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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Daniel 5 vo 12

 

Daniel 5 vo 12

5:1 König Belsạzar het es grosses Festli für 1000 vo sinere Edle geh. Er het vor ihne gholt und trank Wy.

2 Underem Iifluss vom Wy befahl Belsạzar, d Gfäss us Gold und Silber iezbringe, wo si Vater Nebukadnẹzar usem Tempel in Jerusalem mitgnoh het. De König hät zäme mit sine Edle, siine Näbedfraue und sine Konkubine druus wele trinke.

3 Ma het also de Gfäss üs Gold gholt, de ma üs däm Tempel vum Hus Gottes in Jerusalem mitgnumme het, un dr Kenig, sini Edel, sini Näbäfraue un sini Konkubine trinke drus.

4 Si trunke Wii und präsed d Götter us Gold und Silber, us Chupfer, Iise, Holz und Stei.

5 Im gliiche Augeblick erschiene d Finger von ere Menschhand und schriibe uf de Putz vo de Wand vom Chönigspalast gegenüber em Lüüchter. De König het de Rugge vo de schriibende Hand chönne gseh.

6 Da isch de König ganz blass worde, sini Gedanke hend ihn verschreckt, sini Hüfte zämme ghocket und ihm d Chnü gschlateret.

7 De König het lut gruefe, mer söll d Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe hole. Er het zu de wisse Manne Babylons gseit: "Wer die Schrift lesen und mir deuten kann, wird in Purpur gekleidet, bekommt eine goldene Chette um den Hals und wird als Dritter im Königreich herrschen."

8 druf sind alli wiise Manne vom König inecho, aber sie hend d Schrift weder chöne läse no em König deute.

9 Da het de König Belsạzar grossi Angst übercho und ihm sich d'Farb us em Gsicht. Sini Edle sind verwirrt gsi.

10 Wo de Königin de Wort vom König und sinere Edel mitbecho isch, isch si in Feschtsaal inegange und het gsäit: "Der König läbt ewig! Lah dich vo dine Gedanke nöd verschrecke und wirde nöd blass.

11 Es git da en Manna i dim Königrich wo de Geist heiliger Götter hät. Zur Zyt vo dim Vater het sich in ihm Erlüchtig gfunde und Isicht sowie Wiisheit, wie sie d Götter hänn. Din Vater, de König Nebukadnẹzar, het ihn als Oberste vo de Zauberpriester, Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe iigstellt. Ja, das het din Vater gmacht, o König.

12 Daniel, wo de König Beltschạzzar gnennt het, het en usergwöhnliche Geischt gha und s'Wüsse gha, Träum z'düte, Rätsel z' entschlüssle und verzwickti Problem z'löse. Lah de Daniel jetzt rüefe und er wird dir die Dütig mitteile."

13 Daniel isch vor de Kenig brocht worde und vo ihm gfrögt worde: "Bisch Du Daniel, wo zu de Verschleppte us Juda ghört, wo min Vater, de Kenig, us Juda herbracht het?

14 Ich han über dich ghört, dass de Geist vo de Götter in dir rueht und dass sich i dir Erlüchtig und Iisicht und ussergwöhnlichi Wisheit findet.

15 Die wisse Manne und Beschwörer sind gholt worde zum die Schrift lese und z dütsche, aber sie chönd mir die Botschaft nöd düte.

16 Über dich hani jedoch ghört, dass du Dütige mitteile und verzwickti Problem chasch löse. Wenn also d Schrift lese und dete chasch, wirsch in Purpur kleidet, bechunsch e goldigi Chetti um de Hals und wirsch als Dritter im Königrich herrsche."

17 Druf het Daniel em König gantwortet: "Bhalt dini Gabe und gib dini Gschänk andere. Doch die Schrift wird ich am König vorläse und em d Dütig mitteile.

18 O König, de höchst Gott het dim Vater Nebukadnẹzar s'Königtum, Grösse, Ehre und Majestät ge.

19 Wäge dem verliehende Grössi händ alli Völker, Natione und Sprachgruppene us Angst vor ihm zitteret. Er het umbrocht, wen er het wölle, und het am Läbe glo, wer er het wölle – er het wölle erhöht und er er erniedrigt.

20 Wo si Herz jedoch iberheblich worde isch und si Geischt sich verhärt het, sodass er amassend handlet het, isch er vom Thron vu sinem Kenigrich gschtosse worde und sini Würd ihm gnoh worde isch.

21 Er isch vertribe worde, weg vode Mensche. Sis Härz isch dem eis Tier gliichgmacht worde und er het bi de Wildesle glebt. Er hät Pflanze übercho, so wie d'Stier, und de Tau vom Himmel hät sin Körper bnetzt – so lang, bis er hät gmerkt, dass de höchscht Gott de Herrscher über d'Königrichi vo de Mänsche isch und das er drüber regiere loht, wen er will.

22 Du degäge, sin Sohn Belsạzar, du hesch dis Herz nöd gdemüetetet obwohl das alles gwüsst hesch.

23 Stattdesse hesch dich gege de Herr vom Himmel erhobe und dir d Gfäss vo sim Huus bringe loh. Dänn häsch zämme mit dine Edel, dine Näbedfraue und dine Konkubine Wy drus trunke und Götter us Silber und Gold, us Chupfer, Iise, Holz und Stei gpriesed – Götter, wo nüt gsehnd und nüt wüssed. Doch de Gott wo di Atem und din ganze Läbenswäg i de Hand hebt de hesch nöd verherrlicht.

24 Deswege hät er d'Hand gschickt und die Wort la schriibe.

25 Die Schrift lutet: MENẸ, MENẸ, TEKẸL und PARSỊN.

26 Das isch die Dütig vo de Wörter:

MENẸ: Gott het die Täg vo dim Chönigrich zellt und ihm es End gmacht.

27 TEKẸL: Du bisch uf de Waag gworde und als zu liecht befunde worde.

28 PERẸS: Dis Königrich isch teilt worde und de Meder und de Perser geh."

29 Drufhin befahl Belsạzar, Daniel in Purpur z'chleidä und ihm ä goldigi Chetti um dä Hals z'lege. Usserdem isch verkündet worde, dass er de dritt Herrscher im Königrich si wür.

30 In derselben Nacht ist Belsạzar, der chaldạ̈ische König, tötet.

31 De Meder Darịus het s Königrich übercho. Er isch öppe 62 Jahr alt gsi.

 

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De Daniel 4 vo 12

 

Daniel 4 vo 12

4:1 "Von König Nebukadnẹzar an alli Völker, Natione und Sprachgruppe uf de ganze Erde: Euere Friede seig gross!

2 Ich freu mich, d Zeiche und Wunder z verchünde, wo de höchsti Gott a mir vollbracht hät.

3 Wie gross doch sini Zeiche sind und wie mächtig sini Wunder! Sis Chünigriich isch es ewigs Chönigriich und sini Herrschaft bestaht vo Generation zu Generation.

4 Ich, Nebukadnẹzar, han sorglos i mim Huus gläbt und es isch mer guet i mim Palast gange.

5 Da hani en Traum gha wo mer Angst igjagt het. Woni uf mim Bett gläge bi händ mi d Bilder und Visione verschreckt wonni gseh han.

6 Ich befahl also, all wisse Männer Babylons vor mich zbringe, damit sie mir de Traum dütet hend.

7 Die Zauberpriester, Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe sind ine cho, und woni ihne min Traum verzellt han, hends ihn mir nöd chöne düte.

8 Zletscht isch dr Daniel vor mich gschtande, wo au Beltschạzzar heisst, benannt nach mim Gott, und in dem de Geischt de heilige Götter rueht. Ich han ihm de Traum verzellt:

9 'Beltschạzzar, du Oberster vo de Zauberpriester, ich weiss genau dass de Geist vo de heilige Götter i dir rueht und das keis Gheimnis z kompliziert für dich isch. Erklär mir also die Visione wo ich i mim Traum gseh han und teil mir d Dütig mit.

10 In de Visione woni uf mim Bett gha han, han en Baum zmitzt uf de Erde gseh, und er isch userordentlich hoch gsi.

11 De Baum isch chräftig gwachse und isch chräftig worde, sis Wipfel langet bis zum Himmel und er isch bis a die Endi vo de ganze Erde gsi.

12 Sis Laub isch wunderschön gsi, er het viel Frucht treit und het Nahrig für alli gha. D Tier vom Feld händ under em Schatte gsuecht, die Vögel vom Himmel sind in sinene Zwöige entstande und alli Läbewäse händ sich vo ihm ernähre.

13 Während ich uf mim Bett d Visione gha han ich en Wächter gseh, en Heilige, vom Himmel herabcho.

14 Er rief luut: "Fallt den Baum, schneidet seine Zweige ab, schüttled das Laub abe und verstreut sini Frücht! Die Tier under ihm und die Vögel in de Zwösche söled flieh.

15 Lönd sin Stumpf samt de Wurzle im Bode, zmitzt im Gras vom Feld, bunde mit Iise und Chupfer. Er söll vom Tau vom Himmel benetzt werde und zäme mit de Tier zmitzt i de Vegetation vo de Erde läbe.

16 Sis Härz söll sich verändere: Er söll nüme s Härz vomene Mönsch ha, sondern s Härz vomene Tier erhalte, und das für siebä Zyte.

17 Das gschiht uf Aordnig vo de Wächter und uf Ersueche vo de Heilige, damit d Läbige erkenned, dass de Höchst vo de Herrscher über d Königrich vo de Mänsche isch und das er d Herrschaft git, wem er will, und er sogar de niedrigste vo de Mensche drüber rege loht.“

18 Das isch de Traum gsi wo ich König Nebukadnẹzar gha han. Und nun, Beltschạzzar, teils mer sini Dütig mit, denn all die andere wiise Männer vo mim Chönigriich chönd mer de Traum ned düte. Aber chasch es, will de Geist heilige Götter i dir rueht.'

19 Da isch de Daniel gsi, wo au Beltschạzzar gheisse het, für en Augeblick ganz verstört, und sini Gedanke hend em Angst gmacht. De König het gseit: 'Beltschạzzar, loh dir vo dem Traum und de Dütig kei Angst iijage."Beltschạzzar antwortet: 'Mi Herr, de Traum söll dene gälte wo dich hassed, und sini Dütig dini Fäinde.

20 Der Baum, den dü gsähne hesch, der gross un stark worde isch, däm si Wöpfel bis zum Himmel richtet un der fir de ganz Erde z säh war,

21 wo sis Laub wunderschön gsi isch und de viel Frucht treit het und nahrig für alli gha het, under dem d Tier vom Feld gwohnt hend und i dem Zweige d Vögel vom Himmel gnennt hend,

22 das bisch du, o König. Denn dü bisch gross un stark worde un hesch immer me an Grösse z gnumme. Dini Greschte langet bis zum Himmel un dini Herrschaft bis zum End vu d Erde.

23 Und de König het en Wächter gseh, en Heilige, vom Himmel herabcho, wo gseid het: "Fallt de Baum und vernichtet en, aber lönd sin Stumpf samt de Wurzle im Bode, zmitzt im Gras vom Feld, bunde mit Iise und Chupfer. Er söll vom Tau vom Himmel benetzt werde und zäme mit de Tier vom Feld läbe, und das für siebne Zyte."

24 Das isch d Dütig min König, es isch d Aordnig vom höchschte – das wo min Herr und König söll widerfahre:

25 Du wirsch vertriebe, weg vode Mensche, und bi de Tier vom Feld läbe. Mer wird dir pflanze z'ässe geh so wie Stiere und de Tau vom Himmel wird dich benetze. Siebe Ziite werdet vergah bis du erkennsch das de höchsti de Herrscher über die Königrichi vo de Mänsche isch und das er d Herrschaft git wem er will.

26 Doch es het ja gheisse, dass mer de Stumpf vom Baum samt de Wurzle söll la stah. Drum wird din Königrich wieder dir ghöre, nachdem du erkennt hesch, dass de Himmel regiert.

27 Drum, o König, nimm min Rat aa: Wänd dich vo dine Sünde ab und tue, was richtig isch. Wänd dich vo dinere Schlächtigkeit ab und seg barmherzig mit de Arme. De chas si das din Wohlstand bestoh bliibt.

28 All das widerfahre König Nebukadnẹzar.

29 Zwölf Monet später isch er uf em Dach vom Königspalast vo Babylon umenand gange

30i und gseit: "Isch das nöd Babylon die Grosse, wo ich sälber als königlichi Residenz mit minere eigete Chraft und Macht zum Ruhm minere Majestät baut han?"

31 Während de König no gschwätzt het, isch e Stimm usem Himmel cho: "Dir, König Nebukadnẹzar, seig gseit: 'Das Königreich gehört der nicht mehr

32 und du wirsch vertriebe, weg vode mensche. Bi de tier vom feld wirsch lebe und mer wird dir pflanze z esse geh so wie stiere. Siebe Ziite werdet vergah bis du erkennsch das de höchsti de Herrscher über die Königrichi vo de Mensche isch und das er d Herrschaft git wem er will.'"

33 Die Wort händ sich auwäg a Nebukadnẹzar erfüllt. Er isch vudriebe worde, wäg vu d Mensche, isst Pflanze so wie d Schtiere, un dr Tau vum Himmel het si Körper bruucht. Schliesslich isch sis Hoor so lang worde wie Adlerfeder und sini Nägel wie Vogelkralle.

34 "Nach Ablauf derä Ziit hani gluegt, Nebukadnẹzar, zum Himmel und mis Verstand het wieder zrug gwehrt. Da priis ich de höchsti, ich priis und verherrlichte de wo für immer lebt, will sini Herrschaft ewigi Herrschaft isch und sis Königrich vo Generation zu Generation bestaht.

35 Alli Erdbewohner sind wie nüt, und er verfahre mit em Heer vom Himmel und de Bewohner vo de Erde so wie er will. Und es git niemert wo ihn cha ufhalte oder zu ihm säge: 'Was hesch gmacht?'

36 Zu dere Ziit hät mis Verstand wider zrugg gchährt und ich han de Ruhm vo mim Königrich, mini Majestät und mini Pracht zrug übercho. Mini höche Beamte und Edelen händ mich wieder uufgsuecht. Ich han min Chönigrich zrugg übercho und mir isch sogar na meh Grössi verloh worde.

37 Ich, Nebukadnẹzar, Prise, rühme und verherrliche de König vom Himmel, will alli sini Tate Wahrheit und sini Wäg Gerechtigkeit sind und will er die erniedrige chan, wo stolz durs Läbe gönd.“

 

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Daniel 3 vo 12

 

Daniel 3 vo 12

3:1 König Nebukadnẹzar het e Statue us Gold gmacht, wo 60 Elle ufe und 6 Elle breit gsi isch. Er het sie i de Ebeni Dụra i de Provinz Babylon ufgstellt.

2 Dänn hät König Nebukadnẹzar die Satrạpen, Präfekte, Statthalter, Ratgeber, Schatzmeister, Richter, Magistrate und alli Verwalter vo de Provinze rüefe. Sie söttet sich zur Iiweihig vode Statue versammle wo König Nebukadnẹzar ufgstellt gha het.

3 Da händ sich d Satrạpen versammlet, Präfekte, Statthalter, Ratgeber, Schatzmeischter, Richter, Magistrate und alli Verwalter vo de Provinze zur Einweihig vo de Statue, wo König Nebukadnẹzar errichtet hät, und händ sich devor uufgstellt.

4 Der Herold verkündet lut: "Folgende Befehl geht an euch, ihr Völker, Natione und Sprachgruppen:

5 Sobald ihr s Horn, d Pfiife, d Zither, d Dreieckharfe, s Saiteninstrument, de Dudelsack und all die andere Musikinstrument lost, müessted ihr eu niderwerfe und d Statue us Gold abätte wo de König Nebukadnẹzar ufgstellt het.

6 Wer sich nöd niederwirft und sie abetet, wird sofort i de brennende Ofe gworfe."

7 Sobald also alli Völker s Horn, d Pfiffe, d Zither, d Dreieckharfe, Saiteninstrumänt und all die andere Musikinstrument ghört händ, händ sich alli Völker, Natione und Sprachgruppe nieder gworfe und händ d Statue us Gold aabätte, wo König Nebukadnẹzar ufgstellt hät.

8 Da sind einigi Chaldạ̈er vorgsi und hend d Jude a klage.

9 Sie händ zum König Nebukadnẹzar gseit: "Der König lebe ewig!

10 Du o König, hesch de Befehl geh das jede wo s Horn, d Pfiife, d Zither, d Dreieckharfe, Saiteninstrument, de Dudelsack und all die andere Musikinstrument lost sich niederwerfe und d Statue us Gold söll abätte

11 und dass jede wo sich nöd niederwirft und sie abetet, in brennende Ofe gworfe wird.

12 Es git jedoch gwüssi Jude wo du mit de Verwaltig vo de Provinz Babylon betraut hesch, und zwar Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo. Die Manne händ dir, o König, kei Respekt erwiese. Sie diened nöd dine Götter, und sie weigere sich d Statue us Gold azbüte wo du ufgstellt hesch."

13 Rasend vor Wuet befahl Nebukadnẹzar, Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo hole und si sind vor de König brocht worde.

14 Nebukadnẹzar het zu ihne gseit: "Schạdrach, Mẹschach, Ạbednẹgo, isch es wahr, dass ihr mini Götter nöd dient und eu weigered d Statue us Gold azbete woni ufgstellt han?

15 Wänn ihr parat sind eu bim Klang vom Horn, de Pfiife, de Zither, de Dreieckharfe, vom Saiteninstrument, vom Dudelsack und all de andere Musikinstrument niederzwerfe und die vo mir gmacht Statue azbüte – denn guet. Sollet ihr äich aba weigere, sie azbäte, den ihr uf de Schtell in brennende Ofe gworfe. Welle Gott ka äich denn us minere Hand befreie?"

16 Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo hend em König gantwortet: "O Nebukadnẹzar, druf bruuchemer nüt z erwidere.

17 Wenn nötig chan euse Gott, dem mer diened, eus us em brennende Ofe und us dinere Hand befreie, o König.

18 Aber selbst wenn ers ned tuet sellsch du wüsse o König das mer dini Götter ned diene werdet und die vo dir ufgstellti Statue us Gold ned abäte werdet."

19 Da isch Nebukadnẹzar so hässig worde, dass sich sini Haltig gegenüber Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo völlig veränderet het, und er het de Befehl geh, de Ofe siebemol meh z heize als üblich.

20 Er beforderet einige starche Männer vo sim Heer, Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo z'fässle und i de brennende Ofe z'gheie.

21 Die Manne sind also gfesslet worde und samt ihrne Mäntele, Gwänder, Mütze und ihrere restliche Chleidig i de brennende Ofe gworfe.

22 Well de Ofe wäg em strenge cheibliche Befehl usergwöhnlich heiss gsii isch, sind d Männer, d Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo det hii bracht, vo de Flamme tötet.

23 Die drü Männer aber, Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo, gfalle gfesselt in de brennende Ofe.

24 Plötzli hät de König Nebukadnẹzar verschrocke und hät siini höche Beamte gfröget: "Hämmer nöd drei Manne gfesslet is Füür gworfe?" Sie händ antwortet: "Ja, König."

25 Er het gseit: "Gseh doch! Da sind vier Manne, wo sich zmitzt im Füür beweged. Sie sind unversehrt und de vierti gseht us wie en Göttersohn."

26 Nebukadnẹzar het sich de Tür vom brennende Ofen nöcheret und gseid: "Schạdrach, Mẹschach, Ạbednẹgo, ihr Diener vum höchschte Gott, chömed use, chömed her!" Da sind Schạdrach cho, Mẹschach und Ạbednẹgo zmitzt us em Füür.

27 Und die versammlete Satrạpen, Präfekte, Statthalter und höche Beamte vom Chönig gseh, dass de Körper vo dene Manne dur s'Füür kein Schade erlitte het. Keis einzigs Hoor vo ihrem Chopf isch versänkt gsi, ihri Mänte hend usgseh wie vorher und sie roched nöd mal nach Rauch.

28 Nebukadnẹzar erklärt: "Gepriesen sei der Gott Schạdrachs, Mẹschachs und Ạbednẹgos, wo sin Engel gschickt het und sini Diener befreit het. Sie vertraute uf ihn, händ sich em Befehl vom Kenig widersetze und wele lieber sterbe, als irgend en Gott usser ihre eigene Gott z verehre oder aazbete.

29 Drum erlah ich folgende Befehl: Sött irgend es Volk, e Nation oder e Sprachgruppe öppis gege de Gott Schạdrachs, Mẹschachs und Ạbednẹgos säge, denn sölleds in Stück ghaue werde und ihri Hüüser sölled zu öffentliche Toilette gmacht werde, denn kein andere Gott isch i de Lag, so z rette wie de Gott.“

30 Danach sind Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgo i de Provinza Babylon vom König beförderet worde.

 

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Daniel 2 vo 12

 

Daniel 2 vo 12

2:1 I sim 2. Regierigsjahr het Nebukadnẹzar e Reihe vo Träum gha. Era isch so ufgwühlt gsi, dass er nüm het chönne schlofe.

2 Da bezahl de König, d Zauberpriester, Beschwörer, Zauberer und Chaldạ̈er z rüefe damit si ihm gseit händ was er träumt hät. Sie sind also inecho und sind vor de König cho.

3 De König het zu ihne gseit: "Ich han en Traum gha und ich bin ganz ufgwühlt, will ich wüsse will was ich träumt han."

4 Die Chaldạ̈er hend ihm uf Aramạ̈isch erwideret: "Der König leb ewig! Verzell eus, din Diener wo du träumt hesch und mir säged dir d'Dütig."

5 Der König antwortet den Chaldạ̈ern: "Ich sag euch ein für alle Mal: Wänn ihr mir de Traum und sini Dütig nöd mitteilet, werded ihr in Stück ghaue und eui Hüüser werded zu öffentliche WC gmacht.

6 Säget ihr mir aber de Traum und sini Dütig, denn werded ihr vo mir Gschänkli und e Belohnig erhalte und sehr geehrt werde. Seit mer also de Traum und sini Dütig."

7 Sie händ zum zweite Mal erwideret: "O König, verzell din Diener doch, was du träumt häsch, und mer werded dir de Traum düütä."

8 De König entgägnet: "Ich weiss ganz genau, dass ihr nur Ziit günne wend, will ihr wüsset, dass das mis letschte Wort isch.

9 Wenn ihr mir de Traum nöd mitteilet, werded ihr alli ii und die glich Straf erhalte. Doch ihr hend beschlosse mir öppis falsches und Erlogens z verzelle bis sich d Lag änderet. Also seid mer de Traum, denn weissi, dass ihr ihn au tüte chönd."

10 Die Chaldạ̈er hend dem König erwideret: "Es git uf de Erde kein einzige Mensch wo cha tue, was de König forderet. So öppis hät no kein grosse König oder Statthalter vo irgendemne Zauberpriester oder Beschwörer oder Chaldạ̈er verlangt.

11 De König forderet do öppis schwierigs, und es git niemert wos em König säge chönt usser de Götter wo nöd under de Stärbliche wohned."

12 Das het de König dermasse in Rage versetzt, dass er de Befehl gäh het, alli wiise Manne Babylons umzbringe.

13 Wo de Befehl isch gange und die wisse Männer sötted umbracht werde, het mer au nach Daniel und sinne Fründe gsuecht, zum sie umbringe.

14 Da wandt sich de Daniel taktvoll und vorsichtig an Ạrjoch, de Oberschte vo de künigliche Leibwach, wo scho unterwägs gsi isch, zum die wiise Männer Babylon z töte.

15 Er het Ạrjoch gfrögt, de Beamte vom König: "Warum het de König so en strenge Befehl geh?" Druf verzellt Ạrjoch ihm alles.

16 Daniel erschine vorem König und erbat sich vo ihm Ziit, damit er ihm d'Dütig chönnti mitteile.

17 Ahschlüssend isch de Daniel in sis Huus gange und het sini Fründe Hanạnja, Mịschaël und Asạrja informiert.

18 Daniel het sie bätet, de Gott vom Himmel wäg däm Gheimniss um Erbarme azflege, damit er und sini Fründe nöd zäme mit de übrige wisse Männer Babylon umchömed.

19 In ere nächtliche Vision isch de Daniel de s Gheimnis enthüllt worde und er priest de Gott vom Himmel.

20 Daniel verkündet:" De Name Gottes söll bis in alli Ewigkeit prese werde, denn Wiisheit und Macht ghöred ihm elei.

21 Er änderet Ziiten und Zeitabschnitt, setzt Könige ab und setzt Könige ii, git Wiisheit de Wiise und Erkenntnis dene wo Unterscheidigs¬vermöge hend.

22 Er offebart tüüfi und verborgeni Züüg, er wüsst was im Dunkle isch, bi ihm wohnt s Liecht.

23 Gott vo minere Vorfahre, dir danke ich und dich priis ich, will du mir Wiisheit und Macht geh hesch. Und jetzt hesch mer das mitteilt, warum mer dich bätte hend, du hesch eus mitteilt, was de König beschäftigt."

24 Aaschlüssend isch de Daniel zu Ạrjoch wo de König beuftragt het, die wisse Männer Babylons umzbringe, und het zue ihm gseit: "Töte keine der weise Männer Babylon! Bring mi zum König und ich wird ihm die Dütung mitteile."

25 Ạrjoch hät de Daniel schnell vor de König bracht und ihm gmeldet: "Ich han unter de Verschleppte us Juda en Maa gfunde, wo de Traum vom König chan düte."

26 De König het druffhin Daniel, wo au Beltschạzzar gheisse het: "Chasch du mir würklich sage was ich träumt ha und wie dä Traum z düte isch?"

27 Dr Daniel het em König gantwortet: "Keine vo de wiise Männer, Beschwörer, Zauberpriester und Astrologe cha em König s Gheimnis enthülle, nach dem er frögt.

28 Aber es existiert en Gott im Himmel, wo en Offebare vo Gheimnisse isch, und er het dir, König Nebukadnẹzar, eröffnet was am Ändi vo de Täg gscheh wird. Das isch din Traum und das sind d Visione wo du uf dim Bett gha hesch:

29 O König, uf dim Bett sind dini Gedanke id Zuekunft gwanderet, und de Offebare vo Gheimniss het dir eröffnet was gscheh wird.

30 Was mich betrifft, mir isch das Gheimnis nöd drum enthüllt worde will ich grösseri Wiisheit bsitz als irgend en Läbe, sondern demit du, König, d Dütig und somit au d Gedanke vo dim Herz erfahrsch.

31 Während du träumtisch, o König, hesch e gwaltigi Statue gseh. Die Statue isch riesig gsi, glänzti ussergwöhnlich und het furchterrägend usgseh.

32 De Chopf vo de Statue isch us feinem Gold gsi, Bruscht und Armi sind vo Silber, Buch und Oberschenkel us Chupfer gsi,

33 d'Bei us Eise und d'Füess teils us Eise und teils us Ton.

34 Während du witer aaluegsch isch es Stei usghaue worde - nöd dur Menschehand. Er het d'Statue a ihrne Füess us Iise und Ton troffe und het sie verschmätteret.

35 Da sind s Iise, de Ton, s Chupfer, s Silber und s Gold, alles zäme zerschmetteret und sind wie Spreu ufem Summerdreschplatz worde. De Wind het alles furtgange und es isch kei Spur meh gsi devo z finde. Doch de Stei, wo d Statue troffe het, isch zumene grosse Berg worde und het die ganz Erde us gfüllt.

36 Das isch de Traum und jetzt werded mir de Chönig d Dütig la wüsse.

37 Du, o König – du König vo de König, dem de Gott vom Himmel s'Königrich, d'Macht, d'Sterchi und de Ruhm verlieh het

38 und i dere Hand hät er Mänsche gä, wo immer si au wohned, wie au die Tier vom Fäld und d Vögel vom Himmel und won er zum Herrscher über sie all gmacht hät – du sälber bisch de Chopf us Gold.

39 Doch nach dir wird es anders Königrich uftrete – gringer als dis. Aaschlüssend wird es wiiters Königriich, es dritts, über die ganz Erde herrsche – das us Chupfer.

40 Und das vierte Königreich, es wird stark si wie Iise. Denn so wie Eisen alles andere zertrümeret und z Staub zermahlt, ja wie Iise, das zerschmetteret, so wird s alli die Königrich ztrümmere und zerschmettere.

41 Und du häsch gseh, dass d'Füess und d'Zähn teils us Töpferton und teils us Iise bestande händ. Genauso wird das Königrich teilt sii, aber dennoch öppis vo de Härti vom Iisen in sich ha. Denn wie du ja gseh hesch, isch de Iise mit weichem Ton vermischt gsi.

42 Und so wie d'Fuesszehe teils us Iise und teils us Ton gsi sind, so wird s'Königrich teil starch und teils zerbrechlich si.

43 So wie du Iise mit weichem Ton vermischt hesch, so werdeds mitem Volk vermischt sii, aber ned anenand haftet, s einte am andere, genauso wenig wie sich Eise mit Ton vermischt.

44 Zur Zyt vo däre König wird de Gott vom Himmel e Chönigrich errichte, wo nie untergah wird. Das Chönigriich wird a keis anders Volk übergah. Es wird all die Königrich zertrümme und ihne es End mache, und selbst wirds für immer bestoh.

45 Denn du hesch ja gseh, dass us em Bärg en Stei useghaue worde isch – nöd dur Mönschhand – und er het s Iise vertrümmeret, s Chupfer, de Ton, s Silber und s Gold. De grossi Gott het em König eröffnet was i de Zuekunft passiere wird. De Traum isch wohr und sini Dütig zueverlässig."

46 Da isch sich de König Nebukadnẹzar vor Daniel mit em Gsicht zu de Erde nieder gworfe und ihm sini Ehrerbietig erwiese. Usserdem bpfielt er, ihm es Gschänkli z geh und Räucherwerk darzbringe.

47 De König het zum Daniel gseit: "I de Tat, euer Gott isch en Gott vo Götter und en Herr vo de Könige und en Offebare vo Gheimniss, denn du hesch chönne lüfte."

48 De König het de Daniel denn en hoche Rang verlieh, het em viel Chostbari Gschänkli geh und het en zum Herrscher über die ganz Provinz Babylon und zum Oberpräfekte über all wisse Männer Babylon ernennt.

49 Uf Daniels Wunsch ane het de König Schạdrach, Mẹschach und Ạbednẹgos mit de Verwaltig vo de Provinz Babylon. Daniel selber aber dient am Königshof.