GTranslate Wähle deine Sprache

Suchen und Finden

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 546

Hiob 33 vo 42

 

Hiob 33 vo 42

33:1 Doch jetzt, Hiob, hör bitte mini Wort.

Los der alles ah was ich z sege han.

 2 Bitte! Ich muess mis Mul öffne.

Mini Zunge muess rede.

 3 Mini Wort verrate d'Ufruchtigkeit vo mim Härz,

und mini Lippe üssered ehrlich, was ich weiss.

 4 Gottes eigene Geist het mi gmacht,

de Atem vom Allmächtige hät mich zum Läbe bracht.

 5 Antworte mir wänn Du chasch.

Bring dini Argument vor, bezieh Stellig.

 6 Schau mal! Ich bin vorem wahre Gotts genau wie du.

Au ich bin us Lehm gformt.

 7 Deshalb söll dich keinerlei Angst vor mir verschrecke

und kei Druck vo mir söll uf dir liste.

 8 Doch hesch vor mine Ohre gseit,

ja, folgende Wort hani immer wieder ghört:

 9 'Ich bin dri, ohni Überträtig.

Rein bin ich, ohne Vergehe.

10 Gott aber findet Gründ mir Widerstand z leiste.

Er betrachtet mich als sin Feind.

11 Er leit mini Füess in Stock.

Alli mini Pfadä bhaltet er genau im Aug.'

12 Doch damit hesch nöd rächt und drum antworte ich dir:

Gott isch viel grösser als de sterblichi Mensch.

13 Warum beschwersch dich über ihn?

Liegts dra, dass er uf all dini Wort nüt erwideret het?

14 Gott redet nämli es Mal und es zweits Mal –

aber niemert achtet druf –,

15 i eim Traum, inere Vision vo de Nacht,

wänn tüüfer Schlaf uf d Mänsche gheit,

ja während sie i ihrne Bette schlafed.

16 Dänn öffnet er ihne d Ohre

und prägt ene sini Aleitig ii,

17 um en Mensch vo verkehrte Handlige abzbringe

und en Maa vor Stolz z schütze.

18 Gott verschont sini Seele vom Grab,

sis Läbe vo de Vernichtig dur s Schwert.

19 En Mensch wiirt au dur die Schmerze zrächtgwiese, won er uf sim Bett erleidet,

und dur die ständige Quale wo i sine Chnoche stecked,

20 sodass sim ganze Ich das Brot zuwider isch

und erb sogar feinsti Spiise ablehnt.

21 Zueshends schwindet sis Fleisch

und sini verborgenä Chnoche trätted jetzt füre.

22 Siini Seele nöcheret sich em Grab,

sis lebe dene wo de Tod bringed.

23 Wenns für ihn en Bote git,

en Verteidige under 1000,

wo am Mensche seit was richtig isch,

24 den schenkt Gott ihm si Gunst und seit:

'Erspar's ihm, is Grab z'gah!

Ich han es Lösegeld gfunde!

25 si Körper söll gsünder werde als i de Jugend.

Er söll zur Chraft vo sinere Jugendtäg zruggkehre."

26 Er wird zu Gott flehe, wo ihn den ahnäh wird.

Jubelend wird er Gottes Güte erfahre.

Und Gott wird sini Grechtigkeit am stärbliche Mensche wieder zuecho loh.

27 Dä Betreffend wird dä Mensch erchläre:

'Ich habe gesündigt und verdreht was richtig ist,

aber ich han nöd übercho was ich verdient han.

28 Er het mini Seel devo erlöst, is Grab z'gah,

und ich wird wiiterhin s liecht gseh.'

29 In de Tat, Gott duet all das zwei,

ja drü mal für en Mänsch,

30 zum en usem Grab zrugg hole,

demit s Liecht vom Läbe uf ihn strahlt.

31 Schänk mer dini Ufmerksamkeit, Hiob! Hör mer zue!

Bliib still und ich wird wiiterrede.

32 Falls öppis z säge hesch, den antwort mir.

Red, denn ich möcht bewiise, dass du im Rächt bisch.

33 Hesch aber nüt z'säge, de sötsch mer zuelose.

Bliib still und ich lehr dich Wiisheit."

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 531

Hiob 32 vo 42

 

Hiob 32 vo 42

32:1 Da händ die drü Manne nüme versuecht, Hiob z antworte, denn er isch ja vo sinere eigene Grechtigkeit überzügt gsi.

2 Doch Elịhu, de Sohn Bạrachel, vom Busịter, vo de Familie Ram, het sich sehr ergeret. Sin Zorn het gege Hiob entbrennt will er versuecht het sich selber z rechtfertige statt Gott.

3 Au über Hiobs drü Fründe het er sich sehr verarscht, will sie kei Antwort hend chöne finde, sondern Gott für schuldig erchlärt.

4 Elịhu het demit gwartet, Hiob öppis z erwidere, will sie älter gsi sind als er.

5 Als Elịhu jedoch gseh, dass die drü Manne nüt z'antworte gwüsst händ, hät sis Zorn uufgflammt.

6 Elịhu, de Sohn Bạrachels, de Busịter, ergriff also das Wort und gseit:

"Ich bin jung

und ihr sind betägt.

Drum han ich mich respektvoll zrugg ghalte

un traut mi nit, äich z sage, was i weiss.

 7 hani denkt: 'Das Altera söll rede

und die viele Jahr selled Wiisheit verkünde.'

 8 Doch es isch de Geist i de Mensche,

de Atem vom Allmächtige wo sie verständig macht.

 9 Altera allei macht nöd wiis,

na wüssed bloss alti Manne, was richtig isch.

10 Drum sägi: 'Hör mer zue,

und au ich wird dir sege was ich weiss.'

11 Gseht! Ich han uf Wort vo eu gwartet.

Die ganz Ziit han ich mir eui Argumänt aaghört,

wo ihr überleit händ, was ihr chönd säge.

12 Ich han genau aneghört,

doch keine vo euch hät chöne bewiise dass Hiob im Unrecht isch,

oder sine Argument öppis entgägehalte.

13 Seit also nöd: 'Mir händ Wiisheit gfunde.

Es isch Gott wo ihn widerleit, nöd en Mensch.'

14 Da er sini Wort nöd gege mich grichtet het,

wirde ich ihm nöd mit eure Argument antworte.

15 Sie sind bestürzt, sie händ kei Antworte meh.

D Wort sind ihne usgange.

16 Ich han gwartet, aber sie redet nöd wiiter.

Sie stönd eifach nur da und hend kei Antwort meh zbüüte.

17 Deshalb wird au ich öppis erwidere,

au ich wird sägä was ich weiss,

18 den ich bi randvoll mit Wort.

Mich drängt de Geist i mir.

19 Mis inneres isch wie wii wo sich kei luft cha mache,

wie neui Wyschlüüchi wo gliich platzed.

20 Lönd mi rede damit mer liechter wird.

Ich wird mini Lippe öffne und e Antwort geh.

21 Für niemert werd ich Partei ergriffe

und keinem Mensch schmeicheln.

22 Ich weiss nämlich gar nicht wie man schmeichelt,

suscht würd mi de wo mi gmacht het sofort wägg.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 563

Hiob 31 vo 42

 

Da endet s Wort Hiobs.

Hiob 31 vo 42

31:1 Ich han mit mine Auge en Vertrag gmacht.

Wie chönnt ich also enere Jungfrau unagmässeni Ufmerksamkeit schänke?

 2 Was wär de min Aateil vo Gott i de Höchi,

was wär mis erbe vom Allmächtige höch obe?

 3 erwartet de wo verchert handlet nöd Unglück

und Elend die wo Schade gstifted?

 4 Gseht er nöd mini Wäge

und zähled alli mini Schritt?

 5 Bini je de wäg vo de Unwahrheit gange?

Isch mis Fuess zum Betrug geilt?

 6 Gott söll mi ufere genaue Waag wiege,

de wird er mini Integrität erkenne.

 7 Wänn mini Schritt vom Wäg abchömed

oder wenn mis Herz mim Aug gfolgt isch

oder mini Händ schmutzig worde sind,

 8 den söll en andere ässe was ich seg,

und was ich Pflanze usgrisse werde söll.

 9 Wenn sich mis Herz vonere Frau het lah verfüere

und ich a de Tür vo mim Nachbare uf de Lauer gläge han,

10 den söll mini Frau für en andere Maa s Getreide mahle

und anderi Manne sölled sich zu ihre lege.

11 Denn das wär schamloses Verhalte gsi,

es Vergah wo Bestrafig dur Richter verlangt.

12 Es wär es Füür wo verschlingt und zerstört,

das sogar d'Wurzle vo mim ganze Ertrags verzehre würd.

13 Sött ich min Sklave oder Sklavinne s Recht verweigeret ha,

wo sie Klag gäge mi erhobe,

14 was chani den tue wenn Gott mich demit konfrontiert?

Was chan ich ihm antworte, wenn er Rächeschaft vo mir forderet?

15 Het nöd de wo mich im Muetterleib gmacht het, au sie gschaffe?

Isch es nöd eini gsi und de glich gsi wo eus vor eusere Geburt bildet het?

16 Wänn ich d Wünsch vo de Arme zrugwise

oder d'Auge vo de Witwe trurig gmacht han,

17 weni mini Mahlziit allei gässe han,

ohni sie mit de Weisechinder z teile

18 (sit minere Jugend isch nämlich s Weisechind bi mir ufgwachse wie bime Vater

und sit minere Chindeheit hani de Witwe ghulfe),

19 weni öper umcho ha will er kei cheleidig gha het,

oder en Arme Maa gseh het wo nüt gha het zum sich bedecke,

20 wenn er mir nöd dankt het,

won er sich mit de Wull vo minere Schöfli wärmti,

21 weni em Wiesechind mit de Fuscht droht han,

wo's im Stadtor min Biistand brucht hät,

22 den söll mir de Arma vo de Schulter gheie,

min arm söll am Ellboge bräche.

23 Denn ich han mich vor dem Unglück gfirchtet, wo vo Gott chummt,

und ich han vor sinere Erhabeheit nöd chönne bestoh.

24 Wenn ich mis Vertraue uf Gold gsetzt han

oder zu feinstem Gold gseit han: 'Du bisch mini Sicherheit!',

25 wenn min grosse Riichtum mini ganz Freud gsi isch,

wil ich so viel Bsitz erworbe han,

26 wenni d Sunne schiine gseh han

oder de Mond i sinere Pracht dahiinzieh

27 und mis Herz het sich insgeheim verführe lo,

sie mit Kusshand z verehre,

28 dänn wär das en Vergah wo Bestrafig dur d Richter verlangt,

denn ich hetti de wahre Gott hoch obe verlügnet.

29 Hani mi je über d'Vernichtig vo mim Find gfreut,

oder bini schadefroh gsi wo ihm öppis schlimms zuestie het?

30 Ich han mis muul nie gstattet z sündige,

indem ich mit eme fluech s lebe vo mim feind gforderet hett.

31 Hend nöd d Lüt i mim Zelt gseit:

'Wer chan au nur e Person nenne wo nöd vo sim Ässe satt worde isch?'?g

32 Kei Frömde het dusse müesse d Nacht verbringe.

Em Reisende hani mini Türe öffnet.

33 Hani je probiert mini überträtige zuezdecke wie anderi mensche,

indem ich min vergehe i minere Gwandtäsche verborge hetti?

34 Fürcht hani d Reaktion vo de Mengi

oder het mer vor de verachtig vo anderne familie graucht,

sodass ich schwieg und mich nüme nach dusse traute?

35 Würd mi doch nur öpper lose!

Ich wür das wo ich gseit han unterschriebe.

De Allmächtig söll mer antworte!

Hätt min Aakläger die Aaschuldigunge doch nur imene Schriftstück festghalte!

36 Ich würs uf de Schulter träge

und s mer als Chrone um de Chopf binde.

37 Ich wür min Akläger über jede min Schritt Rächeschaft ablegge.

Zueversichtlich würdi uf ihn zuegah wie en Fürst.

38 Wänn sich min eigene Acker luthals über mich wür beklage

und sini Furche würded gmeinsam brüele,

39 weni sin Ertrag gässe han ohni z zahle

oder wenn ich sini Bsitzer zur Verzwiiflig bracht han,

40 den sölled Dornen statt Weize für mich wachse

und stinkends Unkraut statt Gerste."

Da endet d Wort Hiobs.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 549

Hiob 30 vo 42

 

Hiob 30 vo 42

30:1 Jetzt lache sie über mich

Manne wo jünger sind als ich,

dene ihre Väter ich nöd mal zu de Wachhunde vo minere Herde glah hetti.

 2 Vo welem Nutze isch mer d Chraft vo ihrere Händ gsi?

Ihri Energie isch gschwunde.

 3 Mangel und Hunger het sie usglaugt.

Sie nämmed a dem dürre Land,

das scho verwüschtet und verödet gsi isch.

 4 Sie sammled s Salzchrut vo de Stüücher.

Ihri Nahrig sind Ginsterwurzle.

 5 Us de Gmeinschaft werded si vertriebe.

Mer schreit ene nach wie eme Dieb.

 6 A de Abhäng vo Schluchte wohneds,

in Erdlöcher und Felsehöhle.

 7 Inmitten der Strücher schreie sie

und under de Nessle drängeds sich zäme.

 8 Als Söhn vo de Unverständige und Namelose

het mer sie usem Land verjagt.

 9 Aber jetzt macheds sich sogar i ihrne Lieder über mich lustig.

Ich bi für sie zum Gspött worde.

10 Sie verabschieded mich und halted Abstand zu mir.

Sie zögere nöd mir is Gsicht z spucke.

11 Da Gott mich entwaffnet und gdemüetet hät,

lönds i minere Gegewart jedi zrugghaltig gheie.

12 Rechts vo mir erhebed sie sich wie en Mob.

Si triibed mi id Flucht

und errichte tödlichi Barriere uf mim Pfad.

13 Si reissed mini Wäg uf

und mached mis Elend na schlimmer,

und da isch niemert wo sie ufhaltet.

14 Sie chömed wie dur e breiti Bräsch i de Muur.

Zmitzt i de Verwüschtig wälzeds ane.

15 Schrecke überwältigt mich.

Mini Würd isch wie vom Wind verweht

und miini Rettig löst sich uf wie e Wolke.

16 Jetz flüsst mis Lebe da ane.

Täg vom Chummer erfassed mich.

17 Nachts durebohren Schmerze mini Chnoche,

de nägendi Schmerz hört niemals uf.

18 Mit aller Gwalt isch mis Gwand verunstaltet worde.

Es schnürt mer d Luft ab wie de Chräge vo minere Chleidig.

19 Gott het mi in Schlamm gworfe.

Ich bin nur na Staub und Asche.

20 Ich schreie zu dir um Hilf, aber du antwortisch mir nöd.

Ich stah uf, aber du luegsch mich eifach nur ah.

21 Grausig hesch dich gege mich gwandt.

Mit de ganze Macht dinere Hand gosch uf mich los.

22 Du hebsch mi uf und treisch mi mitem Wind dervo.

Dänn schleuderisch mi im Sturm hin und her.

23 Denn ich weiss dass du mich in Tod schicksch,

in das Huus wo sich alli Lebende versammle werded.

24 Aber es würd doch niemert en brochne Manna schlah,

wän er i sinere Not um Hilf schreit.

25 Hani nöd um die brüelet, wo härti ziite dureläbed?

Hani nöd um de Arme trout?

26 Obwohl ich uf guets ghofft han isch schlechts cho.

Ich erwartet Liecht, aber Finsternis isch cho.

27 De Ufruhr i mim Innere hät keis End gno.

Täg vom Chummer händ mir begegnet.

28 In döster Stimmig gang ich umenand – es git keis Sunneliecht.

I de versammlete Mängi stahni uuf und schreie um Hilf.

29 En Brüeder bini de Schakal worde

und en Fründ de Töchter vom Struss.

30 Mini huut isch schwarz worde und abgfalle.

Mini chnoche lüht vor Hitz.

31 Mini Harfe isch nur no für Truur da

und miini Flöte für de Klang vom Brüele.