrund gfunde und hend nüt korruptes bi ihm chönne feststelle, will er vertrauenswürdig gsi isch und ihm kei Nachlässigkeit oder Korruption nachezwiise gsi isch.

 5 "Mir werdet däm Daniel überhaupt nüt zu de Last chönd legge", händ die Männer gseit, "es segi denn, mir findet öppis im Gsetz vo sim Gott wo mir geg ihn chönd verwände."

6 Also sind die hoche Beamte und Satrạpen gschlosse zum König ine und händ zue ihm gseit: "Ewig lebe König Darịus!

7 Alli möglichi Beamte, Präfekt, Satrạpen, hoche königliche Beamte und Statthalter händ sich zämme berate zum en königliche Erlass usegeh und es Verbot in Chraft z setze: Wer innerhalb vo 30 Täg en Bitte a irgend en Gott oder Mensche richtet usser a dich, o König, söll i d Löwegrube gworfe werde.

8 O König, gib etzt de Erlass use und unterschrieb en demit er nöd gänderet werde chan, so wies s unwiderruefliche Gsetz vo Meder und Perser will."

9 Da unterschrieb König Darịus de Erlass und s Verbot.

10 Sobald Daniel erfahre het, dass de Erlass unterschriebe worde isch, isch er in sis Huus gange. D'Fenster i sim Dachzimmer sind Richtig Jerusalem offe gsi. Drümal am Tag het er sich ane gweckt, bätet und pries Gott, we er's vorher regelmässig gmacht het.

11 Da händ d Männer inegschlage und gsend, wie de Daniel sini Bitte a sim Gott richtet und ihn um Gunscht aagflegt hät.

12 Drufabe sind sie sich an König gwandlet und hend en a das königliche Verbot erinneret: "Hesch nöd es Verbot unterschriebe, wonach jede wo innerhalb vo 30 Täg en Bitte an irgend en Gott oder Mensche richtet usser a dich, o König, i d Löwegrube söll gworfe werde?" De König het antwortet: "D Sach staht nach em unwiderruefliche Gsetz vo de Meder und Perser fescht."

13 Sofort händs em König brichtet: "Daniel, wo zu de Verschleppte us Juda ghört, achtet weder dich, o König, no das vo dir unterschribnige Verbot, sondern bätet drü Mal am Tag."

14 De König het sehr betroffe uf die Nachricht reagiert und nach ere Möglichkeit gsuecht, Daniel z'befreie. Bis zum Sunneuntergang het er alles in Bewegig gsetzt zum en rette.

15 Schliesslich sind d Männer gschlosse vor de König und händ zue nem gsäit: "Beachte, o König: Das Gsetz vo de Meder und Perser schriibt vor, dass keis Verbot oder Erlass vom König gänderet werde dörf."

16 Also het de König de Befehl geh. Mer het de Daniel gholt und ihn id Löwegrueb gworfe. De König het zum Daniel gseit: "Dein Gott, dem du so unbeirrt dienst, wird dich befreie."

17 Dänn hät mer en Stei bracht und hät en uf d'Öffnig vo de Grube gleit. De König hät en mit sim Siegelring und mit em Siegelring vo sinere Edle versieglet, sodass im Fall de Daniels nüt het chönne gänderet wärde.

18 Danach isch de König in sin Palast gange und het die ganz Nacht fascht. Er het uf jeglichi Unterhaltig verzichtet und het nöd chöne schlofe.

19 Schliesslich isch de König bim erste Morgeliecht ufgstande und isch schnell zur Löwegrube gläge.

20 Won er sich de Grube nööchscht het, het er mit truriger Stimm nach Daniel gruefe und gfrögt: "O Daniel, Diener des lebendigen Gottes, het dich din Gott, dem du so unbeirrt diensch, vor de Löie chöne rette?"

21 Sofort het Daniel gantwortet: "Der König läbt ewig!

22 Min Gott het sin Engel gschickt und s'Muul vo de Löie verschlosse. Sie hend mir nüt gmacht, denn i sine Auge bin ich unschuldig gsi, und au dir, o König, hani keis Unrecht do."

23 De König isch überglücklich gsi und befahlt, de Daniel us de Gruebe usezhole. De Daniel isch völlig unverletzt worde us de Grube gholt worde, denn er het uf sin Gott vertrout.

24 Uf Befehl vom Chönig sind den d Manne wo de Daniel aaklagt gha händ, gholt und samt ihre Söhn und Fraue i d Löwegrube gworfe. Si händ de Bode nonig erreicht gha, da gheit d Löie scho über si här und zermal alli ihri Chnoche.

25 Danach het König Darịus a alli Völker, Natione und Sprachgruppe uf de ganze Erde gschribe: "Euer Frieden soll überströmen!

26 Ich erlah de Befehl das i jedem Gebiet vo mim Königrich d Mensche us Angst vorem Gott Daniels sölled zittere. Denn na isch dr lebändig Gott un na bliebt für immer. Sin Kenigrich wird nie undergoh un sini Herrschaft bschtoht ewig.

27 Er rettet und befreit, er vollbringt Zeiche und Wunder im Himmel und uf de Erde, denn er het de Daniel us de Chlaue vo de Löie befreit."

28 Und so isches dr Daniel guet gange im Königrich vo Darịus und im Königrich vo Cyrus, em Perser.