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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 37 vo 42

 

Hiob 37 vo 42

37:1 Da pocht mis Herz,

es schlaht wie wild.

 2 Höred eui s Dröhn vo de Stimm Gottes genau a,

s Donner, wo us sim Muul chunt.

 3 Unter dem ganze Himmel entfesslet ers

und siini Blitz schickt er bis a d Endi vo de Erde.

 4 Druf folgt es chrachends Grüüsch.

Er dönneret mit majestätische Stimm

und haltet sini Blitz nöd zrugg, wänn sini Stimm vernoh wird.

 5 Es isch wunderbar, wie Gott mit sinere Stimm dönneret.

Sini grosse Tate überstieged euises Begriffsvermöge.

 6 Zum Schnee säit er: 'Fall uf d' Erde',

und zum Regguss: 'Lass es nur so schütten.'

 7 Gott bringt alles menschlichi Tue zum Stillstand,

sodass alli stärbliche Mensche sis würkli erkenned.

 8 Die wilde Tier ziehnd sich i ihri Höhle zrugg

und bliibed i ihrem Bau.

 9 De Sturm blast us sinere Chammer

und d Chälti chunt vo de Nordwind.

10 Durch de Atem Gottes entstoht s Iis

und d'Wasserflächi früert zue.

11 Ja, mit Füchtigkeit belädt er d Wulche.

Sini Blitz verstreut er in ihne.

12 Die Wulche wirblet det ane, won er si ane lenkt.

Was imer befiehlt, se füered s us uf de Oberflächi vo de bewohnte Erde.

13 Ob als straf ob de bode zuelieb

oder us loyaler Liebi – er lohts gschähe.

14 Hör dir das aa, Hiob!

Halt inne und achte genau uf die wunderbare Werk Gottes.

15 Weisch wie Gott Macht über d Wulche usüebt

und wie er d Blitze us sinere Wolke zucke laht?

16 Weisch wie d Wolke schwäbed?

Das sind die wunderbare Werch vom a Wüsse Vollkomme.

17 Warum wird diini Chleidig heiss,

wenns bim Südwind still wird uf de Erde?

18 Chasch mit Gott zäme de Himmel usbreitena?

Chasch en so fest mache wie en Spiegel us Metall?

19 Teil eus mit, was mir ihm sölled säge.

Mer chönd nüd erwidere, well mer im Dunkle send.

20 Söll mer ihm sege das ich rede möcht?

Het irgendöpper öpis gseit wo a ihn söll witergeh werde?

21 Mer chan nöd mal s Liecht gseh,

obwohls am Himmel strahlt,

bis es Wind weht und d Wolke vertriibt.

22 Us em Norde chunnt goldige Glanz.

Gottes Majestät isch Ehrfurcht iiflössend.

23 De Allmächtige z verstah isch für eus unerreichbar.

Er isch erhabe a Macht

und verstosst nie geg sis Recht und sini iberströmendi Grechtigkeit.

24 Deswege sötted d Mensche Ehrfurcht vor ihm ha.

Schliesslich begünstigt er niemert wo sich für wiis halted.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 36 vo 42

 

Hiob 36 vo 42

36:1 Elịhu het wiiter gseit:

2 "Hab nochli Geduld mit mir, während ich mit mine Erklärige fortfahre,

Denn i ha na einiges im Name Gottes z sage.

 3 Ich wird usführlich über das rede wo ich weiss

und mim Erschaffer Gerechtigkeit zueschribe.

 4 Mini Wort sind ganz bestimmt nöd falsch.

De a Wüsse Vollkomme isch hie vor dir.

 5 In de Tat, Gott isch mächtig und lehnt niemert ab.

Er isch gross a Verstandeskraft.

 6 Die Böse wird er nöd am Lebe übercho,

aber de Schwache verschafft er Rächt.

 7 Die Grechte laht er nöd us de Auge.

Zäme mit Könige setzt er sie uf de Thron und sie werded für immer erhöht.

 8 Doch wenn ihne Fessle aagleit sind

und sie in Stricke vom Chummer gfange sind,

 9 dänn enthüllt er ihne was sie gmacht händ:

iri us Stolz begangene Überträtige.

10 Er öffnet ihne d Ohre zum sie korrigiere,

und forderet sie uf, ihres verkehrte Handle ufzgäh.

11 Wänns ghorched und em diened,

wirds ne guet gah solang sie lebed,

und sie werded glücklichi Jahr verbringe.

12 Ghorcheds aber nöd, werded sie durs Schwert ume und ohni Erkenntnis sterbed.

13 Die im Herze Gottlosen hegen Groll.

Sie lütet nöd um Hilf, selbst wenn er sie fesselt.

14 Sie verbringed ihres Läbe under männliche Tempelprostituierte und sterbed während sie na jung sind.

15 Doch Gott rettet die Leidende us ihrem Leid.

Werded sie underdrückt, öffnet er ihne d Ohre.

16 Usem Rache vo de Not bringt er dich use

is wiite wo nöd iigängt bisch

und din Tisch riich deckt isch mit Trost.

17 Dänn wird dich s Urteil über die Böse zfriedestelle –

wänn Rächt gsproche wird und d Gerechtigkeit gseht.

18 Aber pass uf, dass dini Wuet dich nöd zu Ghässigkeit verleitet,

und lahn dich nöd dur e höchi Bestechigssumme uf Abwäg füehre.

19 Wird dich din Hilferuf

oder irgendeini vo dine Chraftaschträngige vor Not bewahre?

20 Sehn dich nöd nach de Nacht,

wänn d Mensche vo ihrem Ort verschwindet.

21 Gseht dich vor das nöd zum schlechtes tuehsch

und dir das nöd lieber isch als chummer.

22 Lueg nur! Gott isch erhabe i sinere macht.

Gits en Lehrer wie ihn?

23 Wer het ihm de Wäg gsi

oder zue ihm gseit: 'Was du getan hast, ist falsch'?

24 Vergiss nöd, sis Tue z'rüehre,

das die Mensche bsunge hend.

25 Alli Mänsche heis gseh,

de sterblichi Mönsch gseht us de ferner zue.

26 Ja, Gott isch grösser als mir chönd begriffe.

D'Zahl vo sinere Jahr überstiegt s'Begriffsvermöge.

27 Er zieht die Wassertropfe ufe,

de Dunscht kondensiert zu Räge.

28 Die Wulche rägned dänn ab,

es güsst uf d Mönsche.

29 Wer chan scho d Wolkeschichte verstah,

s'Donnerchrache us sim Zelt?

30 Gseh nur wie er sini Blitz drüber usbreitet,

wien er die Tiefe vom Meer bedeckt.

31 Damit er die Völker am Leben erhaltet.

Er git ihne Nahrig in Hülle und Fülle.

32 Sini Händ umfassed de Blitz

und er lenkt en zu sim Ziel.

33 Sin Donner kündigt en a,

sälber s'Veh teilt mit, wer da chunnt.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 35 vo 42

 

Hiob 35 vo 42

3:1 Elịhu het sini Erwiderig fortgsetzt:

 2 "Bisch so devo überzügt im Recht z'sii dass du behauptisch:

'Ich bin grechter als Gott'?

 3 Schliesslich seisch ja: 'Was kümmerets dich?

Bini öppe besser dranne als wenni gsündigt hetti?'

 4 Ich wird dir antworte

und au dine Bekannte da.

 5 Lueg zum Himmel ufe und lueg,

beobachte die Wulche wo höch über dir sind.

 6 Wie schadisch em wännd sündisch?

Wenn sich dini Überträtige ahebed, was du ihm scho ah tuesch?

 7 Was gisch em wenn grächt bisch?

Was bechunnt er scho vo dir?

 8 Dini Schlächtigkeit würkt sich nur uf en Mensch wie dich us

und dini Grechtigkeit nur uf en Menschensohn.

 9 Lüüt schreied unter de Last vo de Unterdrückig.

Si schreied nach Erliechterig vo de Herrschaft vo de Mächtige.

10 Aber niemer frogt: 'Wo isch Gott, min grosse Erschaffer,

de i de Nacht Lieder laht la singe?'

11 Er bringt eus meh bi als de Tier vo de Erde

und macht öis wiiser als d Vögel vom Himmel.

12 Da isch Gschrei aber er antwortet nöd,

will die böse so stolz sind.

13 Mit Sicherheit hört Gott keis leers Gschrei.

De Allmächtig achtet nöd druf.

14 Wie viel weniger dänn, wennd dich beschwersch, dassd ihn nöd gsehsch!

Din Rächtsfall lit em vor, drum söttsch gspannt uf ihn warte.

15 Er het nämlich nöd zornig nachere Abrechnig verlangt

na het er dini extremi Vorteiligkeit beachtet.

16 Vergeblich reisst Hiob s'Muul uf.

Er macht viel Wort ohni Erkenntnis."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 34 vo 42

 

 

Hiob 34 vo 42

34:1 Elịhu het wiiter erwideret:

 2 "Höred uf mini Wort, ihr Wiise.

Höred mer zue ihr wo ihr so viel wüssed.

 3 Denn s Ohr prüeft Wort,

so wie d Zunge Spiise choschtet.

 4 Lönd eus zäme beurteile was richtig isch.

Lönd eus gmeinsam entscheide, was guet isch.

 5 Hiob het nämli gseit: 'Ich bin im Recht,

aber Gott het mer s Rächt verweigeret.

 6 Würd ich öppe lüge wenns drum gaht, welles Urteil ich erhalte söll?

Mini Wunde isch unheilbar, obwohl kei überträtig da isch.'

 7 Wo isch en Maa wie Hiob,

de Spott wie Wasser trinkt?

 8 Er gsellt sich zu dene wo verchehrt handled,

und git sich mit de Böse ab.

 9 Denn er hät gseit: 'E Maa hät nüüt devo,

das er sich bemüht Gott zgfalle.'

10 Höred mer also zue ihr Mensche mit Verstand!

Für de wahri Gott isches undenkbar schlecht z handle.

Für de Allmächtige isch es unvorstellbar öppis Verchers z'tue!

11 Denn er wird en Mensch nach sim Tue belohnä

und en d Folge vo sinere Handligswiis träge lönd.

12 Gott handlet mit Sicherheit nöd schlecht,

de Allmächtig vertreit s'Rächt nöd.

13 Wer het en über d Erde igsetzt?

Wer het ihm die ganzi Welt avertrauet?

14 Würd er sini Ufmerksamkeit uf d Mensche konzentriere,

wür er ihre Geischt und Atem zu sich hole,

15 so würeds allesamt umcho

und d Menschheit würd zum Staub zruggkehre.

16 Wänd also Verstand bsitzisch, dänn achte uf mini Wort.

Los guet zue was ich dir säge han.

17 Söll öpper wo Gerechtigkeit hasst wo Macht hend?

Würsch en Mächtige verurteile wo grächt isch?

18 Würdsch öppe zumene König säge: 'Du bisch zu nüt z bruche',

oder zu iiflussriiche Männer: 'Ihr sind schlecht'?

19 Es git eine wo nöd für für für ersti Partei ergriift

und wo de riiche nöd gegenüber em arme bevorzugt,

Denn sie alli sind s Werk vu sinere Händ.

20 Ganz plötzlich chönds sterbe, zmitzt i de Nacht.

Es schüttled sie heftig und sie gönd zgrund.

Selbst die Mächtige werded besitigt, jedoch nöd durch Menschehand.

21 Gottes Auge sind nämli uf d Wäg vumene Mensch grichtet

und er gseht all sini Schritt.

22 Es git weder Finsternis no tüüfe Schatte,

wo sich Übeltäter verstecke chönd.

23 Denn Gott het für kei Mensch e Ziit feschtgsetzt,

zum vor ihm als em Richter erschiine.

24 Er verbricht die Mächtige, ohni e Untersuechig müesse astelle,

und setzt a ihrer Stell anderi ii.

25 Er weiss nämlich was sie mached.

Bi Nacht stürzt er sie und sie werded zermal.

26 Er schlaht sie für ihri Schlächtigkeit

ame Ort wos alli chönd gseh,

27 wils sich vo ihm abgwandt hend

und kei Achtig vor irgend eim vo sinere Wäg händ.

28 Sie bringed de Arme so wiit, dass er zu ihm schreit,

und er ghört de Ufschrei vom Hilflose.

29 Wänn Gott schweigt, wer chan en verurteile?

Wän er sis Gsicht verbirgt, wer chan en gseh?

Öb ers vor eme Volk oder emene einzelne Mönsch verbirgt, s Ergäbnis isch s gliiche:

30 En Gottloser söll nöd regiere

oder für s Volk Schlinge uslege.

31 Wird öpper zu Gott säge:

'Ich bin bestraft worde, obwohl ich keis Verbreche begange han.

32 Erklär mir, was ich überseh han.

Wänni öppis verchert gmacht han,

wirde ich's nöd wieder tue!'?

33 Söll er dich öppe zu dine Bedingige entschädige, wenn du sis Urteil ablehnsch?

Das muesch entscheide, nöd ich.

Seg mer also was du so genau weisch.

34 Mensche mit Verstand werded zu mir säge,

ja jede Wiis wo mich hört:

35 'Hiob redet ohni Erkenntnis,

sine Wort fählts a Iisicht.'

36 Hiob söll bis zum Üsserschte uf d Prob gstellt werde,

dänn er antwortet wie die schlächte Mänsche!

37 Zu sinere Sünd füegt er Ufelehnig hinzue.

Spöttisch klatscht er vor eus id Händ

und git immer meh Wort geg de wahre Gott vo sich!"